Martírio

Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – Martírio

Die bra­si­lia­ni­sche Filmemacherin und Kamera­frau Flora Dias (*1985) hat zwei zeit­ge­nös­si­sche Filme aus­ge­wählt, die sich mit indi­ge­nen Völkern in Brasilien beschäf­ti­gen und bei­de gemein­schaft­lich ent­stan­den sind: O ESTRANHO (2023) hat sie selbst zusam­men mit Juruna Mallon gedreht, der epi­sche Dokumentarfilm MARTÍRIO (2016) ist eine Zusammenarbeit von Vincent Carelli, Tatiana Almeida und Ernesto de Carvalho.

Martírio
Vincent Carelli, Tatiana Almeida, Ernesto de Carvalho / Brasilien 2016, Portugiesisch, Guaraní, Spanisch OmeU 162 Min., AM 24.4. um 20Uhr im fsk
Einführung (in eng­li­scher Sprache): Flora Dias

[Tickets]

Viele Jahrhunderte nach der Kolonisierung muss das indi­ge­ne Volk der Guarani Kaiowá immer noch um sei­ne Rechte und sein Land kämp­fen – gegen Großgrundbesitzer, den mäch­ti­gen Apparat der ­Agrarindustrie und die Regierung. Diesem hart­nä­cki­gen Kampf setzt MARTÍRIO ein ein­drucks­vol­les Denkmal. In den 80er Jahren doku­men­tier­te Vincent Carelli erst­ma­lig die Versuche, die Indigenen mit Drohungen, Angriffen und unge­rech­ten Gesetzen zu ent­eig­nen und von ihrem Land zu ver­trei­ben. 15 Jahre spä­ter nahm er den Faden wie­der auf. Historische Archivbilder, neu­es Filmmaterial in Farbe und Schwarzweiß, Anhörungen im bra­si­lia­ni­schen Kongress und Interviews mit Gegnern der Guaraní Kaiowá offen­ba­ren die erschre­cken­de Gewalt, mit der sie tag­täg­lich leben müssen.

Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


Archiv: Termine

  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – Martírio

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – Martírio

    Die bra­si­lia­ni­sche Filmemacherin und Kamera­frau Flora Dias (*1985) hat zwei zeit­ge­nös­si­sche Filme aus­ge­wählt, die sich mit indi­ge­nen Völkern in Brasilien beschäf­ti­gen und bei­de gemein­schaft­lich ent­stan­den sind: O ESTRANHO (2023) hat sie selbst zusam­men mit Juruna Mallon gedreht, der epi­sche Dokumentarfilm MARTÍRIO (2016) ist eine Zusammenarbeit von Vincent Carelli, Tatiana Almeida und Ernesto de Carvalho.

    Martírio
    Vincent Carelli, Tatiana Almeida, Ernesto de Carvalho / Brasilien 2016, Portugiesisch, Guaraní, Spanisch OmeU 162 Min., AM 24.4. um 20Uhr im fsk
    Einführung (in eng­li­scher Sprache): Flora Dias

    [Tickets]

    Viele Jahrhunderte nach der Kolonisierung muss das indi­ge­ne Volk der Guarani Kaiowá immer noch um sei­ne Rechte und sein Land kämp­fen – gegen Großgrundbesitzer, den mäch­ti­gen Apparat der ­Agrarindustrie und die Regierung. Diesem hart­nä­cki­gen Kampf setzt MARTÍRIO ein ein­drucks­vol­les Denkmal. In den 80er Jahren doku­men­tier­te Vincent Carelli erst­ma­lig die Versuche, die Indigenen mit Drohungen, Angriffen und unge­rech­ten Gesetzen zu ent­eig­nen und von ihrem Land zu ver­trei­ben. 15 Jahre spä­ter nahm er den Faden wie­der auf. Historische Archivbilder, neu­es Filmmaterial in Farbe und Schwarzweiß, Anhörungen im bra­si­lia­ni­schen Kongress und Interviews mit Gegnern der Guaraní Kaiowá offen­ba­ren die erschre­cken­de Gewalt, mit der sie tag­täg­lich leben müssen.

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Stranger Eyes

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Stranger Eyes

    Der sin­ga­pu­ri­sche Drehbuchautor und Regisseur und der­zei­ti­ge DAAD-Stipendiat Yeo Siew Hua (1985) hat neben sei­nem drit­ten Langfilm STRANGER EYES (2024) einen wei­te­ren Film des zeit­ge­nös­si­schen Kinos aus Asien aus­ge­wählt: POETRY (2010) von Lee Chang-dong. Beide Filme war­ten mit bekann­ten Schauspielerinnen in groß­ar­ti­gen Performances auf: Lee Kang-sheng, der Star aus den Filmen von Tsai Ming-liang in STRANGER EYES und die legen­dä­re Yun Jung-hee, die für ihre Rolle in POETRY aus dem Ruhestand zurück­ge­kehrt ist.
    Die Präsentation von Stipendiat*innen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, die tra­di­tio­nell seit Jahrzehnten im Kino Arsenal statt­fin­den, wer­den im Rahmen von Arsenal on Location im fsk Kino am Oranienplatz weitergeführt.

    Stranger Eyes
    Di 14.10., 20 Uhr, anschlie­ßend Gespräch mit Yeo Siew Hua, Moderation: Birgit Kohler
    • Yeo Siew Hua • Singapur/Taiwan/Frankreich/USA 2024 • DCP • OmeU 126′

    [Tickets]

    I’m wat­ching you“ – ein T‑Shirt-Aufdruck zu Beginn – ist Teil des Programms von Stranger Eyes, der die (auch dem Kino inhä­ren­ten) Dynamiken des Sehens und Gesehenwerdens in viel­fäl­ti­ger Weise reflek­tiert. Nachdem die zwei­jäh­ri­ge Tochter eines jun­gen Paars auf dem Spielplatz spur­los ver­schwun­den ist, ver­zwei­feln die Eltern ob der erfolg­lo­sen Suche. Als sie anonym DVDs erhal­ten, die vor und nach dem Verschwinden des Kindes heim­lich gefilm­te pri­va­te Szenen zei­gen, instal­liert die Polizei eine Überwachungskamera vor ihrer Wohnung. Bald gerät ihr Nachbar Wu (Lee Kang-sheng) unter Verdacht. Stranger Eyes ver­han­delt Voyeurismus, media­le Selbstinszenierung, Überwachungskultur und die Allgegenwart von Kameras im digi­ta­len Zeitalter in Form eines Thrillers, der mehr­fach die Erzählperspektive wech­selt und zu einer Studie über urba­ne Isolation wird. (bik)

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Arsenal on location: Forum & Friends VI: Keren Cytter – Filme & Videos 2

    Arsenal on location: Forum & Friends VI: Keren Cytter – Filme & Videos 2

    The wrong movie

    [Tickets]

    Forum & Friends VI prä­sen­tiert im November an zwei Abenden Filme der israe­li­schen Künstlerin Keren Cytter im fsk Kino: zwei Kurzfilmprogramme und der abend­fül­len­den Film THE WRONG MOVIE (USA, B 2024), der sei­ne Premiere beim Forum der Berlinale hat­te. Keren Cytters Filme wer­den von einer bewusst künst­lich-künst­le­ri­schen Art getra­gen, Narration mit Dekonstruktion, Linearität mit Fragmentalität, Figuration mit dem Absurden, Rebellion mit Fragilität, Coolness mit Trips, Punk mit Romance. Zu den hoch­o­ri­gi­nel­len Plots kommt das asso­zia­ti­ve Spiel mit Form und Medium, Folien und gene­ri­schen Codes, vom Genre über die Kulturgeschichte bis hin zu indi­vi­du­el­len Auteur-Siglen – ein Filmwirbel, hin­ein in die Jetzt-Zeit als vir­tu­el­len Seinszustand. Bis zur Trance.
    Keren Cytter ist eine veri­ta­ble Multimedia-Künstlerin, arbei­tet im Bereich Tanz und Performance, Video und Film, Poesie und in der Bildenden Kunst, v.a. der Zeichnung, hat fünf Romane und drei Kinderbücher geschrie­ben.
    Eine Auswahl ihrer Film-und Videoarbeiten ist nun in dem von Christiane Büchner und Barbara Wurm kura­tier­ten und mode­rier­ten Programmen zu sehen, bei dem Keren Cytter zu Gast sein wird. (Barbara Wurm)

    Als 2024 ihr läs­sig-schrä­ger Spielfilm THE WRONG MOVIE im Berlinale Forum läuft, ist sie auch in Film-Kreisen da ange­kom­men, wo sie in der Welt der inter­na­tio­na­len Kunst längst ist. Die Story rund um „unge­wöhn­li­che Begegnungen mit sex­süch­ti­gen Putzmännern, lie­bes­kran­ken Crack-Addicts und Instagram-Influencern mit Überwachungsdrohnen“ beschreibt Ute Thon als Oszillieren „zwi­schen kon­ven­tio­nel­ler Narration und spie­le­ri­scher Dekonstruktion gän­gi­ger Spielfilmgenres von Melodrama bis Film Noir“; und Trevis Jeppesen ent­deckt in dem Film mit sei­nem „self-depre­ca­ting title and its cri­ti­cal incur­si­on into pre­sent-day exis­ten­ti­al imma­nence and all its post-ideo­lo­gi­cal squal­or … one of the 2024 Berlinale’s gre­at unsung films“.

    Vorfilm: Rainbow Serpent USA 2022 Digital file ohne Dialog 5 Min.

    Mi, 26.11., 20.30 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Barbara Wurm
    RAINBOW SERPENT • Keren Cytter • USA 2022 • Digital file • ohne Dialog • 5’
    THE WRONG MOVIE • Keren Cytter • USA/BEL 2024 • DCP • engl. OF 96′


    Mi, 26.11., 18 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Irina Bondas
    EXPERIMENTAL FILM • Keren Cytter • NL 2002 • Digital file • hebr. OmeU 6’
    FRENCH FILM • Keren Cytter • Israel 2002 • Digital file • franz. OmeU 12’
    SOMETHING HAPPENED • Keren Cytter • D 2009 • Digital file• engl. OF 8’
    CORRECTIONS • Keren Cytter • D 2014 • Digital file • dt./engl. OmeU 8’
    NIGHTMARE • Keren Cytter • D 2007 • Digital file • dt. OmeU 6’
    UNTITLED • Keren Cytter • D 2009 • Digital file • dt. OmeU 9’
    OBJECT • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • russ. OmeU 27’
    DES TROUS • Keren Cytter • Israel 2018 • Digital file • franz. OmeU 14′

    Do, 27.11., 18 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Christiane Büchner
    THE DATES SERIES • Keren Cytter • NL 2004 • Digital file • hebr./dt./frz./nl./engl. OmeU 49’
    DER SPIEGEL • Keren Cytter • D 2008 • Digital file • dt./engl. OmeU 5’
    METAMORPHOSIS • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • engl. OF 11’
    FASHIONS • Keren Cytter • D 2020 • Digital file • engl. OF 31′

    Do, 27.11., 20.30 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Christiane Büchner
    TERRORIST OF LOVE • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • engl. OF 3’
    ENDURANCE • Keren Cytter • USA 2025 • DCP • engl. OF 85′

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Klandestin

    Klandestin

    Ein Film von Angelina Maccarone.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Mischung aus Polit-Thriller und Drama im Schatten der Frankfurter Hochfinanz-Skyline – in Angelina Maccarones fünf­ten Kinofilm tref­fen dort für eine kur­ze Zeit vier Personen schick­sals­haft auf­ein­an­der. Die Eltern der jun­gen Juristin Amina stam­men aus Marokko, des­halb gilt es für die kon­ser­va­ti­ve Europapolitikerin Mathilda als cle­ve­rer Schachzug, sie als per­sön­li­che Assistentin zu gewin­nen. Mathildas guter Freund aus Jugendtagen, der Brite Richard, hat lan­ge in Marokko gelebt. Jetzt kommt er zurück und braucht für Malik, einen von ihm ille­gal ein­ge­schleus­ten Schützling, ein siche­res Versteck, und fragt aus­ge­rech­net die Politikerin um Hilfe für ein Visum und Unterkunft. Ihrem eige­nen poli­ti­schen Credo wider­spre­chend wil­ligt sie ein, und beauf­tragt Amina, auf den jun­gen Mann in ihrer Wohnung auf­zu­pas­sen. Doch Malik, der von einem bes­se­ren Leben in Europa träumt, will sich nicht ein­sper­ren las­sen. Konsequent erzählt der Film aus den vier Perspektiven, wodurch sich nach und nach erst das gan­ze Bild ergibt.
    „Die Perspektiven bün­deln sich zu einem kalei­do­skop­ar­ti­gen Porträt der gegen­wär­ti­gen, von wach­sendem gegen­sei­ti­gen Misstrauen gekenn­zeich­ne­ten Gesellschaft. Dabei ent­hält sich Angelina Maccarone jeg­li­cher Wertung. Sie zeigt die Bilder, ohne zu sym­pa­thi­sie­ren oder Partei zu ergrei­fen. Und Gewissheiten lässt sie eben­falls nicht zu. Wer sich anfangs ein Urteil über eine der Per­sonen gebil­det hat, wird es irgend­wann revi­die­ren müs­sen. Ganz wie im wirk­li­chen Leben sind die Dinge meist nicht so, wie sie zu sein schei­nen…. Angelina Maccarone hat sich mit „Klandestin“ zudem auf die Spuren Claude Chabrols bege­ben. Sie hat eine Polit-Thriller-Handlung mit poli­ti­scher Analyse und bei­ßen­der Gesellschaftskritik ver­knüpft, ohne dabei die intel­li­gen­te Unterhaltung des Publikums zu ver­nach­läs­si­gen.“ Gaby Sikorski | Programmkino.de

    Credits:

    DE 2024, 124 Min., Deutsch, Englisch, Arabisch OmU
    Regie: Angelina Maccarone

    Kamera: Florian Foest
    Schnitt: Gergana Voigt
    mit: Habib Adda, Lambert Wilson, Barbara Sukowa, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler 

    Trailer:
    Klandestin | Trailer [HD]
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  • Oslo-Stories: Liebe

    Oslo-Stories: Liebe

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

    Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
    Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

    Dag Johan Haugerud

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

    Trailer:
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  • Julie bleibt still

    Julie bleibt still

    Ein Film von Leonardo van Dijl.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julie gilt als eines der größ­ten Nachwuchstalente des bel­gi­schen Tennisverbands. Als ihr Trainer Jérémy wegen frag­wür­di­ger Arbeitsmethoden sus­pen­diert wird, gerät Julies Welt ins Wanken. Eine Untersuchung wird ein­ge­lei­tet, und alle Spielerinnen der Tennisschule sol­len aus­sa­gen. Doch Julie bleibt still.

    Je mehr Menschen um sie her­um die Stimmen erhe­ben, des­to grö­ßer wird der Druck auf sie. Julie sieht sich mit star­ren Machtstrukturen und ihrer eige­nen Ohnmacht kon­fron­tiert. In der Stille wächst die Frage, wie sie ihre eige­ne Stärke fin­den kann in einer Welt, die ihr bis­lang die Regeln dik­tiert hat.

    Leonardo Van Dijls fes­seln­des Regiedebüt erzählt ein­dring­lich von Fremdbestimmung, Machtmissbrauch und den lei­sen, aber tief­grei­fen­den Prozessen weib­li­cher Selbstfindung. „Julie bleibt still“ fei­er­te Weltpremiere im Rahmen der Semaine de la Critique beim Filmfestival von Cannes, wo der Film zwei Preise gewann.

    Credits:

    Julie Keeps Quiet
    BE/SE 2024, 100 Min., Niederländisch-fran­zö­si­sche OmU
    Regie: Leonardo van Dijl
    Kamera: Nicolas Karakatsanis
    Schnitt: Bert Jacobs
    mit: Tessa Van den Broeck, Grace Biot, Alyssa Lorette, Ruth Becquart, Koen De Bouw,
    Pierre Gervais, Claire Bodson und Laurent Caron

    Trailer:
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  • Toxic – mit Gast

    Toxic – mit Gast

    Ein Film von Saulė Bliuvaitė.
    Am 25.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Saulė Bliuvaitė.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die jugend­li­che Marija ver­bringt den Sommer bei ihrer Großmutter in einem Industriegebiet im Hinterland Litauens. Aufgrund ihres Gehfehlers wird sie schnell gemobbt und gerät in eine Prügelei mit der gleich­alt­ri­gen Kristina, die – wie vie­le ande­re Mädchen in die­ser abge­häng­ten Gegend – eine Modelschule besucht. Bald schließt sich auch Marija der kult­ähn­li­chen Institution an. Mit der Aussicht auf eine Karriere in der Modebranche wer­den hier Gefühle von Selbsthass nor­ma­li­siert und Essstörungen sind an der Tagesordnung. Während sich eine inti­me Freundschaft zwi­schen Marija und Kristina ent­wi­ckelt, gera­ten die Mädchen in eine sich immer schnel­ler dre­hen­de Spirale, in der sie ihre Körper auf extre­me Weise missbrauchen.

    Beruhend auf eige­nen Erfahrungen offen­bart Regisseurin Saulė Bliuvaitė die toxi­schen Strukturen einer aus­beu­te­ri­schen, patri­ar­cha­len Gesellschaft, mit der vie­le jun­ge Frauen zu kämp­fen haben. Der weib­li­che Körper wird zur Währung, zum mani­pu­lier­ba­ren Objekt – oder viel­leicht doch zum letz­ten Fluchtweg aus einer chan­cen­lo­sen Situation? TOXIC ist von einer inti­men Emotionalität geprägt und bezieht sei­ne Faszination aus dem Gegensatz zwi­schen der Hässlichkeit eines tris­ten Alltags und der Schönheit ech­ter Menschlichkeit und Zuneigung.

    (Wichtiger Hinweis: Dieser Film behan­delt Themen im Zusammenhang mit Essstörungen und Körperbildproblemen und beinhal­tet Darstellungen von Anorexie, Bulimie und Binge-Eating. Diese Inhalte könn­ten für Menschen mit einer Essstörung oder einer ent­spre­chen­den Vergangenheit belas­tend sein.
    Beratungsstellen fin­den: www.bundesfachverbandessstoerungen.de / www.bzga-essstoerungen.de
    Anonyme und kos­ten­freie Onlineberatung: www.ANAD-dialog.de
    Hinweis in Kooperation mit ANAD-dia­log erstellt.)

    Credits:

    Akiplėša
    LT 2024, 99 Min., Litauische OmU
    Regie: Saulė Bliuvaitė

    Kamera: Vytautas Katkus
    Schnitt: Ignė Narbutaitė
    mit: Ieva Rupeikaitė, Vesta Matulytė, Giedrius Savickas, Vilma Raubaitė, Eglė Gabrėnaitė 

    Trailer:
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  • Klandestin

    Klandestin

    Ein Film von Angelina Maccarone.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Mischung aus Polit-Thriller und Drama im Schatten der Frankfurter Hochfinanz-Skyline – in Angelina Maccarones fünf­ten Kinofilm tref­fen dort für eine kur­ze Zeit vier Personen schick­sals­haft auf­ein­an­der. Die Eltern der jun­gen Juristin Amina stam­men aus Marokko, des­halb gilt es für die kon­ser­va­ti­ve Europapolitikerin Mathilda als cle­ve­rer Schachzug, sie als per­sön­li­che Assistentin zu gewin­nen. Mathildas guter Freund aus Jugendtagen, der Brite Richard, hat lan­ge in Marokko gelebt. Jetzt kommt er zurück und braucht für Malik, einen von ihm ille­gal ein­ge­schleus­ten Schützling, ein siche­res Versteck, und fragt aus­ge­rech­net die Politikerin um Hilfe für ein Visum und Unterkunft. Ihrem eige­nen poli­ti­schen Credo wider­spre­chend wil­ligt sie ein, und beauf­tragt Amina, auf den jun­gen Mann in ihrer Wohnung auf­zu­pas­sen. Doch Malik, der von einem bes­se­ren Leben in Europa träumt, will sich nicht ein­sper­ren las­sen. Konsequent erzählt der Film aus den vier Perspektiven, wodurch sich nach und nach erst das gan­ze Bild ergibt.
    „Die Perspektiven bün­deln sich zu einem kalei­do­skop­ar­ti­gen Porträt der gegen­wär­ti­gen, von wach­sendem gegen­sei­ti­gen Misstrauen gekenn­zeich­ne­ten Gesellschaft. Dabei ent­hält sich Angelina Maccarone jeg­li­cher Wertung. Sie zeigt die Bilder, ohne zu sym­pa­thi­sie­ren oder Partei zu ergrei­fen. Und Gewissheiten lässt sie eben­falls nicht zu. Wer sich anfangs ein Urteil über eine der Per­sonen gebil­det hat, wird es irgend­wann revi­die­ren müs­sen. Ganz wie im wirk­li­chen Leben sind die Dinge meist nicht so, wie sie zu sein schei­nen…. Angelina Maccarone hat sich mit „Klandestin“ zudem auf die Spuren Claude Chabrols bege­ben. Sie hat eine Polit-Thriller-Handlung mit poli­ti­scher Analyse und bei­ßen­der Gesellschaftskritik ver­knüpft, ohne dabei die intel­li­gen­te Unterhaltung des Publikums zu ver­nach­läs­si­gen.“ Gaby Sikorski | Programmkino.de

    Credits:

    DE 2024, 124 Min., Deutsch, Englisch, Arabisch OmU
    Regie: Angelina Maccarone

    Kamera: Florian Foest
    Schnitt: Gergana Voigt
    mit: Habib Adda, Lambert Wilson, Barbara Sukowa, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler 

    Trailer:
    Klandestin | Trailer [HD]
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  • Klandestin

    Klandestin

    Ein Film von Angelina Maccarone.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Mischung aus Polit-Thriller und Drama im Schatten der Frankfurter Hochfinanz-Skyline – in Angelina Maccarones fünf­ten Kinofilm tref­fen dort für eine kur­ze Zeit vier Personen schick­sals­haft auf­ein­an­der. Die Eltern der jun­gen Juristin Amina stam­men aus Marokko, des­halb gilt es für die kon­ser­va­ti­ve Europapolitikerin Mathilda als cle­ve­rer Schachzug, sie als per­sön­li­che Assistentin zu gewin­nen. Mathildas guter Freund aus Jugendtagen, der Brite Richard, hat lan­ge in Marokko gelebt. Jetzt kommt er zurück und braucht für Malik, einen von ihm ille­gal ein­ge­schleus­ten Schützling, ein siche­res Versteck, und fragt aus­ge­rech­net die Politikerin um Hilfe für ein Visum und Unterkunft. Ihrem eige­nen poli­ti­schen Credo wider­spre­chend wil­ligt sie ein, und beauf­tragt Amina, auf den jun­gen Mann in ihrer Wohnung auf­zu­pas­sen. Doch Malik, der von einem bes­se­ren Leben in Europa träumt, will sich nicht ein­sper­ren las­sen. Konsequent erzählt der Film aus den vier Perspektiven, wodurch sich nach und nach erst das gan­ze Bild ergibt.
    „Die Perspektiven bün­deln sich zu einem kalei­do­skop­ar­ti­gen Porträt der gegen­wär­ti­gen, von wach­sendem gegen­sei­ti­gen Misstrauen gekenn­zeich­ne­ten Gesellschaft. Dabei ent­hält sich Angelina Maccarone jeg­li­cher Wertung. Sie zeigt die Bilder, ohne zu sym­pa­thi­sie­ren oder Partei zu ergrei­fen. Und Gewissheiten lässt sie eben­falls nicht zu. Wer sich anfangs ein Urteil über eine der Per­sonen gebil­det hat, wird es irgend­wann revi­die­ren müs­sen. Ganz wie im wirk­li­chen Leben sind die Dinge meist nicht so, wie sie zu sein schei­nen…. Angelina Maccarone hat sich mit „Klandestin“ zudem auf die Spuren Claude Chabrols bege­ben. Sie hat eine Polit-Thriller-Handlung mit poli­ti­scher Analyse und bei­ßen­der Gesellschaftskritik ver­knüpft, ohne dabei die intel­li­gen­te Unterhaltung des Publikums zu ver­nach­läs­si­gen.“ Gaby Sikorski | Programmkino.de

    Credits:

    DE 2024, 124 Min., Deutsch, Englisch, Arabisch OmU
    Regie: Angelina Maccarone

    Kamera: Florian Foest
    Schnitt: Gergana Voigt
    mit: Habib Adda, Lambert Wilson, Barbara Sukowa, Banafshe Hourmazdi, Katharina Schüttler 

    Trailer:
    Klandestin | Trailer [HD]
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  • Oslo-Stories: Liebe

    Oslo-Stories: Liebe

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

    Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
    Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

    Dag Johan Haugerud

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

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