Im Prinzip Familie

Im Prinzip Familie

Ein Film von Daniel Abma. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Der neue Film von Daniel Abma (Autobahn 2019, Nach Wriezen 2012) ist zeit­wei­se Mal ein rich­ti­ger „Tearjerker“, aber auch alle, die weit weg vom Wasser gebaut haben, dürf­ten sich gerührt füh­len.
In einem Haus am Ufer eines idyl­li­schen Sees arbei­ten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe mit fünf vor­pu­ber­tä­ren Jungen. Die Kinder nen­nen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, ein­kau­fen, die Kinder zum Schulbus und zu und Freizeitaktivitäten zu brin­gen, gehört eben­so zu ihrem Alltag, wie zuhö­ren, trös­ten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vor­le­sen. Die Betreuer:innen wol­len kei­ne Ersatzeltern sein, und den­noch zei­gen, wie sich ein fami­liä­res Miteinander anfüh­len kann.
Alle Kinder, die hier leben, ver­eint vor allem eines: der Wunsch eines Tages nach Hause zurück­zu­keh­ren. Dafür set­zen sich die Erzieher:innen uner­müd­lich ein: sie spre­chen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, doku­men­tie­ren, orga­ni­sie­ren, set­zen gemein­sam Ziele und tref­fen Verabredungen – und wer­den häu­fig ent­täuscht, weil die­se nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Das erin­nert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines über­for­der­ten Systems.
„Im Prinzip Familie gelingt damit, was nur den bes­ten Dokumentarfilmen gelingt: allein durch inten­si­ves Hinschauen Vorurteile abzu­bau­en und neue Perspektiven zu eröff­nen. Er zeigt (zwischen)menschliche Höhen und Tiefen, die schö­nen und die schwie­ri­gen Momenten zwi­schen Sozialarbeiter*innen und Kindern, Konflikte und Versöhnung, schickt sein Publikum auf eine emo­tio­na­le Achterbahnfahrt aus Freude, Wut, Verständnis und Mitgefühl. Und ver­mit­telt dabei ein­drück­lich und auf­dring­lich, wie kom­plex Menschen und ihre Probleme sind.“ Christian Neffe | kino-zeit

Credits:

DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
Regie: Daniel Abma

Kamera: Johannes Praus
Schnitt: Jana Dugnus 

Trailer:
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A film by Daniel Abma. Starts June 5th at the fsk. In German with English subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

When par­ents can no lon­ger ful­fil their duty of care, the children’s world often falls apart. Nothing stays as it was. Suddenly it is no lon­ger mum or dad who are in char­ge but the youth wel­fa­re sys­tem. Daniel Abma fol­lo­wed a youth housing group in a rural area over seve­ral years, show­ing pro­fes­sio­nal edu­ca­tors who want to give five boys bet­ween the ages of seven and four­teen what they need most urgen­tly, day by day: secu­ri­ty, ori­en­ta­ti­on, a home.
The docu­men­ta­ry focus is not on the child­ren but on tho­se who take the par­ents’ place. They some­ti­mes remind us of Don Quixote til­ting at the wind­mills, for the­re is a dif­fu­si­on of respon­si­bi­li­ty bet­ween school, youth wel­fa­re ser­vices, and absent mothers and fathers. Words fail when adults do not keep appoint­ments, when tho­se in char­ge capi­tu­la­te in the face of racist bul­ly­ing and pro­po­se some “time out” – for the bul­lied boy – in a psych­ia­tric faci­li­ty. It would be easy to denoun­ce the­se mecha­nisms, but that is not the point Daniel Abma wants to make. His obser­va­ti­on, both empha­tic and reser­ved, looks ques­tio­nin­gly into the gaps in the sys­tem – with tho­se who are in dan­ger of fal­ling through and tho­se who try to fill them with affec­tion. He makes us suspect that the ans­wer is not to clo­se all the system’s gaps. It is peo­p­le who are the­re for other peo­p­le and take respon­si­bi­li­ty. Luc-Carolin Ziemann

Credits:

DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
Regie: Daniel Abma

Kamera: Johannes Praus
Schnitt: Jana Dugnus 

Trailer:
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