Ein Film von Christian Hornung. Ab 8.10. im fsk. Am 8.10. mit anschließendem Filmgespräch.
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Der Deutschlandfunk titelte: ein Flugzeugträger im Wohngebiet, und so sieht es auch aus. Seit dem 1. September ist die neue sogenannte „Monsterbrücke“ fertig, Züge und Bahnen fahren wieder und die eigentlich denkmalgeschützte alte Sternbrücke in Hamburg-Altona ist Geschichte. Nun überspannte schon das vor hundert Jahren errichtete und jetzt abgerissene Bauwerk kein lauschiges Plätzchen, oder war der Grund für den Denkmalschutz auf den ersten Blick erkennbar. Das städtebaulich gewürdigte Ensemble (aus Brückenbauwerk und Widerlagern mit Ladengeschäften aus Stahl und Backstein) bekam mit der Zeit eine andere wichtige Bedeutung, als Nachbarschaftstreffpunkt und subkultureller Standort. Außerhalb der Stadt mag man z.B. den Club Astra-Stube kennen. Nicht nur die Brücke und ihre direkte Umgebung wurde Opfer der Erneuerung. Der mitgeplanten enormen Verbreiterung der (durch hohe Stickoxid- und Feinstaubbelastung auch überregional bekannten) Stresemannstraße mussten angrenzende Wohnhäuser, Werkstätten und auch fast 90 Strassenbäume weichen. Der Film beobachtet anteilnehmend die einst lebhafte Kreuzung, läßt viele bis zuletzt Ansässige zu Wort kommen, begleitet Proteste und läßt Musik aus den Clubs und bei Veranstaltungen hören. Dass die Thematik, eine stadtplanerische Entscheidung von Bahn und Stadt über die Köpfe der Betroffenen und Fachleute hinweg, nicht nur für Hamburg relevant ist, versteht sich von selbst.





Credits:
DE 2026, 99 Min., Deutsch, Englisch mit deutschen Untertiteln
Buch & Regie: Christian Hornung
Kamera: Marvin Hesse
Schnitt: Christian Hornung
Trailer:
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