Rohbau

Ein Film von Tuna Kaptan.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Ist es das schlech­te Gewissen, hilf­lo­se Panik, Einsicht oder Angst vor den Konsequenzen, was den Architekten Lutz dazu bringt, die 14-jäh­ri­ge Irsa zurück nach Albanien zu brin­gen? Nach der Pleite sei­nes eige­nen Büros bekam von einem Kollegen gna­den­hal­ber einen Job als Bauleiter bei einem Projekt für Luxuswohnungen. Auch alle erfor­der­li­chen Maßnahmen jen­seits der Grauzone, die zur Einhaltung von Terminen und Ausgaben nötig sind, fal­len in sei­nen Aufgaben- und Verantwortungsbereich, so auch, wie hier, Unfälle.
Ein ille­gal beschäf­tig­ter Bauarbeiter aus Albanien ver­un­glückt töd­lich und muss unauf­fäl­lig besei­tigt wer­den. Überraschend jedoch ver­schafft sich am nächs­ten Tag Irsa, die jun­ge Tochter des Mannes, des­sen Leiche Lutz gera­de im Fluss ver­senkt hat, Zugang zur Baustelle. Während er gera­de mit einem Investoren-Paar ver­han­delt und Aussicht auf einen beruf­li­chen Neustart im gro­ßen Stil wit­tert, lässt sie nicht locker bei der Suche nach dem Vater. In die Enge gedrängt, macht er sich mit dem Mädchen auf Richtung Süden.
Angenehm zurück­hal­tend, ohne spek­ta­ku­lä­re Szenen erzählt erzählt der Film von unge­heu­er­li­cher, aber all­täg­li­cher Realität:
„Die Baubranche mit ihren vie­len ille­gal beschäf­tig­ten unsicht­ba­ren ArbeiterInnen bil­det die Kulisse für Lutz und Irsa. Der tra­gi­sche Unfall in der Hafencity Hamburg im November 2023 mit fünf Toten ver­deut­licht die Vulnerabilität ille­gal beschäf­tig­ter MigrantInnen, ins­be­son­de­re derer aus Herkunftsländern, die weder EU- noch Schengen-Mitglied sind. Irsas Suche nach ihrem Vater und ihrem Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ste­hen im kras­sen Kontrast zu Lutz‘ Streben nach beruf­li­chem Erfolg. Die erzwun­ge­ne Verbindung zwi­schen ihnen wirft Fragen nach Schuld und dem System der Ausbeutung auf…“
Tuna Kaptan

Credits:

DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
Regie: Tuna Kaptan
Kamera: Ben Bernhard
Schnitt: Beatrice Babin
mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

Trailer:
ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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Kategorie: Vorstellung

  • Rohbau

    Rohbau

    Ein Film von Tuna Kaptan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ist es das schlech­te Gewissen, hilf­lo­se Panik, Einsicht oder Angst vor den Konsequenzen, was den Architekten Lutz dazu bringt, die 14-jäh­ri­ge Irsa zurück nach Albanien zu brin­gen? Nach der Pleite sei­nes eige­nen Büros bekam von einem Kollegen gna­den­hal­ber einen Job als Bauleiter bei einem Projekt für Luxuswohnungen. Auch alle erfor­der­li­chen Maßnahmen jen­seits der Grauzone, die zur Einhaltung von Terminen und Ausgaben nötig sind, fal­len in sei­nen Aufgaben- und Verantwortungsbereich, so auch, wie hier, Unfälle.
    Ein ille­gal beschäf­tig­ter Bauarbeiter aus Albanien ver­un­glückt töd­lich und muss unauf­fäl­lig besei­tigt wer­den. Überraschend jedoch ver­schafft sich am nächs­ten Tag Irsa, die jun­ge Tochter des Mannes, des­sen Leiche Lutz gera­de im Fluss ver­senkt hat, Zugang zur Baustelle. Während er gera­de mit einem Investoren-Paar ver­han­delt und Aussicht auf einen beruf­li­chen Neustart im gro­ßen Stil wit­tert, lässt sie nicht locker bei der Suche nach dem Vater. In die Enge gedrängt, macht er sich mit dem Mädchen auf Richtung Süden.
    Angenehm zurück­hal­tend, ohne spek­ta­ku­lä­re Szenen erzählt erzählt der Film von unge­heu­er­li­cher, aber all­täg­li­cher Realität:
    „Die Baubranche mit ihren vie­len ille­gal beschäf­tig­ten unsicht­ba­ren ArbeiterInnen bil­det die Kulisse für Lutz und Irsa. Der tra­gi­sche Unfall in der Hafencity Hamburg im November 2023 mit fünf Toten ver­deut­licht die Vulnerabilität ille­gal beschäf­tig­ter MigrantInnen, ins­be­son­de­re derer aus Herkunftsländern, die weder EU- noch Schengen-Mitglied sind. Irsas Suche nach ihrem Vater und ihrem Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ste­hen im kras­sen Kontrast zu Lutz‘ Streben nach beruf­li­chem Erfolg. Die erzwun­ge­ne Verbindung zwi­schen ihnen wirft Fragen nach Schuld und dem System der Ausbeutung auf…“
    Tuna Kaptan

    Credits:

    DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
    Regie: Tuna Kaptan
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Beatrice Babin
    mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

    Trailer:
    ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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  • Memory

    Memory

    Ein Film von Michel Franco.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sylvia arbei­tet als Pflegerin, ist allein­er­zie­hen­de Mutter einer wun­der­ba­ren Tochter, hat die Alkoholsucht hin­ter sich gelas­sen und ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester und Menschen um sich her­um, die sie schät­zen und mögen. Doch tief in sich trägt Sylvia ein tie­fes Trauma. Als sie von einem Klassentreffen nach Hause geht, wird sie von einem frem­den Mann ver­folgt. Dieser Mann heißt Saul und lei­det unter dem Anfangsstadium der Demenz. Und auch wenn das ers­te Zusammentreffen der Beiden unter kei­nem guten Stern steht, nähern sich Sylvia und Saul lang­sam an. Denn sie spü­ren, dass sie eine gro­ße Verletzlichkeit ver­bin­det.
    Dem Film gelingt es, die Annäherung die­ser bei­den „ver­lo­re­nen Seelen“ und die Liebesbeziehung in einer unglaub­lich anrüh­ren­den Zartheit zu inszenieren.“

    Aus der Jury Begründung der Filmbewertugsstelle – FBW:
    „Dabei ist MEMORY von ganz eige­ner, auch visu­el­ler Eleganz. Francos Film wirkt wie aus einem Guss. Tatsächlich zeich­net Franco für Regie, Buch und auch Schnitt ver­ant­wort­lich. Und auch die Kamera folgt dem Konzept des Films. Bis auf weni­ge intro­du­zie­ren­de Großaufnahmen zu Beginn, beschränkt sich Francos Leib-und Magen-Kameramann Yves Cape maxi­mal auf Halbtotalen, die das Publikum Sylvia und Saul nie­mals zu nahe kom­men lässt. MEMORY nimmt sich Zeit und Raum für die Gefühle sei­ner Protagonisten, traut sich, psy­chi­sche Erkrankungen ernst zu neh­men, ver­liert sich aber nicht in Rührseligkeit. Dramaturgisch geschickt ist MEMORY von Anfang an unter­schwel­lig so span­nend ange­legt, dass die Jury kei­ne Sekunde hät­te ver­säu­men wol­len. In der Tat hat die Jury sel­ten ein an sich sper­ri­ges Thema mit so viel Eleganz, bild­li­cher Ästhetik und Dramaturgie so über­zeu­gend für die Leinwand insze­niert gesehen.“

    Memory
    Credits:


    US, MX 2023, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Michel Franco
    Kamera: Yves Cape
    Schnitt: Oscar Figueroa Jara, Michel Franco
    mit: Jessica Chastain, Peter Sarsgaard, Merritt Wever, Brooke Timber, Josh Charles

    Trailer:
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt für zuhause
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  • Rohbau

    Rohbau

    Ein Film von Tuna Kaptan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ist es das schlech­te Gewissen, hilf­lo­se Panik, Einsicht oder Angst vor den Konsequenzen, was den Architekten Lutz dazu bringt, die 14-jäh­ri­ge Irsa zurück nach Albanien zu brin­gen? Nach der Pleite sei­nes eige­nen Büros bekam von einem Kollegen gna­den­hal­ber einen Job als Bauleiter bei einem Projekt für Luxuswohnungen. Auch alle erfor­der­li­chen Maßnahmen jen­seits der Grauzone, die zur Einhaltung von Terminen und Ausgaben nötig sind, fal­len in sei­nen Aufgaben- und Verantwortungsbereich, so auch, wie hier, Unfälle.
    Ein ille­gal beschäf­tig­ter Bauarbeiter aus Albanien ver­un­glückt töd­lich und muss unauf­fäl­lig besei­tigt wer­den. Überraschend jedoch ver­schafft sich am nächs­ten Tag Irsa, die jun­ge Tochter des Mannes, des­sen Leiche Lutz gera­de im Fluss ver­senkt hat, Zugang zur Baustelle. Während er gera­de mit einem Investoren-Paar ver­han­delt und Aussicht auf einen beruf­li­chen Neustart im gro­ßen Stil wit­tert, lässt sie nicht locker bei der Suche nach dem Vater. In die Enge gedrängt, macht er sich mit dem Mädchen auf Richtung Süden.
    Angenehm zurück­hal­tend, ohne spek­ta­ku­lä­re Szenen erzählt erzählt der Film von unge­heu­er­li­cher, aber all­täg­li­cher Realität:
    „Die Baubranche mit ihren vie­len ille­gal beschäf­tig­ten unsicht­ba­ren ArbeiterInnen bil­det die Kulisse für Lutz und Irsa. Der tra­gi­sche Unfall in der Hafencity Hamburg im November 2023 mit fünf Toten ver­deut­licht die Vulnerabilität ille­gal beschäf­tig­ter MigrantInnen, ins­be­son­de­re derer aus Herkunftsländern, die weder EU- noch Schengen-Mitglied sind. Irsas Suche nach ihrem Vater und ihrem Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ste­hen im kras­sen Kontrast zu Lutz‘ Streben nach beruf­li­chem Erfolg. Die erzwun­ge­ne Verbindung zwi­schen ihnen wirft Fragen nach Schuld und dem System der Ausbeutung auf…“
    Tuna Kaptan

    Credits:

    DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
    Regie: Tuna Kaptan
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Beatrice Babin
    mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

    Trailer:
    ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

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    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt für zuhause
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  • Memory

    Memory

    Ein Film von Michel Franco.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sylvia arbei­tet als Pflegerin, ist allein­er­zie­hen­de Mutter einer wun­der­ba­ren Tochter, hat die Alkoholsucht hin­ter sich gelas­sen und ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester und Menschen um sich her­um, die sie schät­zen und mögen. Doch tief in sich trägt Sylvia ein tie­fes Trauma. Als sie von einem Klassentreffen nach Hause geht, wird sie von einem frem­den Mann ver­folgt. Dieser Mann heißt Saul und lei­det unter dem Anfangsstadium der Demenz. Und auch wenn das ers­te Zusammentreffen der Beiden unter kei­nem guten Stern steht, nähern sich Sylvia und Saul lang­sam an. Denn sie spü­ren, dass sie eine gro­ße Verletzlichkeit ver­bin­det.
    Dem Film gelingt es, die Annäherung die­ser bei­den „ver­lo­re­nen Seelen“ und die Liebesbeziehung in einer unglaub­lich anrüh­ren­den Zartheit zu inszenieren.“

    Aus der Jury Begründung der Filmbewertugsstelle – FBW:
    „Dabei ist MEMORY von ganz eige­ner, auch visu­el­ler Eleganz. Francos Film wirkt wie aus einem Guss. Tatsächlich zeich­net Franco für Regie, Buch und auch Schnitt ver­ant­wort­lich. Und auch die Kamera folgt dem Konzept des Films. Bis auf weni­ge intro­du­zie­ren­de Großaufnahmen zu Beginn, beschränkt sich Francos Leib-und Magen-Kameramann Yves Cape maxi­mal auf Halbtotalen, die das Publikum Sylvia und Saul nie­mals zu nahe kom­men lässt. MEMORY nimmt sich Zeit und Raum für die Gefühle sei­ner Protagonisten, traut sich, psy­chi­sche Erkrankungen ernst zu neh­men, ver­liert sich aber nicht in Rührseligkeit. Dramaturgisch geschickt ist MEMORY von Anfang an unter­schwel­lig so span­nend ange­legt, dass die Jury kei­ne Sekunde hät­te ver­säu­men wol­len. In der Tat hat die Jury sel­ten ein an sich sper­ri­ges Thema mit so viel Eleganz, bild­li­cher Ästhetik und Dramaturgie so über­zeu­gend für die Leinwand insze­niert gesehen.“

    Memory
    Credits:


    US, MX 2023, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Michel Franco
    Kamera: Yves Cape
    Schnitt: Oscar Figueroa Jara, Michel Franco
    mit: Jessica Chastain, Peter Sarsgaard, Merritt Wever, Brooke Timber, Josh Charles

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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
    ELEMENT OF CRIME in ‚Wenn es dun­kel und kalt wird in Berlin‘ | TRAILER – Jetzt für zuhause
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  • Rohbau

    Rohbau

    Ein Film von Tuna Kaptan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ist es das schlech­te Gewissen, hilf­lo­se Panik, Einsicht oder Angst vor den Konsequenzen, was den Architekten Lutz dazu bringt, die 14-jäh­ri­ge Irsa zurück nach Albanien zu brin­gen? Nach der Pleite sei­nes eige­nen Büros bekam von einem Kollegen gna­den­hal­ber einen Job als Bauleiter bei einem Projekt für Luxuswohnungen. Auch alle erfor­der­li­chen Maßnahmen jen­seits der Grauzone, die zur Einhaltung von Terminen und Ausgaben nötig sind, fal­len in sei­nen Aufgaben- und Verantwortungsbereich, so auch, wie hier, Unfälle.
    Ein ille­gal beschäf­tig­ter Bauarbeiter aus Albanien ver­un­glückt töd­lich und muss unauf­fäl­lig besei­tigt wer­den. Überraschend jedoch ver­schafft sich am nächs­ten Tag Irsa, die jun­ge Tochter des Mannes, des­sen Leiche Lutz gera­de im Fluss ver­senkt hat, Zugang zur Baustelle. Während er gera­de mit einem Investoren-Paar ver­han­delt und Aussicht auf einen beruf­li­chen Neustart im gro­ßen Stil wit­tert, lässt sie nicht locker bei der Suche nach dem Vater. In die Enge gedrängt, macht er sich mit dem Mädchen auf Richtung Süden.
    Angenehm zurück­hal­tend, ohne spek­ta­ku­lä­re Szenen erzählt erzählt der Film von unge­heu­er­li­cher, aber all­täg­li­cher Realität:
    „Die Baubranche mit ihren vie­len ille­gal beschäf­tig­ten unsicht­ba­ren ArbeiterInnen bil­det die Kulisse für Lutz und Irsa. Der tra­gi­sche Unfall in der Hafencity Hamburg im November 2023 mit fünf Toten ver­deut­licht die Vulnerabilität ille­gal beschäf­tig­ter MigrantInnen, ins­be­son­de­re derer aus Herkunftsländern, die weder EU- noch Schengen-Mitglied sind. Irsas Suche nach ihrem Vater und ihrem Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ste­hen im kras­sen Kontrast zu Lutz‘ Streben nach beruf­li­chem Erfolg. Die erzwun­ge­ne Verbindung zwi­schen ihnen wirft Fragen nach Schuld und dem System der Ausbeutung auf…“
    Tuna Kaptan

    Credits:

    DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
    Regie: Tuna Kaptan
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Beatrice Babin
    mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

    Trailer:
    ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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  • Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Element of Crime in Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Film von Charly Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Charly Hübner hat einen Film über ELEMENT OF CRIME gedreht.
    Dieser Film erzählt die Geschichte und Gegenwart von ELEMENT OF CRIME, es geht um Musik, Freundschaft, eine Haltung zur Welt und über das Geheimnis, wie man über 30 Jahre zusam­men Musik macht. Er folgt der Band auf einer klei­nen Tour durch Berlin, die eigens zu die­sem Zweck orga­ni­siert wur­de und die vom klei­nen Privatclub über SO36, Lido, Admiralspalast zu größ­ten Konzert im OpenAir der Zitadelle Spandau führ­te, immer mit aus­ge­such­tem Support.
    Es ist ein Heimatfilm, dabei auch etwas nost­al­gisch. Es gibt viel 80er/90er und SO 36, nicht mehr exis­tie­ren­de Punkte in Schöneberg, Cafe Swing, Risiko, Kob und berich­tet aus der Zeit, als es nicht cool war, eine Band aus Berlin zu sein, son­dern nur noch Klischee. Wie man die NDW über­leb­te, wie die unter­schied­li­chen Richtungen und Schwerpunkte der ein­zel­nen Bandmitglieder zusam­men­ka­men. Was wich­tig war, ein biss­chen Eingemachtes, wie Musik gemacht und wie gelebt wur­de, und wie sowas heut­zu­ta­ge nur noch als Phrase exis­tiert.
    Für alle, die dabei waren, hät­ten dabei sein, oder ein­fach nur mal schau­en und hören wol­len. Bemerkenswerterweise wer­den die Tracks fast durch­weg – eine Seltenheit in Filmen mit Thema Musik – aus­ge­spielt!
    „Ein Film über uns und dann auch noch auf Tournee, das hat etwas von Tierfilm und wir dann die Tiere, da muss man auf einen guten Regisseur hof­fen und das ist Charly Hübner. Wir wuss­ten, er liebt die Band, wir ver­trau­ten ihm und wir hat­ten Recht damit. Der Film ist toll, ganz anders, als erwar­tet, und das sind immer die bes­ten Filme.“
    Sven Regener

    Credits:


    DE 2024, 93 Min.,
    Regie: Charly Hübner

    Kamera: Casey Campbell
    Schnitt: Christoph Brunner
    mit: Sven Regener, Jakob Ilja, Richard Pappik und Maike Rosa Vogel, Florian
    Horwarth, Isolation Berlin, Von wegen Lisbeth, Steiner & Madlaina, Ansa
    Sauermann

    Trailer:
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  • Memory

    Memory

    Ein Film von Michel Franco.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sylvia arbei­tet als Pflegerin, ist allein­er­zie­hen­de Mutter einer wun­der­ba­ren Tochter, hat die Alkoholsucht hin­ter sich gelas­sen und ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwester und Menschen um sich her­um, die sie schät­zen und mögen. Doch tief in sich trägt Sylvia ein tie­fes Trauma. Als sie von einem Klassentreffen nach Hause geht, wird sie von einem frem­den Mann ver­folgt. Dieser Mann heißt Saul und lei­det unter dem Anfangsstadium der Demenz. Und auch wenn das ers­te Zusammentreffen der Beiden unter kei­nem guten Stern steht, nähern sich Sylvia und Saul lang­sam an. Denn sie spü­ren, dass sie eine gro­ße Verletzlichkeit ver­bin­det.
    Dem Film gelingt es, die Annäherung die­ser bei­den „ver­lo­re­nen Seelen“ und die Liebesbeziehung in einer unglaub­lich anrüh­ren­den Zartheit zu inszenieren.“

    Aus der Jury Begründung der Filmbewertugsstelle – FBW:
    „Dabei ist MEMORY von ganz eige­ner, auch visu­el­ler Eleganz. Francos Film wirkt wie aus einem Guss. Tatsächlich zeich­net Franco für Regie, Buch und auch Schnitt ver­ant­wort­lich. Und auch die Kamera folgt dem Konzept des Films. Bis auf weni­ge intro­du­zie­ren­de Großaufnahmen zu Beginn, beschränkt sich Francos Leib-und Magen-Kameramann Yves Cape maxi­mal auf Halbtotalen, die das Publikum Sylvia und Saul nie­mals zu nahe kom­men lässt. MEMORY nimmt sich Zeit und Raum für die Gefühle sei­ner Protagonisten, traut sich, psy­chi­sche Erkrankungen ernst zu neh­men, ver­liert sich aber nicht in Rührseligkeit. Dramaturgisch geschickt ist MEMORY von Anfang an unter­schwel­lig so span­nend ange­legt, dass die Jury kei­ne Sekunde hät­te ver­säu­men wol­len. In der Tat hat die Jury sel­ten ein an sich sper­ri­ges Thema mit so viel Eleganz, bild­li­cher Ästhetik und Dramaturgie so über­zeu­gend für die Leinwand insze­niert gesehen.“

    Memory
    Credits:


    US, MX 2023, 103 Min., engl. OmU
    Regie: Michel Franco
    Kamera: Yves Cape
    Schnitt: Oscar Figueroa Jara, Michel Franco
    mit: Jessica Chastain, Peter Sarsgaard, Merritt Wever, Brooke Timber, Josh Charles

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