Das geträumte Abenteuer

Das geträumte Abenteuer

Ein Film von Valeska Grisebach. 

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Die Archäologin Veska ist für ein Ausgrabungsprojekt in ihre Heimatstadt Svilengrad zurück­ge­kehrt, in die Grenzregion zwi­schen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Überraschend trifft sie auf Said, einen alten Bekannten aus den Rhodopen, den undurch­sich­ti­ge Geschäfte nach Svilengrad geführt haben. Saids Auto ist gestoh­len wor­den, und Veska lädt ihn ein, den Tag mit ihr auf der Ausgrabungsstätte zu ver­brin­gen. Es ist ein glück­li­cher Tag vol­ler Vertrautheit, ein Tag wie ein Versprechen. Am nächs­ten Morgen ist Said ver­schwun­den.
Veska folgt den Spuren Saids und dringt dabei immer tie­fer in die ver­bor­ge­nen Schichten und Verhältnisse der Stadt und ihrer Menschen vor – Geschichten aus der Zeit des gro­ßen Umbruchs in den 90er Jahren, von Freiheit und geplatz­ten Träumen, Gewalt und schnel­lem Geld. Was hat Said mit Iliya zu tun, dem mäch­ti­gen Mann im Hintergrund, bei dem alle Fäden zusam­men­zu­lau­fen schei­nen? Veska ist gezwun­gen, sich ihren eige­nen Erinnerungen zu stel­len. Unterstützt von ihren Freundinnen und Freunden aus Svilengrad beginnt sie, ihre eige­ne Geschichte zu schreiben.

Show, don’t tell lau­tet ein viel zitier­ter Grundsatz des Filmemachens und irgend­wie voll­bringt Valeska Grisebach das Kunststück, das bei ihr Zeigen und Erzählen ein und das sel­be ist. In die­ser Hinsicht ist Das geträum­te Abenteuer der per­fek­te Film. Keine Szene in den knapp unter drei Stunden Laufzeit ist über­füs­sig, es gibt kei­ne Einstellung oder Dialogzeile, die nicht behut­sam immer mehr Nuancen des Lebens bei Svilengrad und von Veskas eige­ner Vergangenheit frei­legt, ohne dabei je gewollt oder über­la­den zu wir­ken. Manchmal geht das mit Veskas Angriffslust ein­her, manch­mal mit hin­ter­grün­di­gem Humor, aber immer mit unge­brems­ter Neugier auf die Geschichten, die an die­sem Ort nicht ein­mal ver­gra­ben, son­dern für jeden, der hin­se­hen will, offen sicht­bar auf der Erde lie­gen.“
Katrin Doerksen | kinozeit.de

Credits:

BG/FR/DE/AT 2026 , 164 Min., bul­ga­ri­sche OmU
Regie: Valeska Grisebach
Kamera: Bernhard Keller
Schnitt: Bettina Böhler
mit: Yana Radeva, Syuleyman Alilov Letifov, Stoicho Kostadinov, Nikolay Shekerdjiev, Denislava Yordanova

Trailer:
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