Archiv: Termine

  • [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]

    Ein Film von François Ozon. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine wun­der­bar unmo­ra­li­sche Story: Eingehüllt in sanf­te, herbst­li­che Farben und mit stei­gen­der Spannung prä­sen­tiert François Ozon, inzwi­schen nicht nur als beson­ders flei­ßi­ger Regisseur, son­dern auch als raffi­nierter Geschichtenerzähler bekannt, eine Komödie, die sich peu à peu zum intel­li­gen­ten Kriminalfall stei­gert.
    Michelle ist eine lie­bens­wer­te, rüs­ti­ge Kleinstadtrentnerin mit einem hüb­schen Häus­chen, in des­sen Garten sie Gemüse anbaut. Gleich um die Ecke wohnt Marie Claude, ihre bes­te Freundin. Die bei­den alten Damen ver­ste­hen sich blen­dend, sie gehen gemein­sam spa­zie­ren und Pilze sam­meln, und sie unter­stüt­zen sich, wo es geht. Michelle chauf­fiert die Freundin auch zum na­heliegenden Gefängnis, wo Marie Claudes Sohn Vincent inhaf­tiert ist. Michelle ist gera­de in Vorfreude auf die kom­men­den Herbstferien, denn dann wird ihr 12-jäh­ri­ger Enkel Lucas, den sie über alles liebt, für ein paar Tage zu ihr kom­men. Als Michelles Tochter Valérie mit Lucas ein­trifft, hat sie schon alles aufs Beste vor­be­rei­tet. Aber dann: ein schreck­li­cher Unfall – eine Pilzvergiftung, für die Michelle ver­ant­wort­lich ist – Valérie ist stock­sauer und reist mit Lucas ab, und ihr Entschluss steht fest: Ihre Mutter darf kei­nen Kontakt mehr mit Lucas haben.
    Mehr soll über die Handlung nicht ver­ra­ten wer­den. Nur so viel: Es geht unter aller­s­trengs­ter Nichtbeach­tung irgend­wel­cher Klischees um Schuld, um Wahrheit, um Moral und Doppelmoral. Und am Rande auch um Freundschaft und Familie. …“ Gaby Sikorski | programmkino.de
    „… In bemer­kens­wer­ter Ambivalenz schil­dert Ozon, wie kom­pli­ziert Familienbande und Entfremdung sein kön­nen. Und wie enorm belas­tend es sich anfühlt, even­tu­ell eine fal­sche Entscheidung getrof­fen zu haben. Auch Michelles Hintergrundgeschichte ent­birgt sich erst all­mäh­lich. … Wenn der Herbst naht ist lus­tig und cle­ver, melan­cho­lisch und tief­grün­dig, lebens­nah und zugleich magisch. Sogar Geister haben dar­in Platz – und haben eben­falls gar kei­ne Lust auf eine ste­reo­ty­pe Darstellung.“ Andreas Köhnemann | kino-zeit

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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    [:en]

    A film by François Ozon. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Michelle, a model grand­mo­ther, is enjoy­ing peaceful reti­re­ment in a Burgundy vil­la­ge, clo­se to her best fri­end Marie-Claude. On All Saints‘ Day, her daugh­ter Valérie arri­ves to drop off her grand­son Lucas for the school holi­day week. But not­hing will go to plan.

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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    [:]
  • [:de]Monk in Pieces[:]

    [:de]Monk in Pieces[:]

    [:de]

    Ein Film von Billy Shebar & David Roberts.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Egozentrische Erkundung ihrer Psyche“ – bös­ar­ti­ge Kritiken beglei­te­ten ihre ers­ten Arbeiten. Die NYT sah gar „Eine Schande für das Ansehen des Tanzes“, um aller­dings schon bei ihrem Stück JUICE, das sie in der Rotunde des Guggenheim aus­füh­ren durf­te, zu urtei­len: „Miss Monk, die oft das Alltägliche in Bewegungen iso­liert hat, ent­puppt sich nun mit etwas Hilfe von Frank Lloyd Wright als Meisterin des Spektakulären. Ihre Nutzung der archi­tek­to­ni­schen Möglichkeiten des Guggenheim für eine 85-köp­fi­ge Performancegruppe war ein­fach bril­lant.“ Ihre Erforschung und Nutzung der Stimme als eige­nes Instrument, sowie die Arbeiten an der Schnittstelle von Musik und Bewegung, Bild und Objekt, Licht und Klang waren Neuland. Als Frau war sie in der von Männern domi­nier­ten New Yorker Avantgarde-Musikszene der 1960er- und 1970er-Jahre jedoch ein Solitär und muss­te um Anerkennung und Ressourcen kämp­fen.“
    Regisseur Billy Shebar hat­te Glück. Seine Frau Katie spiel­te in vie­len Stücken von Monk mit. Er ent­deck­te sei­ne Liebe zu ihrer Musik und bekam Zugang zu einem wun­der­ba­ren Archiv aus Filmen, Fotos und Musik. „Man bekommt viel Lust, ihre Alben hin­ter­her in Ruhe anzu­hö­ren.“ TC Böhme | taz
    „Die Gegenkultur der 60er Jahre, in der Monk ihre Stimme fand, wand­te sich gegen ras­sis­ti­sche und geschlechts­spe­zi­fi­sche Diskriminierung, Konsumdenken und den Vietnamkrieg. Ihr Werk ist zwar nicht offen­kun­dig poli­tisch, ver­kör­pert aber all die­se Werte und wirkt heu­te noch genau­so bewusst­seins­er­wei­ternd wie zu Beginn.“ Billy Shebar

    Credits:

    US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU
    Regie: Billy Shebar, David Roberts
    Kamera:  Jeff Hutchens, Ben Stechschulte
    Schnitt: Sabine Krayenbühl 

    Trailer:
    MONK IN PIECES – Offizieller Trailer
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    [:en]

    A film by Billy Shebar & David Roberts. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The pro­found cul­tu­ral influence of the com­po­ser, per­for­mer and inter­di­sci­pli­na­ry artist Meredith Monk is often over­loo­ked. As a fema­le artist, she had to fight for reco­gni­ti­on and resour­ces in the male-domi­na­ted art sce­ne of down­town New York of the 1960s and 1970s. Early reviews in “The New York Times” were vicious and sexist, with Clive Barnes cal­ling her “a dis­grace to the name of dancing” and John Rockwell opi­ning that she was “so ear­nest­ly stran­ge in a talen­ted litt­le-girl way”. And yet, as her cele­bra­ted con­tem­po­ra­ry Philip Glass says: “She, among all of us, was – and still is – the uni­que­ly gifted one.”
    Monk in Pieces is a mosaic that mir­rors the struc­tu­re of her own work and illu­mi­na­tes her wild­ly ori­gi­nal voca­bu­la­ry of sound and imagery. In the film’s final chap­ters, Monk con­fronts mor­ta­li­ty. We see her wari­ly ent­rust her mas­ter­pie­ce “Atlas” to the direc­tor Yuval Sharon and sin­ger Joanna Lynn-Jacobs for a new pro­duc­tion with the Los Angeles Philharmonic. For 60 years, Monk has direc­ted and per­for­med in all her works; now she must learn to let go. What will hap­pen to such sin­gu­lar crea­ti­ons after she is gone?

    Credits:

    US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU
    Regie: Billy Shebar, David Roberts
    Kamera:  Jeff Hutchens, Ben Stechschulte
    Schnitt: Sabine Krayenbühl 

    Trailer:
    MONK IN PIECES – Offizieller Trailer
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  • [:de]In die Sonne schauen[:]

    [:de]In die Sonne schauen[:]

    [:de]

    Ein Film von Mascha Schilinski. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In die Sonne schau­en, der ers­te deut­sche Film im Wettbewerb von Cannes seit Toni Erdmann, sorg­te dort direkt zu Beginn für Furore, und erhielt am Ende den Preis der Jury (ex aequo mit Sirāt). Der eigen­wil­li­ge und kom­ple­xe Film umspannt 100 Jahre, sei­ne unchro­no­lo­gi­sche und ver­schach­tel­te Erzählweise ver­deut­licht die Verbindung der Schicksale und macht sie gera­de­zu erfahr­bar.
    Ein Vierseithof in der Altmark, einer alten Kulturlandschaft im Norden Sachsen-Anhalts, bil­det den Mittelpunkt des Geschehens, wobei Haus, Scheune, Garten, Felder und vor allem der nahe Fluss die Erzählung wech­sel­wei­se bestim­men. In vier Zeitrahmen, Kaiserreich, Ende des 2. Weltkriegs, 1980er Jahre DDR und Gegenwart, fol­gen wir den Protagonistinnen, Mädchen wie Alma, Teenager wie Angelika und Erika, jun­gen Frauen wie Lenka. Das Haus ver­än­dert sich, jede Epoche hat ihren eige­nen Stil, doch der Vergangenheit ist nicht zu ent­kom­men. Religiöse, sozia­le und poli­ti­sche Zwänge, ver­steck­te Begierden und patri­ar­cha­li­sche Herrschaft schaf­fen gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Traumata, die geis­ter­gleich die Zeit über­dau­ern – so, wie es der inter­na­tio­na­le Titel Sound of Falling aus­drückt: Das Fallen ist stets lei­se, die Erschütterung wiegt umso schwe­rer.
    „Die Handlung die­ses über­aus asso­zia­ti­ven Bilder- und Tonreigens, die­ses Kaleidoskops von Perspektiven und Konstellationen auch nur annä­hernd sinn­voll zu beschrei­ben, ist nahe­zu ein Ding der Unmöglichkeit und wür­de die­sem eben­so viel­schich­tig-kom­ple­xen wie medi­ta­ti­ven Werk auch nicht gerecht. Überhaupt hat man nach dem Verlassen des Kinos den drän­gen­den Wunsch, die­sen Film ein zwei­tes, ein drit­tes und am bes­ten noch ein vier­tes Mal zu sehen. Man wür­de zwei­fel­los dabei immer wie­der neue Details, neue Verbindungen erken­nen, auf­re­gen­de Entdeckungen machen. Das Bild, das man sich von dem Film gemacht hat, wür­de sich ver­än­dern. Klar blie­be aber sicher­lich: In die Sonne schau­en ist ein Meisterwerk, ein Solitär des Kinos, ein Monstrum von einem Film, das sich wie gesagt bestän­dig ver­än­dert, bis ins Unermessliche wächst.“ kino-zeit.de

    Preis der Jury – Cannes 2025

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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    [:en]

    A film by Mascha Schilinski. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Four girls, Alma, Erika, Angelika, and Lenka, each spend their youth on the same farm in nor­t­hern Germany. As the home evol­ves over a cen­tu­ry, echo­es of the past lin­ger in its walls. Though sepa­ra­ted by time, their lives begin to mir­ror each other.

    Cannes 2025 – Jury Prize

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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  • [:de]Das deutsche Volk[:]

    [:de]Das deutsche Volk[:]

    [:de]

    Ein Film von Marcin Wierzchowski.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Film erzählt die Geschichte des ras­sis­ti­schen Anschlags in der hes­si­schen Stadt Hanau im Jahr 2020 aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden. Innerhalb weni­ger Minuten erschoss der Täter neun jun­ge Menschen, weil er sie nicht für Deutsche hielt. Welche direk­ten und lang­fris­ti­gen Folgen hat ein sol­cher Anschlag auf die Menschen und ihre Stadt? Regisseur Marcin Wierzchowski beglei­te­te die Protagonist*innen vier Jahre lang in ihrem Umgang mit der Trauer und bei der per­sön­li­chen Verarbeitung des Verlusts eines gelieb­ten Menschen. Er zeigt aber auch ihren Kampf um Anerkennung und Zugehörigkeit zu dem Land, das sie ihr Zuhause nen­nen. Die Angehörigen füh­len sich von Behörden und Politik im Stich gelas­sen, denn trotz vie­ler Worte des Mitgefühls sind sie es selbst, die die Umstände der Tat auf­de­cken müs­sen. Dabei sto­ßen sie auf die kal­te Bürokratie eines Systems, das auf solch ein Verbrechen nicht vor­be­rei­tet ist – obwohl rech­ter Terror zur trau­ri­gen Normalität der deut­schen Geschichte gehört.

    Credits:

    DE 2025, 132 Min., Deutsch, Rumänisch, Türkisch, Englisch OmU
    Regie: Marcin Wierzchowski
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    Kamera:
    Marcin Wierzchowski, Peter Peiker

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Marcin Wierzchowski. In various lan­guages with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The film tells the sto­ry of the 2020 racist attack in the city of Hanau in the German sta­te of Hesse from the per­spec­ti­ve of the bere­a­ved rela­ti­ves and the sur­vi­vors. Within the space of just a few minu­tes, the per­pe­tra­tor shot nine young peo­p­le dead becau­se he did not con­sider them to be German. What are the direct and long-term con­se­quen­ces of such an attack on peo­p­le and their city? Director Marcin Wierzchowski accom­pa­nied the prot­ago­nists for four years as they faced their grief and stri­ved to come to terms with the loss of a loved one. But the film also reve­als their strugg­le for reco­gni­ti­on and a sen­se of belon­ging in the coun­try they call home. The rela­ti­ves feel aban­do­ned by the aut­ho­ri­ties and poli­ti­ci­ans ali­ke becau­se, despi­te many words of sym­pa­thy, they them­sel­ves are left to unco­ver the cir­cum­s­tances of the crime. In the pro­cess, they encoun­ter the cold bureau­cra­cy of a sys­tem that is woeful­ly unpre­pared for such an attack – even though right-wing ter­ror is a tra­gi­cal­ly com­mon­place part of German history.

    Credits:

    DE 2025, 132 Min., Deutsch, Rumänisch, Türkisch, Englisch OmU
    Regie: Marcin Wierzchowski
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    Kamera:
    Marcin Wierzchowski, Peter Peiker

    Trailer:
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  • [:de]Sirāt[:]

    [:de]Sirāt[:]

    [:de]

    Ein Film von Oliver Laxe. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Papa, fahr los, lass uns ihnen fol­gen.“ – „Sie fol­gen uns. – Wirklich?“ – „Das ist kei­ne gute Idee, du wirst dein Auto zerschro­ten, die Straßen sind sehr gefähr­lich.“ – „Wir haben kei­ne Wahl.“ Als die rie­si­ge Rave-Party in der marok­ka­ni­schen Wüste wegen Kriegsbeginns von der ört­li­chen Militärpolizei auf­ge­löst und das Publikum nach Europa zurück­ge­schickt wird, bre­chen Jade, Stef, Josh, Tonin und Bigui aus den Konvoi aus und machen sich mit ihren umge­bau­ten Trucks aus dem Staub, zur nächs­ten Party im Süden. Spontan und mit­ge­ris­sen von der Begeisterung sei­nes klei­nen Sohnes Estaban folgt Luis ihnen in sei­nem Kleinbus. Er ist ver­zwei­felt auf der Suche nach sei­ner Teenager-Tochter Mar, die sich seit über fünf Monaten nicht gemel­det hat, und viel­leicht ist sie bei einem der Raves.
    Selten hat mich ein Film so sehr von der ers­ten Einstellung an hin­ein­ge­zo­gen und bis zum Schluss dabei­ge­hal­ten. Sirāt (so heißt die Brücke zwi­schen Himmel und Hölle in der isla­mi­schen Eschatologie – dün­ner als ein Haar und schär­fer als ein Messer) ist span­nend, hyp­no­tisch und ver­stö­rend – ein her­aus­for­dern­des Werk, dabei kei­nem Genre zuzu­ord­nen. Der eigent­li­che Endpunkt der Reise ver­schwin­det mit der Zeit, die Geschichte vom Weg, der das Ziel ist, stimmt hier trotz­dem nicht. Olivier Laxe führt die klei­ne Gruppe auf ihrer Fahrt durch die marok­ka­ni­sche Wüste an einen exis­ten­ti­el­len Rand, von dem nie­mand vor­her ahn­te, dass es ihn gibt. Was die Protagonist‚innen zuletzt antreibt, ist nur noch, dass es ein­fach immer wei­ter­ge­hen muss – was den Gewinner des Großen Preis der Jury (ex-aequo mit In die Sonne schau­en) in Cannes 2025 auch so jetzt­zei­tig macht.
    … und ja, genau für die­sen Film haben wir uns letz­tes Jahr die neue Tonanlage mit dem irren Subwoofer ange­schafft …
    „Seine her­aus­ra­gen­de künst­le­ri­sche Qualität wird durch sei­ne poli­ti­schen und gesell­schafts­kri­ti­schen Aussagen ergänzt, was zu einem Film führt, der viel­leicht nicht leicht zu ver­dau­en – aber dafür umso gehalt­vol­ler ist.“
    Selina Sondermann | the upcoming

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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    [:en]

    A film by Oliver Laxe. In Spanish and French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A father (Sergi López) and his son arri­ve at a rave deep in the moun­ta­ins of sou­thern Morocco. They’re sear­ching for Mar — daugh­ter and sis­ter — who vanis­hed months ago at one of the­se end­less, slee­p­less par­ties. Surrounded by elec­tro­nic music and a raw, unfa­mi­li­ar sen­se of free­dom, they hand out her pho­to again and again. Hope is fading but they push through and fol­low a group of ravers hea­ding to one last par­ty in the desert. As they ven­ture deeper into the bur­ning wil­der­ness, the jour­ney forces them to con­front their own limits.

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. . OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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  • Happy Holidays

    Happy Holidays

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    Ein Film von Scandar Copti.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Titel bezieht sich nicht auf Ferien, son­dern auf Feiertage. Studentin Fifi fei­ert mit Freundinnen in einem Club in Jerusalem das Purim-Fest, auf dem Heimweg gibt es einen Unfall. Ihre aus Haifa ange­reis­ten Angehörigen sind aller­dings weni­ger von ihrem Zustand ent­setzt als von ihrem Äußeren. Fifi ist das Nesthäkchen in einer ange­se­he­nen, groß­bür­ger­li­chen ara­bi­schen Familie. Ihr ist eines der vier Kapitel im Film gewid­met. Ihr Bruders Rami hat ein gro­ßes Geheimnis, denn sei­ne Freundin Shirley ist Jüdin – und schwan­ger. Mutter Hanan igno­riert den Niedergang des fami­li­en­ei­ge­nen Unternehmens, wenn es um die Ausrichtung der Hochzeit der älte­ren Tochter geht. Ihr Traditionsbewusstsein folgt immer dem Ehr-Konzept. Shirleys Familie will mit ihr nichts mehr zu tun haben, seit sie sich mit Rami trifft. Die Schwangerschaft sieht ihre Schwester Miri als gro­ße Katastrophe.
    In den vier zeit­gleich spie­len­den, aber ein­zeln gezeig­ten Kapiteln von Fifi, Rami, Hanan und Miri sehen wir nur, was sich in deren Umgebung ereig­net. Manches erklärt sich so erst viel spä­ter, und ändert den Blick auf das Geschehen. Man kann sich auf jede Figur ein­zu­las­sen und ihre „Wahrheit“ mit­er­le­ben. Gleichzeitig wird deut­lich: Niemand han­delt iso­liert. Alle sind Teil eines Systems, das sie prägt und kon­trol­liert – durch poli­tisch, sozia­le, kul­tu­rel­le und öko­no­mi­sche Kräfte.
    Die Geschichten „ste­hen für eine neue Generation jun­ger Menschen in Israel, die sich los­lö­sen wol­len von den Traditionen und den ein­ge­fah­re­nen Wegen im Land. Coptis Film ist immer dann am stärks­ten und bes­ten, wenn er die­ser Generation Ausdruck ver­leiht. Dann schafft er es näm­lich eine uni­ver­sa­lis­ti­sche Perspektive ein­zu­neh­men, die auch der Komplexität der israe­li­schen Gesellschaft gerecht wird.“ kino-zeit

    Credits:

    PS/DE/FR/IT/QT 2025, 123 Min., Arabisch, Hebräisch OmU
    Regie & Schnitt: Scandar Copti
    Kamera:
    Tim Kuhn
    mit: Manar Shehab, Wafaa Aoun, Meirav Memorsky, Toufic Danial

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Scandar Copti. In Arabic and Hebrew with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A midd­le-class Palestinian fami­ly in Haifa sees life spi­ral out of con­trol under the oppres­si­ve rea­li­ty of con­tem­po­ra­ry Israeli society.

    The daugh­ter, Fifi, is stu­dy­ing in Jerusalem and gets into a car acci­dent; the son, Toufic, is invol­ved in secret roman­tic liai­sons and must con­t­end with an unwan­ted pregnan­cy; and the father is embroi­led in what could amount to insu­rance fraud. 

    Oscar nomi­nee Scandar Copti (Ajami, 2009) pres­ents a grip­ping fami­ly dra­ma as his second fea­ture film. Led by an ensem­ble of non-pro­fes­sio­nal actors, it inter­wea­ves the sto­ries of mul­ti­ple cha­rac­ters who­se fates are unde­ni­ably – and res­entful­ly – inter­lin­ked. The cha­rac­ters in this mas­terful­ly writ­ten screen­play, groun­ded in inti­ma­te por­tra­yals of moral rela­ti­vism, walk a fine line bet­ween con­ce­ding to and resis­ting the sta­tus quo of Israeli sta­te vio­lence. The film pre­mie­red at the Venice Film Festival in 2024 and won the Horizons Award for Best Screenplay.

    Credits:

    PS/DE/FR/IT/QT 2025, 123 Min., Arabisch, Hebräisch OmU
    Regie & Schnitt: Scandar Copti
    Kamera:
    Tim Kuhn
    mit: Manar Shehab, Wafaa Aoun, Meirav Memorsky, Toufic Danial

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  • [:de]In die Sonne schauen[:]

    [:de]In die Sonne schauen[:]

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    Ein Film von Mascha Schilinski. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In die Sonne schau­en, der ers­te deut­sche Film im Wettbewerb von Cannes seit Toni Erdmann, sorg­te dort direkt zu Beginn für Furore, und erhielt am Ende den Preis der Jury (ex aequo mit Sirāt). Der eigen­wil­li­ge und kom­ple­xe Film umspannt 100 Jahre, sei­ne unchro­no­lo­gi­sche und ver­schach­tel­te Erzählweise ver­deut­licht die Verbindung der Schicksale und macht sie gera­de­zu erfahr­bar.
    Ein Vierseithof in der Altmark, einer alten Kulturlandschaft im Norden Sachsen-Anhalts, bil­det den Mittelpunkt des Geschehens, wobei Haus, Scheune, Garten, Felder und vor allem der nahe Fluss die Erzählung wech­sel­wei­se bestim­men. In vier Zeitrahmen, Kaiserreich, Ende des 2. Weltkriegs, 1980er Jahre DDR und Gegenwart, fol­gen wir den Protagonistinnen, Mädchen wie Alma, Teenager wie Angelika und Erika, jun­gen Frauen wie Lenka. Das Haus ver­än­dert sich, jede Epoche hat ihren eige­nen Stil, doch der Vergangenheit ist nicht zu ent­kom­men. Religiöse, sozia­le und poli­ti­sche Zwänge, ver­steck­te Begierden und patri­ar­cha­li­sche Herrschaft schaf­fen gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Traumata, die geis­ter­gleich die Zeit über­dau­ern – so, wie es der inter­na­tio­na­le Titel Sound of Falling aus­drückt: Das Fallen ist stets lei­se, die Erschütterung wiegt umso schwe­rer.
    „Die Handlung die­ses über­aus asso­zia­ti­ven Bilder- und Tonreigens, die­ses Kaleidoskops von Perspektiven und Konstellationen auch nur annä­hernd sinn­voll zu beschrei­ben, ist nahe­zu ein Ding der Unmöglichkeit und wür­de die­sem eben­so viel­schich­tig-kom­ple­xen wie medi­ta­ti­ven Werk auch nicht gerecht. Überhaupt hat man nach dem Verlassen des Kinos den drän­gen­den Wunsch, die­sen Film ein zwei­tes, ein drit­tes und am bes­ten noch ein vier­tes Mal zu sehen. Man wür­de zwei­fel­los dabei immer wie­der neue Details, neue Verbindungen erken­nen, auf­re­gen­de Entdeckungen machen. Das Bild, das man sich von dem Film gemacht hat, wür­de sich ver­än­dern. Klar blie­be aber sicher­lich: In die Sonne schau­en ist ein Meisterwerk, ein Solitär des Kinos, ein Monstrum von einem Film, das sich wie gesagt bestän­dig ver­än­dert, bis ins Unermessliche wächst.“ kino-zeit.de

    Preis der Jury – Cannes 2025

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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    [:en]

    A film by Mascha Schilinski. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Four girls, Alma, Erika, Angelika, and Lenka, each spend their youth on the same farm in nor­t­hern Germany. As the home evol­ves over a cen­tu­ry, echo­es of the past lin­ger in its walls. Though sepa­ra­ted by time, their lives begin to mir­ror each other.

    Cannes 2025 – Jury Prize

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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  • [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]

    Ein Film von François Ozon. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine wun­der­bar unmo­ra­li­sche Story: Eingehüllt in sanf­te, herbst­li­che Farben und mit stei­gen­der Spannung prä­sen­tiert François Ozon, inzwi­schen nicht nur als beson­ders flei­ßi­ger Regisseur, son­dern auch als raffi­nierter Geschichtenerzähler bekannt, eine Komödie, die sich peu à peu zum intel­li­gen­ten Kriminalfall stei­gert.
    Michelle ist eine lie­bens­wer­te, rüs­ti­ge Kleinstadtrentnerin mit einem hüb­schen Häus­chen, in des­sen Garten sie Gemüse anbaut. Gleich um die Ecke wohnt Marie Claude, ihre bes­te Freundin. Die bei­den alten Damen ver­ste­hen sich blen­dend, sie gehen gemein­sam spa­zie­ren und Pilze sam­meln, und sie unter­stüt­zen sich, wo es geht. Michelle chauf­fiert die Freundin auch zum na­heliegenden Gefängnis, wo Marie Claudes Sohn Vincent inhaf­tiert ist. Michelle ist gera­de in Vorfreude auf die kom­men­den Herbstferien, denn dann wird ihr 12-jäh­ri­ger Enkel Lucas, den sie über alles liebt, für ein paar Tage zu ihr kom­men. Als Michelles Tochter Valérie mit Lucas ein­trifft, hat sie schon alles aufs Beste vor­be­rei­tet. Aber dann: ein schreck­li­cher Unfall – eine Pilzvergiftung, für die Michelle ver­ant­wort­lich ist – Valérie ist stock­sauer und reist mit Lucas ab, und ihr Entschluss steht fest: Ihre Mutter darf kei­nen Kontakt mehr mit Lucas haben.
    Mehr soll über die Handlung nicht ver­ra­ten wer­den. Nur so viel: Es geht unter aller­s­trengs­ter Nichtbeach­tung irgend­wel­cher Klischees um Schuld, um Wahrheit, um Moral und Doppelmoral. Und am Rande auch um Freundschaft und Familie. …“ Gaby Sikorski | programmkino.de
    „… In bemer­kens­wer­ter Ambivalenz schil­dert Ozon, wie kom­pli­ziert Familienbande und Entfremdung sein kön­nen. Und wie enorm belas­tend es sich anfühlt, even­tu­ell eine fal­sche Entscheidung getrof­fen zu haben. Auch Michelles Hintergrundgeschichte ent­birgt sich erst all­mäh­lich. … Wenn der Herbst naht ist lus­tig und cle­ver, melan­cho­lisch und tief­grün­dig, lebens­nah und zugleich magisch. Sogar Geister haben dar­in Platz – und haben eben­falls gar kei­ne Lust auf eine ste­reo­ty­pe Darstellung.“ Andreas Köhnemann | kino-zeit

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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    [:en]

    A film by François Ozon. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Michelle, a model grand­mo­ther, is enjoy­ing peaceful reti­re­ment in a Burgundy vil­la­ge, clo­se to her best fri­end Marie-Claude. On All Saints‘ Day, her daugh­ter Valérie arri­ves to drop off her grand­son Lucas for the school holi­day week. But not­hing will go to plan.

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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