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  • Die Farbe der Sehnsucht

    Die Farbe der Sehnsucht

    [:de]Ein Film von Thomas Riedelsheimer. Ab 1. Juni im fsk. Am 2.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Regisseur und Produzent.

    Manchen, die sie erkun­den, ist die Welt ein­fach nur bunt. Aber da ist doch viel mehr, das macht Thomas Riedelsheimer (Rivers and Tides, Touch the Sound, …) in sei­nem essay­is­ti­schen Dokumentarfilm greif­bar. Gibt es Farben der Sehnsucht, gibt es Musik der Sehnsucht? Glücklicherweise ver­zich­tet der Film auf all­zu nahe­lie­gen­de, häu­fig mit Sehnsucht ver­bun­de­nen Attribute. Stattdessen zei­gen in wun­der­schö­nen Kinobildern Menschen ihre Träume von einem Leben, das sie nicht leben wer­den, von einer Welt, die es so nicht geben wird, oder vom Heimkommen. So ver­läßt Dona Minga mit­tels kap­ver­di­schem Tanz für eine Weile das Ghetto in Lissabon, wo sie seit über 30 Jahren lebt. Neben dem all­ge­gen­wär­ti­gen Blau, so wie Himmel und Meer, die den unsterb­lich (und glück­lich) ver­lieb­ten Alfredo in Mexiko umge­ben, erscheint Grau als Farbe der Wirklichkeit, wie bei den Notunterkünfte in Osaka, oder glit­zernd-strah­len­des Weiß-Golden, wie die Paläste und Shopping Malls in Katar. Layla aus Pakistan, die in die­sem ver­meint­li­chen Wüstenparadies arbei­tet, schreibt als Ersatz für ihr ein­ge­eng­tes Leben Liebesromane, und Kanayo Ueda gibt Gedichtkurse für die Obdachlosen in der japa­ni­schen Küstenstadt.

    Melancholie und Sehnsucht nach dem Nicht-mehr-Leben streift der Film über die­je­ni­gen, die Betroffenen eine Hilfe sein wol­len, so an den schrof­fen Klippen von Tojinbo, wo der pen­sio­nier­te Polizist Yuichi Tada ver­sucht, die vor­wie­gend jun­gen Menschen vom Suizid abzu­hal­ten, oder über den jun­gen Musiker Julius, der vor kur­zem einen Freund ver­lor. Quer über die Kontinente hin­weg ler­nen wir eine Reihe unter­schied­li­cher Frauen und Männer ken­nen, und wie sie sich trotz z.T. wid­rigs­ter Umstände ihre Träume zu erhal­ten versuchen.
    »… Eine akus­ti­sche Entsprechung die­ses Gefühls fin­det Riedelsheimer in der musi­ka­li­schen Komposition eines sei­ner Protagonisten, wodurch der Film zu einem leben­di­gen Kollektivkunstwerk wird. Er erschafft dabei Momente, in denen die Gefühle von der Leinwand direkt auf den Zuschauer über­ge­hen. Ein sinn­li­ches Kino-Erlebnis vol­ler Empathie, das zur Kontemplation ein­lädt.« sagt die Filmbewertungsstelle.

    Deutschland 2016, 92 Min., por­tu­gie­sisch, japa­nisch, deutsch, ara­bi­sche OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Thomas Riedelsheimer

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38475/mp4_yT3kwxhQZ6r5IA.mp4[:en]A film by Thomas Riedelsheimer. Starts 1. Juni at the fsk in seve­ral lan­guages with ger­man subtitles.

    What is the mea­ning of home? What is the mea­ning of hap­pi­ness? And how do you find it – just whe­re you are? With his depen­da­ble flair for came­ra posi­ti­ons and peo­p­le, Riedelsheimer tra­vels to six dif­fe­rent desti­na­ti­ons to find out exact­ly that.

     

    Deutschland 2016, 92 Min., por­tu­gie­sisch, japa­nisch, deutsch, ara­bi­sche OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Thomas Riedelsheimer

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38475/mp4_yT3kwxhQZ6r5IA.mp4[:]

  • Starlet

    Starlet

    [:de]

    [indie­ki­no Club]

    Die 20-jäh­ri­ge Jane arbei­tet im San Fernando Valley als Porno-Darstellerin. Mit ihrer Kollegin Melissa lebt sie in einem Haus, das Melissas Freund und Manager Mikey gehört und oft auch als Filmset dient. Um ihr kar­ges Zimmer ein biss­chen gemüt­li­cher zu machen, klap­pert Jane die umlie­gen­den Flohmärkte ab. In einer Thermoskanne, die sie als Vase benut­zen will, fin­det sie 10.000 Dollar. Spontan geht sie ein­kau­fen – dann pla­gen sie Gewissensbisse. Doch die ahnungs­lo­se Verkäuferin Sadie (Besedka Johnson), eine ver­schlos­se­ne Witwe von 85 Jahren, lässt Jane gar nicht erst zu Wort kom­men, als die von ihrem Fund erzäh­len will. Jane will nun her­aus­fin­den, ob Sadie das vie­le Geld nötig hat, und es ihr nur dann zurück­ge­ben. Frech drängt sie sich ins Leben der alten Frau, um sie ken­nen zu ler­nen, bis sich lang­sam eine unge­wöhn­li­che Freundschaft ent­wi­ckelt. Doch auch Melissa benö­tigt immer wie­der Janes Aufmerksamkeit: Sie ist dro­gen­süch­tig, und ihre Unzuverlässigkeit und ihr chro­ni­scher Geldmangel wer­den zum Problem …
    „Starlet“ ist ein Film über Vertrauen und Vertrauensmissbrauch. Sadie und Jane sind bei­de auf sich allein gestellt und leben wie in einem Kokon: Sadie ver­lässt ihr leicht ver­wahr­los­tes Haus fast nur noch zum wöchent­li­chen Bingo, Jane lebt in einer asep­ti­schen Welt, in der es außer dem Job kaum mehr gibt als Computerspielen auf der Couch und Drogen. Die Bildgestaltung des Films ist äußerst gelun­gen. Oft scheint Jane sich in einer licht­durch­flu­te­ten Traumwelt zu bewe­gen. Der ele­gi­sche Elektrosoundtrack trägt eben­falls zu die­ser ent­rück­ten Atmosphäre bei. Dann wie­der­um setzt der Film auf die doku­men­ta­risch anmu­ten­de Nähe der Handkamera und strafft Szenen mit sicht­ba­ren Jumpcuts. (…). Ein wun­der­ba­rer Film. (BR – KinoKino)

    STARLET ent­wirft die klas­si­sche Geschichte der unwahr­schein­li­chen Freundschaft als zar­tes, pas­tell­far­be­nes, son­nen­ge­tränk­tes, flüch­tig-spon­ta­nes Gewebe und war­tet mit zwei Entdeckungen auf: Mariel Hemingways Tochter Dree in der Rolle der Jane und Besedka Johnson, die im Greisinnenalter ihr Debüt als Sadie gibt.“ (Viennale)

    USA 2012, 103 Min., engl. OmU 

    Regie:  Sean S. Baker

    Darsteller:  Dree Hemingway, Besedka Johnson, Stella Maeve, James Ransone, Karren Karagulian

    STARLET | Trailer ger­man deutsch [HD]
    [:en]

    Die 20-jäh­ri­ge Jane arbei­tet im San Fernando Valley als Porno-Darstellerin. Mit ihrer Kollegin Melissa lebt sie in einem Haus, das Melissas Freund und Manager Mikey gehört und oft auch als Filmset dient. Um ihr kar­ges Zimmer ein biss­chen gemüt­li­cher zu machen, klap­pert Jane die umlie­gen­den Flohmärkte ab. In einer Thermoskanne, die sie als Vase benut­zen will, fin­det sie 10.000 Dollar. Spontan geht sie ein­kau­fen – dann pla­gen sie Gewissensbisse. Doch die ahnungs­lo­se Verkäuferin Sadie (Besedka Johnson), eine ver­schlos­se­ne Witwe von 85 Jahren, lässt Jane gar nicht erst zu Wort kom­men, als die von ihrem Fund erzäh­len will. Jane will nun her­aus­fin­den, ob Sadie das vie­le Geld nötig hat, und es ihr nur dann zurück­ge­ben. Frech drängt sie sich ins Leben der alten Frau, um sie ken­nen zu ler­nen, bis sich lang­sam eine unge­wöhn­li­che Freundschaft ent­wi­ckelt. Doch auch Melissa benö­tigt immer wie­der Janes Aufmerksamkeit: Sie ist dro­gen­süch­tig, und ihre Unzuverlässigkeit und ihr chro­ni­scher Geldmangel wer­den zum Problem …
    „Starlet“ ist ein Film über Vertrauen und Vertrauensmissbrauch. Sadie und Jane sind bei­de auf sich allein gestellt und leben wie in einem Kokon: Sadie ver­lässt ihr leicht ver­wahr­los­tes Haus fast nur noch zum wöchent­li­chen Bingo, Jane lebt in einer asep­ti­schen Welt, in der es außer dem Job kaum mehr gibt als Computerspielen auf der Couch und Drogen. Die Bildgestaltung des Films ist äußerst gelun­gen. Oft scheint Jane sich in einer licht­durch­flu­te­ten Traumwelt zu bewe­gen. Der ele­gi­sche Elektrosoundtrack trägt eben­falls zu die­ser ent­rück­ten Atmosphäre bei. Dann wie­der­um setzt der Film auf die doku­men­ta­risch anmu­ten­de Nähe der Handkamera und strafft Szenen mit sicht­ba­ren Jumpcuts. (…). Ein wun­der­ba­rer Film. (BR – KinoKino)

    STARLET ent­wirft die klas­si­sche Geschichte der unwahr­schein­li­chen Freundschaft als zar­tes, pas­tell­far­be­nes, son­nen­ge­tränk­tes, flüch­tig-spon­ta­nes Gewebe und war­tet mit zwei Entdeckungen auf: Mariel Hemingways Tochter Dree in der Rolle der Jane und Besedka Johnson, die im Greisinnenalter ihr Debüt als Sadie gibt.“ (Viennale)

    USA 2012, 103 Min., engl. OmU 

    Regie:  Sean S. Baker

    Darsteller:  Dree Hemingway, Besedka Johnson, Stella Maeve, James Ransone, Karren Karagulian

    [:]
  • Code of Survival

    Code of Survival

    [:de]Ein Film von Bertram Verhaag.

    Dass Glyphosat nicht schäd­lich sei, behaup­tet ein befrag­ter Befürworter fel­sen­fest, dass Menschen ver­geb­lich ver­such­ten, sich damit umzu­brin­gen, weil man ein gan­zes Glas davon trin­ken kön­ne, ohne dass einem etwas pas­siert. Als ihm ein Glas Glyphosat ange­bo­ten wird, wehrt er aller­dings ver­ängs­tigt ab. Angst und ban­ge wird es einem auch, wenn man sieht, wel­che ver­hee­ren­den Auswirkungen die Produkte der gro­ßen Chemiekonzerne auf das haben, was für uns alle lebens­not­wen­dig ist. Der Regisseur Bertram Verhaag hat sich bereits in meh­re­ren Filmen mit gen­tech­ni­schen Verfahren in der Landwirtschaft aus­ein­an­der­ge­setzt und weil ihn das zuneh­mend frus­trier­te, setzt er im neu­en Film den von den Konzernen pro­pa­gier­ten Lösungen alter­na­ti­ve Konzepte ent­ge­gen: eine Teeplantage in Indien, wo durch nach­hal­ti­ge öko­lo­gi­sche Anbauweise das wei­te­re Abrutschen der Teegärten ver­hin­dert wer­den konn­te; wie durch klu­ge Nutzung des­sen, was natür­lich wächst, auch schein­bar unfrucht­ba­rer Boden ver­wan­delt wer­den kann; wie man, wenn man nur stur genug sei­ne Vision einer alter­na­ti­ven Viehzucht ver­folgt, auch in einer kon­ser­va­ti­ven Gegend bald genug Kundinnen und Kunden hat, um von die­ser Arbeit leben zu kön­nen. Der Film zeigt all die­se Beispiele, weil er dazu anre­gen will, sich mit der Frage zu beschäf­ti­gen, auf wel­che Weise unse­re Nahrungsmittel pro­du­ziert wer­den sollten.

    Deutschland 2017, 95 Min.
    Regie: Bertram Verhaag
    Kamera: Waldemar Hauschild, Gerald Fritzen
    Schnitt: Hauke von Stietencron, Corinna Lösel, Melanie Singer, Verena Schönauer

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38456/mp4_7qdPvBw2AC86vw.mp4[:en]A film by Bertram Verhaag.In ger­man language.

    The film opens with far­mers in the USA. Here, every year, the fields are spray­ed with mil­li­ons of ton­nes of “Roundup”, a pesti­ci­de who­se main acti­ve ingre­di­ent is the che­mi­cal gly­pho­sa­te. Multinational che­mi­cal com­pa­nies mar­ket Roundup for use with plants which are gene­ti­cal­ly modi­fied to be resistant to it. The idea is that far­mers can app­ly the poi­son to lar­ge swa­thes of farm­land, kil­ling ever­y­thing except their crop. But this wea­pon is losing its power. Nature is crea­ting gly­pho­sa­te-resistant weeds which spread at a bibli­cal rate and grow incre­di­bly fast – allo­wing them to quick­ly over­power and kill the crops. We meet far­mers who’ve been dri­ven to despe­ra­ti­on. No lon­ger able to con­trol the­se “super­weeds”, they have no choice but to aban­don huge are­as of good-qua­li­ty farm­land – losing their liveli­hoods in the process.

    The film explo­res poi­sons such as Roundup and the ways in which they have see­ped into our lives: alt­hough Germany is vir­tual­ly GM-free, gly­pho­sa­te can now be detec­ted in all of our bodies. Using powerful images, the film explains how the lar­ge-sca­le appli­ca­ti­on of poi­son is des­troy­ing soil bio­lo­gy, caus­ing a glo­bal drop in soil fertility.

    Deutschland 2017, 95 Min.
    Regie: Bertram Verhaag
    Kamera: Waldemar Hauschild, Gerald Fritzen
    Schnitt: Hauke von Stietencron, Corinna Lösel, Melanie Singer, Verena Schönauer

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38456/mp4_7qdPvBw2AC86vw.mp4[:]

  • Ich wünsche Dir ein schönes Leben

    Ich wünsche Dir ein schönes Leben

    [:de]Ein Film von Ounie Lecomte.

    Elisa ist Physiotherapeutin und nimmt für eini­ge Monate eine Vertretungsstelle in Dünkirchen an. Vor 30 Jahren wur­de sie dort anonym gebo­ren und direkt zur Adoption frei­ge­ge­ben. Obwohl sich ihre Mutter nach wie vor nicht zu erken­nen geben möch­te, hofft Elisa auf ein Einlenken oder auf den Zufall. Ihr Sohn Noé (Elyes Aguis) muss sich in der neu­en Schule zurecht­fin­den und wird auf Grund sei­ner leicht dunk­len Hautfarbe für einen Ausländer gehal­ten. Unterschwellige Vorurteile beglei­ten den Alltag in Schule und Stadt, Vorurteile die auch Annette teilt, die in der Schule als Putzfrau arbei­tet und von den Schülern gehän­selt wird. Bald wird Annette Patientin bei Elisa, anfangs ent­wi­ckelt sich eine gewis­se Nähe zwi­schen den bei­den unglei­chen Frauen, die eine in Paris auf­ge­wach­sen und welt­of­fen, die ande­re vom klein­geis­ti­gen Wesen der Kleinstadt geprägt und noch im Haus der eige­nen Mutter lebend.

    Es ist nie ein Rätsel in Ounie Lecomtes Ich wün­sche dir ein schö­nes Leben, wer die Mutter ist, alle Karten lie­gen auf dem Tisch. Doch eine tie­fe emo­tio­na­le Spannung trägt den Film – und die mul­ti­per­spek­ti­vi­sche Erzählweise macht ihn viel­schich­ti­ger, als eine blo­ße Inhaltsangabe zu ver­mit­teln ver­mag. (…) Der Film heißt im Original direkt über­setzt „Ich wün­sche dir, ver­rückt geliebt zu wer­den“ – die ver­rück­te Liebe, die amour fou, das ist hier die zwi­schen Mutter und Kind – der Titel bezieht sich auf André Bretons L’Amour fou, das am Ende des Films, wie aus dem Nichts, von einem Voice Over rezi­tiert wird, ein Brief an die zukünf­ti­ge Tochter, voll über­wäl­ti­gen­der Liebe, die gewünscht wird für sich und für andere …“
    (Harald Mühlbeyer – kino-zeit.de“

    Je vous sou­hai­te d’être fol­le­ment aimée
    Frankreich 2015, frz. OmU,  100 Min.

    Regie: Ounie Lecomte
    Buch: Ounie Lecomte, Agnès de Sacy
    Kamera: Caroline Champetier
    Schnitt: Tina Baz
    Darsteller: Céline Sallette, Anne Benoit, Elyes Aguis, Françoise Lebrun, Louis-Do de Lencquesaing, Pascal Elso, Micha Lescot, Catherine Mouchet

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38191/mp4_6Fr9wSv2j_0H9g.mp4[:en]A film by Ounie Lecomte, In french with ger­man subtitles.

    Elisa, phy­sio­the­ra­pist, went to live with her young son, Noé, in Dunkirk, the town whe­re she was born under X. A few months ear­lier, she began rese­ar­ching her bio­lo­gi­cal mother, but the woman refu­sed to reve­al her iden­ti­ty. In search of an unknown mother, her past and their histo­ry, Elisa did not give up and wants to under­stand as luck will chan­ge their expectations …

    Je vous sou­hai­te d’être fol­le­ment aimée
    Frankreich 2015, frz. OmU,  100 Min.

    Regie: Ounie Lecomte
    Buch: Ounie Lecomte, Agnès de Sacy
    Kamera: Caroline Champetier
    Darsteller: Céline Sallette, Anne Benoit, Elyes Aguis, Françoise Lebrun, Louis-Do de Lencquesaing, Pascal Elso, Micha Lescot, Catherine Mouchet

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/38191/mp4_6Fr9wSv2j_0H9g.mp4[:]

  • Deportation Class

    Deportation Class

    [:de]Ein Film von Carsten Rau & Hauke Wendler. Ab 1.6. im fsk. Am 01.06. fin­det im Anschluss an die Vorführung ein Filmgespräch mit Hauke Wendler statt und am 7.6. haben wir den Flüchtlingsrat Berlin zu Gast.

    Mitten in der Nacht klin­geln Beamtinnen und Beamten der Zuführkommandos die­je­ni­gen aus dem Bett, die auf­grund eines nega­ti­ven Asylbescheides kei­ner­lei Schutzstatus haben. Das Filmteam schaut dem Einsatz zu, es wirkt bei­na­he so, als wäre der Einsatz eine Übung die auf­ge­zeich­net wird, um spä­ter mit Hilfe des Bildmaterials über rich­ti­ge und fal­sche Vorgehensweisen zu dis­ku­tie­ren. Aber das alles ist kei­ne Übung, durch­ge­führt wird hier eine lang geplan­te Sammelabschiebung. Trotzdem ver­läuft vie­les unge­plant: die jüngs­te Tochter einer Familie ist nicht zu Hause, son­dern auf Klassenfahrt, wes­halb die Familie kur­zer­hand getrennt wird.

    Mit dabei beim Großeinsatz ist der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier. Er will sich durch­set­zungs­stark zei­gen, poten­ti­el­len Wählern wohl damit sagen, dass auch das geschafft wird.

    Was den Film so trau­rig und erschüt­ternd macht, sind weni­ger die Geschichten der Menschen, es ist der behörd­li­che Umgang mit ihnen und das kla­re Bewusstsein, dass sich hier etwas ändern muss. Dringend. Und dazu gehört, dass mög­lichst vie­le Menschen über die Abschiebepraktiken infor­miert wer­den.“ (Gaby Sikorski, Programmkino.de)

    D 2016, 85 Min.
    deutsch-alba­ni­sche OmU

    Regie: Carsten Rau, Hauke Wendler

    Kamera: Boris Mahlau
    Schnitt: Sigrid Sveistrup

    [:en]A Film by Carsten Rau & Hauke Wendler. In ger­man and alba­ni­an with ger­man subtitles.

    They come in the night, tear fami­lies from their sleep, give them just enough time to pack and put them on a pla­ne: this is the role of the so-cal­led ‚trans­por­ta­ti­on com­man­dos‘ com­pri­sing poli­ce offi­cers and immi­gra­ti­on offi­ci­als. Last year, over 22,000 fai­led asyl­um see­kers were depor­ted from Germany. The docu­men­ta­ry DEPORTATION CLASS pres­ents a com­pre­hen­si­ve view of this sta­te enforce­ment mea­su­re for the first time: from detail­ed plan­ning in the office to night-time ope­ra­ti­ons at asyl­um see­ker accom­mo­da­ti­on blocks and the arri­val of asyl­um see­kers back in their respec­ti­ve home­lands – and the ques­ti­on of what awaits them the­re. Following exten­si­ve rese­arch, the film crew led by Carsten Rau and Hauke Wendler were pre­sent at a coll­ec­ti­ve depor­ta­ti­on in Mecklenburg-Vorpommern. A pro­ject favou­red by Interior Minister Lorenz Caffier who was pre­sent in per­son at the depor­ta­ti­ons. Haunting, moving images unli­ke any­thing seen befo­re, repea­ted week after week as hundreds of asyl­um see­kers are flown out, most­ly to the Balkans. Two years ago, Rau and Wendler docu­men­ted how Germany reac­ted to the­se new arri­vals in their hit film ‚Willkommen auf Deutsch‘. With DEPORTATION CLASS, they show whe­re things lead as the mood shifts against the refu­gees. As more and more count­ries are declared to be ’safe count­ries of ori­gin‘ and basic rights are rest­ric­ted. The film depicts the­se ‚retur­nees‘ as peo­p­le with digni­ty and their own opinions.

     

    D 2016, 85 Min.
    deutsch-alba­ni­sche OmU

    Regie: Carsten Rau, Hauke Wendler

    Kamera: Boris Mahlau
    Schnitt: Sigrid Sveistrup

    [:]

  • 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage Die Morde des NSU

    6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage Die Morde des NSU

    [:de]Ein Film von Sobo Swobodnik. Am 20.,  21. + 28. Mai im fsk. Am 21.5. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    In 6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage, dem Zeitraum in dem der „Nationalsozialistische Untergrund“ zehn Morde gegen­über Migranten und einer deut­schen Polizistin ver­übt haben, nähert sich der Regisseur essay­is­tisch in lyri­schem Schwarz-weiß die­ser unver­gleich­li­chen rechts­extre­mis­ti­schen Mordserie aus­schließ­lich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visu­el­len kar­dio­gra­phi­schen Vermessung. Die Orte als stum­me Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder wer­den ergänzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten – gele­sen von Schauspielern des Berliner Ensembles – die wie­der­um ein­ge­bet­tet wer­den in eine Musik-Ton-Komposition des Berliner Musikers Elias Gottstein („Guaia Guaia“). Die Orte tre­ten in den Dialog mit den Stimmen der Hinterbliebenen, der Ermittlungsbehörden, der Presse und fin­den ihren Widerhall in einem tona­len und musi­ka­li­schen Reflexionsraum.

    Dieses Thema wird Deutschland noch lan­ge beschäf­ti­gen, die fil­mi­sche Auseinandersetzung hat erst begon­nen: „Der Kuaför aus der Keupstraße“ beschäf­tig­te sich letz­tes Jahr mit ähn­li­chen Fragen, Fatih Akins nächs­ter Film „Aus dem Nichts“ spielt eben­falls auf Terroranschläge an, nun also Swobodniks Film, der – ange­sichts sei­ner kur­zen Länge von kaum 75 Minuten – als idea­ler Einstiegspunkt etwa in Diskussionsveranstaltungen zum Thema NSU-Komplex die­nen könnte.“
    Michael Meyns

    Deutschland 2016, 73 Min.
    Regie, Kamera & Buch: Sobo Swobodnik
    Schnitt: Manuel Stettner.

    [:en]A film by Sobo Swobodnik. 20.,21. +  28. May at the fsk. In ger­man language.

    In the space of 6 years, 7 months and 16 days, the National Socialist Underground (NSU) mur­de­red nine migrants and a German poli­ce offi­cer wit­hout being stop­ped. Sobo Swobodnik’s black and white film essay acts as an audio­vi­su­al memo­ri­al to the victims.

     

    Deutschland 2016, 73 Min.
    Regie, Kamera & Buch: Sobo Swobodnik
    Schnitt: Manuel Stettner.

    [:]

  • Loving

    Loving

    [:de]Ein Film von Jeff Nichols.

    Virginia vs Loving – so hieß das Gerichtsverfahren, das 1967 dazu führ­te, dass das Verbot soge­nann­ter „gemischt­ras­si­ger Ehen“ in 15 US-Bundesländern auf­ge­ho­ben wur­de (bzw. zumin­dest aus­ge­setzt, in Alabama wur­de der Passus offi­zi­ell erst 2000 gestrichen).

    Viginia vs Loving – das ist auch die Liebesgeschichte von Mildred und Richard Loving, eine Geschichte zwei­er Menschen, die zusam­men­sein wol­len, Familie haben, ein Haus bau­en, aber es in Virginia nicht dür­fen. Sie sind nicht kämp­fe­risch, miss­trau­isch gegen­über der Öffentlichkeit und der Presse. Man meint sie schon mehr­mals (nicht nur in der Vergangenheit und in den USA) gese­hen zu haben, die Szenen, in denen Polizisten mit­ten in der Nacht in Wohnungen ein­drin­gen und die Bewohner her­aus­zer­ren und weg­sper­ren, wie auch hier. Sie müs­sen, um frei­zu­kom­men, den Staat ver­las­sen. Das bedeu­tet, ihre Familien und Freunde, ihr Land und alles, was ihnen etwas bedeu­tet, zurück­zu­las­sen. Nachdem der Fall bekannt und publik wur­de, über­re­det Mildred schließ­lich ihren Mann, gegen ihre inne­ren Widerstände die ange­bo­te­ne Hilfe von aus­sen, von Menschenrechts-Organisationen und ‑Anwälten, anzu­neh­men. Es ist ein lan­ger Weg, den Jeff Nichols hier ohne über­flüs­si­ge Dramatik ins Bild setzt.

    Virginia vs Loving – die­se Geschichte, und es ist wirk­lich Geschichte, hat Dank bewun­ders­wer­tem Einsatz vie­ler einen guten Ausgang, aber Ignoranz, Rassismus und Klassenunterschiede (etc.) sind damit und sowie­so noch nicht erle­digt. Nehmen wir die­sen, soweit es mög­lich war unsen­ti­men­tal insze­nier­ten Film vor­läu­fig doch ein­fach als Trostpflaster.

    Jeff Nichols Debut SHOTGUN STORIES begeis­ter­te uns 2007 bei der Berlinale (Forum), erstaunt nah­men wir 2011 den viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten TAKE SHELTER als sug­ges­ti­ven Katastrophenfilm wahr. Sein drit­tes Werk MUD lief zwar in Cannes im Wettbewerb, jedoch nicht in deut­schen Kinos. Überraschend war dann die Teilnahme sei­nes Science-Fiction MIDNIGHT SPECIAL im Berlinale Wettbewerb, mit anschlie­ßen­der lieb­lo­sen Auswertung. Mit LOVING ist ihm zuletzt mit Hilfe zwei­er groß­ar­ti­ger Hauptdarsteller eine unspek­ta­ku­lä­re Verfilmung eines spek­ta­ku­lä­ren Falls gelungen.

    USA 2016, 123 Min., engl. OmU

    Regie & Buch: Jeff Nichols
    Kamera: Adam Stone 
    Schnitt: Julie Monroe

    mit: Joel Edgerton, Ruth Negga, Michael Shannon, Marton Csokas

     [:en]

    A Jeff Nichols film. In eng­lish with ger­man subtitles

    Mildred and Richard Loving were arres­ted in 1958 for the crime of get­ting mar­ried. According to the sta­te of Virginia, she was „colo­red,“ he was „white,“ and their mar­ria­ge was ille­gal. Both were sen­ten­ced to a year in pri­son — a sen­tence that was only sus­pen­ded on the con­di­ti­on that they lea­ve Virginia. The cou­ple fought that judgment befo­re the US Supreme Court, which ulti­m­ate­ly ruled in their favour, brin­ging an end to Virginia’s anti-mis­ce­genati­on laws. This inspi­ring film from Jeff Nichols (Mud, Take Shelter) tells Mildred and Richard’s sto­ry of romance and inju­s­ti­ce with ten­der­ness and wisdom.

    The Civil Rights move­ment is still in its infan­cy when Richard (Joel Edgerton), a con­s­truc­tion worker, pro­po­ses to Mildred (Ruth Negga) on the same Virginia acreage whe­re he plans to build their home. It should be the begin­ning of a blissful peri­od, but trou­ble is alre­a­dy bre­wing. Someone informs the aut­ho­ri­ties of Richard and Mildred’s uni­on. It is not long befo­re poli­ce break down the couple’s door and drag them off to the coun­ty jail. They face this indi­gni­ty with stoi­cism, but the worst is yet to come.

    Edgerton is taci­turn but vul­nerable, using body lan­guage to trans­mit both fero­cious love and righ­teous outra­ge. Negga is not­hing less than a reve­la­ti­on, con­vey­ing tur­bu­lent emo­ti­ons with a glan­ce. The subt­le power of the­se per­for­man­ces is heigh­ten­ed by Nichols‘ refu­sal to redu­ce his sto­ry to spee­ches and high dra­ma. In kee­ping with David Wingo’s sombre score, Nichols doesn’t push sen­ti­ment. He allows his cha­rac­ters‘ sto­ry to steep for grea­ter resonance.

    Loving does not revi­sit histo­ry mere­ly to flat­ter the pre­sent. Rather, it reco­gni­zes how far we’ve come while impli­cit­ly remin­ding us how far we still have to go.

    USA 2016, 123 Min., engl. OmU

    Regie & Buch: Jeff Nichols
    Kamera: Adam Stone 
    Schnitt: Julie Monroe

    mit: Joel Edgerton, Ruth Negga, Michael Shannon, Marton Csokas

    [:]

  • Zwischen den Stühlen

    Zwischen den Stühlen

    [:de]ein Film von Jakob Schmidt.

    Um in Deutschland Lehrer zu wer­den, muss nach dem theo­rie­be­la­de­nen Studium ord­nungs­ge­mäß das Referendariat absol­viert wer­den. Eine Feuerprobe, wel­che die ange­hen­den Lehrer in eine wider­sprüch­li­che Position bringt: Sie leh­ren, wäh­rend sie selbst noch ler­nen. Sie ver­ge­ben Noten, wäh­rend sie ihrer­seits beno­tet wer­den. Zwischen Problemschülern, Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten wer­den die Ideale der Anwärter auf eine har­te Probe gestellt.  „Jakob Schmidt hat sei­ne drei Referendare ganz genau unter die Lupe genom­men. Er zeigt nicht nur die täg­li­che Routine im Schuldienst, son­dern auch Pleiten, Pech und Pannen, die schö­nen und die weni­ger schö­nen Aspekte, wie öde Elterngespräche, ner­vi­ge Schüler oder ver­ständ­nis­lo­se Mentoren. Aber da gibt es eben auch die tol­len Momente, die super gelun­ge­nen Stunden mit wohl­erzo­ge­nen Schülern, die ihren Lehrern an den Lippen hän­gen, mit gol­di­gen Kollegen und lie­be­vol­len, hilfs­be­rei­ten Familien … Mit wohl­wol­len­der Behutsamkeit, viel Mitgefühl und Humor prä­sen­tiert Jakob Schmidt sei­ne Protagonisten. Die omni­prä­sen­te, sehr beweg­li­che Kamera bleibt stets bei ihnen, so dass ihre Probleme indi­vi­dua­li­siert wer­den. Dennoch wer­den Gemeinsamkeiten deut­lich, ohne dass sie aus­ge­spro­chen wer­den müs­sen; ledig­lich neben­bei geht es all­ge­mein um die Schule und das Schulsystem. “ programmkino.de

    D 2016, 102 Min. 
    Regie und Buch: Jakob Schmidt 
    Kamera: David Schittek, Evgeny Revvo, Jakob Schmidt 
    Schnitt: Julia Wiedwald

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/35053/mp4_owTOsulG4zqK2g.mp4[:en]A film by Jakob Schmidt.. In ger­man language.

    The main­ly theo­re­tic uni­ver­si­ty tea­cher trai­ning has for deca­des been fol­lo­wed with bureau­cra­tic regu­la­ri­ty by two years of stu­dent tea­ching, the prac­ti­cal part of the trai­ning. It’s com­pa­ra­ble to a leap into icy water when pro­s­pec­ti­ve tea­chers work for two years in the field of ten­si­on bet­ween gra­ding and being gra­ded. They must edu­ca­te and are edu­ca­ted them­sel­ves. From day one they are forced to play con­flic­ting roles. It’s a per­ma­nent test, always caught bet­ween two stools.

    Student tea­chers must disci­pli­ne clas­ses and be disci­pli­ned by their tutors. They must dis­tri­bu­te gra­des while they panic befo­re their own test les­sons. And they are always both stu­dent and tea­cher. Some start out with idea­lism and pas­si­on, others for lack of alter­na­ti­ves, others see them­sel­ves as future pro­fes­sio­nals in solid employ­ment. Step by step they beco­me – wil­ly-nil­ly – the repre­sen­ta­ti­ves of a sys­tem that has shaped each of us. “To Be a Teacher” fol­lows three very dif­fe­rent cha­rac­ters on this ten­si­on-fil­led path.
    Ralph Eue

    D 2016, 102 Min. 
    Regie und Buch: Jakob Schmidt 
    Kamera: David Schittek, Evgeny Revvo, Jakob Schmidt 
    Schnitt: Julia Wiedwald

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/35053/mp4_owTOsulG4zqK2g.mp4[:]

  • filmPOLSKA 2017

    filmPOLSKA 2017

    [:de]Vom 4. – 10. Mai fin­det die­ses Jahr die 12. Ausgabe des pol­ni­schen Filmfestivals in Berlin statt.  www.filmpolska.de

    Hier das Programm im fsk:

    [:en]The twewth edi­ti­on of the polish Film Festival in Berlin takes place  from Mai 4th – Mai10th. Some films are shown with ger­man subtitles.

    Films at the fsk:

     

     

     [:]

  • Das Ende ist erst der Anfang

    Das Ende ist erst der Anfang

    [:de]Ein Film von Bouli Lanners.

    Esther und Willy sind gehan­di­capt. Und ver­liebt. Und auf der Flucht. Vielleicht vor Gilou und Cochise, zwei vier­schrö­ti­gen, bär­ti­gen Schnüfflern im Van, die Willys Handy zu orten ver­su­chen? Oder vor dem Mann, der sich Jesus nennt und ent­spre­chen­de Wundmale an den Händen vor­weist? Vor den Männern aus einer nahen Lagerhalle, die den Täter suchen, der der Frau ihres Chefs Gewalt ange­tan hat? Und wer ist die Mumie im Schlafsack? In einer kar­gen, von Strommasten und Straßen zer­schnit­te­nen euro­päi­schen Landschaft ange­sie­delt, ist der Film des bel­gi­schen Regisseurs Bouli Lanners ein schräg-schö­ner Spätwestern, in dem Raubeine ihre zar­te Seite zei­gen und die Zusammengehörigkeit zwei­er Menschen durch das Tragen von Signaljacken sym­bo­li­siert wird. Lakonie trifft auf Liebe, Gewalt auf Glauben. Michael Lonsdale züch­tet Orchideen und der unver­gleich­li­che Max von Sydow singt als Priester ein Abschiedslied für eine Leiche. Lanners, der selbst eine Hauptrolle spielt, insze­niert die Geschichte über­ra­schend und span­nungs­voll. Der Film ver­steckt Hinweise auf den Plot in Gebäuden, Autos und Dialogen. Wer denkt, er habe die Story nach fünf Minuten durch­schaut, der irrt.

    Von Bouli Lanners haben wir einst sei­nen ers­ten Langfilm ULTRANOVA, eine sehr schö­ne und sehr brü­chi­ge, unglück­li­che Liebesgeschichte, ver­lie­hen. Seine Filme danach fan­den wir dann nicht ganz so toll, aber Das Ende ist erst der Anfang schon.

    OT: Les pre­miers, les derniers
    Frankreich/Belgien 2016, 98 Min., frz. OmU

    Regie, Buch: Bouli Lanners
    Kamera: Jean-Paul de Zaeytijd
    Schnitt: Ewin Ryckaert
    Darsteller
    Albert Dupontel, Bouli Lanners, Suzanne Clément, Michael Lonsdale, David Murgia, Aurore Broutin, Philippe Rebbot

    The First the Last / Les Premiers les Derniers (2016) – Trailer (English Subs)

    in Kino mit deut­schen Untertiteln.[:en]A Bouli Lanners film. in french with ger­man subtitles.

    Esther and Willy are han­di­cap­ped. And in love. And on the run. Perhaps from Gilou and Colise, two bur­ly, beard­ed snoo­pers in the van who are try­ing to get a fix on Willy’s mobi­le pho­ne? Or from the man who calls hims­elf Jesus and has the stig­ma­ta on his hands to pro­ve it? Or from the men from a near­by warehouse who are sear­ching for the per­pe­tra­tor who has vio­la­ted the wife of their boss? And who is the mum­my in the slee­ping bag? Set in a spar­se European land­scape dis­sec­ted by elec­tri­ci­ty pylons and roads, Belgian direc­tor Bouli Lanners’ film is a weird­ly beau­tiful­ly late wes­tern in which roughnecks show their soft side and the fact that two peo­p­le belong tog­e­ther is sym­bo­li­sed by their wea­ring of high-vis jackets. Terseness meets love, vio­lence meets faith. Michael Lonsdale cul­ti­va­tes orchi­ds and the incom­pa­ra­ble Max von Sydow as a priest sings a fare­well song to a corp­se. Lanners, who also plays a lea­ding role, directs with a talent for sur­pri­se and exci­te­ment. The film hides clues about the plot in buil­dings, cars and in the dia­lo­gue. And anyo­ne who thinks they have figu­red out the sto­ry after five minu­tes is wrong.

    OT: Les pre­miers, les derniers
    Frankreich/Belgien 2016, 98 Min., 

    Regie, Buch: Bouli Lanners
    Kamera: Jean-Paul de Zaeytijd
    Schnitt: Ewin Ryckaert
    Darsteller
    Albert Dupontel, Bouli Lanners, Suzanne Clément, Michael Lonsdale, David Murgia, Aurore Broutin, Philippe Rebbot

    The First the Last / Les Premiers les Derniers (2016) – Trailer (English Subs)

    on screen with ger­man subtitles[:]