Der Spatz im Kamin

Der Spatz im Kamin

Ein Film von Ramon Zürcher.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Nach Das merk­wür­di­ge Kätzchen geht es im Ramon Zürchers drit­ten Teil der „Tier-Trilogie“ erneut um das Konstrukt von Familie, genau­er, um deren fol­gen­rei­che Zumutungen. Am Vorabend einer Geburtstagsfeier im Anwesen der ver­stor­be­nen Eltern, in das Karen mit Mann und Kindern ein­ge­zo­gen ist, tru­deln mit ihre Schwester Jule samt Anhang bereits die ers­ten Gäste ein. In den fol­gen­den ers­ten Zweidritteln des Films zele­briert er trotz aller gro­ßer-Freude-Bekundungen und mehr oder weni­ger herz­li­cher Umarmungen die Zerlegung der Beziehungen sowie die Beschädigungen der Einzelnen aufs Böseste – ein Glanzstück ana­ly­ti­scher Gemeinheit. Temporäre Solidarisierungen und all‘ die toll zube­rei­te­ten Gerichte, Kinderspiele, die Tiermenagerie und roman­ti­sche Abendidylle mit Lichterkette und Glühwürmchen und Swimmingpool im Garten kaschie­ren da wenig, zumal auch das Haus die Vergangenheit in sich trägt. Die Insel im See hat sowie­so schon vor den Kormoranen kapi­tu­liert.
Je län­ger der Abend dau­ert, des­to sur­rea­ler wird es, und mit etwas Fantasie, viel Schlaf, Träumen und dem ein oder ande­ren rei­ni­gen­den Feuer scheint es, als könn­ten sich am nächs­ten Tag eini­ge Knoten auf­lö­sen.
„… prä­zi­se insze­niert und gespielt, mit Witz und Ironie erzählt. …“ programmkino.de
„Der Spatz im Kamin ist so ele­gant und raf­fi­niert wie sei­ne bei­den Vorgängerfilme und bis­wei­len auch ähn­lich ver­gnüg­lich. Zugleich aber gelingt es Ramon Zürcher mit sei­nen her­vor­ra­gen­den Darstellerinnen und Darstellern ein neu­es Gleichgewicht des Charmes und des Schreckens zu schaf­fen, das unter die Haut geht.“ Sennhausers Filmblog

Der Spatz im Kamin
Credits:

CH 2024, 117 Min., deut­sche Originalfassung mit eng­li­schen Untertiteln
Regie & Schnitt: Ramon Zürcher
Kamera: Alex Hasskerl
Produzent: Silvan Zürcher
mit: Maren Eggert, Britta Hammelstein, Luise Heyer, Andreas Döhler, Milian Zerzawy, Lea Zoe Voss, Ilja Bultmann, Paula Schindler, Luana Greco

Trailer:
DER SPATZ IM KAMIN Trailer Deutsch | German [HD]
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Archiv: Termine

  • Der Spatz im Kamin

    Der Spatz im Kamin

    Ein Film von Ramon Zürcher.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Das merk­wür­di­ge Kätzchen geht es im Ramon Zürchers drit­ten Teil der „Tier-Trilogie“ erneut um das Konstrukt von Familie, genau­er, um deren fol­gen­rei­che Zumutungen. Am Vorabend einer Geburtstagsfeier im Anwesen der ver­stor­be­nen Eltern, in das Karen mit Mann und Kindern ein­ge­zo­gen ist, tru­deln mit ihre Schwester Jule samt Anhang bereits die ers­ten Gäste ein. In den fol­gen­den ers­ten Zweidritteln des Films zele­briert er trotz aller gro­ßer-Freude-Bekundungen und mehr oder weni­ger herz­li­cher Umarmungen die Zerlegung der Beziehungen sowie die Beschädigungen der Einzelnen aufs Böseste – ein Glanzstück ana­ly­ti­scher Gemeinheit. Temporäre Solidarisierungen und all‘ die toll zube­rei­te­ten Gerichte, Kinderspiele, die Tiermenagerie und roman­ti­sche Abendidylle mit Lichterkette und Glühwürmchen und Swimmingpool im Garten kaschie­ren da wenig, zumal auch das Haus die Vergangenheit in sich trägt. Die Insel im See hat sowie­so schon vor den Kormoranen kapi­tu­liert.
    Je län­ger der Abend dau­ert, des­to sur­rea­ler wird es, und mit etwas Fantasie, viel Schlaf, Träumen und dem ein oder ande­ren rei­ni­gen­den Feuer scheint es, als könn­ten sich am nächs­ten Tag eini­ge Knoten auf­lö­sen.
    „… prä­zi­se insze­niert und gespielt, mit Witz und Ironie erzählt. …“ programmkino.de
    „Der Spatz im Kamin ist so ele­gant und raf­fi­niert wie sei­ne bei­den Vorgängerfilme und bis­wei­len auch ähn­lich ver­gnüg­lich. Zugleich aber gelingt es Ramon Zürcher mit sei­nen her­vor­ra­gen­den Darstellerinnen und Darstellern ein neu­es Gleichgewicht des Charmes und des Schreckens zu schaf­fen, das unter die Haut geht.“ Sennhausers Filmblog

    Der Spatz im Kamin
    Credits:

    CH 2024, 117 Min., deut­sche Originalfassung mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie & Schnitt: Ramon Zürcher
    Kamera: Alex Hasskerl
    Produzent: Silvan Zürcher
    mit: Maren Eggert, Britta Hammelstein, Luise Heyer, Andreas Döhler, Milian Zerzawy, Lea Zoe Voss, Ilja Bultmann, Paula Schindler, Luana Greco

    Trailer:
    DER SPATZ IM KAMIN Trailer Deutsch | German [HD]
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  • The room next door

    The room next door

    Ein Film von Pedro Almodóvar.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Pedro Almodóvars ers­tem eng­lisch­spra­chi­gen Spielfilm spie­len Tilda Swinton und Julianne Moore die eins­ti­gen Freundinnen Ingrid und Martha. Als sie sich wie­der­be­geg­nen, ist Martha unheil­bar an Krebs erkrankt und hat einen letz­ten Wunsch.

    THE ROOM NEXT DOOR, der eben mit dem Goldenen Löwen in Venedig aus­ge­zeich­net wur­de, ist Pedro Almodóvars ers­ter eng­lisch­spra­chi­ger Film. Tilda Swinton und Julianne Moore spie­len zwei Freundinnen, die ein­an­der einst sehr nahe waren, und die auch ein gemein­sa­mer Ex-Lover ver­bin­det, aber die schon lan­ge den Kontakt ver­lo­ren haben. Bei einer Lesung in New York erfährt Ingrid (Moore), die inzwi­schen erfolg­rei­che Schriftstellerin ist, dass Martha (Swinton), die ihr Geld als Kriegsberichterstatterin ver­dient hat, schwer an Krebs erkrankt ist. Sie besucht Martha im Krankenhaus und wird fast durch Zufall, weil sie gera­de da ist, und auch weil sie nicht nein sagen kann, zur Verbündeten von Marthas letz­ten Lebenstagen. Denn Martha wünscht sich einen selbst­be­stimm­ten Tod, den sie wie ein raf­fi­nier­tes Verbrechen bis ins Detail geplant hat, und sie wünscht sich einen Menschen, der dann in ihrer Nähe ist.

    Dass die Art, wie Martha Ingrid in ihre Pläne ein­bin­det, an emo­tio­na­le Erpressung grenzt, gehört eben­so zu den Ecken und Kanten der Erzählung wie die Tatsache, dass Ingrid Martha nicht erzählt, dass sie noch Kontakt zu besag­tem Ex-Lover hat. THE ROOM NEXT DOOR nach dem Roman „What Are You Going Through?“ von Sigrid Nunez ist so etwas wie Almodóvars far­ben­fro­he Fantasie von einem mög­lichst guten Tod im Angesicht von Krankheit und Verfall, und deren Versatzstücke unter­schei­den sich von den übli­chen fil­mi­schen Angeboten, die meist von Versöhnung mit den Liebsten, Befreiung von Schuld oder scho­nungs­lo­ser Ehrlichkeit träu­men. Mehrfach krei­sen die Gespräche um Kunst, die auch noch Bestand hat, wenn alles ande­re in Desinteresse ver­sinkt – immer wie­der wird „The Dead“ von Joyce zitiert -, die Farbgestaltung schwelgt in geschmack­vol­len Kontrasten, und das zen­tra­le Thema ist wie so oft bei Almodóvar die radi­kal selbst­be­stimm­te Gestaltung des eige­nen Lebens.

    THE ROOM NEXT DOOR erin­nert an Almodóvars LEID UND HERRLICHKEIT in der Art, wie die ein­zel­nen Figuren und Gespräche eher Vehikel für Überlegungen des Regisseurs zu sein schei­nen als psy­cho­lo­gisch glaub­haf­te Personen. Besonders fällt das bei Julianne Moore auf, die man sonst für ihre nuan­cen­rei­che, natu­ra­lis­ti­sche Darstellung kennt. Zu Almodóvars Positionen gehört dabei auch der vehe­men­te Einsatz für eine Legalisierung der Sterbehilfe. Aber auch die Gegenposition for­mu­liert der Film. Einmal sagt Ingrid: „Es geht um das Recht, in Würde zu ster­ben.“ und ihr Gegenüber ent­geg­net lako­nisch: „Mach dir kei­ne Sorgen, wenn das Gesundheitssystem zusam­men­bricht, wer­den wir das alle.“

    Hendrike Bake | indiekino

    Credits:

    DE 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Pedro Almodóvar
    Kamera: Eduard Grau
    Schnitt: Teresa Font
    mit: Tilda Swinton, Julianne Moore, John Turturro, Alessandro Nivola, Juan Diego Botto 

    Trailer:
    THE ROOM NEXT DOOR | Teaser Trailer (2024)
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  • Dahomey

    Dahomey

    Ein Film von Mati Diop.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    November 2021: 26 Kunstschätze des Königreichs Dahomey ver­las­sen Paris und keh­ren in ihr Herkunftsland, das heu­ti­ge Benin, zurück. Zusammen mit Tausenden ande­ren Gegenständen wur­den sie 1892 von fran­zö­si­schen Kolonialtruppen geraubt. Doch wie sol­len die zurück­keh­ren­den Objekte emp­fan­gen wer­den, in einem Land, das sich wäh­rend ihrer Abwesenheit stark ver­än­dert hat? Unter den Studierenden der Universität von Abomey-Calavi in Benin ent­flammt eine poli­ti­sche Debatte.

    Berlinale 2024: Goldener Bär

    Credits:


    FR/SN/BJ 2024, 67 Min., Französisch, Fon, Englisch OmU
    Regie: Mati Diop

    Kamera: Josephine Drouin Viallard
    Schnitt: Gabriel Gonzalez

    Trailer:
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  • Frau aus Freiheit

    Frau aus Freiheit

    Ein Film von Małgorzata Szumowska & Michał Englert. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Polen in den frü­hen 1980ern. Während das Land dem Kommunismus all­mäh­lich den Rücken kehrt und sich zu einem demo­kra­ti­schen Staat wan­delt, sucht Aniela Wesoły in einer Kleinstadt ihre Freiheit als Frau. Schon wäh­rend ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie, sich anders zu füh­len. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staat­li­che Repressionen kön­nen sie davon abhal­ten, end­lich die Person zu wer­den, die sie schon immer war.

    Vor dem Hintergrund der jün­ge­ren his­to­ri­schen Entwicklungen in Polen erzählt „Frau aus Freiheit“ von der Selbstermächtigung einer Frau über 50 Jahre. Der neue Filme von Małgorzata Szumowska und Michał Englert („33 Szenen aus dem Leben“, „Im Namen des…“, „Body“) ist ein bewe­gend gespiel­tes Figurenporträt von epi­scher Wucht, das sich nicht vor gesell­schaft­li­chen Themen scheut, die auch im Polen von heu­te noch höchs­te Brisanz haben. Der Film wur­de im Wettbewerb von Venedig gefei­ert und glaubt, ganz im Geiste des gro­ßen Regisseurs Andrzej Wajda dar­an, dass Kino die Kraft der Veränderung in sich trägt!

    Credits:

    Kobieta Z…
    PL/SE 2023, 132 Min., poln. OmU
    Regie: Małgorzata Szumowska & Michał Englert

    Kamera: Michał Englert
    Schnitt: Jarosław Kamiński
    mit: Małgorzata Hajewska, Joanna Kulig, Mateusz Więcławek, Bogumiła Bajor

    Trailer:
    Frau aus Freiheit – OmU – Trailer
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt für zuhause
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt für zuhause
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  • Frau aus Freiheit

    Frau aus Freiheit

    Ein Film von Małgorzata Szumowska & Michał Englert. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Polen in den frü­hen 1980ern. Während das Land dem Kommunismus all­mäh­lich den Rücken kehrt und sich zu einem demo­kra­ti­schen Staat wan­delt, sucht Aniela Wesoły in einer Kleinstadt ihre Freiheit als Frau. Schon wäh­rend ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie, sich anders zu füh­len. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staat­li­che Repressionen kön­nen sie davon abhal­ten, end­lich die Person zu wer­den, die sie schon immer war.

    Vor dem Hintergrund der jün­ge­ren his­to­ri­schen Entwicklungen in Polen erzählt „Frau aus Freiheit“ von der Selbstermächtigung einer Frau über 50 Jahre. Der neue Filme von Małgorzata Szumowska und Michał Englert („33 Szenen aus dem Leben“, „Im Namen des…“, „Body“) ist ein bewe­gend gespiel­tes Figurenporträt von epi­scher Wucht, das sich nicht vor gesell­schaft­li­chen Themen scheut, die auch im Polen von heu­te noch höchs­te Brisanz haben. Der Film wur­de im Wettbewerb von Venedig gefei­ert und glaubt, ganz im Geiste des gro­ßen Regisseurs Andrzej Wajda dar­an, dass Kino die Kraft der Veränderung in sich trägt!

    Credits:

    Kobieta Z…
    PL/SE 2023, 132 Min., poln. OmU
    Regie: Małgorzata Szumowska & Michał Englert

    Kamera: Michał Englert
    Schnitt: Jarosław Kamiński
    mit: Małgorzata Hajewska, Joanna Kulig, Mateusz Więcławek, Bogumiła Bajor

    Trailer:
    Frau aus Freiheit – OmU – Trailer
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  • The room next door

    The room next door

    Ein Film von Pedro Almodóvar.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Pedro Almodóvars ers­tem eng­lisch­spra­chi­gen Spielfilm spie­len Tilda Swinton und Julianne Moore die eins­ti­gen Freundinnen Ingrid und Martha. Als sie sich wie­der­be­geg­nen, ist Martha unheil­bar an Krebs erkrankt und hat einen letz­ten Wunsch.

    THE ROOM NEXT DOOR, der eben mit dem Goldenen Löwen in Venedig aus­ge­zeich­net wur­de, ist Pedro Almodóvars ers­ter eng­lisch­spra­chi­ger Film. Tilda Swinton und Julianne Moore spie­len zwei Freundinnen, die ein­an­der einst sehr nahe waren, und die auch ein gemein­sa­mer Ex-Lover ver­bin­det, aber die schon lan­ge den Kontakt ver­lo­ren haben. Bei einer Lesung in New York erfährt Ingrid (Moore), die inzwi­schen erfolg­rei­che Schriftstellerin ist, dass Martha (Swinton), die ihr Geld als Kriegsberichterstatterin ver­dient hat, schwer an Krebs erkrankt ist. Sie besucht Martha im Krankenhaus und wird fast durch Zufall, weil sie gera­de da ist, und auch weil sie nicht nein sagen kann, zur Verbündeten von Marthas letz­ten Lebenstagen. Denn Martha wünscht sich einen selbst­be­stimm­ten Tod, den sie wie ein raf­fi­nier­tes Verbrechen bis ins Detail geplant hat, und sie wünscht sich einen Menschen, der dann in ihrer Nähe ist.

    Dass die Art, wie Martha Ingrid in ihre Pläne ein­bin­det, an emo­tio­na­le Erpressung grenzt, gehört eben­so zu den Ecken und Kanten der Erzählung wie die Tatsache, dass Ingrid Martha nicht erzählt, dass sie noch Kontakt zu besag­tem Ex-Lover hat. THE ROOM NEXT DOOR nach dem Roman „What Are You Going Through?“ von Sigrid Nunez ist so etwas wie Almodóvars far­ben­fro­he Fantasie von einem mög­lichst guten Tod im Angesicht von Krankheit und Verfall, und deren Versatzstücke unter­schei­den sich von den übli­chen fil­mi­schen Angeboten, die meist von Versöhnung mit den Liebsten, Befreiung von Schuld oder scho­nungs­lo­ser Ehrlichkeit träu­men. Mehrfach krei­sen die Gespräche um Kunst, die auch noch Bestand hat, wenn alles ande­re in Desinteresse ver­sinkt – immer wie­der wird „The Dead“ von Joyce zitiert -, die Farbgestaltung schwelgt in geschmack­vol­len Kontrasten, und das zen­tra­le Thema ist wie so oft bei Almodóvar die radi­kal selbst­be­stimm­te Gestaltung des eige­nen Lebens.

    THE ROOM NEXT DOOR erin­nert an Almodóvars LEID UND HERRLICHKEIT in der Art, wie die ein­zel­nen Figuren und Gespräche eher Vehikel für Überlegungen des Regisseurs zu sein schei­nen als psy­cho­lo­gisch glaub­haf­te Personen. Besonders fällt das bei Julianne Moore auf, die man sonst für ihre nuan­cen­rei­che, natu­ra­lis­ti­sche Darstellung kennt. Zu Almodóvars Positionen gehört dabei auch der vehe­men­te Einsatz für eine Legalisierung der Sterbehilfe. Aber auch die Gegenposition for­mu­liert der Film. Einmal sagt Ingrid: „Es geht um das Recht, in Würde zu ster­ben.“ und ihr Gegenüber ent­geg­net lako­nisch: „Mach dir kei­ne Sorgen, wenn das Gesundheitssystem zusam­men­bricht, wer­den wir das alle.“

    Hendrike Bake | indiekino

    Credits:

    DE 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Pedro Almodóvar
    Kamera: Eduard Grau
    Schnitt: Teresa Font
    mit: Tilda Swinton, Julianne Moore, John Turturro, Alessandro Nivola, Juan Diego Botto 

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    THE ROOM NEXT DOOR | Teaser Trailer (2024)
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  • Dahomey

    Dahomey

    Ein Film von Mati Diop.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    November 2021: 26 Kunstschätze des Königreichs Dahomey ver­las­sen Paris und keh­ren in ihr Herkunftsland, das heu­ti­ge Benin, zurück. Zusammen mit Tausenden ande­ren Gegenständen wur­den sie 1892 von fran­zö­si­schen Kolonialtruppen geraubt. Doch wie sol­len die zurück­keh­ren­den Objekte emp­fan­gen wer­den, in einem Land, das sich wäh­rend ihrer Abwesenheit stark ver­än­dert hat? Unter den Studierenden der Universität von Abomey-Calavi in Benin ent­flammt eine poli­ti­sche Debatte.

    Berlinale 2024: Goldener Bär

    Credits:


    FR/SN/BJ 2024, 67 Min., Französisch, Fon, Englisch OmU
    Regie: Mati Diop

    Kamera: Josephine Drouin Viallard
    Schnitt: Gabriel Gonzalez

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  • Frau aus Freiheit

    Frau aus Freiheit

    Ein Film von Małgorzata Szumowska & Michał Englert. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Polen in den frü­hen 1980ern. Während das Land dem Kommunismus all­mäh­lich den Rücken kehrt und sich zu einem demo­kra­ti­schen Staat wan­delt, sucht Aniela Wesoły in einer Kleinstadt ihre Freiheit als Frau. Schon wäh­rend ihrer Kindheit und Jugend beginnt sie, sich anders zu füh­len. Ihre Umgebung reagiert mit Unverständnis und Verdrängung. Doch weder die Widerstände in ihrer Familie noch staat­li­che Repressionen kön­nen sie davon abhal­ten, end­lich die Person zu wer­den, die sie schon immer war.

    Vor dem Hintergrund der jün­ge­ren his­to­ri­schen Entwicklungen in Polen erzählt „Frau aus Freiheit“ von der Selbstermächtigung einer Frau über 50 Jahre. Der neue Filme von Małgorzata Szumowska und Michał Englert („33 Szenen aus dem Leben“, „Im Namen des…“, „Body“) ist ein bewe­gend gespiel­tes Figurenporträt von epi­scher Wucht, das sich nicht vor gesell­schaft­li­chen Themen scheut, die auch im Polen von heu­te noch höchs­te Brisanz haben. Der Film wur­de im Wettbewerb von Venedig gefei­ert und glaubt, ganz im Geiste des gro­ßen Regisseurs Andrzej Wajda dar­an, dass Kino die Kraft der Veränderung in sich trägt!

    Credits:

    Kobieta Z…
    PL/SE 2023, 132 Min., poln. OmU
    Regie: Małgorzata Szumowska & Michał Englert

    Kamera: Michał Englert
    Schnitt: Jarosław Kamiński
    mit: Małgorzata Hajewska, Joanna Kulig, Mateusz Więcławek, Bogumiła Bajor

    Trailer:
    Frau aus Freiheit – OmU – Trailer
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