Ein Film von Ildikó Enyedi.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
Die Ungarin Ildiko Enyedi überrascht immer wieder von Neuem. Ihr Debüt Mein 20. Jahrhundert verbindet märchenhaft-poetisch das Leben zweier auf geheimnisvolle Weise getrennter Zwillingsschwestern mit dem Fortschrittsglauben um 1900 und wird bei den 42. Filmfestspielen in Cannes sofort ausgezeichnet. In Körper und Seele stehen zwei einsame Menschen, aber auch Tiere und Träume im Vordergrund. Das ungewöhnliche Werk überzeugt die Jury der 67. Berlinale und bekommt den Hauptpreis zugesprochen. Silent Friend feiert letztes Jahr in Venedig seine viel beachtete Premiere, und Luna Wedler wird „Beste Nachwuchsschauspielerin“.
In diesem neuen Werk drehen sich die drei zu verschiedenen Zeiten spielenden Kapitel um die Verbindung von Natur und Universum, vor allem aber um Pflanzen, darunter besonders um einen alten Ginkgo-Baum im Alten Botanischen Garten Marburg (wegen des Zeitabstandes der Episoden gab es aber noch zwei weitere Baum-Darsteller unterschiedlichen Alters). – Als die Universität in Marburg erstmals Frauen zum Studium zulässt, schafft es die junge Grete, sich von den provokanten Fragen der männlichen Jury nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und wird zum Biologie-Studium zugelassen. Dann erobert sie eine weitere männliche Domäne und entdeckt die fantastischen Möglichkeiten der Fotografie für sich. Gefilmt wurde dieser Teil auf monochromen 35mm-Material. – In den 1970-er Jahren verliebt sich der zurückhaltende Hannes in seine aufgeschlossene Kommilitonin Gundula und wird durch sie in die Geheimnisse der Kommunikation mit Pflanzen eingeweiht, eingefangen mit körnigem 16mm-Farbfilm. – Die Jetzt-Zeit wurde digital aufgenommen: Der asiatische Neurobiologe Tony (Tony Leung in seiner ersten europäischen Rolle) steckt aufgrund des Corona-Shutdowns in Marburg fest. Er muss seine Zeit mit dem knurrigen Hausmeister der Uni verbringen und beginnt die Erforschung des mächtigen, weiblichen Ginkgos.
Das ist alles nicht nur interessant und wunderschön anzusehen, sondern auch
„ein komischer, oft überraschender, zeitweise ganz schön durchgeknallter Film.“ Wolfgang Höbel | Der Spiegel




Credits:
DE/HU/FR 2025, 147 Min., deutsch, englische OmU
Regie: Ildikó Enyedi
Kamera: Gergely Pálos
Schnitt: Károly Szala
mit: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Marlene Burow, Léa Seydoux
Trailer:
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[:en]
A film by Ildikó Enyedi. In German and English with German subtitles.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
In the heart of a botanical garden in a medieval university town in Germany stands a majestic ginkgo tree. This silent witness has observed over a century the quiet rhythms of transformation across three human lives.
2020, a neuroscientist from Hong Kong, exploring the mind of babies, begins an unexpected experiment with the old tree.
1972, a young student is profoundly changed by the simple act of observing and connecting with a geranium.
1908, the university’s first female student discovers, through the lens of photography, sacred patterns of the universe hidden within the humblest of plants.
We follow their clumsy, awkward attempts to connect — each one of them deeply rooted in their own present — as they are transformed by the quiet, enduring, and mysterious power of nature. The ancient ginkgo tree brings us closer to what it means to be human — to our longing to belong.




Credits:
DE/HU/FR 2025, 147 Min., deutsch, englische OmU
Regie: Ildikó Enyedi
Kamera: Gergely Pálos
Schnitt: Károly Szala
mit: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Marlene Burow, Léa Seydoux
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