Nouvelle Vague

Ein Film von Richard Linklater. Ab 19.3. im fsk.

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Als ich AUSSER ATEM und ande­re Filme der Nouvelle Vague sah, dach­te ich: „So etwas ist mög­lich?“ Diese Freiheit fas­zi­nier­te mich. Ich wuss­te nichts über das Filmemachen, aber ich konn­te spü­ren, wie cool, freu­dig und revo­lu­tio­när der Film war. Kurze Zeit spä­ter, als alle hör­ten, dass ich mich nun für Kino inter­es­sier­te, lieh mir ein Freund mei­ner Eltern sein Buch über die Nouvelle Vague.
Diese Ära des Kinos ist für mich nach wie vor von grund­le­gen­der Bedeutung. Und nie­mand ver­kör­pert sie bes­ser als Godard. Er tut das Verbotene, er skiz­ziert, er impro­vi­siert. Ich lie­be sei­nen Humor, sei­ne Körperlichkeit, sei­ne Kühnheit. Er folgt kei­nen Regeln außer sei­nem eige­nen fil­mi­schen Bewusstsein.
Als er sei­nen ers­ten Spielfilm dreh­te, hink­te er sei­nen Freunden von Cahiers du Cinéma hin­ter­her. Er war besorgt, ängst­lich, hat­te Angst, die Welle ver­passt zu haben. Ihm fehl­te es an Selbstvertrauen. Ich fin­de das sehr lie­bens­wert und ganz anders, als man ihn sich spä­ter in sei­ner Karriere vor­stel­len wird.
Aus heu­ti­ger Sicht steht AUSSER ATEM in der Mitte der Filmgeschichte. Es schien jetzt der per­fek­te Moment, um die Radikalität und den Wagemut die­ses Films wie­der zu erle­ben. Um uns dar­an zu erin­nern, dass das Kino sich immer wie­der neu erfin­den kann. Ein ver­spiel­tes Porträt einer eng ver­bun­de­nen Gemeinschaft von Filmfanatikern zu zeich­nen, die Kino leben, in sich auf­neh­men und atmen. Um zu erfor­schen, wie eine neue Art des per­sön­li­chen Filmemachens ent­stand. Und um zu zei­gen, dass das Kino ein inno­va­ti­ves Medium ist – und immer sein wird.
Es ging aber nicht dar­um, AUSSER ATEM neu zu ver­fil­men, son­dern den Filmklassiker aus einem ande­ren Blickwinkel zu betrach­ten. Ich woll­te mit mei­ner Kamera in das Jahr 1959 ein­tau­chen und die dama­li­ge Zeit, die Menschen und die Atmosphäre nach­stel­len. Ich woll­te mit den Leuten der Nouvelle Vague abhän­gen.”
Richard Linklater

Credits:

FR 2025, 105 Min., franz. OmU
Regie: Richard Linklater
Kamera: David Chambille
Schnitt: Catherine Schwartz
mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson, Jodie Ruth Forest

Trailer:
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