Afrikamera 2026 – Soumsoum, la nuit des astres

Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich / Tschad 2026, OmEU, 99 min 

[Tickets]

DO 12 NOV
18:00 FSK KINO

In der Ennedi-Wüste im Tschad ragen jahr­tau­sen­de­al­te Berge aus dem Sand. Sie bewah­ren die Erinnerung an eine ver­ges­se­ne Vergangenheit und erzäh­len uralte Legenden.

Kellou, eine jun­ge Frau aus einem nahe gele­ge­nen Dorf, wird von rät­sel­haf­ten Visionen heim­ge­sucht, die sie von ihren Mitmenschen unter­schei­den und die sie selbst nicht ver­steht. Ihre Welt ver­än­dert sich an dem Tag, an dem sie Aya begeg­net: einer Ausgestoßenen in den Vierzigern, die am Rand des Dorfes lebt. Aya weiß, dass Kellou eine beson­de­re Gabe besitzt, denn sie war als Hebamme bei Kellous Geburt dabei, als deren Mutter starb und ihre letz­ten Worte sprach. Als sich die Dorfgemeinschaft gegen die wach­sen­de Verbundenheit der bei­den Frauen wen­det, muss Kellou einen letz­ten Auftrag für Aya erfül­len: Sie soll ihre gemein­sa­me mys­ti­sche, pan­the­is­ti­sche Welt bewah­ren, in der Sichtbares und Unsichtbares inein­an­der­flie­ßen und deren Verschwinden Aya fürchtet.

SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES fei­er­te sei­ne inter­na­tio­na­le Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2026.

Mahamat-Saleh Haroun wur­de im Tschad gebo­ren. Mit BYE BYE AFRICA rea­li­sier­te er 1999 sei­nen ers­ten Spielfilm, der in Venedig als bes­tes Debüt aus­ge­zeich­net wur­de. Zu sei­nen wich­tigs­ten Werken zäh­len DARATT (DRY SEASON), der 2006 in Venedig den Großen Spezialpreis der Jury erhielt, und UN HOMME QUI CRIE, der 2010 in Cannes mit dem Preis der Jury aus­ge­zeich­net und auch bei AFRIKAMERA gezeigt wur­de. Sein Spielfilm LINGUI – LES LIENS SACRÉS wur­de vom US-ame­ri­ka­ni­schen National Board of Review zu den bes­ten inter­na­tio­na­len Filmen des Jahres 2021 gewählt.

SOUMSOUM, THE NIGHT OF THE STARS – Official Trailer