[:de]Ein Film von Clair Denis.
Roland Barthes‘ Buch „Fragmente einer Sprache der Liebe“ ist der Ausgangspunkt, von dem aus Claire Denis gemeinsam mit Christine Angot das Drehbuch entwickelte für diesen eigensinnigen Film, der die immergleichen und immer noch offenen Fragen über die Liebe umkreist. Im Mittelpunkt steht die Malerin Isabelle, gespielt von Juliette Binoche mit einer Natürlichkeit und Offenheit, die für sie einnimmt, obwohl Isabelles Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichsten Männern gelegentlich nervenaufreibend sind. Ein Egozentriker, ein sehr Sensibler, ein Arbeiter, ein Künstlerkollege, ein Ex-Mann – Isabelle lebt mit ihnen die unterschiedlichsten Arten der Liebe durch, und alle bemühen sich dabei, verbal zu fassen zu kriegen, was das jetzt ist, was man da zusammen hat. Auf der Suche nach dem vermeintlich Richtigen schlittert Isabelle auf verschlungenen Gefühlswegen, häuft dabei mehr Fragen als Antworten an, bis die Liebe ein einziges, großes Rätsel ist.
„Man darf diesen Film durchaus autobiographisch verstehen, als Reflexion einer Regisseurin, die im Lauf ihrer 71 Jahre viel erlebt, viel gelebt hat. In Juliette Binoche hat sie ein ideales Alter Ego gefunden, die hier eine bemerkenswert natürliche Darstellung abliefert, frei von der Affektiertheit, die sie oft begleitet, vielleicht auch befreit von den Zwängen eines narrativen Konstrukts, ganz offen und auch ungeschützt. Zusammen stellen Binoche und Denis grundlegende Fragen über das Verhältnis von Frauen und Männern in unserer Zeit, über Klischees, Konventionen und den schwierigen Versuch, aus bekannten, auch überkommenen Mustern auszubrechen.”
Michael Meyns
Credits:
OT: Un Beau Soleil Intérieur
Frankreich 2017, 94 Min., frz. OmU
Regie: [wikilink]Claire Denis[/wikilink]
Kamera: [wikilink]Agnes Godard[/wikilink]
Schnitt: Guy Lecorne
Darsteller: [wikilink]Juliette Binoche[/wikilink], Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle
This drama (if that is the correct word) features Isabelle, a divorced artist in paris. She is now single, lives alone, and unable to decide if searching for the One is an urgent priority or a fatuity which is preventing her from enjoying life and experiencing pleasure. She has lovers and these liaisons are dangerous in that they don’t seem to provide the satisfaction they ought.
All the romance, the eroticism, the exquisite dissatisfaction of not knowing how or whether to be in love, is all dispersed into talking and debate and the intellectual interplay of ideas. Of course that may sound like an un-sexy ordeal and very French. And in blackest of black comic senses that is precisely what it is. The talk’s comic content is mostly without the easy laughs and obvious comic beats of, say, Woody Allen or Noah Baumbach. But there are big, genuine laughs here, too: chiefly when Isabelle explodes with rage at an artists’ rustic retreat when one of her contemporaries gives vent to an insufferable discourse on his relationship to the countryside. (Peter Bradshaw)
Credits:
OT: Un Beau Soleil Intérieur
Frankreich 2017, 94 Min., frz. OmU
Regie: [wikilink]Claire Denis[/wikilink]
Kamera: [wikilink]Agnes Godard[/wikilink]
Schnitt: Guy Lecorne
Darsteller: [wikilink]Juliette Binoche[/wikilink], Xavier Beauvois, Philippe Katerine, Paul Blain, Gérard Depardieu, Nicolas Duvauchelle
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