Ein Film von Govinda Van Maele.
GUTLAND ist die Geschichte einer unfreiwilligen Verwandlung, die Jens langsam und unbemerkt ereilt. Der Deutsche kommt zu Fuß über die Felder in das Dorf Schandelsmillen in Luxemburg. Er sei auf der Durchreise, sagt er, und suche nach Arbeit, und das, obwohl die Ernte schon fast getan ist. Zunächst ist er glücklos, man beäugt ihn so misstrauisch, wie es eben Fremden in Dörfern passiert. Quasi über Nacht jedoch, nach einem Abend beim bierseligen Dorffest und einer Liebelei mit der Tochter des Bürgermeisters ändert sich die Lage des Außenseiters überraschend. Er bekommt Arbeit, eine Unterkunft und nach und nach mehr Zugang zur Dorfgemeinschaft, als ihm manchmal lieb ist. Die Beziehung zu Lucy bleibt trotz Intensivierung weiter undurchsichtig. Aber in diesem eigenwilligen und schön fotografierten Werk ist sowieso nur wenig so, wie es scheint. Klar ist auch, dass Jens einiges zu verbergen hat, am allermeisten sich selbst, und dabei das Untertauchen in der Gemeinschaft Schutz bietet. Nëmmen, auch die Bewohner haben einen Plan, und gehen mit der sprichwörtlichen Bauernschläue ans Werk. Die Atmosphäre ist, ohne konkret bedrohlich zu sein, zunehmend mysteriös und etwas unheimlich, was Jens nicht zuletzt bei einer eindringlichen NORTH BY NORTHWEST-Reminizenz zu spüren bekommt. Doch die Ordnung, die ist am Ende wiederhergestellt, nicht wahr?
»Mit Leichtigkeit lässt er [Govinda Van Maele] die pittoreske Heimatfilmidylle in den Schlund des bitterbösen Genrefilms blicken, ohne sich in gängigen Muster von Thriller oder Horror zu verfangen. Die surreale Färbung, die viele der Geheimnisse umgibt, bettet sich passgenau in das Sozialgefüge des Landlebens ein. „Gutland“ ist kein Film der das Land als ein reines Setting begreift, um das darin verborgene Horrorszenario nach außen zu kehren. Van Maele füllt die Abgeschiedenheit mit Leben und findet so einen erfrischenden, neuen Entwurf der filmischen Stadtflucht.« Karsten Munt | programmkino.de
Luxemburg, Belgien, Deutschland 2017, 107 Min.
Regie & Buch Govinda Van Maele
mit: Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini, Leo Folschette, Gerard Blaschette, Irina Blanaru u.a
- noch keine oder keine mehr
https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/57754/mp4_VKviZ6jE0QPZZA.mp4A film by Govinda Van Maele.
Early one summer morning a young man, with a secret stashed away in a duffel bag, emerges from the forest. In a nearby village he asks around for work, but the farmers, suspicious to the point of hostility, are not very forthcoming. Only when Lucy, the mayor’s unruly daughter, takes a liking to him, does the village change its attitude: he is promptly offered a job as a farmhand and a caravan to live in.
As time passes and he is gradually integrated into the community, it emerges that he’s not the only one with a past to hide. Something sinister is lurking under the immaculate surface of this picturesque little world – and it is slowly drawing him in.
Luxemburg, Belgien, Deutschland 2017, 107 Min.
Regie & Buch Govinda Van Maele
mit: Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini, Leo Folschette, Gerard Blaschette, Irina Blanaru u.a
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