Pod wulkanem / Under The Volcano / Unter dem Vulkan

filmPOLSKA – Under The Volcano

Pod wul­ka­nem / Under The Volcano / Unter dem Vulkan

[Tickets]

PL 2024
R: Damian Kocur
105 min, OmdU
B: Damian Kocur & Marta Konarzewska
K: Nikita Kuzmenko
S: Alan Zejer
D: Sofiia Berezovska, Anastasia Karpenko, Roman Lutskyi, Fedir Pugachov u. a.
Eine Patchwork-Familie aus der ukrai­ni­schen Hauptstadt Kyiw macht Urlaub auf Teneriffa. Kurz vor der Heimreise erreicht sie die Nachricht, dass zu Hause Krieg ist, ihr Flug wur­de gecan­celt. Auf den ers­ten Blick ist die Familie im Paradies gestran­det. Sie darf sogar kos­ten­los im Hotel blei­ben. Aber nie­mand kann fröh­lich Urlaub machen, wenn die Heimatstadt bom­bar­diert wird und Verwandte und Freunde in einem Zug nach Westen oder im Bunker sit­zen. Wie wird es wei­ter­ge­hen? Warum inter­es­siert sich hier eigent­lich kein Mensch dafür, was in Osteuropa pas­siert? Sollen sie heim­keh­ren oder blei­ben?
Über die­se Fragen und über aller­lei Kleinigkeiten gera­ten die Eltern immer wie­der in Streit. Währenddessen kap­selt sich die 15-jäh­ri­ge Tochter zuneh­mend ab und geht ihren eige­nen Weg. Über der Szenerie thront der ruhen­de Vulkan Pico del Teide. Er ver­deut­licht einer­seits, wie weit ent­fernt vom Grauen die Familie schein­bar (noch) ist, und sym­bo­li­siert ande­rer­seits, wie sehr es unter der Oberfläche mit Sonne, Strand und Straßenfesten bro­delt.
Wie bereits in sei­nem Debüt „Chleb i sól / Brot und Salz“ erzählt Damian Kocur
hoch­kon­zen­triert und mit doku­men­ta­ri­schem Duktus in bei­läu­fi­gen Szenen ohne Übergänge, Kunstlicht und auf­wän­di­ge Effekte eine Geschichte über Menschen wie du und ich, die durch ihre Alltäglichkeit unter die Haut geht. [Rainer Mende]
Vorführungen in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus

11.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Damian Kocur

wei­te­re filmPOLSKA Termine:

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UNDER THE VOLCANO by Damian Kocur (2024) – TRAILER

Kategorie: filmpolska

  • filmPOLSKA – Under The Volcano

    filmPOLSKA – Under The Volcano

    Pod wul­ka­nem / Under The Volcano / Unter dem Vulkan

    [Tickets]

    PL 2024
    R: Damian Kocur
    105 min, OmdU
    B: Damian Kocur & Marta Konarzewska
    K: Nikita Kuzmenko
    S: Alan Zejer
    D: Sofiia Berezovska, Anastasia Karpenko, Roman Lutskyi, Fedir Pugachov u. a.
    Eine Patchwork-Familie aus der ukrai­ni­schen Hauptstadt Kyiw macht Urlaub auf Teneriffa. Kurz vor der Heimreise erreicht sie die Nachricht, dass zu Hause Krieg ist, ihr Flug wur­de gecan­celt. Auf den ers­ten Blick ist die Familie im Paradies gestran­det. Sie darf sogar kos­ten­los im Hotel blei­ben. Aber nie­mand kann fröh­lich Urlaub machen, wenn die Heimatstadt bom­bar­diert wird und Verwandte und Freunde in einem Zug nach Westen oder im Bunker sit­zen. Wie wird es wei­ter­ge­hen? Warum inter­es­siert sich hier eigent­lich kein Mensch dafür, was in Osteuropa pas­siert? Sollen sie heim­keh­ren oder blei­ben?
    Über die­se Fragen und über aller­lei Kleinigkeiten gera­ten die Eltern immer wie­der in Streit. Währenddessen kap­selt sich die 15-jäh­ri­ge Tochter zuneh­mend ab und geht ihren eige­nen Weg. Über der Szenerie thront der ruhen­de Vulkan Pico del Teide. Er ver­deut­licht einer­seits, wie weit ent­fernt vom Grauen die Familie schein­bar (noch) ist, und sym­bo­li­siert ande­rer­seits, wie sehr es unter der Oberfläche mit Sonne, Strand und Straßenfesten bro­delt.
    Wie bereits in sei­nem Debüt „Chleb i sól / Brot und Salz“ erzählt Damian Kocur
    hoch­kon­zen­triert und mit doku­men­ta­ri­schem Duktus in bei­läu­fi­gen Szenen ohne Übergänge, Kunstlicht und auf­wän­di­ge Effekte eine Geschichte über Menschen wie du und ich, die durch ihre Alltäglichkeit unter die Haut geht. [Rainer Mende]
    Vorführungen in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus

    11.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Damian Kocur

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    UNDER THE VOLCANO by Damian Kocur (2024) – TRAILER
  • filmPOLSKA reloaded – Glorious Summer

    filmPOLSKA reloaded – Glorious Summer

    [Tickets]

    PL 2025
    R/B: Helena Ganjalyan & Bartosz Szpak
    89 min, OmeU
    K: Tomasz Woźniczka
    S: Alan Zejer
    M: Bartosz Szpak
    D: Magdalena Fejdasz-Hanczewska, Helena Ganjalyan, Daniela Komędera, Weronika
    Humaj u. a.

    Irgendwo im Nirgendwo, jen­seits von Raum und Zeit, brö­ckelt ein Schloss vor sich hin. Es hat nur drei Bewohnerinnen, die bei per­ma­nent som­mer­li­chem Wetter in leich­te Bekleidung und blen­den­des Licht gehüllt ein auf den ers­ten Blick sorg­lo­ses Leben füh­ren. Doch da ist noch etwas. Eine Stimme, die aus jedem Winkel des Hauses den Takt angibt – sie erklärt, wie gut es die Mädchen haben, wäh­rend die­se regel­mä­ßig Rechenschaft able­gen müs­sen.
    Aber in den weni­gen Momenten, in denen sich die jun­gen Frauen unbe­ob­ach­tet füh­len, üben sie für den Ernstfall – für den Moment, in dem sie die­sen Ort ver­las­sen. Denn trotz aller Idylle ist nicht ersicht­lich, ob es sich um das Paradies oder ein streng kon­trol­lier­tes Gefängnis han­delt – Gehirnwäsche inklu­si­ve.
    In for­mal redu­zier­ten, erst nach und nach ihre Geheimnisse preis­ge­ben­den Szenen kippt die schein­ba­re Utopie lang­sam in eine Dystopie und ent­wi­ckelt sich damit zur Parabel über Zuckerbrot und Peitsche, Methoden der Bestrafung und die sub­ti­le Installation eines tota­li­tä­ren Apparats. [Rainer Mende]

    GLORIOUS SUMMER | offi­ci­al inter­na­tio­nal trai­ler | ofic­jal­ny trai­ler międzynarodowy
  • filmPOLSKA – Glorious Summer

    filmPOLSKA – Glorious Summer

    [Tickets]

    PL 2025
    R/B: Helena Ganjalyan & Bartosz Szpak
    89 min, OmeU
    K: Tomasz Woźniczka
    S: Alan Zejer
    M: Bartosz Szpak
    D: Magdalena Fejdasz-Hanczewska, Helena Ganjalyan, Daniela Komędera, Weronika
    Humaj u. a.

    Irgendwo im Nirgendwo, jen­seits von Raum und Zeit, brö­ckelt ein Schloss vor sich hin. Es hat nur drei Bewohnerinnen, die bei per­ma­nent som­mer­li­chem Wetter in leich­te Bekleidung und blen­den­des Licht gehüllt ein auf den ers­ten Blick sorg­lo­ses Leben füh­ren. Doch da ist noch etwas. Eine Stimme, die aus jedem Winkel des Hauses den Takt angibt – sie erklärt, wie gut es die Mädchen haben, wäh­rend die­se regel­mä­ßig Rechenschaft able­gen müs­sen.
    Aber in den weni­gen Momenten, in denen sich die jun­gen Frauen unbe­ob­ach­tet füh­len, üben sie für den Ernstfall – für den Moment, in dem sie die­sen Ort ver­las­sen. Denn trotz aller Idylle ist nicht ersicht­lich, ob es sich um das Paradies oder ein streng kon­trol­lier­tes Gefängnis han­delt – Gehirnwäsche inklu­si­ve.
    In for­mal redu­zier­ten, erst nach und nach ihre Geheimnisse preis­ge­ben­den Szenen kippt die schein­ba­re Utopie lang­sam in eine Dystopie und ent­wi­ckelt sich damit zur Parabel über Zuckerbrot und Peitsche, Methoden der Bestrafung und die sub­ti­le Installation eines tota­li­tä­ren Apparats. [Rainer Mende]

    12.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Helena Ganjalyan & Bartosz Szpak

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    GLORIOUS SUMMER | offi­ci­al inter­na­tio­nal trai­ler | ofic­jal­ny trai­ler międzynarodowy
  • filmPOLSKA – The girl with the needle

    filmPOLSKA – The girl with the needle

    Pigen med nålen / Dziewczyna z igłą / Das Mädchen mit der Nadel

    [Tickets]

    DK/PL/SVE 2024
    R: Magnus von Horn
    115 min, OmdU
    B: Magnus von Horn & Line Langebek
    K: Michał Dymek
    S: Agnieszka Glińska
    M: Frederikke Hoffmeier
    D: Vic Carmen Sonne, Trine Dyrholm, Besir Zeciri, Joachim Fjelstrup, Tessa Hoder, Ava
    Knox Martin, Monika Kępka, Magnus von Horn u. a.

    Europa wird vom Ersten Weltkrieg zer­rüt­tet und Karoline schlägt sich mehr schlecht als recht durch das har­te Leben einer Näherin in einer Kopenhagener Textilfabrik. Zum Glück hat der Fabrikbesitzer ein Auge auf sie gewor­fen, sie wird sogar von ihm schwan­ger – aber sei­ne Mutter sperrt sich gegen die Beziehung und Karoline muss zurück in ihre kal­te, bau­fäl­li­ge Absteige. Dorthin kommt unver­mit­telt ihr tot­ge­glaub­ter Mann schwer ent­stellt von der Front zurück.
    Verzweifelt ver­sucht Karoline, mit einer Nadel das unge­woll­te Kind in ihrem Bauch
    los­zu­wer­den. Eine frem­de Frau ver­hin­dert das in letz­ter Sekunde und lädt sie ein, nach der Geburt zu ihr zu kom­men. Sie will bei der Suche nach wohl­ha­ben­den Adoptiveltern hel­fen. Aber irgend­et­was ist an ihr ver­däch­tig. Ist sie eine barm­her­zi­ge Helferin oder eine skru­pel­lo­se Geschäftsfrau?
    In vir­tuo­sen, redu­zier­ten Schwarz-Weiß-Bildern von Michał Dymek, unter­malt von
    elek­tro­ni­schen Klängen Frederikke Hoffmeiers, erzählt Magnus von Horn vor­der­grün­dig
    ruhig, jedoch in star­ker Verdichtung eine Geschichte, die als Sozialstudie beginnt und sich zur Tragödie aus­wei­tet, deren Relevanz bis in die Gegenwart reicht. Dabei bril­lie­ren die Hauptdarstellerinnen Vic Carmen Sonne und Trine Dyrholm, Für die Szenografie wur­den u. a. Kłodzko, Łódź, Zgierz und Wrocław in Szene gesetzt. [Rainer Mende]

    13.09. / 15:00 / fsk Kino

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    The Girl with the Needle Trailer #1 (2024)
  • filmPOLSKA – Travel Essentials

    filmPOLSKA – Travel Essentials

    Rzeczy niez­będ­ne / Travel Essentials / Unverzichtbare Dinge

    [Tickets]

    PL/D 2024
    R: Kamila Tarabura
    101 min, OmdU
    B: Kamila Tarabura & Katarzyna Warnke
    K: Tomasz Naumiuk
    S: Alan Zejer
    M: CEL
    D: Dagmara Domińczyk, Katarzyna Warnke, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Andrzej
    Konopka u. a.

    Eigentlich will sich die hoch­schwan­ge­re Kriegsjournalistin Ada eine Auszeit bei ihrem Partner in Hamburg gön­nen. Doch dann bekommt sie aus Polen ein Buch zuge­schickt, in dem eine Frau ihre Missbrauchserfahrungen als Kind schil­dert – ver­se­hen mit einer per­sön­li­chen Widmung und einer Telefonnummer. Gegen jede Vernunft macht sich Ada auf den Weg in ihre alte Heimat. Dort trifft sie sich mit Roksana, der Autorin des Buchs. Diese bit­tet Ada, mit ihr in die pol­ni­sche Provinz zu fah­ren, wo bei­de auf­ge­wach­sen sind. Vielleicht kön­nen sie nach dem Tod von Roksanas Vater ihre Mutter dazu brin­gen, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu bre­chen. Das odd cou­ple macht sich auf den Weg, um zu rekon­stru­ie­ren, was gesche­hen ist – oder ob sich Roksana die Geschichte viel­leicht nur aus­ge­dacht hat.
    Kamila Taraburas Langfilm-Debüt ist eine fein­füh­li­ge Mischung aus Roadmovie, Thriller,
    Krimi und Psychoporträt, das vie­le über­ra­schen­de Wendungen nimmt, um par­al­lel meh­re­re Geschichten zu erzäh­len. Dabei kann sich die Regisseurin vor allem auf ihre traum­haft inter­agie­ren­den Hauptdarstellerinnen Dagmara Domińczyk (Ada) und Katarzyna Warnke (Roksana) ver­las­sen, deren Schweigen oft bered­ter ist als ihre Worte. [Rainer Mende]

    13.09. / 20:00 / fsk Kino

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  • filmPOLSKA – Under The Grey Sky

    filmPOLSKA – Under The Grey Sky

    Pod sza­rym nie­bem / Under The Grey Sky

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B: Mara Tamkovich
    82 min, OmeU
    K: Krzysztof Trela
    S: Katarzyna Leśniak
    D: Aliaksandra Vaitsekhovic, Valentin Novopolskij u. a.

    Nachdem der dik­ta­to­risch regie­ren­de bela­ru­si­sche Präsident Aljaksandr Lukaschenka erneut Wahlen gefälscht hat, bre­chen Proteste aus. Obwohl Lena vom Geheimdienst auf Schritt und Tritt ver­folgt wird, filmt die jun­ge, unab­hän­gi­ge Journalistin heim­lich Demonstrationen und ihre blu­ti­ge Niederschlagung. Kurz dar­auf wird sie selbst ver­haf­tet und ver­schwin­det zunächst spur­los.
    Ihr Mann, der oppo­si­tio­nel­le Intellektuelle Ilja, muss weit­ge­hend macht­los mit anse­hen, wie sei­ner Frau ein fai­rer Prozess ver­wei­gert wird. Vielmehr wird Lena wegen Staatsverrats ange­klagt und in ein Straflager ver­legt. Selbst eine ver­sier­te Anwältin kann ihr nicht wei­ter­hel­fen. Lena drängt ihren Mann, ins Ausland zu gehen, aber er hat Zweifel – kann er mög­li­cher­wei­se erfolg­rei­cher für sie und die gemein­sa­me Sache kämp­fen, wenn er in Belarus bleibt?
    Die in Minsk gebo­re­ne pol­nisch-bela­ru­si­sche Regisseurin Mara Tamkovich erzählt in ihrem Polit-Drama die Geschichte ihres Kurzfilms „Na żywo / Live“ (2022) wei­ter. Sie ver­ar­bei­tet dabei die wah­re Geschichte der bela­ru­si­schen Journalistin Kazjaryna Bachwalawa und zeigt anhand ihres Falls, wie sehr in einer Diktatur das Politische ins Private ein­dringt und Menschen zu Entscheidungen zwingt, bei denen es weder Richtig noch Falsch gibt. [Rainer Mende]

    14.09. / 15:00 / fsk Kino / zu Gast: Mara Tamkovich

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    UNDER THE GREY SKY [Trailer]
  • filmPOLSKA – This is not my film

    filmPOLSKA – This is not my film

    To nie mój film / It’s Not My Film / Das ist nicht mein Film

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B/K: Maria Zbąska
    99 min, OmdU
    S: Andrzej Kowalski
    M: Anja Garbarek
    D: Zofia Chabiera, Marcin Sztabiński u. a.
    Die impul­si­ve Wanda ist nur noch genervt. Sie und ihr Freund Janek haben sich
    aus­ein­an­der­ge­lebt, ihre Beziehung steckt fest. Das Geld ist chro­nisch knapp, stän­dig gibt es Streit, der freud­lo­se Alltag ist nur noch die Wiederholung des ewig Gleichen und Janeks rou­ti­nier­ter Pragmatismus bringt sie zur Weißglut. Haben sie über­haupt noch eine gemein­sa­me Zukunft?
    Für Wanda steht fest: Sie müs­sen durch gemein­sa­me Grenzerfahrungen wie­der zuein­an­der fin­den – oder für immer aus­ein­an­der­ge­hen. Also bre­chen sie auf, mit­ten im Winter, ein­mal 400 km den pol­ni­schen Ostseestrand ent­lang von West nach Ost. Es gilt die eiser­ne Regel: Sie dür­fen den Strand nicht ver­las­sen. Wird sie gebro­chen, ist das Projekt been­det – das gilt für die Wanderung, aber auch für ihre Beziehung. Wind, Kälte und Erschöpfung set­zen ihnen eben­so zu wie die Notwendigkeit, trotz unter­schied­li­cher Charaktere immer wie­der einen kleins­ten gemein­sa­men Nenner zu fin­den.
    Maria Zbąska insze­niert in ihrem Debüt eine Reise, die kei­nen Anfang und kein Ende zu
    haben scheint – ein bit­ter­süß-poe­ti­sches Psycho-Kammerspiel und ein Road-Movie ohne Straßen. [Rainer Mende]

    14.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Maria Zbąska

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    IT’S NOT MY FILM | Trailer | English Subs | 2024
  • filmPOLSKA – Letters From Wolf Street

    filmPOLSKA – Letters From Wolf Street

    Listy z Wilczej / Letters From Wolf Street / Briefe aus der Wilcza

    [Tickets]

    PL/D 2025, In Polish with German and English sub­tit­les.
    R/B/K: Arjun Talwar
    97 min, pol­ni­sche Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    S: Bigna Tomschin, Arjun Talwar & Sabina Filipowicz
    M: Aleksander Makowski
    Arjun Talwar kam vor vie­len Jahren nach Polen. Er arbei­tet in Warschau und hat Polnisch gelernt. Die klei­ne Straße, in der er lebt, kennt er wie sei­ne Westentasche – sie ist ein Mikrokosmos, der die pol­ni­sche Gesellschaft im 21. Jahrhundert spie­gelt. Was auch bedeu­tet: Talwar ist zwar Teil die­ses Mikrokosmos, fühlt sich aber immer noch als Fremder. Freund*innen aus­län­di­scher Herkunft tei­len sei­ne Erfahrungen – sie kön­nen in der mul­ti­kul­tu­rell gewor­de­nen Touristen-Stadt Warschau zwar arbei­ten, ein­kau­fen und ihre Freizeit ver­brin­gen, wer­den aber das Gefühl nicht los, dau­er­haft im Abseits zu ste­hen.
    Talwar nimmt für sei­nen Film-Essay die Kamera in die Hand und beginnt, im raschen
    Wechsel zwi­schen Orten, Szenen und Jahreszeiten die­sen Mikrokosmos zu erfor­schen.
    Dabei ent­deckt er Menschen, Orte und Phänomene, die er bis­her über­se­hen hat­te. Er erzählt von Freunden, die an ihrer miss­glück­ten Integration geschei­tert sind, und fin­det Menschen, die sein Schicksal tei­len. Abwechselnd beob­ach­tet er sei­ne unmit­tel­ba­re Umgebung und sich selbst. Dabei stellt er im Off-Kommentar immer wie­der die Frage: Muss ich mich ändern oder muss die pol­ni­sche Gesellschaft sich ändern, damit Zugezogene selbst­ver­ständlch Teil der Gemeinschaft wer­den kön­nen? [Rainer Mende]

    15.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Arjun Talwar

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    LETTERS FROM WOLF STREET | #DIFF2025 Trailer
  • filmPOLSKA – Seasons

    filmPOLSKA – Seasons

    Sezony / Seasons / Saisons

    [Tickets]

    PL 2024
    R: Michał Grzybowski
    98 min, OmdU
    B: Tomasz Walesiak & Michał Grzybowski
    K: Edgar de Poray
    S: Ireneusz Grzyb
    M: Wojciech Frycz
    D: Łukasz Simlat, Agnieszka Dulęba-Kasza, Andrzej Seweryn, Andrzej Grabowski, Wiktoria Filus, Dobromir Dymecki, Sebastian Pawlak u. a.

    Die Ehe von Marcin und Ola ist mit den Jahren reich­lich zer­rüt­tet und es kommt immer wie­der zu Streitereien. Dummerweise sind bei­de Schauspieler*innen am Theater und neh­men ihre Konflikte mit auf die Bühne. Dort ver­mi­schen sich ihre Drehbuch-Dialoge mit den aktu­el­len Zankereien und die Ereignisse im Theater haben wie­der­um Konsequenzen im Privatleben.

    Drei Spielzeiten lang erle­ben wir das Paar, wie es „Peter Pan“, „Nora“ und „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne bringt und dabei auch sei­ne Ehekonflikte insze­niert. Der Kampf um Gut und Böse vor Publikum ver­schränkt sich auf kunst­vol­le Weise mit dem ver­zwei­fel­ten Ringen um eine Antwort auf die Frage, ob die Ehe noch geret­tet wer­den kann oder die Besetzung aus­ge­tauscht wer­den muss.

    Basierend auf einem raf­fi­nier­ten Drehbuch, exzel­lent gefilmt und geschnit­ten und dabei die hei­li­gen Hallen des Theaters von Toruń fast nie ver­las­send ent­spinnt sich ein Kammerspiel, das wie ein anti­kes Drama die gro­ßen Themen des Lebens ver­han­delt und dabei mit traum­wand­le­ri­scher Sicherheit den Mittelweg zwi­schen Komödie und Tragödie fin­det. [Rainer Mende]

    16.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Michał Grzybowski

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  • filmPOLSKA – Flowers Of Ukraine

    filmPOLSKA – Flowers Of Ukraine

    Kwiaty Ukrainy / Flowers Of Ukraine

    [Tickets]

    UKR/PL 2024
    R: Adelina Borets
    70 min, OmeU
    K: Bohdan Rozumnyi & Bogdan Borysenko
    S: Agata Cierniak & Mateusz Wojtyński
    M: DakhaBrakha

    Inmitten von rie­si­gen Beton-Wohnblöcken hat sich die 67-jäh­ri­ge Natalia ein grü­nes Refugium geschaf­fen. Der etwas strup­pi­ge, gelieb­te und gepfleg­te Garten ist nicht nur Nutzfläche, son­dern auch Rückzugsgebiet, Energietankstelle und Ort der Begegnung. Aber auch in Kyiw wird jedes freie Fleckchen bebaut und die Bauunternehmer haben die­ses Filetstück schon lan­ge für ihre Baupläne im Auge. Als sie Bagger anrol­len las­sen, gibt sich das Energiebündel Natalia nicht geschla­gen. Die agi­le Rentnerin orga­ni­siert den Widerstand und kann das kol­lek­ti­ve klei­ne Paradies ret­ten – vorerst.

    Doch bald gibt es Wichtigeres als Unkrautjäten und Gemüseernte. Im März 2022 befin­det sich der Garten plötz­lich im Kriegsgebiet und Natalia muss neue Schwierigkeiten bewäl­ti­gen. Statt zwi­schen Stauden und Bäumen sitzt sie nun immer wie­der im Bunker, Verwandte und Freunde ver­las­sen das Land. Aber mit einer gehö­ri­gen Portion Galgenhumor, Erfindungsgeist und jeder Menge Lebensfreude meis­tert Natalia auch die­se Herausforderung – denn wie die Ukraine ist sie stolz, zäh, ideen­reich und soll­te nie unter­schätzt werden.

    Adelina Borets ist ein stim­mi­ges, warm­her­zi­ges Sozialporträt gelun­gen, das trotz sei­nes erns­ten Themas durch eine hin­rei­ßen­de Protagonistin zum Feel-Good-Movie wird. [Rainer Mende]

    17.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Adelina Borets

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    Flowers of Ukraine 2024 | Documentary Trailer