Im Haus meiner Eltern

Ein Film von Tim Ellrich. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Vor ein paar Jahren hat­ten wir die Freude, den viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Dokumentarfilm Mein Vietnam von Thi Hien Mai und Tim Ellrich inner­halb unse­rer Reihe „Dok-Termin“ vor­stel­len zu dür­fen, einen sehr per­sön­li­cher Einblick in das Leben der Eltern der Regisseurin. In sei­nem Spielfilm-Debüt schil­dert Ko- Regisseur Tim Ellrich jetzt eben­falls eine Geschichte aus sei­ner nächs­ten Familie. Holle, eso­te­ri­sche Therapeutin, Tochter und Schwester, muss sich als ein­zi­ge um ihren Bruder Sven küm­mern, bei dem vor vie­len Jahren Schizophrenie dia­gnos­ti­ziert wur­de. Er ver­wei­ger­te jede Behandlung und lebt seit­her zurück­ge­zo­gen auf dem Dachboden im Haus der Eltern, die sich all­mäh­lich, mit zuneh­men­dem Alter, von ihm über­for­dert füh­len. Als ihre Mutter ins Krankenhaus kommt, ver­bringt Holle immer mehr Zeit mit Sven und beim Vater, und ver­nach­läs­sigt ihre eige­ne Beziehung dabei sträf­lich.
»Die mar­kan­te for­ma­le Gestaltung von Im Haus mei­ner Eltern schiebt der all­zu direk­ten Deutung als auto­bio­gra­fi­sche Nabelschau einen Riegel vor. Mit Schwarz-weiß-Bildern und einem schma­len Bildformat ver­leiht Ellrich der Geschichte einen uni­ver­sel­len Charakter. … Das ein­drucks­volls­te Element des stil­len Dramas ist die Darstellung des psy­chisch erkrank­ten Sven. Fernab kli­schee­haf­ter Darstellungen von Schizophrenie zeigt Ellrich die Erkrankung als Rückzug ins Innere, womit eine Auflösung für die ande­ren ver­bun­den ist.“ Christian Horn | FilmDienst
Das gran­di­os gespiel­te und stren­gem schwarz-weiß gehal­te­ne Familiendrama wur­de in IFF Rotterdam mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

Credits:

DE 2025, 95 Min,
Regie: Tim Ellrich
Kamera: Konstantin Pape
Schnitt: Tobias Wilhelmer
mit: Jenny Schily, Ursula Werner, Manfred Zapatka und Jens Brock 

Trailer:
Im Haus mei­ner Eltern – trai­ler | IFFR 2025
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A film by Tim Ellrich. In German.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

A the­ra­pist who­se inte­rests lie in alter­na­ti­ve ways to help the sick and infirm is forced to balan­ce the demands of her pro­fes­sio­nal life with tho­se of her age­ing par­ents and older brot­her, in Tim Ellrich’s sen­si­ti­ve but uncom­pro­mi­sing drama.

Holle works as a spi­ri­tu­al hea­ler, ten­ding to cli­ents with serious ill­nesses and chro­nic con­di­ti­ons. One of four siblings, she devo­tes much of her time to caring for her age­ing par­ents, a com­mit­ment that strains her rela­ti­onship with her part­ner. When her mother suf­fers a fall and is hos­pi­ta­li­sed, Holle faces moun­ting chal­lenges, par­ti­cu­lar­ly in rela­ti­on to her brot­her Sven, who has schi­zo­phre­nia and has lived a secluded life in their par­ents’ attic for years.

Inspired by film­ma­ker Tim Ellrich’s own fami­ly expe­ri­en­ces and shot on loca­ti­on at his child­hood home, Im Haus mei­ner Eltern is an incisi­ve explo­ra­ti­on of the toll care­gi­ving takes on fami­lies. Filmed in stark black and white, its visu­als cap­tu­re both the exhaus­ti­on of care­gi­ving and the claus­tro­pho­bia of lives bound by duty. Ellrich avo­ids easy judgments, ins­tead offe­ring a thoughtful reflec­tion on how socie­ty tre­ats the elder­ly and infirm and the fric­tion the­se respon­si­bi­li­ties crea­te within fami­lies – from tho­se who should­er the bur­den to tho­se who keep their distance. With empa­thy and an under­sta­ted approach, Im Haus mei­ner Eltern, exami­nes the uns­po­ken ten­si­ons and quiet sacri­fices that defi­ne fami­ly life under pressure.

Vanja Kaludjercic

Credits:

DE 2025, 95 Min,
Regie: Tim Ellrich
Kamera: Konstantin Pape
Schnitt: Tobias Wilhelmer
mit: Jenny Schily, Ursula Werner, Manfred Zapatka und Jens Brock 

Trailer:
Im Haus mei­ner Eltern – trai­ler | IFFR 2025
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