On the Border

Ein Film von Igor Hauzenberger & Gabriela Schild. Ab 19.3. im fsk. Am 22.3. mit Filmgespräch.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Welche Folgen hat die euro­päi­sche Sicherheits- und Migrationspolitik für die Menschen in der Sahelzone? Am Beispiel von Agadez zeich­nen die Regisseure Gerald Igor Hauzenberger und Gabriela Schild die Situation vor Ort nach. Die in der nörd­li­chen Sahelzone gele­ge­ne nigri­sche Großstadt war frü­her ein leben­di­ges Zentrum, in dem der Handel blüh­te. Zudem war die Region lan­ge Zeit (lega­le) Durchgangsstation für Geflüchtete auf dem Weg in den Norden. Dann setz­te 2015 die gro­ße Flüchtlingskrise ein und in Agadez blüh­te der Menschenschmuggel auf.

In der Zwischenzeit hat sich die Stadt durch EU-Initiativen zu einem Außenposten mit Transitlagern ver­wan­delt, eine Art „Testregion“ für Grenzschutz und ‑kon­trol­len. Die dra­ma­ti­schen Auswirkungen: Aus dem „Tor zur Wüste“ wur­de eine ver­arm­te Gegend mit Bewohnern, die ums Überleben kämp­fen und kei­ne Perspektiven sehen. „On the Border“ beob­ach­tet drei die­ser Einwohner in ihrem Alltag: eine Radiojournalistin, den frü­he­ren Bürgermeister und einen loka­len Händler.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren doku­men­tie­ren Hauzenberger und Schild die Geschehnisse in die­ser einst so blü­hen­den Gegend, die frü­her unzäh­li­ge Touristen anzog (das Zentrum Agadez‘ zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe). Heute ist Agadez eine Stadt der Gegensätze, in der beein­dru­cken­de, schier end­lo­se Wüstengegenden auf schwer bewach­te Kontrollposten für Migration auf­ein­an­der­tref­fen. Hauzenberger und Schild fan­gen die­se Gegensätze in beklem­men­den, inten­si­ven Bildern ein, die lan­ge nachwirken.

Symbolisch insze­nie­ren die bei­den Dokufilmer die ein­drucks­vol­le Natur fast wie eige­ne Darsteller im Film. Die san­di­gen Täler und Dünenlandschaften in all ihrer Weite ver­sinn­bild­li­chen die exis­ten­ti­el­len „Grenzerfahrungen“ der Menschen. Man könn­te die auf die­se Weise dar­ge­stell­te Natur auch als eine (äußerst pas­sen­de) Entsprechung für das Gefühl der Bewohner deu­ten. Ein Gefühl von Einsamkeit und Entfremdung auf­sei­ten der ein­hei­mi­schen Völker, die sich vie­le Jahre an die Militärs west­li­cher Staaten gewöh­nen mussten.

Hauzenberger und Schild inter­es­sie­ren sich vor allem für die Situation jener Betroffenen und dafür, was die glo­ba­le Grenzpolitik mit ihnen gemacht hat. Die drei Protagonisten berich­ten aus­führ­lich aus ihrem Leben und erzäh­len Geschichten, die tief berüh­ren. Sie alle haben Traumatisches erlebt und erin­nern sich teils weh­mü­tig an eine Zeit vor der mili­tä­ri­schen Dauerpräsenz. An eine Zeit, bevor Agadez zum Spielball geo­po­li­ti­scher Entscheidungsträger wur­de. Mit ihrer Kamera kom­men die Regisseure den Porträtierten sehr nah, ob in der Freizeit oder bei der Arbeit, und set­zen ganz auf stil­le und unkom­men­tier­te, aber jeder­zeit auf­merk­sa­me Beobachtung.

Und doch ste­hen die Protagonisten nur bei­spiel­haft für zehn­tau­sen­de von Einzelschicksalen an einem Ort, an dem Gewalt, Kriminalität, Arbeitslosigkeit und sozia­le Not vor­herr­schen. Am Ende bleibt die bit­te­re Erkenntnis: Agadez ist ein Paradebeispiel für inter­na­tio­na­le Hilfe und poli­ti­sche Initiativen, die im Kern gute Absichten ver­fol­gen. Aber sie zie­len radi­kal an der Realität und Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort vor­bei – und brin­gen nicht die ver­spro­che­nen Veränderungen.

Björn Schneider | programmkino.de

Credits:

AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU
Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild
Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger
Schnitt:
Nela Märki, Stefan Fauland

Trailer:
ON THE BORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
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Kategorie: Spezialvorstellung

  • On the Border

    On the Border

    Ein Film von Igor Hauzenberger & Gabriela Schild. Ab 19.3. im fsk. Am 22.3. mit Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Welche Folgen hat die euro­päi­sche Sicherheits- und Migrationspolitik für die Menschen in der Sahelzone? Am Beispiel von Agadez zeich­nen die Regisseure Gerald Igor Hauzenberger und Gabriela Schild die Situation vor Ort nach. Die in der nörd­li­chen Sahelzone gele­ge­ne nigri­sche Großstadt war frü­her ein leben­di­ges Zentrum, in dem der Handel blüh­te. Zudem war die Region lan­ge Zeit (lega­le) Durchgangsstation für Geflüchtete auf dem Weg in den Norden. Dann setz­te 2015 die gro­ße Flüchtlingskrise ein und in Agadez blüh­te der Menschenschmuggel auf.

    In der Zwischenzeit hat sich die Stadt durch EU-Initiativen zu einem Außenposten mit Transitlagern ver­wan­delt, eine Art „Testregion“ für Grenzschutz und ‑kon­trol­len. Die dra­ma­ti­schen Auswirkungen: Aus dem „Tor zur Wüste“ wur­de eine ver­arm­te Gegend mit Bewohnern, die ums Überleben kämp­fen und kei­ne Perspektiven sehen. „On the Border“ beob­ach­tet drei die­ser Einwohner in ihrem Alltag: eine Radiojournalistin, den frü­he­ren Bürgermeister und einen loka­len Händler.

    Über einen Zeitraum von fünf Jahren doku­men­tie­ren Hauzenberger und Schild die Geschehnisse in die­ser einst so blü­hen­den Gegend, die frü­her unzäh­li­ge Touristen anzog (das Zentrum Agadez‘ zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe). Heute ist Agadez eine Stadt der Gegensätze, in der beein­dru­cken­de, schier end­lo­se Wüstengegenden auf schwer bewach­te Kontrollposten für Migration auf­ein­an­der­tref­fen. Hauzenberger und Schild fan­gen die­se Gegensätze in beklem­men­den, inten­si­ven Bildern ein, die lan­ge nachwirken.

    Symbolisch insze­nie­ren die bei­den Dokufilmer die ein­drucks­vol­le Natur fast wie eige­ne Darsteller im Film. Die san­di­gen Täler und Dünenlandschaften in all ihrer Weite ver­sinn­bild­li­chen die exis­ten­ti­el­len „Grenzerfahrungen“ der Menschen. Man könn­te die auf die­se Weise dar­ge­stell­te Natur auch als eine (äußerst pas­sen­de) Entsprechung für das Gefühl der Bewohner deu­ten. Ein Gefühl von Einsamkeit und Entfremdung auf­sei­ten der ein­hei­mi­schen Völker, die sich vie­le Jahre an die Militärs west­li­cher Staaten gewöh­nen mussten.

    Hauzenberger und Schild inter­es­sie­ren sich vor allem für die Situation jener Betroffenen und dafür, was die glo­ba­le Grenzpolitik mit ihnen gemacht hat. Die drei Protagonisten berich­ten aus­führ­lich aus ihrem Leben und erzäh­len Geschichten, die tief berüh­ren. Sie alle haben Traumatisches erlebt und erin­nern sich teils weh­mü­tig an eine Zeit vor der mili­tä­ri­schen Dauerpräsenz. An eine Zeit, bevor Agadez zum Spielball geo­po­li­ti­scher Entscheidungsträger wur­de. Mit ihrer Kamera kom­men die Regisseure den Porträtierten sehr nah, ob in der Freizeit oder bei der Arbeit, und set­zen ganz auf stil­le und unkom­men­tier­te, aber jeder­zeit auf­merk­sa­me Beobachtung.

    Und doch ste­hen die Protagonisten nur bei­spiel­haft für zehn­tau­sen­de von Einzelschicksalen an einem Ort, an dem Gewalt, Kriminalität, Arbeitslosigkeit und sozia­le Not vor­herr­schen. Am Ende bleibt die bit­te­re Erkenntnis: Agadez ist ein Paradebeispiel für inter­na­tio­na­le Hilfe und poli­ti­sche Initiativen, die im Kern gute Absichten ver­fol­gen. Aber sie zie­len radi­kal an der Realität und Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort vor­bei – und brin­gen nicht die ver­spro­che­nen Veränderungen.

    Björn Schneider | programmkino.de

    Credits:

    AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU
    Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild
    Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger
    Schnitt:
    Nela Märki, Stefan Fauland

    Trailer:
    ON THE BORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
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  • Wovon sollen wir träumen

    Wovon sollen wir träumen

    Ein Film von Milena Aboyan und Constantin Hatz. Ab 19.2. im fsk.
    Am 19. & 20.2. kommt das Filmteam zum anschlie­ßen­den Gespräch!

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Milena Aboyans Debut Elaha lief vor drei Jahren bei der Berlinale, jetzt hat sie mit dem dama­li­gen Drehbuchautor Constantin Hatz gemein­sam Regie geführt: Wovon sol­len wir träu­men pre­mier­te beim Max-Ophüls-Preis und bekam neben dem Preis der Ökomenischen Jury auch den Publikumspreis „Spielfilm“ zuge­spro­chen. Eher Langzeitbeobachtung als Momentaufnahme, zeigt der Film behut­sam und mit hoher psy­cho­lo­gi­scher Glaubwürdigkeit auf, wie beim Zusammenleben alles mit­ein­an­der zusam­men­hängt und wie Empathie und Nähe mög­lich, aber auch gleich­zei­tig schwie­rig sein kön­nen. Evîn, Laura und Julia tref­fen sich zufäl­lig an einer Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige, als die Kurdin Evîn dort von einem Mann ras­sis­tisch belei­digt wird, ihr die Freigängerin Laura zur Hilfe kommt und, als die Situation eska­liert, die Polizei in Person von Julia schlich­ten soll.
    Wir sehen, wie jede ein­zel­ne der drei Frauen mit eige­nen Problemen kämpft. Sichtbar sind dabei die Sorge um das Bleiberecht, der Gefängnisaufenthalt und die häus­li­che Gewalt. Weiter dar­un­ter ver­ber­gen sich aber Traumata, auch sol­che, die von den Eltern an die Kinder wei­ter­ge­ge­ben wur­den.
    Zum Schluss räumt der Film sei­nen Protagonistinnen zwar weni­ger die Möglichkeit einer Befreiung ein, geschwei­ge denn einer Rebellion, schenkt ihnen aber einen ver­söhn­lich-trös­ten­den Ausblick.
    „Noch wei­ter im epi­so­dischen Erzählen geht »Wovon sol­len wir träu­men« von Milena Aboyan und Constantin Hatz, der die Lebenswege drei­er Frauen (und ihrer Beziehungen) so meis­ter­haft ver­bin­det, dass einem unwei­ger­lich ‚Short Cuts‘ von Altman dazu ein­fällt.“ epd-Film

    Credits:

    DE 2025, 108 Min., Dt., Kurd., Engl., mit dt. UT
    Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz 
    Kamera: Rafael Starman
    Schnitt: Elias Ben Engelhardt, Marco Rottig
    mit: Lea van Acken, Luise Aschenbrenner, Bayan Layla, Valerie Tscheplanowa, Louis Nitsche

    Trailer:
    WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN Trailer – ab 19. Februar 2026 im Kino
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  • filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    Kwiaty Ukrainy / Flowers Of Ukraine
    am 25.2. 18:00 im fsk

    [Tickets]

    UKR/PL 2024
    R: Adelina Borets
    70 min, OmeU
    K: Bohdan Rozumnyi & Bogdan Borysenko
    S: Agata Cierniak & Mateusz Wojtyński
    M: DakhaBrakha

    Inmitten von rie­si­gen Beton-Wohnblöcken hat sich die 67-jäh­ri­ge Natalia ein grü­nes Refugium geschaf­fen. Der etwas strup­pi­ge, gelieb­te und gepfleg­te Garten ist nicht nur Nutzfläche, son­dern auch Rückzugsgebiet, Energietankstelle und Ort der Begegnung. Aber auch in Kyiw wird jedes freie Fleckchen bebaut und die Bauunternehmer haben die­ses Filetstück schon lan­ge für ihre Baupläne im Auge. Als sie Bagger anrol­len las­sen, gibt sich das Energiebündel Natalia nicht geschla­gen. Die agi­le Rentnerin orga­ni­siert den Widerstand und kann das kol­lek­ti­ve klei­ne Paradies ret­ten – vorerst.

    Doch bald gibt es Wichtigeres als Unkrautjäten und Gemüseernte. Im März 2022 befin­det sich der Garten plötz­lich im Kriegsgebiet und Natalia muss neue Schwierigkeiten bewäl­ti­gen. Statt zwi­schen Stauden und Bäumen sitzt sie nun immer wie­der im Bunker, Verwandte und Freunde ver­las­sen das Land. Aber mit einer gehö­ri­gen Portion Galgenhumor, Erfindungsgeist und jeder Menge Lebensfreude meis­tert Natalia auch die­se Herausforderung – denn wie die Ukraine ist sie stolz, zäh, ideen­reich und soll­te nie unter­schätzt werden.

    Adelina Borets ist ein stim­mi­ges, warm­her­zi­ges Sozialporträt gelun­gen, das trotz sei­nes erns­ten Themas durch eine hin­rei­ßen­de Protagonistin zum Feel-Good-Movie wird. [Rainer Mende]

     

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    Flowers of Ukraine 2024 | Documentary Trailer
  • Souleymans Geschichte

    Souleymans Geschichte

    Ein Film von Boris Lojkine. Ab 19.2. im fsk. Am 2.3. mit Einführung über die arbeits­recht­li­che Situation in DE, ein Diskussionstermin mit der KUB (Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.) folgt.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In man­cher Hinsicht erin­nert Lojkines drit­ter Spielfilm an eine rasan­te Neuauflage des ita­lie­ni­schen Meisterwerks Fahrraddiebe und zeigt, wie die alte Geschichte aus der Nachkriegszeit auch heu­te pas­sie­ren könn­te oder sogar pas­siert – in einer Zeit, in der Einwanderer unter kata­stro­pha­len Bedingungen uner­gie­bi­ge, aber erwünsch­te Arbeiten in Städten auf der gan­zen Welt aus­üben, Jobs, die am unte­ren Ende einer von Gleichgültigkeit gepräg­ten Gig-Economy ste­hen.
    Der Film beglei­tet den Guineaner Souleyman auf sei­ner Fahrt durch die Pariser Boulevards, und wir erle­ben eini­ge der haar­sträu­bends­ten Fahrradszenen seit Buster Keaton. Die Kamera von Tristan Galand filmt die sich stän­dig ver­än­dern­de Hauptstadt Frankreichs mit ver­schwom­me­ner impres­sio­nis­ti­scher Schönheit, und bleibt dabei Souleyman, stets Mittelpunkt des Geschehens, in der vom Anstand gebüh­ren­der Nähe auf den Fersen. Der befin­det sich in einer pre­kä­ren Lage – nicht nur in Bezug auf den Verkehr, oder nach dem Diebstahl sei­nes Gefährts, son­dern auch wirt­schaft­lich und emo­tio­nal. Ständig unter der Kontrolle und in Zeitdruck, kann er auch schon mal gegen­über einem Restaurantbesitzer, der belei­di­gend ist und ihn war­ten lässt, sei­ne eige­ne Kontrolle ver­lie­ren. Die stän­di­gen Demütigungen zer­mür­ben den jun­gen Mann, und der bevor­ste­hen­de Prüfungstermin sei­nes Asylantrags tut das übri­ge.
    „Boris Lojkine erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus Verzweiflung lügt, sich dabei ver­liert und schließ­lich in noch mehr Verzweiflung wie­der­fin­det. Und wir reagie­ren dar­auf für ein­mal nicht wie paw­low­sche Kinohunde mit Rührung und Schrecken und schnel­lem Vergessen, son­dern mit der Erkenntnis, das wir um den Schrecken ja wis­sen, dass uns uner­war­te­te Freundlichkeit gegen­über dem Protagonisten aus der fil­mi­schen Bahn wer­fen kann, und dass die Kulisse, die wir da sehen, die Welt ist, in der wir leben.“ Sennhausers Filmblog

    Credits:

    L’Histoire de Souleymane
    FR 2024, 93 Min., Französisch, Pular, Maninka OmU
    Regie: Boris Lojkine
    Kamera: Tristan Galand
    Schnitt: Xavier Sirven
    mit: Abou Sangare, Nina Meurisse, Alpha Oumar Sow, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo, Ghislain Mahan, Mamadou Barry, Yaya Diallo, Keita Diallo

    Trailer:
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