The Beast

Ein Film von Bertrand Bonello. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Schon ein­mal haben die Emotionen in den Untergang gefĂŒhrt; daher „rei­nigt“ die herr­schen­de KI die ihr die­nen­den Menschen. Gelassenheit soll wal­ten! Im Zuge der Prozedur erin­nert Gabrielle ihre vor­ma­li­gen Leben – 1910, 2014, 2044 –, vor allem aber: ihre gro­ße Liebe zu Louis, die sie nie wag­te sich zuzu­ge­ste­hen. KĂŒhl und ele­gant setzt Bonello sein epo­chen­que­ren­des, dabei das Unheimliche wie das Horrible strei­fen­de Science-Fiction-Melodram in Szene. WĂ€hrend Seydoux und MacKay, ein­ge­denk des Menschlichen und der ZĂ€rtlichkeit, derer es fĂ€hig ist, die inkri­mi­nier­ten GefĂŒhlswesen in ihr Recht set­zen. Und die Frage auf­wer­fen, wer hier eigent­lich die Bestie ist? (Alexandra Seitz)

Credits:


FR/CA 2023, 146 Min., engl./frz. OmU
Regie: Bertrand Bonello

Kamera: Josée Deshaies
Schnitt: Anita Roth
mit: Léa Seydoux, George MacKay, Guslagie Malanda, Dasha Nekrasova, Martin Scali, Elina Löwensohn

Trailer:
The Beast (offi­zi­el­ler Trailer) – mit LĂ©a Seydoux & George MacKay
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Kategorie: Vorstellung

  • The Beast

    The Beast

    Ein Film von Bertrand Bonello. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Schon ein­mal haben die Emotionen in den Untergang gefĂŒhrt; daher „rei­nigt“ die herr­schen­de KI die ihr die­nen­den Menschen. Gelassenheit soll wal­ten! Im Zuge der Prozedur erin­nert Gabrielle ihre vor­ma­li­gen Leben – 1910, 2014, 2044 –, vor allem aber: ihre gro­ße Liebe zu Louis, die sie nie wag­te sich zuzu­ge­ste­hen. KĂŒhl und ele­gant setzt Bonello sein epo­chen­que­ren­des, dabei das Unheimliche wie das Horrible strei­fen­de Science-Fiction-Melodram in Szene. WĂ€hrend Seydoux und MacKay, ein­ge­denk des Menschlichen und der ZĂ€rtlichkeit, derer es fĂ€hig ist, die inkri­mi­nier­ten GefĂŒhlswesen in ihr Recht set­zen. Und die Frage auf­wer­fen, wer hier eigent­lich die Bestie ist? (Alexandra Seitz)

    Credits:


    FR/CA 2023, 146 Min., engl./frz. OmU
    Regie: Bertrand Bonello

    Kamera: Josée Deshaies
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Léa Seydoux, George MacKay, Guslagie Malanda, Dasha Nekrasova, Martin Scali, Elina Löwensohn

    Trailer:
    The Beast (offi­zi­el­ler Trailer) – mit LĂ©a Seydoux & George MacKay
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  • Ellbogen

    Ellbogen

    Ein Film von Aslı Özarslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Weißt du noch, was du wer­den woll­test, als du noch klein warst? Du woll­test Ärztin wer­den. Mama woll­te immer, dass du Arzthelferin wirst. Aber du woll­test Ärztin wer­den“, erzĂ€hlt Semra ein­mal zu ihrer klei­nen Schwester Hazal, um sie auf­zu­mun­tern. Die kĂŒh­le Antwort: „Ich woll­te nie Ärztin wer­den. Als ich klein war, woll­te ich Popstar wer­den.“ Ob Ärztin, Arzthelferin oder Popstar, bis dato kann die jun­ge Frau aus dem Wedding trotz vie­ler Bewerbungen ĂŒber­haupt kei­nen Beruf oder Ausbildungsplatz vor­wei­sen, nicht zu einer ein­zi­gen Vorstellung wur­de sie ein­ge­la­den. Das stresst und frus­triert, doch an ihrem 18. Geburtstag soll gefei­ert wer­den, dass es kracht, und der gemei­ne Alltag bleibt daheim. Mit den Freundinnen Elma, GĂŒl und Ebru zieht Hazel durch die Stadt, Höhepunkt soll der Besuch im cools­ten Club der Stadt sein, doch dort ist Schluss: kein Einlass, da zu auf­ge­bre­zelt. Die extre­me Wut ĂŒber die erneu­te ZurĂŒckweisung ent­lĂ€dt sich bei Hazel in einer Weise, dass sie als Ausweg nur noch die Flucht aus dem Land sieht, und so sitzt sie schon am nĂ€chs­ten Tag in dem ihr unbe­kann­ten Istanbul. Konnte sie in Berlin wegen ihrer tĂŒr­ki­schen Backgrounds nie rich­tig ankom­men, fin­det sie sich in der fĂŒr sie frem­den TĂŒrkei auch nicht zurecht.
    Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan (ihr Dokumentarfilm Dil Leyla war 2017 bei uns zu sehen), ver­filmt hier den gleich­na­mi­gen Roman von Fatma Aydemir kon­se­quent aus jun­ger, weib­li­cher, migran­ti­scher Perspektive. Die Protagonistin möch­te eigent­lich ein fĂŒr sie nor­ma­les Leben fĂŒh­ren, wehrt sich aber gegen alle ihr von ver­schie­de­nen Seiten zuge­schrie­be­nen Rollen, in Deutschland wie in der TĂŒrkei, und gerĂ€t so zwi­schen alle StĂŒhle. Mit grĂ¶ĂŸt­mög­li­cher PrĂ€zision und EinfĂŒhlung erzĂ€hlt Ellbogen die Geschichte eines der vie­len jun­gen Menschen, die aus der Gesellschaft ver­drĂ€ngt wer­den, die eigent­lich die ihre ist.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa GĂŒrer, Jale Arıkan, Haydar ƞahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

    Trailer:
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly HĂŒbner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly HĂŒbner hat einen Film ĂŒber ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzĂ€hlt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und ĂŒber das Geheimnis, wie man ĂŒber 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub ĂŒber SO36, Lido, Admiralspalast zu grĂ¶ĂŸÂ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau fĂŒhr­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW ĂŒber­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    FĂŒr alle, die dabei waren, hĂ€t­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film ĂŒber uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly HĂŒbner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly HĂŒbner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt fĂŒr zuhause
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  • Favoriten

    Favoriten

    Ein Film von Ruth Beckermann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Über drei Jahre beglei­tet die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse im Alter von sie­ben bis zehn Jahren und ihre enga­gier­te Lehrerin in einer gro­ßen Schule im Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lĂ€sst uns die tĂ€g­li­chen Abenteuer, KĂ€mpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah mit­er­le­ben. Der Stadtteil Favoriten war einst ein Arbeiterbezirk, heu­te spricht ein Großteil der Kinder an den dor­ti­gen Grundschulen nicht Deutsch als Erstsprache. Mit gro­ßer SensibilitĂ€t beglei­tet der Film die Kinder, wĂ€h­rend ihre Lehrerin ihnen dabei hilft, einen Platz in einer Welt zu fin­den, in der sie sich oft nicht zuge­hö­rig fĂŒh­len. Indem wir die „Favoriten“ ken­nen ler­nen, erle­ben wir mit ihnen eine beweg­te Zeit, die ihre Zukunft ent­schei­dend prÀ­gen wird.

    Ruth Beckermanns neu­er Film ist eine Langzeitbeobachtung, die den Blick auf die struk­tu­rel­len Probleme im Schulsystem lenkt und die Perspektive der Kinder ernst nimmt. Ein erstaun­lich hei­te­res PortrĂ€t einer unge­wöhn­li­chen Gemeinschaft, das Fragen stellt, auf die vie­le von uns eine Antwort suchen. Ein Film ĂŒber das Lehren und das Lernen und darÂ­ĂŒber, wie die Zukunft unse­rer Gesellschaft auch im Klassenzimmer aus­ge­han­delt wird.

    „In dem Film ver­schrĂ€n­ken sich struk­tu­rel­le und indi­vi­du­el­le Perspektiven. Denn zum einen wirft „Favoriten“ einen Blick auf ein von Mangel und Ungleichheit bestimm­tes Bildungssystem, in dem bei aller EinfĂŒhlsamkeit und Hingabe der Lehrerin, die von Deutsch, Mathe ĂŒber den Schwimmunterricht bis hin zum Klassenausflug alles zu ver­ant­wor­ten hat, am Ende nur die Leistung zĂ€hlt. Zum ande­ren sieht man jun­gen Individuen dabei zu, wie sie Welt, Sprache und sozia­les Miteinander begrei­fen, wie sie an Aufgaben wach­sen und dar­an schei­tern, wie sie ver­zwei­feln und neu­en Mut fas­sen.
    Dieser ĂŒber­aus leben­di­ge Raum, den zu betrach­ten schön ist, anrĂŒh­rend, trau­rig und manch­mal auch lus­tig, steht in „Favoriten“ im Zentrum, auch wenn das Systemische immer mit­wirkt. Je nĂ€her die SchĂŒler:innen dem Moment kom­men, an dem sich ihre wei­te­re Schulbildung ent­schei­det – Mittelschule oder, was fĂŒr die wenigs­ten von ihnen in Betracht kommt, der Übertritt ins Gymnasium – arbei­tet sich das in den Vordergrund.“ Esther Buss | Filmdienst

    Credits:

    AT 2024, 118 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Ruth Beckermann
    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler 

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly HĂŒbner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly HĂŒbner hat einen Film ĂŒber ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzĂ€hlt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und ĂŒber das Geheimnis, wie man ĂŒber 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub ĂŒber SO36, Lido, Admiralspalast zu grĂ¶ĂŸÂ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau fĂŒhr­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW ĂŒber­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    FĂŒr alle, die dabei waren, hĂ€t­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film ĂŒber uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly HĂŒbner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly HĂŒbner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt fĂŒr zuhause
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  • Der Spatz im Kamin

    Der Spatz im Kamin

    Ein Film von Ramon ZĂŒrcher.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Das merk­wĂŒr­di­ge KĂ€tzchen geht es im Ramon ZĂŒrchers drit­ten Teil der „Tier-Trilogie“ erneut um das Konstrukt von Familie, genau­er, um deren fol­gen­rei­che Zumutungen. Am Vorabend einer Geburtstagsfeier im Anwesen der ver­stor­be­nen Eltern, in das Karen mit Mann und Kindern ein­ge­zo­gen ist, tru­deln mit ihre Schwester Jule samt Anhang bereits die ers­ten GĂ€ste ein. In den fol­gen­den ers­ten Zweidritteln des Films zele­briert er trotz aller gro­ßer-Freude-Bekundungen und mehr oder weni­ger herz­li­cher Umarmungen die Zerlegung der Beziehungen sowie die BeschĂ€digungen der Einzelnen aufs Böseste – ein GlanzstĂŒck ana­ly­ti­scher Gemeinheit. TemporĂ€re Solidarisierungen und all‘ die toll zube­rei­te­ten Gerichte, Kinderspiele, die Tiermenagerie und roman­ti­sche Abendidylle mit Lichterkette und GlĂŒhwĂŒrmchen und Swimmingpool im Garten kaschie­ren da wenig, zumal auch das Haus die Vergangenheit in sich trĂ€gt. Die Insel im See hat sowie­so schon vor den Kormoranen kapi­tu­liert.
    Je lÀn­ger der Abend dau­ert, des­to sur­rea­ler wird es, und mit etwas Fantasie, viel Schlaf, TrÀumen und dem ein oder ande­ren rei­ni­gen­den Feuer scheint es, als könn­ten sich am nÀchs­ten Tag eini­ge Knoten auf­lö­sen.
    „
 prÀ­zi­se insze­niert und gespielt, mit Witz und Ironie erzĂ€hlt. 
“ programmkino.de
    „Der Spatz im Kamin ist so ele­gant und raf­fi­niert wie sei­ne bei­den VorgĂ€ngerfilme und bis­wei­len auch Ă€hn­lich ver­gnĂŒg­lich. Zugleich aber gelingt es Ramon ZĂŒrcher mit sei­nen her­vor­ra­gen­den Darstellerinnen und Darstellern ein neu­es Gleichgewicht des Charmes und des Schreckens zu schaf­fen, das unter die Haut geht.“ Sennhausers Filmblog

    Der Spatz im Kamin
    Credits:

    CH 2024, 117 Min., deut­sche Originalfassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie & Schnitt: Ramon ZĂŒrcher
    Kamera: Alex Hasskerl
    Produzent: Silvan ZĂŒrcher
    mit: Maren Eggert, Britta Hammelstein, Luise Heyer, Andreas Döhler, Milian Zerzawy, Lea Zoe Voss, Ilja Bultmann, Paula Schindler, Luana Greco

    Trailer:
    DER SPATZ IM KAMIN Trailer Deutsch | German [HD]
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  • Memory

    Memory

    Ein Film von Michel Franco.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sylvia arbei­tet als Pflegerin, ist allein­er­zie­hen­de Mutter einer wun­der­ba­ren Tochter, hat die Alkoholsucht hin­ter sich gelas­sen und ein gutes VerhĂ€ltnis zu ihrer Schwester und Menschen um sich her­um, die sie schĂ€t­zen und mögen. Doch tief in sich trĂ€gt Sylvia ein tie­fes Trauma. Als sie von einem Klassentreffen nach Hause geht, wird sie von einem frem­den Mann ver­folgt. Dieser Mann heißt Saul und lei­det unter dem Anfangsstadium der Demenz. Und auch wenn das ers­te Zusammentreffen der Beiden unter kei­nem guten Stern steht, nĂ€hern sich Sylvia und Saul lang­sam an. Denn sie spĂŒÂ­ren, dass sie eine gro­ße Verletzlichkeit ver­bin­det.
    Dem Film gelingt es, die AnnĂ€herung die­ser bei­den „ver­lo­re­nen Seelen“ und die Liebesbeziehung in einer unglaub­lich anrĂŒh­ren­den Zartheit zu inszenieren.“

    Aus der Jury BegrĂŒndung der Filmbewertugsstelle – FBW:
    „Dabei ist MEMORY von ganz eige­ner, auch visu­el­ler Eleganz. Francos Film wirkt wie aus einem Guss. TatsĂ€chlich zeich­net Franco fĂŒr Regie, Buch und auch Schnitt ver­ant­wort­lich. Und auch die Kamera folgt dem Konzept des Films. Bis auf weni­ge intro­du­zie­ren­de Großaufnahmen zu Beginn, beschrĂ€nkt sich Francos Leib-und Magen-Kameramann Yves Cape maxi­mal auf Halbtotalen, die das Publikum Sylvia und Saul nie­mals zu nahe kom­men lĂ€sst. MEMORY nimmt sich Zeit und Raum fĂŒr die GefĂŒhle sei­ner Protagonisten, traut sich, psy­chi­sche Erkrankungen ernst zu neh­men, ver­liert sich aber nicht in RĂŒhrseligkeit. Dramaturgisch geschickt ist MEMORY von Anfang an unter­schwel­lig so span­nend ange­legt, dass die Jury kei­ne Sekunde hĂ€t­te ver­sĂ€u­men wol­len. In der Tat hat die Jury sel­ten ein an sich sper­ri­ges Thema mit so viel Eleganz, bild­li­cher Ästhetik und Dramaturgie so ĂŒber­zeu­gend fĂŒr die Leinwand insze­niert gesehen.“

    Memory
    Credits:


    US, MX 2023, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Michel Franco
    Kamera: Yves Cape
    Schnitt: Oscar Figueroa Jara, Michel Franco
    mit: Jessica Chastain, Peter Sarsgaard, Merritt Wever, Brooke Timber, Josh Charles

    Trailer:
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  • Ellbogen

    Ellbogen

    Ein Film von Aslı Özarslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Weißt du noch, was du wer­den woll­test, als du noch klein warst? Du woll­test Ärztin wer­den. Mama woll­te immer, dass du Arzthelferin wirst. Aber du woll­test Ärztin wer­den“, erzĂ€hlt Semra ein­mal zu ihrer klei­nen Schwester Hazal, um sie auf­zu­mun­tern. Die kĂŒh­le Antwort: „Ich woll­te nie Ärztin wer­den. Als ich klein war, woll­te ich Popstar wer­den.“ Ob Ärztin, Arzthelferin oder Popstar, bis dato kann die jun­ge Frau aus dem Wedding trotz vie­ler Bewerbungen ĂŒber­haupt kei­nen Beruf oder Ausbildungsplatz vor­wei­sen, nicht zu einer ein­zi­gen Vorstellung wur­de sie ein­ge­la­den. Das stresst und frus­triert, doch an ihrem 18. Geburtstag soll gefei­ert wer­den, dass es kracht, und der gemei­ne Alltag bleibt daheim. Mit den Freundinnen Elma, GĂŒl und Ebru zieht Hazel durch die Stadt, Höhepunkt soll der Besuch im cools­ten Club der Stadt sein, doch dort ist Schluss: kein Einlass, da zu auf­ge­bre­zelt. Die extre­me Wut ĂŒber die erneu­te ZurĂŒckweisung ent­lĂ€dt sich bei Hazel in einer Weise, dass sie als Ausweg nur noch die Flucht aus dem Land sieht, und so sitzt sie schon am nĂ€chs­ten Tag in dem ihr unbe­kann­ten Istanbul. Konnte sie in Berlin wegen ihrer tĂŒr­ki­schen Backgrounds nie rich­tig ankom­men, fin­det sie sich in der fĂŒr sie frem­den TĂŒrkei auch nicht zurecht.
    Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan (ihr Dokumentarfilm Dil Leyla war 2017 bei uns zu sehen), ver­filmt hier den gleich­na­mi­gen Roman von Fatma Aydemir kon­se­quent aus jun­ger, weib­li­cher, migran­ti­scher Perspektive. Die Protagonistin möch­te eigent­lich ein fĂŒr sie nor­ma­les Leben fĂŒh­ren, wehrt sich aber gegen alle ihr von ver­schie­de­nen Seiten zuge­schrie­be­nen Rollen, in Deutschland wie in der TĂŒrkei, und gerĂ€t so zwi­schen alle StĂŒhle. Mit grĂ¶ĂŸt­mög­li­cher PrĂ€zision und EinfĂŒhlung erzĂ€hlt Ellbogen die Geschichte eines der vie­len jun­gen Menschen, die aus der Gesellschaft ver­drĂ€ngt wer­den, die eigent­lich die ihre ist.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa GĂŒrer, Jale Arıkan, Haydar ƞahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

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  • The Beast

    The Beast

    Ein Film von Bertrand Bonello. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Schon ein­mal haben die Emotionen in den Untergang gefĂŒhrt; daher „rei­nigt“ die herr­schen­de KI die ihr die­nen­den Menschen. Gelassenheit soll wal­ten! Im Zuge der Prozedur erin­nert Gabrielle ihre vor­ma­li­gen Leben – 1910, 2014, 2044 –, vor allem aber: ihre gro­ße Liebe zu Louis, die sie nie wag­te sich zuzu­ge­ste­hen. KĂŒhl und ele­gant setzt Bonello sein epo­chen­que­ren­des, dabei das Unheimliche wie das Horrible strei­fen­de Science-Fiction-Melodram in Szene. WĂ€hrend Seydoux und MacKay, ein­ge­denk des Menschlichen und der ZĂ€rtlichkeit, derer es fĂ€hig ist, die inkri­mi­nier­ten GefĂŒhlswesen in ihr Recht set­zen. Und die Frage auf­wer­fen, wer hier eigent­lich die Bestie ist? (Alexandra Seitz)

    Credits:


    FR/CA 2023, 146 Min., engl./frz. OmU
    Regie: Bertrand Bonello

    Kamera: Josée Deshaies
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Léa Seydoux, George MacKay, Guslagie Malanda, Dasha Nekrasova, Martin Scali, Elina Löwensohn

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    The Beast (offi­zi­el­ler Trailer) – mit LĂ©a Seydoux & George MacKay
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly HĂŒbner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly HĂŒbner hat einen Film ĂŒber ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzĂ€hlt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und ĂŒber das Geheimnis, wie man ĂŒber 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub ĂŒber SO36, Lido, Admiralspalast zu grĂ¶ĂŸÂ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau fĂŒhr­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW ĂŒber­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    FĂŒr alle, die dabei waren, hĂ€t­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film ĂŒber uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly HĂŒbner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly HĂŒbner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

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    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt fĂŒr zuhause
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