Zum vierten Mal bei uns zu Gast ist ab 10.11. das Afrikamera-Festival, diesmal mit drei ausgesuchten Filmen.
Regisseur Mahamat-Saleh Haroun hat mit Filmen wie Abouna – Der Vater
und dem Afro-Western Daratt vor Jahren sehr erfreut. Soum Soum – The Night of the Stars (Wettbewerb Berlinale 2026, Oscar©-Einreichung des Tschad) nun begibt sich auf die Spuren von Kellou, einer selbstsicheren jungen Frau, die sich mit der alten Aya verbündet, aber auch ihr eigenes Geheimnis lüften muss. Die reizvolle Erzählung über eine schon lange vor der Kolonialisierung, Islamisierung und Christianisierung des Tschad vorherrschende Glaubenswelt besticht auch durch großartige Bilder der Wüstenlandschaft.

FR TD 2026, 101 Min., OmU, Regie: Mahamat-Saleh Haroun, Do., 12.11. 18:00 Uhr
Robert, 17 Jahre alt und aus der DR Kongo nach Bengui gefüchtet, träumt
von einer Musikkarriere, doch alles spricht dagegen. Dann erfährt er von einem Wettbewerb – ein Sieg dort wird zu seiner einzigen Hoffnung. Mit entwaffnender Ehrlichkeit und einer Dramaturgie, die nur das Leben schreiben kann, gelingt Rafiki Fariala in seinem in Cannes preisgekrönten Debüt Congo Boy ein so aufwühlender wie erfrischender Film mit selbstkomponierten Songs, feinem Humor und einem fantastischen Hauptdarsteller als sein Alter Ego.

CF/FR/CD/IT 2026, Regie.: Rafiki Fariala, 91‘ OmeU, Sa., 14.11. 18:00Uhr
In L’arbre de l’authenticité sind wiederentdeckte alte Notizen zur klimatischen Entwicklung im Kongobecken der Anstoss zu dieser essayistischen Betrachtung. Der Zusammenhang zwischen Kolonisation, Unterdrückung, Entfremdung von der Natur sowie deren Zerstörung wird in drei Kapiteln behandelt. Nach zwei ännern gibt Fotograf und Videokünstler Sammy Baloji mit poetischem Text, getragen von immersiven Soundscapes, den Bäumen im letzten Teil eine Stimme.

ZR 2025, 84 Min., OmeU, Regie, Buch: Sammy Baloji, Di., 10.11. 20Uhr
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