Ein Film von Milena Aboyan und Constantin Hatz. Ab 19.2. im fsk.
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Milena Aboyans Debut Elaha lief vor drei Jahren bei der Berlinale, jetzt hat sie mit dem damaligen Drehbuchautor Constantin Hatz gemeinsam Regie geführt: Wovon sollen wir träumen premierte beim Max-Ophüls-Preis und bekam neben dem Preis der Ökomenischen Jury auch den Publikumspreis „Spielfilm“ zugesprochen. Eher Langzeitbeobachtung als Momentaufnahme, zeigt der Film behutsam und mit hoher psychologischer Glaubwürdigkeit auf, wie beim Zusammenleben alles miteinander zusammenhängt und wie Empathie und Nähe möglich, aber auch gleichzeitig schwierig sein können. Evîn, Laura und Julia treffen sich zufällig an einer Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige, als die Kurdin Evîn dort von einem Mann rassistisch beleidigt wird, ihr die Freigängerin Laura zur Hilfe kommt und, als die Situation eskaliert, die Polizei in Person von Julia schlichten soll.
Wir sehen, wie jede einzelne der drei Frauen mit eigenen Problemen kämpft. Sichtbar sind dabei die Sorge um das Bleiberecht, der Gefängnisaufenthalt und die häusliche Gewalt. Weiter darunter verbergen sich aber Traumata, auch solche, die von den Eltern an die Kinder weitergegeben wurden.
Zum Schluss räumt der Film seinen Protagonistinnen zwar weniger die Möglichkeit einer Befreiung ein, geschweige denn einer Rebellion, schenkt ihnen aber einen versöhnlich-tröstenden Ausblick.
„Noch weiter im episodischen Erzählen geht »Wovon sollen wir träumen« von Milena Aboyan und Constantin Hatz, der die Lebenswege dreier Frauen (und ihrer Beziehungen) so meisterhaft verbindet, dass einem unweigerlich ‚Short Cuts‘ von Altman dazu einfällt.“ epd-Film




Credits:
DE 2025, 108 Min., Dt., Kurd., Engl., mit dt. UT
Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz
Kamera: Rafael Starman
Schnitt: Elias Ben Engelhardt, Marco Rottig
mit: Lea van Acken, Luise Aschenbrenner, Bayan Layla, Valerie Tscheplanowa, Louis Nitsche
Trailer:
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