Archiv: Termine

  • [:de]Einfach Machen! She-Punks von 1977 bis heute[:]

    [:de]Einfach Machen! She-Punks von 1977 bis heute[:]

    [:de]

    Ein Film von Reto Caduff.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Punk ist ein Versprechen – von Rebellion und Selbstermächtigung! Als er Ende der 1970er Jahre von England und den USA aus die gan­ze Welt erobert, braucht es plötz­lich auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz weder Ausbildung noch Perfektion, um sich musi­ka­lisch aus­zu­drü­cken. „Nicht labern, machen!“ ist das Motto. Was zählt, ist die Idee und der Mut, sich auf eine Bühne zu stel­len. Und das gilt ganz beson­ders für die Frauen der Szene: In Düsseldorf grün­den sich Östro 430, in West-Berlin Mania D, spä­ter Malaria!, und in Zürich Kleenex, spä­ter LiLiput. Ihre Vorbilder stam­men aus England und hei­ßen X‑Ray Spex, The Slits, The Raincoats oder Siouxsie Sioux. Es ent­ste­hen Songs über weib­li­che Rollenklischees und Spießertum, über Machos und dog­ma­ti­sche Feministinnen. Es geht um weib­li­ches Begehren und sexu­el­le Selbstbestimmung. Und immer auch um das Erobern von Freiräumen – inner­halb der män­ner­do­mi­nier­ten Punkszene, aber auch gesamtgesellschaftlich.

    Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heu­te“ por­trä­tiert Künstlerinnen, die 40 Jahre spä­ter immer noch oder wie­der zusam­men auf der Bühne ste­hen. Als Pionierinnen des deutsch­spra­chi­gen She-Punk tei­len Gudrun Gut, Beate Bartel, Bettina Köster, Sara Schär, Klaudia Schifferle, Martina Weith und Bettina Flörchinger, ihre Erfahrungen und Geschichten. Trotz des unter­schied­li­chen Sounds der Bands und ohne es damals zu wis­sen, waren sie Teil einer weib­li­chen Revolution in der Musikindustrie, die nach­fol­gen­de Künstlerinnen nach­hal­tig geprägt hat. Ein Film über Punk aus weib­li­cher Perspektive, Feminismus mit Gitarrenriff und das unver­gleich­li­che Lebensgefühl der spä­ten 70er und frü­hen 80er Jahre.

    Credits:

    DE/CH 2024, 89 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Reto Caduff
    Kamera: Roman Schauerte, Stephan Huwyler
    Schnitt: Beatrice Babin, Ginés Olivares 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Reto Caduff. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Don’t talk, do!” At the end of the 70s, punk pro­mi­sed rebel­li­on and self-empower­ment. Also for the women in the sce­ne. They fought for their place on stage bet­ween the domi­nant punk top dogs, play­ing against social norms and long-out­da­ted fema­le role models. This is their story.

    Credits:

    DE/CH 2024, 89 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Reto Caduff
    Kamera: Roman Schauerte, Stephan Huwyler
    Schnitt: Beatrice Babin, Ginés Olivares 

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Moria Six[:]

    [:de]Moria Six[:]

    [:de]

    Ein Film von Jennifer Mallmann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nachdem ein Feuer das Camp Moria im September 2020 kom­plett ver­nich­tet hat­te, wur­de es gespens­tisch still. Nicht nur vor Ort, son­dern auch im öffent­li­chen Diskurs. Weder die men­schen­rechts­wid­ri­gen Bedingungen in den wei­te­ren Lagern an den Außengrenzen Europas noch die zahl­lo­sen Pushbacks im Mittelmeer schie­nen die Allgemeinheit näher zu beschäf­ti­gen. Auch die Verhaftung der sechs Jugendlichen, die man der Brandstiftung bezich­tig­te, blieb ohne weit­hin hör­ba­res Echo – obwohl schon ein zwei­ter Blick auf die Umstände der Ermittlungen und den fol­gen­den Strafprozess das Vorgehen der grie­chi­schen Justiz als frag­wür­dig offen­bar­te. Ganz zu schwei­gen von der zugrun­de lie­gen­den Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.
    Jennifer Mallmann wagt mit ihrem Film die­sen zwei­ten Blick. Im Zentrum steht ihr Briefwechsel mit Hassan, einem der ver­ur­teil­ten Jugendlichen, der ihr aus dem Gefängnis von sei­nem Alltag, sei­nen Wünschen und Ängsten berich­tet. Ruhige, exakt kadrier­te Bilder doku­men­tie­ren „Normalität“ an den Rändern der Festung Europa. Sie zei­gen, wie stra­te­gi­sche Abschottung und die damit ein­her­ge­hen­de struk­tu­rel­le Ausgrenzung funk­tio­nie­ren. Wer wis­sen will, wie sich unse­re Staatengemeinschaft ihre Zukunft vor­stellt, muss nur die neu errich­te­ten, futu­ris­ti­schen Hochsicherheitslager betrach­ten. Dort wer­den die Ankommenden behan­delt wie Menschen, die schwe­re Verbrechen began­gen haben. 

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Jennifer Mallmann. In Greek, Farsi, German, English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There was an eery silence after a fire had des­troy­ed the Moria camp com­ple­te­ly in September 2020. Not just local­ly, but in public dis­cour­se. The world did not seem par­ti­cu­lar­ly con­cer­ned with the inhu­ma­ne con­di­ti­ons in other camps on Europe’s exter­nal bor­ders or the count­less push­backs in the Mediterranean. Nor did the arrest of six ado­le­s­cents who were accu­sed of arson reso­na­te in any audi­ble way – though even a second glan­ce at the cir­cum­s­tances of the inves­ti­ga­ti­on and the cri­mi­nal pro­cee­dings reve­a­led the actions of the Greek judi­cia­ry to be ques­tionable. Not to men­ti­on the under­ly­ing refu­gee poli­cy of the European Union.
    Jennifer Mallmann dares to take this second glan­ce with her film. At its cent­re is her cor­re­spon­dence with Hassan, one of the con­vic­ted youths, who tells her of his ever­y­day life, his desi­res and fears from pri­son. Calm, pre­cis­e­ly framed images docu­ment “nor­ma­li­ty” on the frin­ges of Fortress Europe. They show how stra­te­gi­cal iso­la­ti­on and the ensuing struc­tu­ral exclu­si­on work. If you want to know how our com­mu­ni­ty of nati­ons ima­gi­nes its future you only need to look at the new­ly-built futu­ristic high-secu­ri­ty camps, whe­re new arri­vals are trea­ted like peo­p­le who have com­mit­ted serious cri­mes. Luc-Carolin Ziemann

    Credits:

    DE 2024, 82 Min., OmU,
    Regie: Jennifer Mallmann
    Kamera: Sina Diehl
    Schnitt: Maxie Borchert

    Trailer:
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  • [:de]Archiv der Zukunft[:]

    [:de]Archiv der Zukunft[:]

    [:de]

    Ein Film von Joerg Burger. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Naturhistorischen Museum in Wien wird mit akri­bi­scher Energie gesam­melt, geforscht, archi­viert und reflek­tiert – mehr als 30 Millionen Objekte sind hier über die Jahrhunderte zusam­men­ge­tra­gen wor­den. Der Film zeigt das Museum als eine Welt, die sich in stän­di­ger Veränderung befin­det: Die spek­ta­ku­lä­ren Archivarien aus tau­sen­den Jahren Natur und Menschheitsgeschichte wer­den durch Grundlagenforschung und den leben­di­gen Apparat des Museums immer wie­der neu in der Gegenwart befragt, um in der Zukunft Geschichten zu erzäh­len.
    Wie bei einem Rundgang hin­ter den Kulissen erschließt sich die Institution: ein kürz­lich ver­stor­be­ner Löwe wird zur Präparation ein­ge­lie­fert, die Haltung eines Dinosauriers dem aktu­el­len Forschungsstand ange­passt oder Artefakte mit­tels 3D-Scan digi­ta­li­siert.
    Als auf­merk­sa­mer Beobachters ent­wirft Regisseur und Kameramann Joerg Burger das Museum als einen Ort, an dem das phy­si­sche Handwerk am Objekt immer auch mit Fragen nach Wissenskonstruktionen und deren inhä­ren­ten Machtbeziehungen ein­her­geht. Die Spezies Mensch – als ver­meint­lich Betrachtende und Wissende – wird in ihrer Beziehung zu Tier, Natur und Historie schließ­lich selbst beobachtet.

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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    [:en]

    A film by Joerg Burger. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Armies of moun­ted beet­les, arran­ged in rank and file. In dra­wers and glass con­tai­ners, rep­ti­les and birds sor­ted in the most magni­fi­cent forms. An almost macab­re beau­ty is found in the cata­logued sub-uni­ver­ses of the Natural History Museum Vienna: sub-uni­ver­ses that stand for the who­le ran­ge of evo­lu­ti­on and are part of the immense, expert­ly pre­pared coll­ec­tion of this world-renow­ned insti­tu­ti­on of know­ledge. With an appro­pria­te­ly curious atti­tu­de, Joerg Burger devo­tes gre­at atten­ti­on to this cumu­la­ti­ve archi­ve of pure rese­arch for its own sake, its exhi­bits and under­ly­ing craft­work, but first and fore­most to the peo­p­le who work there,…

    Credits:

    AT 2023, 92 Min., Deutsch
    Regie & Kamera: Joerg Burger
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    ARCHIV DER ZUKUNFT – Offizieller Trailer
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    [:]
  • Good News

    Good News

    [:de]

    Ein Film von Hannes Schilling.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Leos Karrierekurve bewegt sich schon län­ger steil nach unten, als der Journalist ver­sucht, sich durch eine außer­ge­wöhn­li­che Story wie­der ins Gespräch zu brin­gen. Ein Bericht über eine ver­bor­gen leben­de Rebellengruppe im süd­thai­län­di­schen Urwald soll es brin­gen. Nach eini­ger Zeit vor Ort haben sich aller­dings weder wei­ter­füh­ren­de Kontakte noch ande­res Berichtenswertes erge­ben. Seine Partnerin zuhau­se ist bereits schwer genervt, er selbst ver­misst vor allem die gemein­sa­me Tochter, und der Chef schreibt unge­dul­dig Mails. Also wird Leo krea­tiv und schmückt alles aus, was er bis­her erfah­ren hat, über­nimmt frem­de Geschichten und schickt den Artikel nach Deutschland. Die Redaktion ist begeis­tert, schrei­ben kann er wohl gut, will aber Fotos. Der Fotograf ist schnel­ler bei ihm, als Leo dage­gen pro­tes­tie­ren kann. Julian ist ein Draufgänger, der nur schnell zum Fotografieren in den Dschungel fah­ren und dann wie­der weg will. Das ist unmög­lich, und die Situation wird zuneh­mend brenz­lig für Leo.
    Hätte es anders kom­men kön­nen? Gab es einen Zeitpunkt, an dem Leo hät­te auf­hö­ren kön­nen? Er hat schließ­lich nicht sei­ne beruf­li­che und fami­liä­re Existenz aufs Spiel gesetzt, son­dern auch Vertraute in Thailand ver­ra­ten und aus­ge­nutzt, sich selbst und ande­re in Gefahr gebracht. Ist es sei­ne indi­vi­du­el­le Schuld, oder die sei­nes Redakteurs, oder ein kran­kes System, das nach außen die Moral hoch­hält, innen jedoch jede mög­li­che Schweinerei zum Erreichen eines Ziels erwar­tet? Wo ver­lau­fen ethi­sche Grenzen?
    „… ein sehr rele­van­tes Drama über die Grenze von Lüge und Wahrheit, vor allem aber die Grauzone dazwi­schen. Hannes Schilling gelingt ein dra­ma­tur­gisch und schau­spie­le­risch über­zeu­gen­des Werk, das zum Nachdenken anregt … Schilling filmt in Schwarz-Weiß, für eine sti­li­sier­te Distanzierung. Die Filmmusik – groß­ar­tig: Lena Radivoj – bringt dis­so­nant-sphä­ri­sche Klänge in die­se an sich rea­lis­ti­sche, tat­säch­lich aber tra­gö­di­en­haft ver­dich­te­te Geschichte.“
    Harald Mühlbeyer, Kino-Zeit

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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    [:en]

    A film by Hannes Schilling. In German, English, Thai and Melayu with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The jour­na­list Leo hopes to final­ly make an inter­na­tio­nal breakth­rough with a report about a rebel group in Thailand. His fri­end Mawar helps him make local cont­acts. In return, Leo pro­mi­ses to sup­port him in start­ing over in Germany. But when the edi­tors sen­ding him the pho­to­grapher Julian wit­hout asking, Leo beco­mes incre­asing­ly ent­an­gled in a web of lies and moral­ly ques­tionable decisions.

    Credits:

    DE 2024, 75 Min., Deutsch, Englisch, Thai und Melayu mit deut­schen Untertiteln,
    Regie: Hannes Schilling
    Schnitt: Marie Fontanel, Paul Gröbel
    Kamera: Falco Seliger

    mit: Ilja Stahl, Sabree Matming, Dennis Scheuermann

    Trailer:
    GOOD NEWS (2024) TRAILER
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    [:]
  • [:de]Spielerinnen[:]

    [:de]Spielerinnen[:]

    [:de]

    Ein Film von Aysun Bademsoy.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor 30 Jahren begann die Filmemacherin Aysun Bademsoy eine Langzeitbeob­achtung der ers­ten tür­ki­schen Frauen-Fußballmannschaft außer­halb der Türkei. Mit Mäd­chen am Ball (1995) zeig­te sich, dass der BSC Agrispor in Berlin-Kreuzberg mehr als nur ein Sportverein für die Heranwachsenden war: inmit­ten von Tur­nieren und Freundschaften gewan­nen die Spielerinnen ein neu­es Selbstbild in einem Land und zu einer Zeit, in der Rassismen wie­der offen in die Straßen ge­tragen wur­den. Zwei Jahre danach folg­te Nach dem Spiel, und erst elf Jahre spä­ter Ich gehe jetzt rein.
    Viel hat sich ver­än­dert in der Zeit, nicht nur im Leben von Türkan, Nalan, Na­zan und Arzu. Im vier­ten Teil Spielerinnen hat sich der Kreis der Protagonistinnen auf die nächs­te Generation erwei­tert. Durch die­sen Fo­kus – Jugendliche, die in Berlin gebo­ren und aufge­wachsen sind, sich aber den­noch ent­frem­det von einer Mehrheitsgesellschaft füh­len und in kon­ser­va­ti­ve Rollenbilder flüch­ten – wirft die Filmemacherin sub­til die drän­gen­den Fragen unse­rer Gegenwart auf. Welche Perspektiven bie­tet Deutschland jun­gen Menschen und wie ver­bun­den ist die zwei­te Einwanderer­generation noch mit den Erfahrungen ihrer Eltern?

    Credits:

    DE 2024, 86 Min., deutsch, tür­ki­sche OmU
    Regie: Aysun Bademsoy

    Kamera: Isabelle Casez, Ines Thomsen
    Schnitt: Maja Tennstadt

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Aysun Bademsoy. In German & Turkish with Turkish and German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aysun Bademsoy’s long-term obser­va­ti­on of Turkish fema­le soc­cer play­ers in Berlin-Kreuzberg focu­ses on the next gene­ra­ti­on 30 years after their first encoun­ter. Born and rai­sed in Germany, they still ask them­sel­ves the ques­ti­on: Do we real­ly feel accept­ed here? It seems as if a cul­tu­ral rift still defi­nes their lives. Referring back to the 1990s, their mothers today remi­nis­ce about a youth in which the game of soc­cer pro­vi­ded the space for emancipation.

    Credits:

    DE 2024, 86 Min., deutsch, tür­ki­sche OmU
    Regie: Aysun Bademsoy

    Kamera: Isabelle Casez, Ines Thomsen
    Schnitt: Maja Tennstadt

    Trailer:
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  • [:de]Oslo Stories: Träume[:]

    [:de]Oslo Stories: Träume[:]

    [:de]

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Oslo-Stories: Liebe, die­sem Filmjuwel, dass sich bis­her viel zu vie­le haben ent­ge­hen las­sen, kommt hier schon der nächs­te Teil von Dag Johan Haugeruds Oslo-Trilogie ins Kino, und er bringt wert­vol­les Gepäck mit – den Goldenen Bären der letz­ten Berlinale. Die Tradition des Festivals, expli­zit poli­tisch zu lesen­de Filme aus­zu­zeich­nen, wur­de dies­mal unter­bro­chen. Träume ist des­we­gen nicht min­der auf­re­gend.
    Die 17-jäh­ri­ge Johanne ver­liebt sich Hals über Kopf in ihre neue Lehrerin. Im spä­te­ren Verlangen, die­se wich­ti­ge Zeit für sich fest­zu­hal­ten, ver­packt sie die Erlebnisse in eine Erzählung. Als erst ihre Mutter, und spä­ter auch ihre Großmutter, eine bekann­te Dichterin, den Text lesen, ist die Aufregung groß. Bewunderung und Stolz, Sorge und sogar Konkurrenzangst wech­seln sich ab, und zwi­schen den Frauen drei­er Generationen gibt es viel Gesprächsbedarf.
    Träume ist einer­seits ein sehr ein­fa­cher Film, der eine klei­ne Geschichte ohne dra­ma­ti­sche Wendungen erzählt. Andererseits ist Träume ein sehr kom­ple­xer Film, der auf meh­re­ren klug ver­schach­tel­ten Ebenen dar­über nach­denkt, wie Texte, die Realität, die sie beschrei­ben, und die Menschen, die sie ver­fas­sen oder rezi­pie­ren, mit­ein­an­der ver­bun­den sind, und wie ihre Bedeutungen einer per­ma­nen­ten Veränderung unter­wor­fen sind – je nach­dem wer was wann war­um wo sagt oder hört, oder auch ver­schweigt. Und schließ­lich ist Träume ein sehr freund­li­cher, tröst­li­cher Film, der von Wandelbarkeit erzählt. Wo die meis­ten Filme ver­su­chen, eine mehr­deu­ti­ge und unor­dent­li­che Realität in eine sinn­haf­te Geschichte zu ver­wan­deln, unter­nimmt Träume das Gegenteil. Jede Szene, jede Person, jede Form des Diskurses fügt der Welt, die Träume abbil­det, eine neue Facette hin­zu, macht sie grö­ßer, offe­ner, viel­fäl­ti­ger. Für mich hät­te Träume ein­fach immer wei­ter gehen kön­nen.“ Hendrike Bake | indiekino

    Die drei „Oslo-Stories“ bil­den eine ein­zig­ar­ti­ge Filmtrilogie. Liebe (Venedig Wettbewerb 2024), Träume (Berlinale Goldener Bär 2025) und Sehnsucht / Sex (Berlinale Panorama 2024) sind drei jeweils eigen­stän­di­ge Filme mit neu­en Figuren und einer unab­hän­gi­gen Geschichte, und jeder ist ein Ereignis. Getrennt von­ein­an­der wer­fen sie jeweils einen neu­en Blick auf die Dinge, die unser Leben bestim­men. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hin­ter­fra­gen Identität, Gender und Sexualität, ent­wer­fen mit fas­zi­nie­ren­den Charakteren und klu­gen Dialogen gewitzt und nah­bar Utopien, wie wir auch zusam­men­le­ben könn­ten. Und Oslo sehen wir aus der Perspektive der Protagonisten: inner­städ­tisch bei Träume, hoch auf den Dächern bei Sehnsucht / Sex und in Liebe wird stän­dig der Oslofjord mit der Fähre überquert.

    Goldener Bär – Berlinale 2025

    Credits:

    NO 2024, 110 Min., nor­we­gi­sche OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Ella Øverbye, Selome Emnetu, Ane Dahl Torp, Anne Marit Jacobsen

    Trailer:
    DREAMS (SEX LOVE) International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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    [:en]

    A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    At 17, Johanne falls head over heels in love with her fema­le tea­cher. In an attempt to cap­tu­re this first crush, she pours her expe­ri­en­ces onto paper with raw hones­ty. When her mother and grand­mo­ther dis­co­ver her wri­tin­gs, their initi­al shock at the inti­ma­te descrip­ti­ons gives way to admi­ra­ti­on for their lite­ra­ry merit. The two older women begin to reflect on their own love lives, their plea­su­res and missed oppor­tu­ni­ties, and are remin­ded of the over­whel­ming sen­sa­ti­on of first love; and of the lon­ging for some­thing more. Johanne’s grand­mo­ther, an estab­lished poet hers­elf, feels both pri­de and unea­se at her granddaughter’s natu­ral talent. But ques­ti­ons lin­ger: What tru­ly hap­pen­ed bet­ween Johanne and her tea­cher? Where does rea­li­ty end and fic­tion begin? And should the­se deep­ly per­so­nal wri­tin­gs ever find their way to publication?

    Golden Bear – Berlinale 2025

    Credits:

    NO 2024, 110 Min., nor­we­gi­sche OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Ella Øverbye, Selome Emnetu, Ane Dahl Torp, Anne Marit Jacobsen

    Trailer:
    DREAMS (SEX LOVE) International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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    [:]
  • Oslo Stories: Sehnsucht

    Oslo Stories: Sehnsucht

    [:de]

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am stärks­ten im Fokus steht das freund­li­che Verwischen von Grenzen zwi­schen den Identitäten und Orientierungen im Film Sehnsucht / Sex. Es ist zugleich der lus­tigs­te Teil der Trilogie. Der Film star­tet mit Aufnahmen vom Osloer Umland: Auffahrtstraßen, Industriegebiet, im Gemeindeschwimmbad zie­hen Menschen ihre Bahnen. Dann beginnt ein namen­lo­ser Mann , Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vier­zig, von sei­nem ver­wir­ren­den Traum zu erzäh­len – ein­fach so, beim Mittagessen im Pausenraum.
    David Bowie und er, erzählt der Mann, sei­en sich in sei­nem Traum in einer Toilette begeg­net, und Bowie hät­te ihn gemus­tert, als wäre er, der Schornsteinfeger, eine Frau. Die Blicke sei­en nicht abwer­tend gewe­sen, ein­fach nur anders. Nein, eigent­lich sogar ange­nehm.
    Sein bes­ter Freund, eben­falls Schornsteinfeger, Familienvater, Mitte vier­zig, hört ihm auf­merk­sam und ver­ständ­nis­voll zu. Dann erzählt er, wie ihm jüngst ein Klient nach geta­ner Arbeit Zeichen gege­ben habe, an ihm inter­es­siert zu sein. Erst habe er gezö­gert, dann hät­ten sie Sex gehabt. »Wie er mich ange­se­hen hat, das habe ich noch nie erlebt«, sagt der Freund. »Als hät­te er Lust auf mich. Regelrecht scham­los.«
    Später erzählt der Freund auch sei­ner Ehefrau von dem Sex. Sein Argument: Gerade weil es mit einem Mann gewe­sen sei und er ganz offen dar­über spre­che, habe er sie nicht betro­gen. Doch das sieht die Ehefrau ganz anders….“
    Hannah Pilarczyk | Der Spiegel
    Und natür­lich besteht auch hier viel Gesprächsbedarf.

    Credits:

    OT: Sex
    DE 2023, 90 Min., norw. OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen

    Trailer:
    Sex Trailer | OIFF 2024
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    [:en]

    A film by Dag Johan Haugerud. In Norwegian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Two chim­ney sweeps living in mono­ga­mous, hete­ro­se­xu­al mar­ria­ges both end up in situa­tions that chall­enge their views on sexua­li­ty and gen­der roles. One has a sexu­al encoun­ter with ano­ther man, wit­hout hims­elf expe­ri­en­cing it eit­her as an expres­si­on of homo­se­xu­al lon­gings or infi­de­li­ty. The other sud­den­ly expe­ri­en­ces noc­turnal dreams in which he is seen as a woman. This con­fu­ses and dis­turbs him. He beg­ins to won­der to what ext­ent the gaze of others shapes his per­so­na­li­ty and whe­ther the­re are aspects of hims­elf that he has sup­pres­sed, ther­eby limi­ting hims­elf.
    In Dag Johan Haugerud’s Sex, the chim­ney is swept befo­re we get down to busi­ness. Whether hete­ro or homo, wit­ty word­play chal­lenges nor­ma­ti­ve images of men and socie­ty in modern urban Norway.

    Credits:

    OT: Sex
    DE 2023, 90 Min., norw. OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Jan Gunnar Røise, Thorbjørn Harr, Siri Forberg, Birgitte Larsen

    Trailer:
    Sex Trailer | OIFF 2024
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  • [:de]Caught by the Tides[:]

    [:de]Caught by the Tides[:]

    [:de]

    Ein Film von Jia Zhang-Ke.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Caught by the tides ist Jia Zhangkes expe­ri­men­tells­ter Film und einer sei­ner bes­ten. Einerseits ist der Film eine Art Coda, eine Wiederholung oder eine Variation von Asche ist rei­nes Weiss (2019). Caught by the tides beginnt, wie der älte­re Film, 2001 in Datong. In bei­den Filmen sind die Hauptfiguren die Tänzerin Qiaoqiao (Tao Zhao) und der Gangster Guo Bin, der aller­dings in Asche von Fan Liao, in Caught by the tides von Zhubin Li gespielt wird. In bei­den Filmen sind sie ein Paar, dann wer­den sie getrennt, und sie sucht ihn eini­ge Jahre spä­ter. Die Parallelen gehen noch wei­ter, aber Asche ist rei­nes Weiss war noch eine Art Neo-Noir, in Caught by the tides ist die Liebesbeziehung aufs extrems­te redu­ziert. Qiao und Bin reden nicht ein ein­zi­ges Mal mit­ein­an­der. Erst in der aller­letz­ten Szene spricht Qiao ein Wort: „Ha!“. Ihre Beziehung im Film besteht nur aus Gesten.
    Dafür ist die rei­ne fil­mi­sche Wucht von Caught by the tides noch grö­ßer. Es gibt drei Episoden: 2001 in der Bergarbeiterstadt Datong in Nordchina, 2006 in Fengjie, einer Stadt im Einzugsgebiet des monu­men­ta­len „Drei Schluchten“-Staudamms, die kom­plett umge­sie­delt wur­de, und 2022 in Zhuhai, Südchina und wie­der zurück in Datong, das sich gewal­tig ver­än­dert hat.
    Die „drif­ting gene­ra­ti­on“ nennt Jia die Generation sei­ner Hauptfiguren. In den ers­ten zwan­zig Jahren des Jahrhunderts fand in China ein gewal­ti­ger Wandel statt. In Jias Film spie­gelt sich die­ser Wandel. Caught by the tides ist ein Film, der Treibgut sam­melt, Überreste unter­ge­gan­ge­ner Welten und über Bord gewor­fe­ner Traditionen der Gemeinschaft. Der Film ist aber auch eine Feier des wider­stän­di­gen Unkrauts, der Menschen, die ziel­los durch die­se Welt trei­ben. Einige gehen ver­lo­ren, vie­le Abschiede wer­den genom­men, eini­gen gelingt es, eine neue Art von Gemeinschaft zu fin­den, und sei es, wie Qiaoqiao, in einer Laufgruppe, die sich die Stadt und die Straßen auf ihre Art zu eigen macht.“
    Tom Dorow | indiekino

    Credits:

    Feng liu yi dai
    CN 2024, 110 Min., chin. OmU
    Regie: Jia Zhang-Ke
    Kamera:
    Yu Lik-Wai, Eric Gautier
    Schnitt: Yang Chao, Lin Xudong, Matthieu Laclau
    mit: Zhao Tao, Li Zhubin, Pan Jianlin, Lan Zhou

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    [:en]

    A film by Jia Zhang-Ke. In Mandarin with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An endu­ring but fra­gi­le love sto­ry shared by Qiaoqiao and Bin, set in China, from the ear­ly 2000s to the pre­sent day.
    Caught up in each other, Qiaoqiao and Bin enjoy­ed all that the city had to offer, sin­ging and dancing. Until one day, Bin finds hims­elf wan­ting to try his luck in a big­ger place than Datong. He left wit­hout any noti­ce. Some time later, Qiaoqiao deci­des to go on a jour­ney to look for him.
    Traversing all of his past films, Jia Zhangke deli­vers an epic look at the roman­tic desti­ny of his peren­ni­al heroi­ne, Qiaoqiao. Spanning 21 years of a coun­try going through pro­found trans­for­ma­ti­on, the film gives a new per­spec­ti­ve to look into the con­tem­po­ra­ry China as well as the indi­vi­du­al expe­ri­en­ces under the tur­bu­lent emo­tio­nal and social changes.

    Credits:

    Feng liu yi dai
    CN 2024, 110 Min., chin. OmU
    Regie: Jia Zhang-Ke
    Kamera:
    Yu Lik-Wai, Eric Gautier
    Schnitt: Yang Chao, Lin Xudong, Matthieu Laclau
    mit: Zhao Tao, Li Zhubin, Pan Jianlin, Lan Zhou

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