Oberflächlich gesehen, thematisiert der Film Auswirkungen einer Spielsucht auf eine ganze Familie. Es scheint aber so, dass er diese Krankheit als Aufhänger und Motiv benutzt, um Verstrickungen und unauflösbare Konflikte innerhalb von familiären Beziehungen zu beschreiben.
Der inzwischen dement gewordene Großvater hat durch seine Sucht alles verloren. Der Sohn, Adam, und der Enkel, Ben, scheinen in seine Fußstapfen zu treten und alles driftet gefährlich auseinander. Adam und Ben sind ständig zwischen Nähe und Distanz hin- und hergerissen, was meist dazu führt, dass beide sich immer mehr misstrauen. Nur noch selten und eher auf eine ruppige Art, gibt es zwischen ihnen Momente der Nähe.
Der Film versteht es wunderbar zu beobachten, wie derjenige von den drei Protagonisten, der am müdesten vom Leben zu sein scheint, die größte moralische Verantwortung in seinem Handeln aufweist.
„Mia Maariel Meyer erzählt ihre Geschichte unspektakulär und unsentimental, sie schaut der Entwicklung ihrer Figuren einfach zu und lässt den Zuschauer seine eigenen Schlüsse ziehen. Statt ihre Problematik zu Tode zu erklären, zeigt sie einfach, was passiert, wenn Menschen in eine soziale und persönliche Abwärtsspirale geraten – das ist unbequem und unheimlich spannend anzuschauen.“ (Michael Wopperer)
D 2015, 92 Min.
Regie & Buch: Mia Maariel Meyer
Kamera: Marco Braun
Schnitt: Anne Kristina Kliem
mit: Hanno Koffler, Christian Wolff, Matti Schmidt-Schaller, Karolina Lodyga, Patrick Wolff, Ken Duken, Antonio Wannek
TREPPEAUFWÄRTS | Deutscher Trailer | missingFILMs | Kinostart 23.06.2016
Oberflächlich gesehen, thematisiert der Film Auswirkungen einer Spielsucht auf eine ganze Familie. Es scheint aber so, dass er diese Krankheit als Aufhänger und Motiv benutzt, um Verstrickungen und unauflösbare Konflikte innerhalb von familiären Beziehungen zu beschreiben.
Der inzwischen dement gewordene Großvater hat durch seine Sucht alles verloren. Der Sohn, Adam, und der Enkel, Ben, scheinen in seine Fußstapfen zu treten und alles driftet gefährlich auseinander. Adam und Ben sind ständig zwischen Nähe und Distanz hin- und hergerissen, was meist dazu führt, dass beide sich immer mehr misstrauen. Nur noch selten und eher auf eine ruppige Art, gibt es zwischen ihnen Momente der Nähe.
Der Film versteht es wunderbar zu beobachten, wie derjenige von den drei Protagonisten, der am müdesten vom Leben zu sein scheint, die größte moralische Verantwortung in seinem Handeln aufweist.
„Mia Maariel Meyer erzählt ihre Geschichte unspektakulär und unsentimental, sie schaut der Entwicklung ihrer Figuren einfach zu und lässt den Zuschauer seine eigenen Schlüsse ziehen. Statt ihre Problematik zu Tode zu erklären, zeigt sie einfach, was passiert, wenn Menschen in eine soziale und persönliche Abwärtsspirale geraten – das ist unbequem und unheimlich spannend anzuschauen.“ (Michael Wopperer)
D 2015, 92 Min.
Regie & Buch: Mia Maariel Meyer
Kamera: Marco Braun
Schnitt: Anne Kristina Kliem
mit: Hanno Koffler, Christian Wolff, Matti Schmidt-Schaller, Karolina Lodyga, Patrick Wolff, Ken Duken, Antonio Wannek
TREPPEAUFWÄRTS | Deutscher Trailer | missingFILMs | Kinostart 23.06.2016
Hanas Heimat ist eine einsame Bergregion in Albanien. Dort gibt es nur eine Möglichkeit, tradierten Geschlechterrollen zu entkommen. Um gleiche Rechte wie ein Mann zu haben und nicht nach der Heirat als Eigentum des Ehemanns zu enden, können Frauen nach den Regeln des tradierten Gewohnheitsrechts, auch Kanun genannt, den Schwur ewiger Jungfräulichkeit ablegen. Da Hana ihre Freiheit wichtiger ist als ihre Weiblichkeit, entscheidet sie sich für diesen Weg und heißt fortan Mark. Zehn Jahre lang behält sie diesen Status. Doch als ihr Vater stirbt, ergreift sie die Gelegenheit und bricht aus. Sie reist zu ihrer Schwester Lila, die sich schon vor Jahren mit ihrem Liebhaber nach Italien abgesetzt hat und nun in Mailand wohnt. Lila ist von dem überraschenden Besuch nicht gerade erbaut, hilft ihrer Schwester aber dann doch.
Ein Film voller Gegensätze: Mann und Frau, Land und Stadt, Albanien und Italien, Reich und Arm, stehen sich in dieser gleichwohl spröden wie einfühlsamen Genderstudie gegenüber. Laura Bispuri kommt mit wenigen Dialogen aus, setzt dafür mehr auf Blicke, Gesten und Bilder. Von der Gegenwart springt die Handlung immer wieder zurück in die Vergangenheit, was einen stetigen Geschlechtertausch und interessante Perspektivwechsel zur Folge hat.
(Programmkino.de)
„Diese Tradition ist lebendig und real, aber nur in den Bergen, in entlegenen Gegenden.
Diese Entscheidung zu einem Leben als Mann und als ewige Jungfrau wird aus den unterschiedlichsten Gründen getroffen: weil sie so mehr Freiheit genießen, weil sie nicht heiraten wollen oder weil sie vielleicht das Gefühl haben, dass sie im Innersten eher ein Mann sind. Gesellschaftlich wird als wichtigster Grund für die Entscheidung angesehen: wenn in einer Familie keine Söhne geboren werden, wird eine der Töchter als Sohn aufgezogen. Jedoch gilt für alle: die Entscheidung wird mit 11 oder 12 Jahren getroffen, wenn die Mädchen noch nicht sehr reif sind” Laura Bispuri
Regie: Laura Bispuri Buch: Francesca Manieri, Laura Bispuri, nach einem Buch von Elvira Dones Kamera: Vladan Radovic Schnitt: Carlotta Cristiani, Jacopo Quadr
mit Alba Rohrwacher Flonja Kodheli Lars Eidinger Luan Jaha Bruno Shllaku
Manchmal ist es einfach gut, keine allzu großen Ambitionen zu hegen. Musiker Sami ist zufrieden damit, mit seinem alten Alkoholikerfreund Férnand durch die Lokale zu ziehen und seine Country-Musik zu spielen. Er komponiert und tüftelt an Songs. Und er lebt eben gerade wieder in seinem Auto, weil ihn seine Freundin nach vier Jahren raus geschmissen hat.
Das erklärt er Julia, die er an einer Tankstelle trifft. Und vier Jahre später ist er mit Julia am gleichen Punkt. Manchmal ist es einfach gut, keine allzu großen Ambitionen zu hegen, hat sich glücklicherweise wohl auch Drehbuchautor, Regisseur und Musiker Mathieu Urfer gesagt, als er sich auf seinen ersten Spielfilm vorbereitet hat.
Das ist darum ein Glück, weil er aus der Verquickung der romantischen Komödie und dem Musikerfilm ein erstaunliches Maximum herausholt. Was der Geschichte an Exotik abgeht, ersetzt er durch szenische Einfälle, originelle Erzählweise, charmante Szenen, starke Schauspieler und seine eigene, mitreißende Musik.
Der Titel ist auch fast schon der Plot. Wenn die Frau davon läuft, oder einen anderen hat, erklärt der Alte dem Jungen, dann ist das nicht so schlimm. Dramatisch wird es erst, wenn sie dich schonen will und nach einer Beziehungspause verlangt. Und das tut Julia dann natürlich und Sami geht in Overdrive, bzw. versinkt in Selbstmitleid, abwechslungsweise.
Irgendwo in Pause steckt der Geist eines Berliner oder New Yorker Szene-Films, der sich nach Lausanne verirrt hat. Und dem es da gefällt. Zwischen dem grossartigen Veteranen André Wilms und Aki Kaurismäkis Kameramann Timo Salminen entfalten eine ganze Reihe von Jungschauspielern ihre Talente, versprühen borstigen Charme und einen Unterton von Wahrhaftigkeit und Wehmut. (aus: Sennhausers Filmblog)
CH 2014, 82 Min., frz. OmU Buch & Regie: Mathieu Urfer Kamera: Timo Salminen Schnitt: Yannick Leroy mit: Baptiste Gilliéron, Julia Faure, André Wilms, Nils Althaus, Roland Vouilloz, Nicole Letuppe
PAUSE (ein Film von Mathieu Urfer) | im kult.kino Basel
Mit ihrem Vater, dem ständig abwesenden Fernfahrer, gemeinsam in einer Wohnung leben; nicht mehr länger vom Schwager, bei dem sie untergekommen ist, als Schmarotzerin gescholten werden. Seraps familiäre Verhältnisse sind prekär, auch an Geld mangelt es. Mit eisernem Willen aber hält die junge Frau, starke Protagonistin dieses starken Debüts, an ihrem Wunsch nach Geborgenheit fest. Sie schuftet in der Textilfabrik, sie hetzt sich ab, sie gönnt sich nichts. Dabei wirkt ihr einsamer Kampf um ihren Platz in der Welt nicht trostlos, er zeugt nur von der Wirklichkeit und davon, wie wirtschaftliche Zwänge Menschen korrumpieren.
„Die Themen, mit denen ich vertraut bin und über die zu sprechen mir am wichtigsten ist, betreffen Frauen. In einer Gesellschaft wie der türkischen, in der das Patriarchat viele Lebensbereiche prägt, ist es unvermeidlich, dass Frauen übersehen, ignoriert und vom System unterdrückt werden. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man nur die Beziehungen zwischen den Einzelnen betrachtet. Ich empfinde diese Situation als sehr hoffnungslos und versuche deshalb, Geschichten über Themen zu entwickeln, die mit dem Leben von Frauen zu tun haben. (…)
Ich habe versucht herauszufinden, woher Seraps Einsamkeit kommt. Ich bin dabei auf eine Gesellschaft gestoßen, in der Frauen wie Serap sich jeden Morgen in dem dunklen und stickigen Laderaum eines Transporters wiederfinden. Anhand von Seraps Geschichte
möchte ich zeigen, wie sehr uns die Konzepte von Geschlecht und Familie, die bisher als heilig galten, fremd geworden sind.” (Emine Emel Balcı)
OT: Nefesim kesilene kadar Tr/D 2015, 94 Min., türkische OmU Regie & Buch: Emine Emel Balcı. Kamera: Murat Tunçel Schnitt: Dora Vajda. Darsteller: Esme Madra (Serap), Rıza Akın (Vater), Sema Keçik (Sultan), Gizem Denizci (Dilber), Ece Yüksel (Funda), Uğur Uzunel (Yusuf), Yavuz Pekman (Schwager), Pinar Gök (Schwester), Yavuz Özata (Ibrahim)
Werner Penzel und Fred Frith – wir erinnern uns, da gab es „Step across the Border“ -
in improvisierten Bildern und musikalischer Improvisation vereinen sich Rhythmus, Bilderlust und Lebensfreude zu einem Film über den Augenblick, und auch beim folgenden Filmgedicht übers Nomadentum “Middle of the Moment“ taten sie sich zusammen. Jetzt also Zen in einem japanischen Kloster, in das es die Schauspielerin Sabine Timoteo für ein Jahr zieht. Das Kloster Antai-ji ist – anders als viele Zen-Klöster – für Männer und Frauen offen. Die Selbstversorgung ist wichtig und die tägliche Arbeit dafür, sowie die Zazen-Sitzmeditation. Der Zen-Meister Kodo Sawaki (1880–1965) war prägend für das Leben dort. Er war es auch, der das Buch „Zen ist die größte Lüge aller Zeiten“ (2005) schrieb, wozu der Regisseur sagt: „Warum Zen die größte Lüge aller Zeiten ist? Woher soll ich das wissen. Vielleicht meinte Sawaki damit, dass wir uns nicht an Worten festklammern sollen. Das Wort Zen ist mit so vielen Bedeutungen aufgeladen. Aber das sind alles Zuschreibungen. Zen wird zur Lüge, wenn wir eine Menge illusorischer Bedeutungen hineinprojizieren. Zen ist lediglich die Praxis, vor einer Wand zu sitzen und den Mund zu halten.”
Also, Sabine Timoteo (In den Tag hinein, Gespenster) geht dorthin, und wir erfahren nicht, warum. Aber Penzel beobachtet sie und alle drumherum eine längere Zeit. Ein wunderschöner, beruhigender Film, in dem wir allerdings keine Einführung in eine spezielle Art des Zen-Buddhismus bekommen, sondern nur beobachten und ein wenig einblicken dürfen.
D/CH 2015, 100 Min. Deutsch + Engl., Jap., mit dt. Untertiteln Regie undKamera: Werner Penzel Buch: Werner Penzel in Zusammenarbeit mit Ayako Mogi u. Sabine Timoteo Musik: Fred Frith mit Sabine Timoteo, Muho Nölke und der Sangha Gemeinschaft des Anataiji Zen-Kloster
Kanada ist groß. Sehr, sehr groß. Das ist eines der ersten Dinge, die Souverain Pascal als Assistent des Abgeordneten Steve Guibord erfährt. Nur mit einem Koffer in der Hand, aber mit einem schier unendlichem Vorrat an Jean-Jacques-Rousseau-Zitaten im Kopf, ist er aus Haiti gekommen, um in Kanada aus nächster Nähe zu beobachten, wie Demokratie gemacht wird. Unglücklich ist nur, dass Guibord selber gerade nicht weiß, was er machen soll. Sein Büro ist im Obergeschoss eines Lingerieladens und sein Wahlkreis ist das abgelegene Prescott-Makadewà-Rapides-aux-Outardes. Und da Guibord unter Flugangst leidet, muss er ständig mit dem Auto Strecken fahren, die sich so lang hinziehen wie der Name der Region. Am liebsten würde der parteilose Abgeordnete es eigentlich allen Recht machen: Der Forst- und Minenindustrie der Region ebenso wie den Ureinwohnern, die gegen die Ausbeutung ihrer Wälder protestieren und dabei auch mal den Verkehr auf der Hauptverkehrsstraße blockieren, seiner Frau ebenso wie seiner Tochter, die vor ihrem Vater zunehmend in Rauschmittel und am liebsten auf ein Auslandssemester nach Dänemark fliehen würde. Man könnte auch sagen, dass Guibord eigentlich versucht, gar keine Entscheidung zu treffen. Er ist ein volksnaher Politiker und obwohl sein Wahlkreis so riesig ist, kennt er die Wortführer aller Gruppen und die örtliche Journalistin beim Vornamen, kommt gut mit ihnen aus und möchte es sich mit niemandem verscherzen.
Dass das nicht geht, sagt schon der übersetzte Originaltitel „Guibord zieht in den Krieg“. Eine Abstimmung über einen kanadischen Militäreinsatz in Fernost steht an und Guibords Stimme ist plötzlich die entscheidende. Was also tun, wenn man sich vor Entscheidungen drückt und die verschiedenen Gruppen in Region und Familie den Abgeordneten von allen Seiten unter Beschuss nehmen, um ihn in ihre Richtung zu beeinflussen?
Der Zuschauer blickt mit den Augen des idealistischen Souverain auf das absurde Geschehen, z.B. wenn er seiner Familie per Skype daheim die kanadische Politik erklärt und dabei seine Zuhörerschar mit jedem Anruf wächst, bis Haiti sich als politische Entscheidungsstätte sieht. (Programmkino.de)
Guibord s’en va-t-en guerre D/Kanada 2015, 108 Min., engl./frz. OmU Buch & Regie: Philippe Falardeau Kamera: Ronald Plante Schnitt: Richard Comeau Musik: Martin Léon mit: Suzanne Clément, Patrick Huard, Irdens Exantus, Ellen David
Ein Film von Till Harms. Ab 19.5. im fsk, am 25.5. mit anschl. Filmgespräch
Willkür, Glück, Können, Talent, Erscheinung: was ist entscheidend, um bei einer Aufnahmeprüfung einen der begehrten Studienplätze zu bekommen? Schauspielschule Hannover: 687 junge Menschen versuchen, die Aufnahmeprüfung zu bestehen und einen der 10 Studienplätze zu erlangen, eine 9‑er Kommission, bestehend aus Lehrenden der Schule, muss in 10 Tagen die geeignetsten Anwärter/innen herausfiltern. Eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten, richtig spannend für uns beim Zuschauen.
So reizvoll es immer wieder ist, den Prüflingen bei der Darbietung ihrer vorbereiteten Rollen, den geforderten Verwandlungen und Interpretationen zu folgen – der Fokus dieses Films liegt jedoch ungewöhnlicherweise bei der Auswahlkommission. Es macht Freude zu sehen, wie erwartungsvoll und empathisch diese Arbeit angegangen wird. Aber – letztendlich müssen sie 677 Ablehnungen aussprechen, da ist der Druck groß. Was sind ihre Kriterien? Wie kann man vergleichen, kann man überhaupt? Wir sehen die Diskussionen – natürlich gibt es persönliche Lieblingskandidaten, um die leidenschaftlich gekämpft wird („ist halt ein super-Typ“), unterschiedliche Ansätze, natürlich gibt es eine Gruppendynamik, die das Urteil Einzelner begünstigt. Aber stets wird versucht, den Vortragenden objektiv gerecht zu werden, auch wenn sich diesmal nach und nach Enttäuschung breitmacht angesichts der diesjährigen Bewerber. Manch eine fragt sich schon, ob man wohl unlösbare Aufgeben stellt, während wir nach und nach sensibel werden für verschiedene Verhaltens- und Herangehensweisen.
„Till Harms‘‚ Fokus auf die „Entscheider“ in diesem harten Kampf um die wenigen Plätze ist erfrischend, spannend und innovativ.“ Lars Fleischmann, intro
D 2016, 94 Min., dt. OmeU.,
Regie & Buch: Till Harms,
Kamera: Börres Weissfenbach, Anne Misselwitz, Istvan Imreh,
Schnitt: Sybille Eckhardt
Nordlicher – das sind fünf Filme aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden, alle in der jeweiligen Originalsprache mit deutschen Untertiteln.
2016 werden die Nordlichter bevölkert von komischen Kauzen, fantastischen Vorhaben, skurrilen Szenarien und Leuten, die vorsätzlich falsche Richtungen einschlagen.
Bear Island / Die Bäreninseln liegen im Nordpolarmeer. Dort kann man totale Einsamkeit mit Extremsport kombinieren, wie die Brüder Wegge im norwegischen Beitrag zeigen: 3 Jahre Vorbereitung und los, zum Snowboarden, Gleitschirmfliegen und natürlich surfen, Geschwister-Stresstest inklusive. Dokumentarfilm, Norwegen 2014, 82 Min., norweg. OF, dt. UT Regie: Inge Wegge Drehbuch: Inge Wegge
Wortkarg, anarchistisch, bizarr: das schwarz-weiße Roadmovie Der Müllhubschrauber aus SCHWEDEN, wo subtil manches über den Umgang mit Minderheiten verraten wird. Schweden 2015, 100 Min., schwedische Originalfassung (teilweise romani) mit deutschen Untertiteln Regie: Jonas Selberg Augustsén Drehbuch: Jonas Selberg Augustsén Darsteller: Christopher Burjanski (Baki), Daniel Szoppe (Saska), Jessica Szoppe (Enesa), Singoalla Millon (Sirpa)
Im tiefen Lappland treffen sich zufällig Toivo und Ismo, zwei ganz unterschiedliche Männer, die aber beide dieselbe Frau lieben. In aller Liebe vereint die Eigenschaften einer abgründigen finnischen Komödie. Finnland/Norwegen 2013, 96 Min., finnisch (teilw. norwegische) Originalfassung mit deutschen Untertiteln Regie: Matti Ijäs Drehbuch: Heikki Vuento, Auli Mantila, Matti Ijäs, J‑P Passi Darsteller: Krista Kosonen (Ansa), Sampo Sarkola (Toivo Vaarala), Tommi Korpela (Ismo Raate), Hannu-Pekka Björkman (Martti Raate)
Itsi Bitsi erzählt von der ersten Rockband Dänemarks und von freier Liebe. Bei den Protesten gegen das Wettrüsten ist Eik von der ungebundenen Iben so fasziniert, dass er ihr ohne Erfolg um die halbe Welt folgt. Zuletzt versucht er, sie mit der Gründung von Steppeulvene zu beeindrucken, einer Band, die in Dänemark inzwischen Legendenstatus genießt. Dänemark/Kroatien/Schweden 2014, 107 min, dänische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Regie: Ole Christian Madsen Buch: Bo Hr. Hansen, Ole Christian Madsen Darsteller: Joachim Fjelstrup (Eik Skaløe), Marie Tourell Søderberg (Iben Nagel Rasmussen), Christian Gade Bjerrum (Christian), Johannes Nymark (Henrik), Ola Rapace (Vincent), Julia Ragnarsson (Majbritt)
Bakk / Rückwärts um den Ring fahren – Gísli und Viðar wollen dabei nicht nur karitativ Geld sammeln, sondern suchen auch Herausforderung. Mit der Tramperin Blaer ist die Komödienbesetzung komplett. Die sehenswerte Landschaft Islands zieht derweil – dank Rückwärtsgang in aller Ruhe – vorbei. Island 2015, 98 min, isländisches Original m. dt. Untertiteln Regie: Davíd Óskar Ólafsson, Gunnar Hansson Drehbuch: Gunnar Hansson Darsteller: Ólafur Darri Ólafsson, Ágústa Eva Erlendsdóttir, Jóhannes Haukur Jóhannesson
Termine: (immer 18:00)
Do., 12.5. In aller Liebe OmU
Fr., 13.5. Bear Island OmU
Sa., 14.5. Itsi Bitsi OmU
So., 15.5. Bakk – Rückwärts OmU
Mo., 16.5. Der Müllhubschrauber OmU
Di., 17.5. In aller Liebe OmU
Mi., 18.5. Bakk – Rückwärts OmU
In einer fernen Zukunft lebt Androide ID 722 Yoko Suzuki als Botin und reist von Stern zu Stern auf ihrem Retro-Raumschiff (total süß, sieht aus wie ein altes japanisches Haus mit Düsenantrieb) und verbringt Tag für Tag im selben Trott und braucht oft Jahre um auch nur ein einzelnes ihrer Pakete zu überbringen.
„Dieser Film ist ein kleines Gedicht, das ich über das Verblassen von Erinnerungen geschrieben habe. Ein Gebet für die Menschen auf der Erde, deren Leben täglich unter Bedrohung stehen. Ich ließ den Film in einer weit entfernten Zukunft spielen, in der nach Kriegen, Naturkatastrophen und Unglücken aus Menschenhand, nur noch wenige Menschen übrig geblieben sind. Roboter mit künstlicher Intelligenz dominieren das Universum, da ihre Zahl mit dem Niedergang der menschlichen Rasse gestiegen ist. Menschen führen ein inselartiges Leben in kleinen Siedlungen, die über das ganze Universum verstreut liegen. Einige von ihnen landeten in ihren gegenwärtigen Siedlungen, nachdem sie aus ihrem Heimatland evakuiert wurden oder sie ihr Heim verloren hatten. Alles was ihnen geblieben ist sind ihre Erinnerungen. Ein Paketdienst von Robotern verpflegt die Melancholie der Menschen, indem er sie mit Erinnerungsstücken beliefert. Die Hauptfigur Yoko ist eine dieser alterslosen Kuriere, die von Stern zu Stern reisen, um Pakete an Menschen zu liefert. In einem Paket befindet sich eine Fotografie, in einem anderen Paket sind Milchzähne, während ein wieder anderes ein seltsames, handgezeichnetes Porträt beinhaltet… Die Bedeutung und der Zweck dieser Objekte bleiben dem Roboter verborgen, dennoch erfüllt Yoko ihre Aufgabe, ohne sie zu hinterfragen, selbst wenn es Jahre dauert eine Fotografie zuzustellen und Jahre, die anderen Pakete auszuliefern.” Sion Sono
Nach vielen eher turbulenten Filmen wie Tokyo Tribe oder Love Exposure erinnert The Whispering Star nun wieder an seinen frühen megaruhigen Film Heya – The Room.
“The Whispering Star ist eine verspielte und lustige existentialistische Science-Fiction Fabel, geladen mit unmöglichen Begegnungen. Eine intergalaktische Reise auf der Suche nach Menschlichkeit, die Poesie weit, weit weg findet, inmitten der Sterne.”
Festival du Nouveau Cinéma
The Whispering Star
The Whispering Star
The Whispering Star
The Whispering Star
The Whispering Star
The Whispering Star
The Whispering Star
OT: Hiso hiso boshi Japan 2015, 101 Min., japan. OmU Regie & Buch: Sion Sono Kamera: Hideo Yamamoto Schnitt: Junichi Ito mit: Megumi Kagurazaka, Kenji Endo, Yuto Ikeda, Kouko Mori
Ein Film von Franz Müller. ab 12.5. im fsk. Am 15.5. mit anschließendem Filmgespräch.
HC ist am Boden zerstört, seine Frau hat ihn verlassen, das Familienglück ist vorbei. Was bleibt, sind die beiden Jugendfreunde Wolfgang und Nic. Die denken, es täte HC ganz gut, wenn er Abstand bekäme, und fahren mit ihm kurzerhand in den Urlaub, nach Irland, ins Ferienhäuschen von Wolfgang.
Dort zeigt sich schnell, dass sich die Küchenpsychologie der beiden Freunde nicht auf HC anwenden lässt. Die Vorstellungen davon, was richtig und was falsch ist, gehen viel zu weit auseinander – ob es sich um die Liebe oder die Hausregeln in Wolfgangs Cottage dreht. Genervt geht jeder bald seine eigenen Wege, ist ja schließlich auch jedermanns Urlaub, der genossen werden will.
„Franz Müller macht das gerne: Seine Figuren wie seine Schauspieler in eine herausfordernde Situation stecken, wo dann aus der Improvisation, aus der Dynamik des Zusammenseins, aus dem Mit- und Gegeneinander der Film wird. (…) Eine Komödie, die sozusagen den Gegenpol der Matthias-Schweighöfer-Späße ist, die sich ja ebenfalls mit den Fragen des Mannes im Zusammenhang mit dem Prinzip Frau auseinandersetzen: Müller setzt nicht auf den Gag, sondern auf die Charaktere, er setzt nicht auf die Konzeption von Situationen, sondern lässt das Geschehen sich ergeben …” (Harald Mühlbeyer, kino-zeit.de)
Filmfest München: Gewinner Förderpreis Neues Deutsches Kino, Beste Produktion
D 2015, 95 Min. Regie: Franz Müller Kamera: Bernhard Keller Schnitt: Gesa Jäger Mit: Simon Licht, Mehdi Nebbou, Alexander Hörbe
HAPPYHOUR – Offizieller Trailer
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