Ein Film von Nanni Moretti. Ab 12.2. im fsk.
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Ein Film über das Kino. Die Geschichte eines Filmemachers, dessen Leben stets vom Kino geprägt war und dessen Filme stets sein eigenes Leben begleitet haben. Giovanni dreht einen Film, der im Jahr 1956 spielt, zur Zeit der sowjetischen Invasion in Ungarn. Er glaubt fest an dieses Projekt: Er ist überzeugt, dass es notwendig ist, die Geschichte der italienischen Kommunistischen Partei zu dieser Zeit zu erzählen und wie sie die Gelegenheit verpasst hat, sich von der Sowjetunion zu lösen und endlich einen unabhängigen Weg einzuschlagen. Aber heute erinnert sich niemand mehr an diese Ereignisse, die Welt hat sich verändert, ebenso wie die Art und Weise, wie Filme gedreht werden. Während Giovanni überzeugt ist, dass er einen politischen Film dreht, ist seine Schauspielerin gegenteiliger Meinung: Ihrer Ansicht nach dreht Giovanni einen Liebesfilm und merkt es nicht (und vielleicht hat sie recht). Giovannis Frau Paola geht heimlich zu einem Psychoanalytiker, um den Mut zu finden, ihn zu verlassen. Außerdem produziert sie zum ersten Mal einen Film, der nicht von Giovanni ist: einen Actionfilm eines jungen, aufstrebenden Regisseurs.
Obwohl die Welt um ihn herum immer schwieriger zu entschlüsseln und zu akzeptieren ist, will Giovanni sich nicht mit einer enttäuschenden Realität abfinden. Und vor allem will er den Traum, sie verändern zu können, nicht aufgeben. Und wenn das Leben und die Geschichte ihm dies nicht erlauben, dann verwandelt das Kino mit seiner ansteckenden Kraft und Energie die Realität und macht Träume möglich. Während er also am Set beschäftigt ist, bereitet er zwei weitere Filme vor und stellt sie sich vor: die Liebesgeschichte eines Paares über mehrere Jahrzehnte hinweg und THE SWIMMER, basierend auf der Kurzgeschichte von John Cheever. Als ob die leeren Lücken im Leben
immer durch das Kino gefüllt werden müssten.
Ich wollte, dass der Film Giovannis Gedanken und Gefühlen folgt. Dazu brauchte ich, während ich eine Geschichte (oder besser gesagt mehrere Geschichten) erzählte, ein offenes und freies Drehbuch, das verschiedene Ebenen, Töne und Stile enthalten konnte. Der Film durchläuft verschiedene Krisen und überwindet sie dann dank des Kinos, das die magische Kraft hat, uns die Leichtigkeit und den Wunsch, glücklich zu sein, wiederentdecken zu lassen. Trotz allem.
Nanni Moretti




Credits:
l sol dell’avvenire
IT/FR 2023, 95 Min., ital. OmU
Regie: Nanni Moretti
Kamera: Michele D’Attanasio
Schnitt: Clelio Benevento
mit: Nanni Moretti, Margherita Buy, Silvio Orlando, Barbora Bobulova, Mathieu Amalric
Trailer:
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