Kategorie: Vorstellung

  • [:de]All we imagine as light[:]

    [:de]All we imagine as light[:]

    [:de]

    Ein Film von Payal Kapadia.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Es war der ers­te indi­sche Film seit 30 Jahren, der in den Wettbewerb des Filmfestes in Cannes ein­ge­la­den wur­de. In ihrem Spielfilmdebüt the­ma­ti­siert die Dokumentarfilmerin Payal Kapadia die öko­no­mi­schen Ungleichheiten Indiens und nimmt uns mit in die Megacity Mumbai. Hier gilt ihr Blick drei Frauen, die in einem Krankenhaus arbei­ten. Die zurück­hal­ten­de Pflegerin Prabha lebt in ihrer Arbeit, die sie mit Ruhe und Sorgfalt bewäl­tigt. Der ihr zunächst unbe­kann­te Mann, mit dem sie eine arran­gier­ten Ehe ein­ging, ver­ließ sie kurz nach der Trauung Richtung Deutschland, der Arbeit wegen, und hat sich seit­dem nicht mehr gemel­det. Die Wohnung teilt sie sich des­halb seit eini­ger Zeit mit ihrer jün­ge­ren Kollegin Anu. Die ist leb­haft, risi­ko­freu­dig und frisch ver­liebt, in Shiaz, einen Mann mit der fal­schen Religion. Die Schwierigkeiten mit der Familie und die Gerüchteküche im Krankenhaus sor­gen Anu wenig, wohl aber, dass sie mit dem Geliebten nie und nir­gend­wo allein sein kann. Für Prabha hin­ge­gen schwärmt offen­sicht­lich ein Arzt, für sie aber gilt das Ehegelöbnis. Als die Post aller­dings einen Reiskocher aus Deutschland bei ihr ablie­fert, ohne Absender oder Gruß, fragt sie sich schon, was die­se ers­te Nachricht seit drei Jahren bedeu­ten könn­te – viel­leicht ist es doch eine Art Abfindung, ein Vorbote der Trennung?
    Die drit­te Frau ist Parvaty, Köchin im Krankenhaus und Prabhas bes­te Freundin. Ihr droht nach dem Tod des Ehemanns der Verlust der Wohnung, denn er hat ihr kei­ne Papiere hin­ter­las­sen, die die Rechte klä­ren. Prabha ver­sucht ihr zu hel­fen, aber sie sind chan­cen­los. Resigniert ver­lässt Parvaty Mumbai und zieht zurück in ihr Heimatdorf. Dort besu­chen sie Prabha und Anu, und die­se Tage wer­den zu einem ganz beson­de­ren Erlebnis.
    Trotz der doku­men­ta­ri­schen Sicht und aller Authentizität wirkt „All we ima­gi­ne as Light“ stets wie unwirk­lich und ver­zau­bert, viel­leicht aber auch nur aus west­li­cher Sicht.

    Kino, das im bes­ten Sinne den Blick auf ande­re Welten öff­net“ schreibt programmkino.de dazu. Unzweifelhaft ist jedoch, dass er ganz wun­der­bar eine Entwicklung hin zu weib­li­cher Solidarität und immer mehr Selbstbewusstsein aufzeichnet.

    Sehnsüchtig such­te man [im Wettbewerb der 77. Filmfestspiele von Cannes] nach einem Film, der sich auf die Schönheit, die ele­men­ta­re Kraft des Kinos ver­ließ. Und er kam dann auch. „All we ima­gi­ne as Light“ von der indi­schen Regisseurin Payal Kapadia folgt drei Frauen, die als Krankenschwestern und Köchin in einem Krankenhaus in Mumbai arbei­ten. Mit einer ruhi­gen Kamera glei­tet man in drei Leben hin­ein. Zwischen Schichtarbeit, Kochen und Einkaufen geht es um die Dinge des Lebens.
    „All we ima­gi­ne as Light“ bekam in Cannes den Großen Preis der Jury, und die­ser berüh­ren­de Film, ein wahr­haf­ti­ger Lichtblick, zeigt, was Kino sein kann: Alles, was wir uns als Licht vor­stel­len.“ Katja Nikodemus | Die Zeit

    Wettbewerb Cannes Filmfestival 2024. Mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

    Credits:

    IN, FR, NL, LU 2024, 114 Min., Malayalam, Hindi OmU
    Regie: Payal Kapadia
    Kamera: Rabadir Das
    Schnitt: Clément Pinteaux
    mit Kani Kusruti, Divya Prabha, Chhaya Kadam, Hridhu Haroon 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Payal Kapadia. In Malayalam and Hindi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Mumbai, Nurse Prabha’s rou­ti­ne is trou­bled when she recei­ves an unex­pec­ted gift from her estran­ged hus­band. Her youn­ger room­ma­te, Anu, tri­es in vain to find a spot in the city to be inti­ma­te with her boy­fri­end. A trip to a beach town allows them to find a space for their desi­res to manifest.

    Competition Cannes Filmfestival 2024: Grand Prix.

    Credits:

    IN, FR, NL, LU 2024, 114 Min., Malayalam, Hindi OmU
    Regie: Payal Kapadia
    Kamera: Rabadir Das
    Schnitt: Clément Pinteaux
    mit Kani Kusruti, Divya Prabha, Chhaya Kadam, Hridhu Haroon 

    Trailer:
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    [:]
  • No Other Land

    No Other Land

    [:de]

    Ein Film von Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Basel Adra, ein jun­ger paläs­ti­nen­si­scher Aktivist aus Masafer Yatta im Westjordanland, kämpft seit sei­ner Kindheit gegen die Vertreibung sei­ner Gemeinschaft durch die israe­li­sche Besatzung. Er doku­men­tiert die schritt­wei­se Auslöschung der Dörfer sei­ner Heimatregion, wo Soldatinnen im Auftrag der israe­li­schen Regierung nach und nach Häuser abrei­ßen und ihre Bewohnerinnen ver­trei­ben. Irgendwann begeg­net er Yuval, einem israe­li­schen Journalisten, der ihn in sei­nen Bemühungen unter­stützt. Eine unwahr­schein­li­che Allianz ent­steht. Die Beziehung der bei­den wird durch die enor­me Ungleichheit zwi­schen ihnen zusätz­lich belas­tet: Basel lebt unter mili­tä­ri­scher Besatzung, Yuval frei und ohne Einschränkungen. Der Film eines paläs­ti­nen­sisch-israe­li­schen Kollektivs vie­rer jun­ger Aktivist*innen ent­stand als Akt des krea­ti­ven Widerstands auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit.
    Berlinale Dokumentarfilmpreis 2024

    Credits:

    PS/NO 2024, 95 Min., Arabisch, Hebräisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor

    Kamera: Rachel Szor 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor. In Arabic, Hebrew and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Basel Adra, a young Palestinian acti­vist from Masafer Yatta on the West Bank, has been fight­ing the mass expul­si­on of his com­mu­ni­ty by Israel’s occu­pa­ti­on sin­ce child­hood. He docu­ments the slow-moti­on era­di­ca­ti­on of the vil­la­ges in his home regi­on whe­re sol­diers deploy­ed by the Israeli govern­ment are gra­du­al­ly demo­li­shing hou­ses and dri­ving out their resi­dents. At some point, he meets Yuval, an Israeli jour­na­list, who sup­ports him in his efforts. An unli­kely alli­ance deve­lo­ps. But the rela­ti­onship bet­ween the two is strai­ned by the enorm­ous ine­qua­li­ty bet­ween them: Basel lives under mili­ta­ry occu­pa­ti­on while Yuval lives free­ly and wit­hout rest­ric­tions.
    This film by a Palestinian-Israeli coll­ec­ti­ve of four young acti­vists has been made as an act of crea­ti­ve resis­tance on the path to grea­ter justice.

    Credits:

    PS/NO 2024, 95 Min., Arabisch, Hebräisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor

    Kamera: Rachel Szor 

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    [:]
  • Die Katzen vom Gokogu-Schrein

    Die Katzen vom Gokogu-Schrein

    [:de]

    Ein Film von Kazuhiro Soda.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In die­sem Film geht es um Katzen, vie­le Katzen – in allen Größen und Altersstufen, von jung bis alt, gesund oder krank, ob Winter- oder Sommerkatzen.  Sie leben in der Umge­bung des klei­nen, alten Shinto-Schreins Gokogu, gele­gen in Ushimado, einer Hafenstadt an der Inland-See. Es ist ein Paradies für kat­zen­lie­ben­de Einwohner und Besucher. Gokogu sieht ober­fläch­lich betrach­tet fried­lich aus, ist aber auch das Epizentrum eines heik­len Themas, das die ört­li­che Gemeinschaft spaltet.

    Deshalb geht auch um Menschen. Diejenigen, die die Katzen besu­chen, lie­ben und füt­tern, und ihnen Namen geben wie Chao, Gari, Hyaena, Koto, Chubu oder Chibi. Und die hin und wie­der auch neue Katzen mit­brin­gen und sie aus­set­zen. Gleichzeitig kom­men auch die zu Wort, die es stört, dass ihre Vorgärten oder die Pflanzen rund um den Schrein als gro­ßes Katzenklo genutzt wer­den und die Katzenliebhaber:innen ihren Müll hinterlassen.

    Kazuhiro Sōda fängt in sei­nem zehn­ten „beob­ach­ten­den Film“ das Leben rund um den Schrein ein, und gewährt einen per­sön­li­chen und ein­fühl­sa­men Blick auf die tra­di­tio­nel­le Gemeinschaft des Ortes.

    »Durch die Zeit und die Elemente, aber vor allem durch die Menschen, die ihn bewoh­nen, wird der Geist eines Ortes vor unse­ren Augen leben­dig. Und der Filmemacher schlägt uns durch sei­ne auf­merk­sa­me Haltung eine ande­re Art des Sehens vor – und damit auch eine ande­re Art, in der Welt zu sein.« (Alexandre Fontaine Rousseau | Panorama Cinema)

    Die Katzen in Ushimado sind aus­nahms­los süß – aber viel zu vie­le. Kazuhiro Sodas Dokumentarfilm zeigt hand­fes­te bio­po­li­ti­sche Maßnahmen und vor­bild­li­ches com­mu­ni­ty buil­ding – mit viel Witz, gutem Auge und Gespür für klei­ne und gro­ße Gesten.“ Leonard Krähmer

    Credits:

    Gokogu no Neko
    JP 2024, 119 Min., japa­ni­sche OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Kazuhiro Soda 

    Trailer:
    The Cats of Gokogu Shrine Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln

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    [:en]

    A film by Kazuhiro Soda. In Japanese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Steep steps lead up to the Gokogu Shinto shri­ne in Ushimado. The local child­ren play on them and the older resi­dents attend to their upkeep, even plan­ting mint on eit­her side. Kazuhiro Soda pres­ents the­se steps as a site of tran­si­ti­on that also forms a key ele­ment of this tiny set-up. For this ele­va­ted shri­ne isn’t just some­whe­re to visit for spi­ri­tu­al pur­po­ses – Ushimado’s feline com­mu­ni­ty has also set up home here, an occa­sio­nal­ly dyna­mic coll­ec­ti­ve con­sis­ting of cats aban­do­ned by their owners and their sub­se­quent off­spring. They need to be cared for, even as their popu­la­ti­on must be kept in check. Kazuhiro Soda’s docu­men­ta­ries – many of them which have alre­a­dy scree­ned at the Forum – always fol­low his own set of rules and show the see­mingly inno­cuous, yet still weigh­ty requi­re­ments of co-exis­tence. Slowly, yet per­sis­t­ent­ly, The Cats of Gokogu Shrine expands his gaze; the focus on details, ever­y­day ten­der­nes­ses and disci­pli­ne gives this chro­nic­le of a year a dimen­si­on that is at once down-to-earth and uni­ver­sal. And the pre­sence of Kazuhiro Soda hims­elf, who has lived in Ushimado for seve­ral years, can also be expe­ri­en­ced first-hand in a res­trai­ned, honest manner.

    Gokogu no Neko
    Credits:

    Gokogu no Neko
    JP 2024, 119 Min., japa­ni­sche OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Kazuhiro Soda 

    Trailer:
    The Cats of Gokogu Shrine Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln

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  • [:de]Die Saat des heiligen Feigenbaums[:]

    [:de]Die Saat des heiligen Feigenbaums[:]

    [:de]

    Ein Film von Mohammad Rasoulof.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kurz nach­dem Iman zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht beför­dert wur­de, erstarkt nach Jina Mahsa Aminis Tod die Protestbewegung im Land. Während er mit dem Druck des neu­en Jobs zu kämp­fen hat, enga­gie­ren sich sei­ne Töchter bei den Protesten. Seine Frau Najmeh wie­der­um ver­sucht ver­zwei­felt, die Familie zusam­men­zu­hal­ten.
    Regisseur Mohammad Rasoulof hat viel Zeit sei­nes Lebens in Unfreiheit ver­bracht, im Gefängnis, unter Hausarrest oder mit Ausreiseverbot, dazu kommt das Berufsverbot. Umso erstaun­li­cher ist nicht nur, dass er über­haupt noch dreht, und, dass sei­ne Arbeiten immer direk­ter, gewag­ter wur­den. Während „Iron Island“ von 2005 noch als mehr­deu­ti­ge Allegorie erscheint, und „The White Meadows“ (2009) para­bel­haf­te Fantasie ist, geht der auto­bio­gra­fisch gepräg­te „Goodbye“ (2011), schon wesent­lich direk­ter auf die sub­ver­si­ve staat­li­che Repression ein. Der Thriller „Manuscripts don‘t burn“ (2013) ver­klau­su­liert nichts mehr. Die Geschichte über die Geheimdienst-Morde an Schriftstellern hat sogar einen rea­len Hintergrund. In „A Man of inte­gri­ty“ (2017) geht es um Korruption, der Berlinale-Gewinner „There is no Evil“ ver­knüpft vier per­sön­li­che Schicksale mit den poli­ti­schen Gegebenheiten.
    Nach Verhängung einer mehr­jäh­ri­gen Haftstrafe und Peitschenhieben konn­te Rasoulof aus dem Iran flie­hen und „Die Saat des hei­li­gen Feigenbaum“ beim Wettbewerb in Cannes per­sön­lich vor­stel­len. Natürlich steht die Familie, die sich auf­grund der poli­ti­schen Entwicklungen ent­zweit, stell­ver­tre­tend für die ira­ni­sche Gesellschaft, aber die Vorkommnisse sind durch­aus real.
    ,Die Saat des hei­li­gen Feigenbaums‘ wird Deutschland bei den Oscars ver­tre­ten. Die Jury: der Film ist das Psychogramm der auf Gewalt und Paranoia auf­ge­bau­ten Theokratie des Iran. … Ein meis­ter­haft insze­nier­ter und berüh­rend gespiel­ter Film, der Szenen fin­det, die blei­ben. Die bei­den auf­be­geh­ren­den Töchter ste­hen für die muti­gen Frauen des Iran und ihren auf­op­fe­rungs­vol­len Kampf gegen die Patriarchen ihrer Familien wie ihres Staates. Er ist eine her­aus­ra­gen­de Arbeit eines der gro­ßen Regisseure des Weltkinos, der in Deutschland Schutz gefun­den hat vor staat­li­cher Willkür im Iran. Wir sind sehr froh dar­über, Rasoulof sicher in unse­rem Land zu wissen.

    Credits:

    IR, DE, FR 2024, 168 Min., far­si OmU
    Regie: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Pooyan Aghababaei
    Schnitt: Andrew Bird
    mit Missagh Zareh, Soheila Golestani, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Niousha Akhshi

    Trailer:
    The Seed of the Sacred Fig – Trailer OV/d
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    [:en]

    A film by Mohammad Rasoulof. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A tar­get of Iran’s hard­li­ne con­ser­va­ti­ve govern­ment for his films’ cri­ti­cism of the sta­te, direc­tor Mohammad Rasoulof fled his home coun­try to avo­id an eight-year pri­son sen­tence, though he hadn’t finis­hed editing his latest film yet. His sea­ring dra­ma The Seed of the Sacred Fig won a Special Prize from the jury and three other awards on its pre­mie­re at the Cannes Film Festival. The film is every bit as urgent and grip­ping as its real-life back­story would por­tend: long­time govern­ment worker Iman (Missagh Zareh) has just recei­ved a major pro­mo­ti­on to the role of judge’s inves­ti­ga­tor, to the hop­eful delight of his wife Najmeh (Soheila Golestani); at the same moment, a series of stu­dent pro­tests against the govern­ment have explo­ded in the streets, sto­king the sym­pa­thies of their inde­pen­dent-min­ded daugh­ters Rezvan (Mahsa Rostami) and Sana (Setareh Maleki). The gro­wing wedge bet­ween pro­gres­si­ve child­ren and tra­di­tio­nal par­ents inten­si­fies through a series of unsett­ling events that put Iman’s future in jeo­par­dy. Both para­noia thril­ler and dome­stic dra­ma, The Seed of the Sacred Fig is abo­ve all an epic of anti-patri­ar­chal poli­ti­cal conviction.

    Credits:

    IR, DE, FR 2024, 168 Min., far­si OmU
    Regie: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Pooyan Aghababaei
    Schnitt: Andrew Bird
    mit Missagh Zareh, Soheila Golestani, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Niousha Akhshi

    Trailer:
    The Seed of the Sacred Fig – Trailer OV/d
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    [:]
  • [:de]The Outrun[:]

    [:de]The Outrun[:]

    [:de]

    Ein Film von Nora Fingscheidt 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach mehr als zehn Jahren kehrt Rona in ihre Heimat auf den ent­le­ge­nen Orkneyinseln zurück. Während sie die ein­zig­ar­ti­ge, raue Landschaft, in der sie auf­ge­wach­sen ist, wie­der­ent­deckt, ver­mi­schen sich ihre Kindheitserinnerungen mit sol­chen aus der letz­ten, von Sucht gepräg­ten Zeit. Ihr dama­li­ger Aufbruch in die Stadt und die fol­gen­den aus­schwei­fen­den Jahre in London mün­de­ten in einem schmerz­haf­ten Absturz. Doch nach und nach wird die Begegnung mit den ver­wun­sche­nen, wind­ge­peitsch­ten Küsten der Inseln zu einer Chance auf ein neu­es Leben.
    Nora Fingscheidts Adaption von Amy Liptrots auto­bio­gra­fi­schem Bestseller blickt in erschüt­tern­den Rückblenden auf die Abwärtsspirale, die Rona in London durch­lebt, und auf ihre Zeit in einem stren­gen Entzugsprogramm. Im Zentrum des Films steht jedoch ihre Befreiung von per­sön­li­chen Dämonen durch die Verbindung mit der Natur der Heimat ihrer Kindheit.
    „Gerade durch die Verweigerung ein­fa­cher Antworten und die kon­se­quen­te Konzentration auf die Alltäglichkeit des Kampfes sei­ner Protagonistin ent­wi­ckelt The Outrun eine stil­le, aber nach­drück­li­che Kraft. Besonders in den intro­spek­ti­ven Momenten gelingt es Saoirse Ronan, ihrer Figur eine beein­dru­cken­de Menschlichkeit zu ver­lei­hen. Die Hoffnung, die ihre Rona am Ende emp­fin­det, mag klein sein – aber sie ist echt. Und genau dar­in liegt die Stärke die­ses ein­dring­li­chen Porträts eines Heilungsprozesses.“ Arabella Wintermayr | taz

    Credits:

    GB/DE 2024, 117 Min., engl. OmU
    Regie: Nora Fingscheidt
    Kamera: Yunus Roy Imer
    Schnitt: Stephan Bechinger
    mit Saoirse Ronan, Paapa Essiedu, Stephen Dillane, Saskia Reeves, Nabil Elouahabi, Izuka Hoyle, Lauren Lyle 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Nora Fingscheidt. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After an absence of more than ten years, Rona returns to her home on the remo­te Orkney Islands in Scotland. As she redis­co­vers the uni­que, wild land­scape in which she grew up, her child­hood memo­ries ming­le with tho­se from her more recent times as an addict. Her depar­tu­re for the city and sub­se­quent dis­so­lu­te years in London resul­ted in a pain­ful fall. But litt­le by litt­le, her encoun­ter with the enchan­ted, wind-bat­te­red coasts of the islands beco­mes a chan­ce for a new life.
    Nora Fingscheidt’s adapt­a­ti­on of Amy Liptot’s auto­bio­gra­phi­cal best­sel­ler uses har­ro­wing flash­backs to depict Rona’s down­ward spi­ral in London and her time in a strict rehab pro­gram­me. However, the focus of the film is on her libe­ra­ti­on from per­so­nal demons through a con­nec­tion with the natu­re of her child­hood home.

    Credits:

    GB/DE 2024, 117 Min., engl. OmU
    Regie: Nora Fingscheidt
    Kamera: Yunus Roy Imer
    Schnitt: Stephan Bechinger
    mit Saoirse Ronan, Paapa Essiedu, Stephen Dillane, Saskia Reeves, Nabil Elouahabi, Izuka Hoyle, Lauren Lyle 

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    [:]
  • [:de]Black Dog[:]

    [:de]Black Dog[:]

    [:de]

    Ein Film von Guan Hu.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die Geschichte der lang­sa­men Annäherung zwi­schen zwei Außenseitern, dem eigen­wil­li­gen Lang und einem schwar­zen Hund, wur­de in Cannes die­ses Jahr mit dem Hauptpreis in der Sektion „Un cer­tain regard“ aus­ge­zeich­net. Xin, der Hund, bekam zudem die begehr­te „Dog-Palm“.
    Lang saß vie­le Jahre im Gefängnis, jetzt kehrt er in sei­nen Heimatort am Rande der Wüster Gobi zurück. Wir wer­den den Einzelgänger aller­dings noch als völ­lig ver­schie­den ken­nen­ler­nen von dem, was die eige­nen Vorurteile uns dik­tie­ren.
    Die Umgebung, in die er zurück­kehrt, ist schwer von Umgestaltung betrof­fen, denn die bedeu­tet fast immer Abriss. Zwar fin­det die Olympiade – der Film spielt 2008 – woan­ders statt, aber auch in den nicht nur im räum­li­chen Sinn fer­nen glit­zern­den Großstädte muss jetzt „auf­ge­räumt“ wer­den. Betroffen davon sind auch die vie­len streu­nen­den Hunde. Ein Tier mit beson­ders schwar­zem Fell ent­wischt den Fängern immer wie­der, da wird ihm die Tollwut ange­dich­tet und ein Preis für ihn aus­ge­setzt. Lang fühlt sich dem wider­spens­ti­gen Wesen ver­wandt und nimmt es, nicht ohne Blessuren zu erlei­den, zu sich. Beide müs­sen nun schau­en, wie es für sie wei­ter­ge­hen kann.
    Regisseur Guan Hu zähl­te zusam­men mit u.a. Zhang Yuan, Wang Xiaoshuai, He Jianjun, Jia Zhang-Ke und Yu Le zur soge­nann­ten 6. Generation chi­ne­si­scher Filmemacher*innen, die es sich erlaub­ten, in ihren Filmen auch mit poli­ti­schem Blick das Alltagsleben unge­schönt dar­zu­stel­len. Nach meh­re­ren Großprojekten scheint Black Dog – Weggefährten sein Schritt zurück zu den Anfängen zu sein.
    „Auch Black Dog setzt zwar durch­aus hier und da klei­ne Spitzen gegen die offi­zi­el­le Fortschrittsrhetorik Chinas, ist aber ins­ge­samt kein sub­ver­si­ver Film. Indem er das Leid und das Freiheitsbedürfnis der Menschen auf das Leid und das Freiheitsbedürfnis der Tiere über­trägt, wird bei­des erträg­li­cher und uni­ver­sel­ler. Traurige Hundeaugen bli­cken über­all auf der Welt gleich. Später tau­chen außer­dem noch ande­re Tiere auf, Tiger und Schlangen, sowie eine Bauchtänzerin, die ein Auge auf Lang wirft und dem ansons­ten ziem­lich männ­lich domi­nier­ten Film durch­aus gut­tut. Wie man über­haupt Black Dog sei­ne rühr­se­li­ge Schlagseite kei­nes­wegs zum Vorwurf machen muss. Das Kino hat nicht die Pflicht, immer gleich das Regime stür­zen zu wol­len. Manchmal genügt es voll­auf, eine her­zens­war­me – und wirk­lich wun­der­schön foto­gra­fier­te – Ballade von einem Mann und einem Hund zu erzäh­len.“ Lukas Foerster | Die Presse

    Cannes 2024 – Un Certain Regard Preis

    Credits:

    CN 2024, 110 Min., Mandarin OmU
    Regie: Guan Hu
    Kamera: Gao Weizhe
    mit
    Eddie Peng, Zhangke Jia, Jing Liang

    Trailer:
    BLACK DOGWEGGEFÄHRTEN | offi­zi­el­ler Trailer mit Dt. Untertiteln | ab 12. Dezember im Kino
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    [:en]

    A film by Guan Hu. In Mandarin with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    On the edge of the Gobi desert in Northwest China, Lang returns to his home­town after being released from jail. While working for the local dog pat­rol team to clear the town of stray dogs befo­re the Olympic Games, he strikes up an unli­kely con­nec­tion with a black dog. These two lonely souls now embark on a new jour­ney together.

    Credits:

    GOU ZHEN
    CN 2024, 110 Min., Mandarin OmU
    Regie: Guan Hu
    Kamera: Gao Weizhe
    mit
    Eddie Peng, Zhangke Jia, Jing Liang

    Trailer:
    BLACK DOGWEGGEFÄHRTEN | offi­zi­el­ler Trailer mit Dt. Untertiteln | ab 12. Dezember im Kino
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  • [:de]Die Saat des heiligen Feigenbaums[:]

    [:de]Die Saat des heiligen Feigenbaums[:]

    [:de]

    Ein Film von Mohammad Rasoulof.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kurz nach­dem Iman zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht beför­dert wur­de, erstarkt nach Jina Mahsa Aminis Tod die Protestbewegung im Land. Während er mit dem Druck des neu­en Jobs zu kämp­fen hat, enga­gie­ren sich sei­ne Töchter bei den Protesten. Seine Frau Najmeh wie­der­um ver­sucht ver­zwei­felt, die Familie zusam­men­zu­hal­ten.
    Regisseur Mohammad Rasoulof hat viel Zeit sei­nes Lebens in Unfreiheit ver­bracht, im Gefängnis, unter Hausarrest oder mit Ausreiseverbot, dazu kommt das Berufsverbot. Umso erstaun­li­cher ist nicht nur, dass er über­haupt noch dreht, und, dass sei­ne Arbeiten immer direk­ter, gewag­ter wur­den. Während „Iron Island“ von 2005 noch als mehr­deu­ti­ge Allegorie erscheint, und „The White Meadows“ (2009) para­bel­haf­te Fantasie ist, geht der auto­bio­gra­fisch gepräg­te „Goodbye“ (2011), schon wesent­lich direk­ter auf die sub­ver­si­ve staat­li­che Repression ein. Der Thriller „Manuscripts don‘t burn“ (2013) ver­klau­su­liert nichts mehr. Die Geschichte über die Geheimdienst-Morde an Schriftstellern hat sogar einen rea­len Hintergrund. In „A Man of inte­gri­ty“ (2017) geht es um Korruption, der Berlinale-Gewinner „There is no Evil“ ver­knüpft vier per­sön­li­che Schicksale mit den poli­ti­schen Gegebenheiten.
    Nach Verhängung einer mehr­jäh­ri­gen Haftstrafe und Peitschenhieben konn­te Rasoulof aus dem Iran flie­hen und „Die Saat des hei­li­gen Feigenbaum“ beim Wettbewerb in Cannes per­sön­lich vor­stel­len. Natürlich steht die Familie, die sich auf­grund der poli­ti­schen Entwicklungen ent­zweit, stell­ver­tre­tend für die ira­ni­sche Gesellschaft, aber die Vorkommnisse sind durch­aus real.
    ,Die Saat des hei­li­gen Feigenbaums‘ wird Deutschland bei den Oscars ver­tre­ten. Die Jury: der Film ist das Psychogramm der auf Gewalt und Paranoia auf­ge­bau­ten Theokratie des Iran. … Ein meis­ter­haft insze­nier­ter und berüh­rend gespiel­ter Film, der Szenen fin­det, die blei­ben. Die bei­den auf­be­geh­ren­den Töchter ste­hen für die muti­gen Frauen des Iran und ihren auf­op­fe­rungs­vol­len Kampf gegen die Patriarchen ihrer Familien wie ihres Staates. Er ist eine her­aus­ra­gen­de Arbeit eines der gro­ßen Regisseure des Weltkinos, der in Deutschland Schutz gefun­den hat vor staat­li­cher Willkür im Iran. Wir sind sehr froh dar­über, Rasoulof sicher in unse­rem Land zu wissen.

    Credits:

    IR, DE, FR 2024, 168 Min., far­si OmU
    Regie: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Pooyan Aghababaei
    Schnitt: Andrew Bird
    mit Missagh Zareh, Soheila Golestani, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Niousha Akhshi

    Trailer:
    The Seed of the Sacred Fig – Trailer OV/d
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    [:en]

    A film by Mohammad Rasoulof. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A tar­get of Iran’s hard­li­ne con­ser­va­ti­ve govern­ment for his films’ cri­ti­cism of the sta­te, direc­tor Mohammad Rasoulof fled his home coun­try to avo­id an eight-year pri­son sen­tence, though he hadn’t finis­hed editing his latest film yet. His sea­ring dra­ma The Seed of the Sacred Fig won a Special Prize from the jury and three other awards on its pre­mie­re at the Cannes Film Festival. The film is every bit as urgent and grip­ping as its real-life back­story would por­tend: long­time govern­ment worker Iman (Missagh Zareh) has just recei­ved a major pro­mo­ti­on to the role of judge’s inves­ti­ga­tor, to the hop­eful delight of his wife Najmeh (Soheila Golestani); at the same moment, a series of stu­dent pro­tests against the govern­ment have explo­ded in the streets, sto­king the sym­pa­thies of their inde­pen­dent-min­ded daugh­ters Rezvan (Mahsa Rostami) and Sana (Setareh Maleki). The gro­wing wedge bet­ween pro­gres­si­ve child­ren and tra­di­tio­nal par­ents inten­si­fies through a series of unsett­ling events that put Iman’s future in jeo­par­dy. Both para­noia thril­ler and dome­stic dra­ma, The Seed of the Sacred Fig is abo­ve all an epic of anti-patri­ar­chal poli­ti­cal conviction.

    Credits:

    IR, DE, FR 2024, 168 Min., far­si OmU
    Regie: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Pooyan Aghababaei
    Schnitt: Andrew Bird
    mit Missagh Zareh, Soheila Golestani, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Niousha Akhshi

    Trailer:
    The Seed of the Sacred Fig – Trailer OV/d
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  • [:de]All we imagine as light[:]

    [:de]All we imagine as light[:]

    [:de]

    Ein Film von Payal Kapadia.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Es war der ers­te indi­sche Film seit 30 Jahren, der in den Wettbewerb des Filmfestes in Cannes ein­ge­la­den wur­de. In ihrem Spielfilmdebüt the­ma­ti­siert die Dokumentarfilmerin Payal Kapadia die öko­no­mi­schen Ungleichheiten Indiens und nimmt uns mit in die Megacity Mumbai. Hier gilt ihr Blick drei Frauen, die in einem Krankenhaus arbei­ten. Die zurück­hal­ten­de Pflegerin Prabha lebt in ihrer Arbeit, die sie mit Ruhe und Sorgfalt bewäl­tigt. Der ihr zunächst unbe­kann­te Mann, mit dem sie eine arran­gier­ten Ehe ein­ging, ver­ließ sie kurz nach der Trauung Richtung Deutschland, der Arbeit wegen, und hat sich seit­dem nicht mehr gemel­det. Die Wohnung teilt sie sich des­halb seit eini­ger Zeit mit ihrer jün­ge­ren Kollegin Anu. Die ist leb­haft, risi­ko­freu­dig und frisch ver­liebt, in Shiaz, einen Mann mit der fal­schen Religion. Die Schwierigkeiten mit der Familie und die Gerüchteküche im Krankenhaus sor­gen Anu wenig, wohl aber, dass sie mit dem Geliebten nie und nir­gend­wo allein sein kann. Für Prabha hin­ge­gen schwärmt offen­sicht­lich ein Arzt, für sie aber gilt das Ehegelöbnis. Als die Post aller­dings einen Reiskocher aus Deutschland bei ihr ablie­fert, ohne Absender oder Gruß, fragt sie sich schon, was die­se ers­te Nachricht seit drei Jahren bedeu­ten könn­te – viel­leicht ist es doch eine Art Abfindung, ein Vorbote der Trennung?
    Die drit­te Frau ist Parvaty, Köchin im Krankenhaus und Prabhas bes­te Freundin. Ihr droht nach dem Tod des Ehemanns der Verlust der Wohnung, denn er hat ihr kei­ne Papiere hin­ter­las­sen, die die Rechte klä­ren. Prabha ver­sucht ihr zu hel­fen, aber sie sind chan­cen­los. Resigniert ver­lässt Parvaty Mumbai und zieht zurück in ihr Heimatdorf. Dort besu­chen sie Prabha und Anu, und die­se Tage wer­den zu einem ganz beson­de­ren Erlebnis.
    Trotz der doku­men­ta­ri­schen Sicht und aller Authentizität wirkt „All we ima­gi­ne as Light“ stets wie unwirk­lich und ver­zau­bert, viel­leicht aber auch nur aus west­li­cher Sicht.

    Kino, das im bes­ten Sinne den Blick auf ande­re Welten öff­net“ schreibt programmkino.de dazu. Unzweifelhaft ist jedoch, dass er ganz wun­der­bar eine Entwicklung hin zu weib­li­cher Solidarität und immer mehr Selbstbewusstsein aufzeichnet.

    Sehnsüchtig such­te man [im Wettbewerb der 77. Filmfestspiele von Cannes] nach einem Film, der sich auf die Schönheit, die ele­men­ta­re Kraft des Kinos ver­ließ. Und er kam dann auch. „All we ima­gi­ne as Light“ von der indi­schen Regisseurin Payal Kapadia folgt drei Frauen, die als Krankenschwestern und Köchin in einem Krankenhaus in Mumbai arbei­ten. Mit einer ruhi­gen Kamera glei­tet man in drei Leben hin­ein. Zwischen Schichtarbeit, Kochen und Einkaufen geht es um die Dinge des Lebens.
    „All we ima­gi­ne as Light“ bekam in Cannes den Großen Preis der Jury, und die­ser berüh­ren­de Film, ein wahr­haf­ti­ger Lichtblick, zeigt, was Kino sein kann: Alles, was wir uns als Licht vor­stel­len.“ Katja Nikodemus | Die Zeit

    Wettbewerb Cannes Filmfestival 2024. Mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

    Credits:

    IN, FR, NL, LU 2024, 114 Min., Malayalam, Hindi OmU
    Regie: Payal Kapadia
    Kamera: Rabadir Das
    Schnitt: Clément Pinteaux
    mit Kani Kusruti, Divya Prabha, Chhaya Kadam, Hridhu Haroon 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Payal Kapadia. In Malayalam and Hindi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Mumbai, Nurse Prabha’s rou­ti­ne is trou­bled when she recei­ves an unex­pec­ted gift from her estran­ged hus­band. Her youn­ger room­ma­te, Anu, tri­es in vain to find a spot in the city to be inti­ma­te with her boy­fri­end. A trip to a beach town allows them to find a space for their desi­res to manifest.

    Competition Cannes Filmfestival 2024: Grand Prix.

    Credits:

    IN, FR, NL, LU 2024, 114 Min., Malayalam, Hindi OmU
    Regie: Payal Kapadia
    Kamera: Rabadir Das
    Schnitt: Clément Pinteaux
    mit Kani Kusruti, Divya Prabha, Chhaya Kadam, Hridhu Haroon 

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  • No Other Land

    No Other Land

    [:de]

    Ein Film von Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Basel Adra, ein jun­ger paläs­ti­nen­si­scher Aktivist aus Masafer Yatta im Westjordanland, kämpft seit sei­ner Kindheit gegen die Vertreibung sei­ner Gemeinschaft durch die israe­li­sche Besatzung. Er doku­men­tiert die schritt­wei­se Auslöschung der Dörfer sei­ner Heimatregion, wo Soldatinnen im Auftrag der israe­li­schen Regierung nach und nach Häuser abrei­ßen und ihre Bewohnerinnen ver­trei­ben. Irgendwann begeg­net er Yuval, einem israe­li­schen Journalisten, der ihn in sei­nen Bemühungen unter­stützt. Eine unwahr­schein­li­che Allianz ent­steht. Die Beziehung der bei­den wird durch die enor­me Ungleichheit zwi­schen ihnen zusätz­lich belas­tet: Basel lebt unter mili­tä­ri­scher Besatzung, Yuval frei und ohne Einschränkungen. Der Film eines paläs­ti­nen­sisch-israe­li­schen Kollektivs vie­rer jun­ger Aktivist*innen ent­stand als Akt des krea­ti­ven Widerstands auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit.
    Berlinale Dokumentarfilmpreis 2024

    Credits:

    PS/NO 2024, 95 Min., Arabisch, Hebräisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor

    Kamera: Rachel Szor 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor. In Arabic, Hebrew and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Basel Adra, a young Palestinian acti­vist from Masafer Yatta on the West Bank, has been fight­ing the mass expul­si­on of his com­mu­ni­ty by Israel’s occu­pa­ti­on sin­ce child­hood. He docu­ments the slow-moti­on era­di­ca­ti­on of the vil­la­ges in his home regi­on whe­re sol­diers deploy­ed by the Israeli govern­ment are gra­du­al­ly demo­li­shing hou­ses and dri­ving out their resi­dents. At some point, he meets Yuval, an Israeli jour­na­list, who sup­ports him in his efforts. An unli­kely alli­ance deve­lo­ps. But the rela­ti­onship bet­ween the two is strai­ned by the enorm­ous ine­qua­li­ty bet­ween them: Basel lives under mili­ta­ry occu­pa­ti­on while Yuval lives free­ly and wit­hout rest­ric­tions.
    This film by a Palestinian-Israeli coll­ec­ti­ve of four young acti­vists has been made as an act of crea­ti­ve resis­tance on the path to grea­ter justice.

    Credits:

    PS/NO 2024, 95 Min., Arabisch, Hebräisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham, Rachel Szor

    Kamera: Rachel Szor 

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    [:]
  • [:de]Shambhala[:]

    [:de]Shambhala[:]

    [:de]

    Ein Film von Min Bahadur Bham.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Pema, eine jun­ge Frau aus der obe­ren Himlaya-Region Nepals, hei­ra­tet. Zu erst ein­mal Tashi, aber zugleich wer­den der Tradition nach sei­ne bei­den Brüder Kama und Dawa auch ihre Ehemänner.
    Nach den Flitterwochen muss Tashi auf eine län­ge­re Handelsreise, Karma kehr­te zurück ins Kloster, nur der vor­lau­te Schuljunge Dawa bleibt an ihrer Seite, und wird zum Problem. Pema ist schwan­ger, und er streut das Gerücht, nicht Tashi, son­dern der Schullehrer sei der Vater des Kindes. Als Tashi nicht mit den ande­ren Männern zurück­kehrt, befürch­tet Pema, er habe auch davon gehört und blie­be des­halb in den Bergen. Um ihn zu fin­den, begibt sie sich auf eine beschwer­li­che, aber gleich­sam erkennt­nis­rei­che Reise in über­wäl­ti­gen­der Landschaft.
    „Der Film lebt von sei­nen beein­dru­cken­den, zum Teil sen­sa­tio­nell präch­ti­gen Aufnahmen. Bewundernswert ist auch, wie die Darsteller auch bei Eiseskälte die im Schnee spie­len­den Szenen meis­tern. Bham ist ein sehr sorg­fäl­ti­ger Beobachter und bedäch­ti­ger Erzähler. Die Gefühle der Figuren zei­gen sich in klei­nen Gesten; die Story ent­wi­ckelt sich anhand all­täg­li­cher Handlungen und Begebenheiten.
    Bham [ver­zich­tet] auf jede dra­ma­ti­sche Übersteigerung, was den Film aus dem von Hektik und Effekthascherei gepräg­ten Strom fil­mi­scher Erzeugnisse her­aus­ra­gen lässt. Doch es lohnt sich, sich auf Shambhala und sei­ne inne­re Geruhsamkeit ein­zu­las­sen. Außerdem soll­te man im Hinterkopf behal­ten, dass Rinpoche ein Titel ist, der vor­wie­gend an Menschen ver­ge­ben wird, die als Wiedergeburt eines frü­he­ren Meisters aner­kannt wer­den. Erst dann ver­steht man näm­lich, was Karma wäh­rend der Reise zu Pema sagt: dass näm­lich die Frage nach der bio­lo­gi­schen Vaterschaft belang­los sei, weil sich das wah­re Wunder des Lebens erst mit der Geburt offen­ba­re. Das wird zum eigent­li­chen Schlüssel die­ses wun­der­schö­nen Films, der weni­ger über weib­li­che Emanzipation als viel­mehr von der Weisheit des (Zusammen-)Lebens erzählt.”
    Irene Genhart | Filmdienst.

    Credits:

    NP/FR/NO/HK/CN/TK/TW/US/QA 2024, 150 Min.,
    Tibetisch, Nepali Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Min Bahadur Bham
    Kamera: Aziz Zhambakiyev
    Schnitt: Liao Ching Sung, Kiran Shrestha
    mit: Thinley Lhamo, Sonam Topden, Tenzin Dalha, Karma Wangyal Gurung, Karma Shakya, Loten Namling, Tsering Lhamo Gurung, Janga Bahadur Lama 

    Trailer:
    SHAMBHALA l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Min Bahadur Bham. In Tibetian and Nepali with German and English subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the heart of the Nepalese Himalayas, the spi­ri­ted Pema embraces a poly­and­rous mar­ria­ge with Tashi and his two youn­ger brot­hers. They initi­al­ly lead a har­mo­nious life, but when Tashi fails to return from a tra­ding trip to Lhasa, the legi­ti­ma­cy of Pema’s unborn child is ques­tio­ned by her com­mu­ni­ty. Determined to pro­ve her love and puri­ty, she embarks on a quest to find Tashi. Accompanied by her brot­her-in-law, her now de fac­to spou­se Karma, she goes into the wil­der­ness. Karma is a monk. After initi­al­ly resis­ting giving up his monastic life, he gra­du­al­ly comes to app­re­cia­te the simp­le exis­tence of a secu­lar life. However, urgent duties call him back to the monas­tery and Pema is left alo­ne. As she navi­ga­tes the harsh Himalayan ter­rain, her quest tran­s­cends the search for her miss­ing hus­band. Pema beco­mes incre­asing­ly immer­sed in a spi­ri­tu­al search for mea­ning in which every step brings her clo­ser to self-dis­co­very and liberation.

    Credits:

    NP/FR/NO/HK/CN/TK/TW/US/QA 2024, 150 Min.,
    Tibetisch, Nepali Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Min Bahadur Bham
    Kamera: Aziz Zhambakiyev
    Schnitt: Liao Ching Sung, Kiran Shrestha
    mit: Thinley Lhamo, Sonam Topden, Tenzin Dalha, Karma Wangyal Gurung, Karma Shakya, Loten Namling, Tsering Lhamo Gurung, Janga Bahadur Lama 

    Trailer:
    SHAMBHALA l OmU Trailer
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