Ein Film von Franz Müller.
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13 Jahre nach Die Liebe der Kinder nimmt Franz Müller den Faden wieder auf und inszeniert mit dem Gros des damaligen Personals eine Fortsetzung, die aber für sich steht. Der Einblick in das Leben einer Frau, die was erreichen will, die sich bemüht und es kurz auch schafft, ist zugleich ein Blick in eine Falle, die man getrost Neoliberalismus nennen kann.
Für die 30-jährige Mira läuft es gut: ein liebevoller Mann, zwei Kinder und jetzt auch noch eine eigene Supermarktfiliale. Den nötigen Startkredit gewährt ihr Robert, der Ex-Partner ihrer Mutter – zinslos. Aber noch in derselben Nacht „investiert“ Miras Mann Tarek das Geld in einen Kryptofonds und fällt einem Betrug zum Opfer. Mira bringt es nicht über sich, Robert davon zu erzählen. Eine Halbwahrheit zieht die nächste Lüge nach sich, und dann stellt sich auch noch heraus, dass der für seinen vermeintlich großzügigen Kredit Gegenleistungen erwartet: Miras Kinder sollen seiner tiefreligiöser Frau zuliebe getauft werden. Davon wiederum darf Tarek nichts erfahren. Ihrer bildungsbürgerlichen Mutter kann Mira sich auch nicht anvertrauen. Die ist der Meinung, dass ihre Tochter sich mit ihrer Berufswahl und der Ehe mit dem ehemaligen Rapper „nach unten orientiert“. Präzise, mit Empathie und viel lakonischem Humor führt der Film seine Protagonistin dem unvermeidlichen Knall zu – und vielleicht der Erlösung?



Credits:
DE 2025, 104 Min., deutsche OmeU
Regie: Franz Müller
Kamera: Julia Daschner
Schnitt: Stefan Stabenow
mit: Katharina Derr, Alex Brendemühl, Leonidas Emre Pakkan, Lana Cooper
Trailer:
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