[:de]Die jüngste Tochter[:]

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Ein Film von Hafsia Herzi. 

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Zu Hause, in den Augen ihrer mus­li­mi­schen Familie, ist die 19-jäh­ri­ge Fatima eine gute Tochter: Sie betet, hat Bestnoten und ein ent­spann­tes Verhältnis zu ihren Eltern und den bei­den älte­ren Schwestern. In der Schule aber raucht sie (obwohl sie Asthma hat) und hängt mit den größ­ten Rabauken ab. Bei den homo­pho­ben Sprüchen ihrer Kumpels ist sie still – obwohl sie selbst längst weiß, dass sie wahr­schein­lich les­bisch ist. Nachdem sich Fatima per Dating-App zum ers­ten Mal mit ande­ren Frauen trifft und dabei Ji-Na (Park Min-ji) ken­nen­lernt, beginnt für sie der lan­ge, stei­ni­ge Weg raus aus dem „Schrank“, der bei Fatima eher ein Kokon ist.

Regisseurin Hafsia Herzis zwei­ter Langfilm DIE JÜNGSTE TOCHTER (frz. La peti­te der­niè­re) basiert auf dem gleich­na­mi­gen auto­fik­tio­na­len Roman der alge­risch-fran­zö­si­schen Autorin Fatima Daas. Die Heldin des Films ist in kei­ner Welt rich­tig zu Hause, wächst auf inmit­ten unauf­lös­ba­rer Widersprüche. So ver­schlos­sen ist sie, dass sie selbst die Zuschauenden stets auf Distanz hält und es ihnen schwer macht, einen rich­ti­gen Zugang zu ihr zu fin­den. Sie lügt ihre Dates und Freund*innen an und hat auf Schritt und Tritt Angst, ent­tarnt zu wer­den. Im Sommer mit ihrer ers­ten gro­ßen Liebe, der im gemein­sa­men Besuch einer CSD-Veranstaltung mün­det, blüht sie erst­mals auf, doch das Glück ist nicht von Dauer.

Herzi erzählt ellip­tisch und in scharf kon­tu­rier­ten Sequenzen von Fatimas Selbstfindung. Der Film ist gespickt mit her­aus­ra­gen­den fil­mi­schen Momenten: das Gespräch mit dem Imam etwa, der ihr vor­be­tet, war­um ihre dis­pa­ra­ten Lebenswelten sich nie ver­ein­ba­ren las­sen wer­den, oder der Versuch, sich gegen­über ihrer lie­be­vol­len Mutter zu outen. Schön, dass die­se Geschichte für ihr les­bi­sches Liebespaar nicht nur Tragik, son­dern auch ein Quäntchen Hoffnung bereithält.

Eva Szulkowsk | indiekino

Interview mit Hafsia Herzi

Credits:

La peti­te der­niè­re
DE/FR 2025, 106 Min., Französisch, Arabisch OmU
Regie: Hafsia Herzi
Kamera: Jérémie Attard
Schnitt: Géraldine Mangenot
mit Nadia Melliti, Ji-Min Park, Aloïse Sauvage, Nemo Schiffman, Sophie Garagnon

Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

Trailer:
DIE JÜNGSTE TOCHTER | Trailer OmU | Jetzt im Kino!
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A film by Hafsia Herzi. In French and Arabic with German subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Fatima, 17, the youn­gest of three daugh­ters, treads careful­ly as she sear­ches for her own path, grap­pling with emer­ging desi­res, her attrac­tion to women, and her loyal­ty to her caring French-Algerian fami­ly. Starting uni­ver­si­ty in Paris, she dates, makes fri­ends, and explo­res a who­le new world, all while con­fron­ting a tim­e­l­ess and heart­ren­ding dilem­ma: How can one stay true to ones­elf when recon­ci­ling dif­fe­rent parts of one’s iden­ti­ty feels impossible?

Credits:

La peti­te der­niè­re
DE/FR 2025, 106 Min., Französisch, Arabisch OmU
Regie: Hafsia Herzi
Kamera: Jérémie Attard
Schnitt: Géraldine Mangenot
mit Nadia Melliti, Ji-Min Park, Aloïse Sauvage, Nemo Schiffman, Sophie Garagnon

Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

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