Ein Film von Irene Lusztig.
Die Orte sind nicht weiter außergewöhnlich, die die Kamera in ruhigen Einstellungen einrahmt. Tankstellen und Vorstadthäuser, Gärten und Kirchen, Wohnzimmer und Bars. Eher schon die Frauen, die in diesen Einstellungen die Stimme erheben, und die Erzählungen, die sie wiedergeben. Sie legen Zeugnis ab, intim und offenherzig, erleichtert darüber, nicht mehr allein zu sein, oder wütend.Nur in den seltensten Fällen haben die Vorleserinnen die Briefe selbst geschrieben, allesamt stammen sie einer Sammlung von – meist unveröffentlichten – Leserinnenbriefen aus den 70ern an das liberale feministische Ms. Magazin. Irene Lusztig hat die Frauen auf einer langen Reise durch die Vereinigten Staaten getroffen, läßt sie jeweils sorgfältig ausgewählte, einzelne Briefe vorlesen und ihre Gedanken und Gefühle dazu äußern.
Daraus entsteht ein kritischer Dialog zweier feministischer Generationen und einer Vielzahl von Perspektiven. Eine beeindruckende dokumentarische Geschichtsforschung über Errungenschaften und Niederlagen, einsame und soziale Kämpfe, über marginalisierte Erfahrungen und fortdauernde Unterdrückungen.
[nbsp]
Credits:
USA 2018, 101 Min., engl. OmU
Regie, Kamera, Schnitt: [wikilink]Irene Lusztig[/wikilink]
[nbsp]
- noch keine oder keine mehr
A film by Irene Lusztig. In English with German subtitles:
A petrol station at an Atlanta intersection. A private estate in Bowling Green, Kentucky, complete with a perfect lawn. The front yard of a family home in Connecticut. At first glance, the places Irene Lusztig chose to visit on her two-year journey through the United States seem unremarkable. At each stop, Lusztig had local women read out and comment on letters from the archive of liberal feminist magazine “Ms.”. These letters were originally sent around 40 years ago in response to articles in the magazine, serving also as outlets for their writers, mainly women, to share their personal stories – with intimacy and candour, at times full of relief, at other rage. The letters recount experiences of abortions or lesbian affairs with married women and rail against the magazine’s ignorance of what real life meant for black women.
Irene Lusztig’s documentary set-up succeeds in bringing a wealth of experiences from an earlier generation of the feminist movement into a complex dialogue with the present. The written word only appears to be at the fore, beyond it, there lies a whole universe of feminism for the viewer to discover, which Yours in Sisterhood makes accessible on many levels.
[nbsp]
Credits:
USA 2018, 101 Min., engl. OmU
Regie, Kamera, Schnitt: [wikilink]Irene Lusztig[/wikilink]
[nbsp]
- noch keine oder keine mehr
![[:de]fsk Kino Logo[:]](https://fsk-kino.peripherfilm.de/wp-content/uploads/2022/08/kino-fsk-logo-dark.png)


