Simón de la montaña

Ein Film von Federico Luis.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

Credits:

Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
Regie: Federico Luis
Kamera: Marcos Hastrup
Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

Trailer:
Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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Kategorie: Vorstellung

  • Simón de la montaña

    Simón de la montaña

    Ein Film von Federico Luis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

    In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis
    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

    Trailer:
    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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  • Mond

    Mond

    Ein Film von Kurdwin Ayub.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sarahs Karriere als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin geht zu Ende, statt in den Ring zu stei­gen, wird sie zukünf­tig Kinder trai­nie­ren. Ein plötz­li­ches Angebot aus Jordanien, die Töchter einer rei­chen Familie zu unter­rich­ten – MMA sei dort gera­de der letz­te Schrei – hört sich da sehr exo­tisch und ver­füh­re­risch an. Sarah sagt ja und packt ihre Sachen. Dort ange­kom­men, muss sie bald erken­nen, dass die Familie viel rei­cher ist als gedacht, und soviel Einfluss besitzt, dass man ihr im Hotel, wo sie unter­ge­bracht ist, nichts dar­über erzäh­len mag. Außerdem ist unschwer zu erken­nen, dass die drei jun­gen Frauen kein wirk­li­ches Interesse am Sport haben. Viel lie­ber sit­zen sie im Wohnzimmer, lackie­ren sich die Nägel und schau­en Soaps. Dabei ste­hen sie immer unter Aufsicht, auch bei gele­gent­li­chen Shopping-Ausflügen beglei­tet sie ein Bodyguard. Als auf­ge­klär­te Frau aus dem Westen denkt sich Sarah ihren Teil, und als sie gefragt wird, glaubt sie, Nour, Shaima und Fatima hel­fen zu kön­nen und zu müssen.

    Mir war wich­tig, dass das Publikum Sarah folgt und sich die­sel­ben Fragen stellt wie sie. Auch Sarah sieht nie das gan­ze Bild. Trotzdem bleibt die Frage, ob sie soli­da­risch agie­ren soll. Dieser Zweifel soll­te bis zum Ende bestehen. Mich hat dabei die Geschichte von Prinzessin Latifah, der Tochter des Königs von Dubai, inspi­riert. Sie ist mit ihrer fin­ni­schen Capoeira-Lehrerin geflüch­tet. Tatsächlich kam aber nicht die Prinzessin heil davon, son­dern die Europäerin. Das fand ich inter­es­sant und woll­te die­ses Gefühl in Mond wie­der­ge­ben: Wem glaubt man? Was ist wirk­lich pas­siert? Sind mei­ne eige­nen Vorurteile im Weg?” Kurdwin Ayub im ray-Magazin

    Nach Sonne ist dies der zwei­te Teil einer geplan­ten Trilogie der kur­disch-öster­rei­chi­schen Regisseurin Kurdwin Ayub, die dafür beim Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury aus­ge­zeich­net wurde.

    Credits:

    AT 2024, 93 Min, deutsch/arabisch/englische OmU
    Regie: Kurdwin Ayub
    Kamera: Klemens Hufnagl,
    Schnitt: Roland Stöttinger,

    mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Antwan, Nagham Abu Baker, u.a.

    Trailer:
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  • Köln 75

    Köln 75

    Ein Film von Ido Fluk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Köln 75 erzählt die wah­re Geschichte hin­ter einer der meist­ver­kauf­ten Jazzplatten aller Zeiten, dem „Köln Concert“ von Keith Jarrett aus dem Jahr 1975. Fast wäre das Konzert gar nicht zustan­de gekom­men, doch ein ent­schlos­se­ner deut­scher Teenager, die erst 18-jäh­ri­ge Vera Brandes, setz­te alle Hebel in Bewegung, um die Voraussetzungen für die Entstehung eines Meisterwerks zu schaf­fen. Vera, die noch zur Schule geht, als sie anfängt, in Köln Musikevents zu pro­du­zie­ren und zu pro­mo­ten, geht aufs Ganze, um die­ses Konzert auf die Bühne zu brin­gen. Es scheint, als stün­de alles gegen sie, doch Vera glaubt an die Kraft der Musik und hat noch nie jeman­den so spie­len sehen wie Keith Jarrett.

    Credits:

    DE/BE/PL 2024, 115 Min.,
    Regie: Ido Fluk
    Kamera: Jens Harant
    Schnitt: Anja Siemens
    mit Mala Emde, John Magaro, Michael Chernus, Alexander Scheer, Ulrich Tukur

    Trailer:
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  • Flow

    Flow

    Ein Film von Gints Zilbalodis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gerade noch im üppi­gen Grün des Waldes her­um­ge­streift, hat sich die Katze im Haus gemüt­lich zum Schlafen ein­ge­rollt, als sie ein sich nähern­des Rumoren wahr­nimmt – eine rie­si­ge Wasserwelle flu­tet das Land. Unsere Heldin kann sich knapp auf ein vor­bei­schwim­men­des Segelboot ret­ten. Nun glei­tet sie dahin über das Meer, durch Urwälder, an spit­zen Bergkegeln vor­bei, die aus dem Wasser ragen, an Städten, die wie unwirk­li­che rie­si­ge Paläste aus­se­hen, stets ange­spannt auf­merk­sam, mit einer Mischung aus Neugierde und Furcht.
    Genau wie Gints Zilbalodis, der hier erst­mals mit einem grö­ße­ren Team arbei­tet, muss sich die klei­ne schwar­ze Katze, die bis­her allei­ne leb­te, auf Kooperation ein­stel­len. Mit an Bord kom­men näm­lich eben­falls unfrei­wil­lig ein ver­spiel­ter und gei­zi­ger Lemur, ein schläf­ri­ges Wasserschwein, der immer freund­li­che Golden Retriever, und der ver­letz­te, hilfs­be­rei­te Sekretär. Zum Überleben der Katastrophe müs­sen die fünf sich zusam­men­rau­fen, denn stets und über­all lau­ert Gefahr.
    Das groß­ar­ti­ge an Flow ist, dass die­se Crew nicht ver­mensch­licht wird. Alle behal­ten ihre tie­ri­schen Eigenarten, die sie aller­dings auf der Fahrt modi­fi­zie­ren müs­sen. Die Katze wird muti­ger, der Hund vor­sich­ti­ger, der Lemur lernt zu tei­len, der ver­sto­ße­ne Sekretär über­nimmt die Führung. Nur das Wasserschwein bleibt phleg­ma­tisch wie eh und je.
    Flow ist ver­träumt, episch, bedroh­lich und wun­der­schön. Das Beste von allem ist, dass die Tiere Tiere sind, wort­los und haupt­säch­lich mit ihrer eige­nen Sicherheit und ihrer nächs­ten Mahlzeit beschäf­tigt. Dennoch sind sie gezwun­gen, mit­ein­an­der aus­zu­kom­men, und sie wer­den zu mehr als der Summe ihrer pel­zi­gen und gefie­der­ten Teile. … Der Regisseur die­ser magi­schen Fabel ist Gints Zilbalodis, ein 30-jäh­ri­ger let­ti­scher Animator. Möge Hollywood ihn nie­mals mit Angeboten für Reichtum und Fortsetzungen umwer­ben …“ Ty Burr | Washington Post

    Oscar für den bes­ten Animationsfilm 2025

    Credits:

    LV/FR/BE 2023, 84 Min., ohne Dialog
    Regie: Gints Zilbalodis

    Kamera: Léo Silly Pélissier
    Schnitt: Gints Zilbalodis

    Trailer:
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  • Simón de la montaña

    Simón de la montaña

    Ein Film von Federico Luis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

    In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis
    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

    Trailer:
    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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  • Mond

    Mond

    Ein Film von Kurdwin Ayub.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sarahs Karriere als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin geht zu Ende, statt in den Ring zu stei­gen, wird sie zukünf­tig Kinder trai­nie­ren. Ein plötz­li­ches Angebot aus Jordanien, die Töchter einer rei­chen Familie zu unter­rich­ten – MMA sei dort gera­de der letz­te Schrei – hört sich da sehr exo­tisch und ver­füh­re­risch an. Sarah sagt ja und packt ihre Sachen. Dort ange­kom­men, muss sie bald erken­nen, dass die Familie viel rei­cher ist als gedacht, und soviel Einfluss besitzt, dass man ihr im Hotel, wo sie unter­ge­bracht ist, nichts dar­über erzäh­len mag. Außerdem ist unschwer zu erken­nen, dass die drei jun­gen Frauen kein wirk­li­ches Interesse am Sport haben. Viel lie­ber sit­zen sie im Wohnzimmer, lackie­ren sich die Nägel und schau­en Soaps. Dabei ste­hen sie immer unter Aufsicht, auch bei gele­gent­li­chen Shopping-Ausflügen beglei­tet sie ein Bodyguard. Als auf­ge­klär­te Frau aus dem Westen denkt sich Sarah ihren Teil, und als sie gefragt wird, glaubt sie, Nour, Shaima und Fatima hel­fen zu kön­nen und zu müssen.

    Mir war wich­tig, dass das Publikum Sarah folgt und sich die­sel­ben Fragen stellt wie sie. Auch Sarah sieht nie das gan­ze Bild. Trotzdem bleibt die Frage, ob sie soli­da­risch agie­ren soll. Dieser Zweifel soll­te bis zum Ende bestehen. Mich hat dabei die Geschichte von Prinzessin Latifah, der Tochter des Königs von Dubai, inspi­riert. Sie ist mit ihrer fin­ni­schen Capoeira-Lehrerin geflüch­tet. Tatsächlich kam aber nicht die Prinzessin heil davon, son­dern die Europäerin. Das fand ich inter­es­sant und woll­te die­ses Gefühl in Mond wie­der­ge­ben: Wem glaubt man? Was ist wirk­lich pas­siert? Sind mei­ne eige­nen Vorurteile im Weg?” Kurdwin Ayub im ray-Magazin

    Nach Sonne ist dies der zwei­te Teil einer geplan­ten Trilogie der kur­disch-öster­rei­chi­schen Regisseurin Kurdwin Ayub, die dafür beim Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury aus­ge­zeich­net wurde.

    Credits:

    AT 2024, 93 Min, deutsch/arabisch/englische OmU
    Regie: Kurdwin Ayub
    Kamera: Klemens Hufnagl,
    Schnitt: Roland Stöttinger,

    mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Antwan, Nagham Abu Baker, u.a.

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  • Köln 75

    Köln 75

    Ein Film von Ido Fluk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Köln 75 erzählt die wah­re Geschichte hin­ter einer der meist­ver­kauf­ten Jazzplatten aller Zeiten, dem „Köln Concert“ von Keith Jarrett aus dem Jahr 1975. Fast wäre das Konzert gar nicht zustan­de gekom­men, doch ein ent­schlos­se­ner deut­scher Teenager, die erst 18-jäh­ri­ge Vera Brandes, setz­te alle Hebel in Bewegung, um die Voraussetzungen für die Entstehung eines Meisterwerks zu schaf­fen. Vera, die noch zur Schule geht, als sie anfängt, in Köln Musikevents zu pro­du­zie­ren und zu pro­mo­ten, geht aufs Ganze, um die­ses Konzert auf die Bühne zu brin­gen. Es scheint, als stün­de alles gegen sie, doch Vera glaubt an die Kraft der Musik und hat noch nie jeman­den so spie­len sehen wie Keith Jarrett.

    Credits:

    DE/BE/PL 2024, 115 Min.,
    Regie: Ido Fluk
    Kamera: Jens Harant
    Schnitt: Anja Siemens
    mit Mala Emde, John Magaro, Michael Chernus, Alexander Scheer, Ulrich Tukur

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  • Flow

    Flow

    Ein Film von Gints Zilbalodis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gerade noch im üppi­gen Grün des Waldes her­um­ge­streift, hat sich die Katze im Haus gemüt­lich zum Schlafen ein­ge­rollt, als sie ein sich nähern­des Rumoren wahr­nimmt – eine rie­si­ge Wasserwelle flu­tet das Land. Unsere Heldin kann sich knapp auf ein vor­bei­schwim­men­des Segelboot ret­ten. Nun glei­tet sie dahin über das Meer, durch Urwälder, an spit­zen Bergkegeln vor­bei, die aus dem Wasser ragen, an Städten, die wie unwirk­li­che rie­si­ge Paläste aus­se­hen, stets ange­spannt auf­merk­sam, mit einer Mischung aus Neugierde und Furcht.
    Genau wie Gints Zilbalodis, der hier erst­mals mit einem grö­ße­ren Team arbei­tet, muss sich die klei­ne schwar­ze Katze, die bis­her allei­ne leb­te, auf Kooperation ein­stel­len. Mit an Bord kom­men näm­lich eben­falls unfrei­wil­lig ein ver­spiel­ter und gei­zi­ger Lemur, ein schläf­ri­ges Wasserschwein, der immer freund­li­che Golden Retriever, und der ver­letz­te, hilfs­be­rei­te Sekretär. Zum Überleben der Katastrophe müs­sen die fünf sich zusam­men­rau­fen, denn stets und über­all lau­ert Gefahr.
    Das groß­ar­ti­ge an Flow ist, dass die­se Crew nicht ver­mensch­licht wird. Alle behal­ten ihre tie­ri­schen Eigenarten, die sie aller­dings auf der Fahrt modi­fi­zie­ren müs­sen. Die Katze wird muti­ger, der Hund vor­sich­ti­ger, der Lemur lernt zu tei­len, der ver­sto­ße­ne Sekretär über­nimmt die Führung. Nur das Wasserschwein bleibt phleg­ma­tisch wie eh und je.
    Flow ist ver­träumt, episch, bedroh­lich und wun­der­schön. Das Beste von allem ist, dass die Tiere Tiere sind, wort­los und haupt­säch­lich mit ihrer eige­nen Sicherheit und ihrer nächs­ten Mahlzeit beschäf­tigt. Dennoch sind sie gezwun­gen, mit­ein­an­der aus­zu­kom­men, und sie wer­den zu mehr als der Summe ihrer pel­zi­gen und gefie­der­ten Teile. … Der Regisseur die­ser magi­schen Fabel ist Gints Zilbalodis, ein 30-jäh­ri­ger let­ti­scher Animator. Möge Hollywood ihn nie­mals mit Angeboten für Reichtum und Fortsetzungen umwer­ben …“ Ty Burr | Washington Post

    Oscar für den bes­ten Animationsfilm 2025

    Credits:

    LV/FR/BE 2023, 84 Min., ohne Dialog
    Regie: Gints Zilbalodis

    Kamera: Léo Silly Pélissier
    Schnitt: Gints Zilbalodis

    Trailer:
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  • Simón de la montaña

    Simón de la montaña

    Ein Film von Federico Luis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

    In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis
    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

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    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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  • Mond

    Mond

    Ein Film von Kurdwin Ayub.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sarahs Karriere als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin geht zu Ende, statt in den Ring zu stei­gen, wird sie zukünf­tig Kinder trai­nie­ren. Ein plötz­li­ches Angebot aus Jordanien, die Töchter einer rei­chen Familie zu unter­rich­ten – MMA sei dort gera­de der letz­te Schrei – hört sich da sehr exo­tisch und ver­füh­re­risch an. Sarah sagt ja und packt ihre Sachen. Dort ange­kom­men, muss sie bald erken­nen, dass die Familie viel rei­cher ist als gedacht, und soviel Einfluss besitzt, dass man ihr im Hotel, wo sie unter­ge­bracht ist, nichts dar­über erzäh­len mag. Außerdem ist unschwer zu erken­nen, dass die drei jun­gen Frauen kein wirk­li­ches Interesse am Sport haben. Viel lie­ber sit­zen sie im Wohnzimmer, lackie­ren sich die Nägel und schau­en Soaps. Dabei ste­hen sie immer unter Aufsicht, auch bei gele­gent­li­chen Shopping-Ausflügen beglei­tet sie ein Bodyguard. Als auf­ge­klär­te Frau aus dem Westen denkt sich Sarah ihren Teil, und als sie gefragt wird, glaubt sie, Nour, Shaima und Fatima hel­fen zu kön­nen und zu müssen.

    Mir war wich­tig, dass das Publikum Sarah folgt und sich die­sel­ben Fragen stellt wie sie. Auch Sarah sieht nie das gan­ze Bild. Trotzdem bleibt die Frage, ob sie soli­da­risch agie­ren soll. Dieser Zweifel soll­te bis zum Ende bestehen. Mich hat dabei die Geschichte von Prinzessin Latifah, der Tochter des Königs von Dubai, inspi­riert. Sie ist mit ihrer fin­ni­schen Capoeira-Lehrerin geflüch­tet. Tatsächlich kam aber nicht die Prinzessin heil davon, son­dern die Europäerin. Das fand ich inter­es­sant und woll­te die­ses Gefühl in Mond wie­der­ge­ben: Wem glaubt man? Was ist wirk­lich pas­siert? Sind mei­ne eige­nen Vorurteile im Weg?” Kurdwin Ayub im ray-Magazin

    Nach Sonne ist dies der zwei­te Teil einer geplan­ten Trilogie der kur­disch-öster­rei­chi­schen Regisseurin Kurdwin Ayub, die dafür beim Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury aus­ge­zeich­net wurde.

    Credits:

    AT 2024, 93 Min, deutsch/arabisch/englische OmU
    Regie: Kurdwin Ayub
    Kamera: Klemens Hufnagl,
    Schnitt: Roland Stöttinger,

    mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Antwan, Nagham Abu Baker, u.a.

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