Ein Film von Dag Johan Haugerud.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
Am stärksten im Fokus steht das freundliche Verwischen von Grenzen zwischen den Identitäten und Orientierungen im Film Sehnsucht / Sex. Es ist zugleich der lustigste Teil der Trilogie. Der Film startet mit Aufnahmen vom Osloer Umland: Auffahrtstraßen, Industriegebiet, im Gemeindeschwimmbad ziehen Menschen ihre Bahnen. Dann beginnt ein namenloser Mann , Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vierzig, von seinem verwirrenden Traum zu erzählen – einfach so, beim Mittagessen im Pausenraum.
David Bowie und er, erzählt der Mann, seien sich in seinem Traum in einer Toilette begegnet, und Bowie hätte ihn gemustert, als wäre er, der Schornsteinfeger, eine Frau. Die Blicke seien nicht abwertend gewesen, einfach nur anders. Nein, eigentlich sogar angenehm.
Sein bester Freund, ebenfalls Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vierzig, hört ihm aufmerksam und verständnisvoll zu. Dann erzählt er, wie ihm jüngst ein Klient nach getaner Arbeit Zeichen gegeben habe, an ihm interessiert zu sein. Erst habe er gezögert, dann hätten sie Sex gehabt. »Wie er mich angesehen hat, das habe ich noch nie erlebt«, sagt der Freund. »Als hätte er Lust auf mich. Regelrecht schamlos.«
Später erzählt der Freund auch seiner Ehefrau von dem Sex. Sein Argument: Gerade weil es mit einem Mann gewesen sei und er ganz offen darüber spreche, habe er sie nicht betrogen. Doch das sieht die Ehefrau ganz anders….“
Hannah Pilarczyk | Der Spiegel
Und natürlich besteht auch hier viel Gesprächsbedarf.



Credits:
OT: Sex
DE 2023, 90 Min., norw. OmU
Regie: Dag Johan Haugerud
Kamera: Cecilie Semec
Schnitt: Jens Christian Fodstad
mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen
Trailer:
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[:en]
A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.
[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]
Two chimney sweeps living in monogamous, heterosexual marriages both end up in situations that challenge their views on sexuality and gender roles. One has a sexual encounter with another man, without himself experiencing it either as an expression of homosexual longings or infidelity. The other suddenly experiences nocturnal dreams in which he is seen as a woman. This confuses and disturbs him. He begins to wonder to what extent the gaze of others shapes his personality and whether there are aspects of himself that he has suppressed, thereby limiting himself.
In Dag Johan Haugerud’s Sex, the chimney is swept before we get down to business. Whether hetero or homo, witty wordplay challenges normative images of men and society in modern urban Norway.



Credits:
OT: Sex
DE 2023, 90 Min., norw. OmU
Regie: Dag Johan Haugerud
Kamera: Cecilie Semec
Schnitt: Jens Christian Fodstad
mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen
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