Wohin der Wind uns trägt

Ein Film von Amel Guellaty. Ab 16.4. im fsk.

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Die quir­li­ge Alyssa und der zurück­hal­ten­de Mehdi, bei­de um die zwan­zig, sind bes­te Freunde mit gros­sen Träumen: Sie will im Ausland durch­star­ten, er als Zeichner in Tunesien Fuss fas­sen. Als sie von einem Kunstwettbewerb auf Djerba erfah­ren, beginnt ein Roadtrip, der ihr Leben ver­än­dern könnte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine inni­ge Freundschaft. Die 19-jäh­ri­ge Alyssa muss sich neben ihren schu­li­schen Verpflichtungen um ihre klei­ne Schwester und die kran­ke Mutter küm­mern. Sie ist eine Rebellin und möch­te der Enge in Tunis ent­flie­hen. Mehdi ist zurück­hal­tend und bewirbt sich mehr schlecht als recht auf IT-Jobs, hofft aber ins­ge­heim, eines Tages von sei­ner Zeichenkunst leben zu kön­nen. Als die bei­den von einem Kunstwettbewerb erfah­ren, bei dem ein Atelieraufenthalt in Deutschland als Hauptpreis winkt, bekom­men ihre Träume Flügel. Doch schon das Beschaffen eines Fahrzeugs bedarf Alyssas Kühnheit, und ehe Mehdi sich ver­sieht, sind sie unter­wegs durch ein unbe­kann­tes Tunesien, das eben­so fas­zi­nie­rend wie gesell­schaft­lich erdrü­ckend ist.

Mit spie­le­ri­scher Leichtigkeit erzählt Amel Guellaty in ihrem Langfilmdebüt vom Elan einer Generation, die das ent­täu­schen­de Erbe des Arabischen Frühlings mit Fantasie, Humor und Improvisationstalent antritt. Mehdis Zeichnungen erwa­chen dezent zum Leben, Alyssas Vorstellungskraft sorgt für fei­ne, sur­rea­le Tupfer und ara­bi­sche Indie-Musik trägt das Filmpaar durch die Landschaft. Es ent­steht das Porträt einer auf­ge­schlos­se­nen Jugend, die wie über­all auf der Welt ihr eige­nes Potenzial ent­de­cken muss, das manch­mal greif­bar nah liegt.

Credits:

TN/FR 2025, 99 Min., Arabisch-fran­zö­si­sche OmU
Regie: Amel Guellaty
Kamera: Frida Marzouk
Schnitt: Amel Guellaty, Ghalya Lacroix, Malek Kammoun
mit:  Eya Bellagha, Slim Baccar, Maya Blouza, Firas Khoury

Trailer:
Trailer „Wohin der Wind uns trägt”
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