Direct Action

Ein Film von Guillaume Cailleau & Ben Russell. Am 11. & 12.4. im fsk. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Als direk­te Aktion wer­den Aktionsformen des Protests bezeich­net, bei denen die Beteiligten selbst tätig wer­den, um ihre Interessen unmit­tel­bar durch­zu­set­zen. DIRECT ACTION zeich­net ein Porträt von einer der bekann­tes­ten mili­tan­ten Aktivist*innengruppen, die der­zeit in Frankreich für Veränderungen kämpft: ein 150 Personen umfas­sen­des, länd­li­ches Kollektiv, das sich 2018 erfolg­reich gegen ein inter­na­tio­na­les Großflughafenprojekt auf fran­zö­si­schem Boden wehr­te und dazu von 2012 bis 2018 eine auto­no­me Zone besetzt hielt, die es gegen meh­re­re gewalt­sa­me Räumungsversuche durch den Staat ver­tei­dig­te und das 2021 eine neue öko­lo­gi­sche Bewegung ins Leben rief.
Mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven und immersi­ven Beobachtungsansatz doku­men­tiert der Film den Alltag eines viel­fäl­ti­gen Ökosystems aus Aktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Anarchist*innen, Landwirt*innen und von der Regierung als Öko-Terrorist*innen dis­kre­di­tier­ten Personen. Kann der Erfolg einer radi­ka­len Protestbewegung einen Weg aus der Klimakrise weisen?

Credits:

DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
Kamera: Ben Russell

Trailer:
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Kategorie: Spezialvorstellung

  • Direct Action

    Direct Action

    Ein Film von Guillaume Cailleau & Ben Russell. Am 11. & 12.4. im fsk. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Als direk­te Aktion wer­den Aktionsformen des Protests bezeich­net, bei denen die Beteiligten selbst tätig wer­den, um ihre Interessen unmit­tel­bar durch­zu­set­zen. DIRECT ACTION zeich­net ein Porträt von einer der bekann­tes­ten mili­tan­ten Aktivist*innengruppen, die der­zeit in Frankreich für Veränderungen kämpft: ein 150 Personen umfas­sen­des, länd­li­ches Kollektiv, das sich 2018 erfolg­reich gegen ein inter­na­tio­na­les Großflughafenprojekt auf fran­zö­si­schem Boden wehr­te und dazu von 2012 bis 2018 eine auto­no­me Zone besetzt hielt, die es gegen meh­re­re gewalt­sa­me Räumungsversuche durch den Staat ver­tei­dig­te und das 2021 eine neue öko­lo­gi­sche Bewegung ins Leben rief.
    Mit einem kol­la­bo­ra­ti­ven und immersi­ven Beobachtungsansatz doku­men­tiert der Film den Alltag eines viel­fäl­ti­gen Ökosystems aus Aktivist*innen, Hausbesetzer*innen, Anarchist*innen, Landwirt*innen und von der Regierung als Öko-Terrorist*innen dis­kre­di­tier­ten Personen. Kann der Erfolg einer radi­ka­len Protestbewegung einen Weg aus der Klimakrise weisen?

    Credits:

    DE/FR 2024, 216 Min., Französisch, Marokkanisch-Arabisch, Englisch OmU
    Regie & Schnitt: Guillaume Cailleau & Ben Russell.
    Kamera: Ben Russell

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  • Luisa

    Luisa

    Ein Film von Julia Roesler. Ab 23.4. im fsk. Am 27.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    LUISA ist vor kur­zem von zu Hause aus­ge­zo­gen und neu­gie­rig, was das Leben für sie bereit­hält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und klei­ne Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft tur­bu­len­ten Alltag. Unbemerkt wird Luisa zuneh­mend stil­ler, in der Wohngruppe geht das all­täg­li­che Leben wei­ter, bis uner­war­tet fest­ge­stellt wird, dass Luisa schwan­ger ist. Luisa selbst sagt nicht, wie das pas­siert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Der Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu lassen.

    Ziel war es, die Erzählung um Luisa und ihre Auseinandersetzung mit den Grenzverletzungen, die ihr zusto­ßen, mög­lichst ein­fühl­sam und respekt­voll zu umkrei­sen. Parallel soll­te die häu­fig ver­bor­ge­ne Lebenswelt von Menschen mit Behinderung in jener macht­vol­len Institution gezeigt wer­den, die sie eigent­lich beschüt­zen soll, aber zugleich bedroh­lich für ihre kör­per­li­che Integrität und ein selbst­be­stimm­tes Leben ist. Denn wie kön­nen wir sze­nisch und visu­ell abbil­den, dass die Strukturen der Heimunterbringung Missbrauch in sol­chem Maße ermög­li­chen, also Institutionen, die Schutz für aus­ge­rech­net die vul­nerabels­ten Menschen in der Gesellschaft ver­spre­chen und nicht hal­ten kön­nen? Und wie kön­nen wir als Gesellschaft das ver­än­dern? Für den Dreh war es wich­tig, einen inklu­si­ven Cast an unse­rer Seite zu haben, mit dem all die­se Fragen dis­ku­tiert wer­den konn­ten, um mög­lichst weni­ge Stereotype über Menschen mit Behinderung zu repro­du­zie­ren und natür­lich auch die Perspektive von Menschen mit Behinderung sicht­bar zu machen.“ Julia Roesler

    Credits:

    DE 2025, 94 Min., Deutsch
    Regie: Julia Roesler
    Kamera: Frank Amann
    Schnitt: Anne Jünemann
    mit: Celina Scharff, Trixi Strobel, Dennis Seidel, Eva Löbau, Bernd Hölscher, Katharina Bromka, Hadi Khanjanpour, Martin Schnippa, Peter Lohmeyer

    Trailer:
    LUISA – Offizieller Trailer
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  • sr

    sr

    Ein Film von Lea Hartlaub. Am 21.3. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch. Wiederholung ohne Gespräch am 22.3.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Lea Hartlaub unter­nimmt in ihrem fil­mi­schen Essay anhand eines Objekts – der Giraffe – eine Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hin­weg.
    Ein Filmexperiment, das inter­na­tio­nal viel Beachtung gefun­den hat und in Form und Inhalt sei­nes­glei­chen sucht.

    In einer puris­ti­schen Filmsprache und büh­nen­haf­ten Tableaus erzählt SR vom Menschen und von durch ihn geschaf­fe­ne Wirklichkeiten. 16 frag­men­ta­ri­sche Episoden füh­ren in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – unter ande­rem auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger.
    Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf kolo­nia­le Relikte, hege­mo­nia­le Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wie­der­keh­ren­des Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit ent­steht, in der sich weit mehr andeu­tet, als das, was auf den ers­ten Blick sicht­bar wird.

    Credits:

    DE 2024, 103 Min., Deutsch, Swahili, Englisch, Hebräisch, Chinesisch, Persisch, Tamaschek OmU
    Regie, Kamera, Schnitt: Lea Hartlaub

    Trailer:
    sr – Offizieller Trailer
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  • filmPOLSKA reloaded – This Is Not My Film

    filmPOLSKA reloaded – This Is Not My Film

    To nie mój film / It’s Not My Film
    am 25.3. 18:00 im fsk

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B/K: Maria Zbąska
    99 min, OmdU
    S: Andrzej Kowalski
    M: Anja Garbarek
    D: Zofia Chabiera, Marcin Sztabiński u. a.

    Die impul­si­ve Wanda ist nur noch genervt. Sie und ihr Freund Janek haben sich aus­ein­an­der­ge­lebt, ihre Beziehung steckt fest. Das Geld ist chro­nisch knapp, stän­dig gibt es Streit, der freud­lo­se Alltag ist nur noch die Wiederholung des ewig Gleichen und Janeks rou­ti­nier­ter Pragmatismus bringt sie zur Weißglut. Haben sie über­haupt noch eine gemein­sa­me Zukunft?

    Für Wanda steht fest: Sie müs­sen durch gemein­sa­me Grenzerfahrungen wie­der zuein­an­der fin­den – oder für immer aus­ein­an­der­ge­hen. Also bre­chen sie auf, mit­ten im Winter, ein­mal 400 km den pol­ni­schen Ostseestrand ent­lang von West nach Ost. Es gilt die eiser­ne Regel: Sie dür­fen den Strand nicht ver­las­sen. Wird sie gebro­chen, ist das Projekt been­det – das gilt für die Wanderung, aber auch für ihre Beziehung. Wind, Kälte und Erschöpfung set­zen ihnen eben­so zu wie die Notwendigkeit, trotz unter­schied­li­cher Charaktere immer wie­der einen kleins­ten gemein­sa­men Nenner zu finden.

    Maria Zbąska insze­niert in ihrem Debüt eine Reise, die kei­nen Anfang und kein Ende zu haben scheint – ein bit­ter­süß-poe­ti­sches Psycho-Kammerspiel und ein Road-Movie ohne Straßen. [Rainer Mende]

    Maria Zbąska (geb. 1975) absol­vier­te ein Kamera-Studium an der Filmhochschule Łódź und ver­öf­fent­lich­te ab 2001 sie­ben Kurzfilme, bevor sie 2024 mit „Das ist nicht mein Film“ ihren ers­ten Langfilm dreh­te. Für alle ihre Filme stand sie auch hin­ter der Kamera.

  • On the Border

    On the Border

    Ein Film von Igor Hauzenberger & Gabriela Schild. Am 22.3. mit Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Agadez war einst das Drehkreuz der Migration von Subsahara-Afrika nach Norden. Die loka­le Bevölkerung, vor allem Tuareg, trans­por­tier­ten die Menschen auf dem lebens­ge­fähr­li­chen Weg durch die Wüste. Diese lukra­ti­ve Einnahmequelle sicher­te über Jahre den Wohlstand von Stadt und Region. Als Teil der ECOWAS Wirtschaftsgemeinschaft herrsch­te in Niger frei­er Personenverkehr.
    2015 dräng­te die EU auf ein Gesetz, das den Transport von Menschen ohne Arbeitsvisum und ID kriminalisierte.Viele Migrant:innen an der vir­tu­el­len Grenze hat­ten plötz­lich einen ille­ga­len Status, aus Transporteuren wur­den Schlepper, und tau­sen­de ver­lo­ren über Nacht ihre Lebensgrundlage. Das Versprechen der EU, die nega­ti­ven Folgen des Gesetzes durch Umschulungsprogramme abzu­fe­dern, wur­de kaum ein­ge­löst, und nicht nur Nigriner:innen stell­ten sich die Frage: Was machen Amerika und Europa hier eigent­lich?
    Der Umgang der Bevölkerung mit die­ser EU-Außengrenze mit­ten in Afrika bil­det den roten Faden des Films. Er beglei­tet drei Einheimische über fünf Jahre, bis zum Putsch 2023: den ehe­ma­li­gen Bürgermeister Agadez’, eine Journalistin und einen Händler, und zeich­net ein Bild der zum UNESCO-Weltkulturerbe zäh­len­den frü­he­ren Handelsmetropole. Wie wirkt sich die Anwesenheit der frem­den Militärs aus, wie­weit för­dert die Perspektivlosigkeit Radikalisierung?
    „Rhissa Feltou, ehe­ma­li­ger Bürgermeister von Agadez … bezeich­net im Film die Region als „Migrationslabor der Europäer“. Wie Viele befürch­te­te auch er, dass mit dem Gesetz eine „bom­be humaine“ ent­ste­hen wür­de … . Afrikanische Ableger des Islamischen Staates und von Al-Qaida began­nen in der Region und den angren­zen­den Staaten immer mehr an Einfluss zu gewin­nen. Mit dem Zerfall Libyens lie­fen wich­ti­ge Routen für den Waffen- und Drogenschmuggel über Agadez. Es ent­stand eine Zone der Gewalt in einem schwer kon­trol­lier­ba­ren Gebiet, das grö­ßer ist als das Mittelmeer.“ G. Hauzenberger, und G. Schild

    Credits:

    AT/DE/CH 2024, 103 Min., Tamascheq, Hausa, Fulah, Französisch, Deutsch. OmU
    Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild
    Kamera: Thomas Eirich-Schneider, Gerald Igor Hauzenberger, Hajo Schomerus, Joerg Burger
    Schnitt:
    Nela Märki, Stefan Fauland

    Trailer:
    ON THE BORDER // Trailer // Kinostart mit Kinotour am 19.03.26
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