Afrikamera 2026 – Congo Boy

Rafiki Fariala
Zentralafrikanische Republik/ Frankreich/ DR Kongo/ Italien 2026, OmE, 91 min
SA 14 NOV
18:00 FSK KINO

[Tickets]

Der 17-jäh­ri­ge Robert träumt in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, von einer Karriere als Rapper. Doch sei­ne Eltern, einst aus der DR Kongo geflüch­tet, sit­zen im Gefängnis. Als ältes­ter Sohn muss Robert sich allein um sei­ne vier jün­ge­ren Geschwister küm­mern. Er jon­gliert Gelegenheitsjobs und Abiturvorbereitung und weicht dabei den Milizen aus, die in der Stadt für Unruhe sor­gen. Eines Tages erfährt er von einem Musikwettbewerb und der ers­te Platz wird zu sei­ner größ­ten Hoffnung.

Mit dem mit­rei­ßen­den Musikdrama CONGO BOY hat Regisseur Rafiki Fariala sei­ne eige­ne Lebensgeschichte ver­filmt. In sei­nem über­wie­gend mit Laiendarsteller*innen besetz­ten Spielfilmdebüt gelingt ihm ein ein­fühl­sa­mer wie unter­halt­sa­mer Einblick in das Leben sei­ner Nachbarschaft in Bangui.

Rafiki Fariala wur­de 1997 in Uvira in der DR Kongo gebo­ren und wuchs in der Zentralafrikanischen Republik auf, wo sei­ne Eltern vor dem Krieg Zuflucht gesucht hat­ten. Neben sei­nem Wirtschaftsstudium in Bangui dreh­te er den Dokumentarfilm WE, STUDENTS!, der 2022 unter ande­rem auf der Berlinale lief und welt­weit meh­re­re Festivalpreise gewann. Seine Arbeit zeich­net sich durch eine beson­de­re Verbindung von Musik und Film aus.

Sein Spielfilmdebüt CONGO BOY fei­er­te die­ses Jahr Weltpremiere in der Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes, wo Hauptdarsteller Bradley Fiomona als bes­ter Darsteller aus­ge­zeich­net wur­de. Beim Locarno Film Festival wur­de der Film mit Standing Ovations gefei­ert, beim Filmfestival in Biarritz erhielt er den Darstellerpreis und den Publikumspreis.