Ein Film von Elsa Kremser und Levin Peter. Ab 29.1. im fsk.
Am 29.1. mit anschließendem Filmgespräch mit Levin Peter.
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Von zwei sehr verschiedenen Menschen, die der Welt abgewandt erscheinen und sich für eine Zeit Halt geben können, erzählt der erste Spielfilm des bisher auf dokumentarisches spezialisierten Regieduos Elsa Kremser und Levin Peter. Reine Fiktion ist es dennoch nicht, denn immerhin spielen die beiden eine Version ihrer selbst.
Mascha geht auf eine Modelschule und hat gute Chancen, danach in China zu arbeiten. Der einige Jahre ältere Misha arbeitet im Leichenschauhaus und verarbeitet dies in drastischen Gemälden. Die im Film angelegte Freundschaft zwischen der grazilen, fast durchscheinend wirkenden jungen Frau und dem über und über tätowiertem, zurückgezogen lebenden Maler entwickelt sich, als Mascha nach einem Suizidversuch im Krankenhaus mit dem Tod eines Mitpatienten konfrontiert wird. Fasziniert davon schleicht sie sich in das Leichenschauhaus, und lernt dort Misha kennen.
„Zwei kontrastreiche Welten – beide um den Körper und seine Darstellung zentriert, doch auf zutiefst unterschiedliche Weise ausgedrückt – bringen wir in einem fiktionalen Gefüge gezielt zum Zusammenstoß. Gemeinsam träumen sie vom Ausbruch, doch ihre Hoffnungen werden gefesselt von Angst und Scham – der Scham, als Künstler ungesehen zu bleiben, der Scham im Kampf mit
Depressionen. Im Zentrum der Geschichte steht ein grundlegender Konflikt: die Wahl, sich einem anderen zu öffnen und dadurch Verletzungen zu riskieren – oder sich zu isolieren und Einsamkeit und Stillstand zu akzeptieren. …
Mit White Snail wollen wir Verbundenheit spürbar machen – das Gefühl, in unseren Kämpfen nicht allein zu sein, und den Mut, unsere Schwächen nicht zu verbergen. Wir möchten sichtbar machen, was meist verborgen bleibt – jenseits von Nostalgie und osteuropäischen Klischees. Wir erzählen von einem Land, dessen Stimmen nur noch selten über seine Grenzen hinausdringen.“ Regiekommentar
„Kemser und Peter folgen nie den gängigen Prinzipien und Mustern vieler inhaltlich ähnlich ausgerichteter Romanzen.… ruhig und gemächlich entwickelt sich die Verbindung der beiden Hauptcharaktere in diesem unkonventionellen, dringlichen Mix aus Drama und Romanze.“ Filmstarts.de



Credits:
DE/AT 2025, 115 Min., Russian, Belarusian, English, Mandarin OmU
Regie: Elsa Kremser, Levin Peter
Kamera: Mikhail Khursevich
Schnitt: Stephan Bechinger
mit: Marya Imbro, Mikhail Senkov
Trailer:
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