Kino

Das fsk Kino ist ein unab­hän­gi­ges Filmkunstkino in Berlin Kreuzberg


Kunstpreis Film- und Medienkunst:
Das fsk Kino am Oranienplatz gehört zu den ältes­ten unab­hän­gi­gen Programmkino-Initiativen Berlins. 1988 wird das Kino in der Wiener Straße inmit­ten der alter­na­ti­ven Kulturszene Kreuzbergs gegrün­det. Es ist die Zeit der selbst­ver­wal­te­ten Kinobewegung, als Cineasten und poli­ti­sche Gruppen Räume schaf­fen, um jen­seits des Mainstreams Filmkunst sicht­bar zu machen.
Die sechs Gründerinnen – ein loses Kollektiv aus Filmbegeisterten mit unter­schied­li­chen beruf­li­chen Hintergründen – geben dem Kino den Namen fsk. Zu Beginn gab es nur 16mm-Projektoren. Das fsk ist nicht sub­ven­tio­niert. Gezeigt wer­den künst­le­risch inno­va­ti­ve Spiel- und Dokumentarfilme, die im übli­chen Verleihsystem kaum Chancen haben.
Im Jahr 1994 zieht das Kino in die heu­ti­ge Spielstätte unweit des Oranienplatzes. In dem in viel Eigenarbeit errich­te­ten moder­nen Glasbau ent­ste­hen zwei pro­fes­sio­nel­le Kinosäle. Das Team ent­schei­det bis heu­te sei­ne Kuration kol­lek­tiv und ver­folgt eine kla­re ästhe­ti­sche und poli­ti­sche Haltung.
Folgerichtig grün­det das fsk-Kollektiv 1997 den Peripher Filmverleih. Dadurch wur­den zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Filmemacher*innen bekannt,
deren Filme zwar auf Festivals lie­fen und Auszeichnungen erhiel­ten, aber nicht den Weg ins Kino fan­den. Darunter Entdeckungen und Debüts heu­ti­ger „gro­ßer Namen“ wie Jean-Pierre und Luc Dardenne, Kelly Reichardt, Hirokazu Koreeda, Paweł Pawlikowski, Bruno Dumont und Filme der Berliner Schule.
Das Kollektiv unter­stützt mit Filmreihen loka­le poli­ti­sche Initiativen und wen­det sich in direk­ter soli­da­ri­scher Zusammenarbeit auch an Geflüchtete.
Jurybegündung Andreas Kleinert, Helke Misselwitz, Maria Speth

Zitty:
Berlins Beste 2012: Anspruchvollstes Kino
Richtiges, pures Arthouse – für Mainstream-Mätzchen ist im Kreuzberger fsk am Oranienplatz kein Platz. Das Namenskürzel steht übri­gens für Flugzeugsesselkino, die ers­te Bestuhlung stamm­te von aus­ge­mus­ter­ten Lufthansa-Maschinen. Wer also ech­te Entdeckungen machen möch­te, ist hier rich­tig, mit Filmen aus aller Welt, meist in der Originalfassung mit Untertiteln. Und die dür­fen ger­ne mal ele­gisch oder sper­rig sein, damit genug Raum für die Assoziationen des Zuschauers bleibt. (MS)


Die drei bes­ten Berliner Kinos sind …?
Das FSK am Oranienplatz. Da gehe ich zu Fuß hin und schaue an, was gera­de läuft. Das ist das Gegenteil von DVD. Ich tref­fe kei­ne Kaufentscheidung, ich ent­de­cke etwas. (…)
(Christian Petzold im Tagesspiegel Interview 2014)


Galerie:

Copyright: INDIEKINO BERLIN, Fotografin: Marei Wenzel