[:de]Exile never ends – mit Gast[:]

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Ein Film von Bahar Bektaş. Am 4.7. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Bahars Bruder Taner sitzt in Deutschland im Gefängnis und steht kurz vor der Abschiebung in die Türkei. Bahar nutzt die Zeit des Wartens, um die Kamera auf ihre Familienangehörigen zu rich­ten. In ruhi­gen und ein­fühl­sa­men Bildern erkun­det sie die emo­tio­na­len und geo­gra­fi­schen Welten der Familie von Entwurzelung und Neubeginn zwi­schen Deutschland und der Türkei.
In Gesprächen mit ihren Eltern sowie ihren bei­den ande­ren Brüdern begibt sie sich auf eine schmerz­haf­te Reise in die Vergangenheit. Politische Verfolgung der ale­vi­tisch-kur­di­schen Familie in der Türkei, die Flucht nach Europa 1989, ras­sis­ti­sche Übergriffe, Depressionen und Überforderung der Eltern – all das traf die Kinder, die damit unter­schied­lich umge­hen. Die Ungewissheit über Taners Schicksal in der Türkei ist nur ein Spiegel ihrer Lebenserfahrung als Familie im Exil. Die Verzerrung von Vergangenheit und Gegenwart sowie unter­schied­li­cher Geografien kon­fron­tiert die Zuschauenden mit einer der Eigenschaften des Exils, näm­lich dem Verlust der Orientierung in Zeit und Raum.
Ausgezeichnet mit dem FFF-Förderpreis Dokumentarfilm bei Dokfilm München: „Es ist sel­ten, dass ein Dokumentarfilm die gan­ze Kom­plexität abbil­det, die das Exil mit sich bringt. Exile never ends ist eine bemer­kenswerte Ausnahme, denn der Film erforscht zwei Arten von Exil: das einer kur­di­schen Familie, die vor Verfolgung aus der Türkei nach Deutschland floh, und das der bei­den Söhne, die ihre Beziehung zu dem Land, in dem sie aufge­wachsen sind, in Frage stel­len. Der Film themati­siert Generationenkonflikte und die Herausforderungen von Integration – ohne dabei eine eige­ne Agenda zu ver­fol­gen. Bahar Bektaş erzählt die­se viel­schich­ti­ge, inti­me Geschichte, zeich­net ein­fühl­sam die kom­ple­xen Ge­fühlslagen ihrer Familienmitglieder nach und taucht auf ganz eige­ne Wei­se in die emo­tio­na­len und geo­gra­phi­schen Räume von Vertreibung und Neuanfang ein. Die Jury ent­schied sich ein­stim­mig für den Film und wür­digt die Sensibilität und Beobachtungsgabe einer sehr talen­tier­ten Regisseurin.“

Credits:

DE 2024, 100 Min., Deutsch, Türkisch mit deut­schen Untertiteln
Regie: Bahar Bektaş
Kamera: Antonia Kilian und Meret Madörin
Schnitt: Arash Asadi

Trailer:
Exile never ends | offi­zi­el­ler deut­scher Trailer
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[:en]

A film by Bahar Bektaş. In German and Turkish with German subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

The lon­ging for your home­land never goes away,” says the film­ma­ker Bahar Bektaş. Her brot­her is in pri­son in Germany. He is sup­po­sed to be depor­ted and is wai­ting for the ear­ly trans­fer to Turkey he has reques­ted. Because the­re seems to be no end to the wai­ting, Bahar turns her came­ra on her Alevi Kurdish fami­ly and exami­nes the con­se­quen­ces of being uproo­ted. Ina Borrmann

Credits:

DE 2024, 100 Min., Deutsch, Türkisch mit deut­schen Untertiteln
Regie: Bahar Bektaş.
Kamera: Antonia Kilian und Meret Madörin
Schnitt: Arash Asadi

Trailer:
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