Synonymes (OmU)

Ein Film von Nadav Lapid.

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Yoav ist nach Paris gezo­gen mit der Absicht, Fran­zo­se zu wer­den und sei­ne israe­li­sche Her­kunft abzu­strei­fen. Kein hebräi­sches Wort soll ihm mehr über die Lip­pen kom­men, er will nur noch fran­zö­sisch spre­chen und übt die Spra­che, indem er ver­bis­sen Syn­ony­me auf­zählt. Schon bald nach sei­ner Ankunft lernt er ein jun­ges Paar ken­nen, das all das ver­kör­pert, was man gemein­hin mit Paris asso­zi­iert: bei­de sind gebil­det, gut geklei­det, leben in einer geschmack­voll ein­ge­rich­te­ten Woh­nung. Sie hel­fen Yoav mit etwas Geld aus und klei­den ihn ein. In die begin­nen­de Freund­schaft mischen sich bald eigen­nüt­zi­ge Inter­es­sen. Der Film basiert auf eige­nen Erfah­run­gen des israe­li­schen Regis­seurs Nadav Lapid. Er erzählt mit viel Humor und sati­ri­schen Ein­la­gen davon, dass man sich selbst immer mit­nimmt, wenn man weg­geht. Und auch die bösen Geis­ter der Ver­gan­gen­heit krie­chen aus dem Kof­fer. Yoavs gespal­te­nes Ver­hält­nis zu Isra­el und damit zur eige­nen Iden­ti­tät ist der Preis eines Lebens in stän­di­gem Kriegs­zu­stand. Auf der dies­jäh­ri­gen Ber­li­na­le wur­de SYNONYMES mit dem Gol­de­nen Bären und dem Preis der Film­kri­tik aus­ge­zeich­net.

Und der Gol­de­ne Bär für den bes­ten Film? Ging tat­säch­lich an den bes­ten Film. (…) SYNONYMES spielt mit klei­nen Ver­nei­gun­gen vor den Klas­si­kern des fran­zö­si­schen Kinos. DER LETZTE TANGO IN PARIS, JULES UND JIM, die gro­ßen ero­ti­schen Urkon­stel­la­tio­nen aus der Ära der Nou­vel­le Vague wer­den her­auf­be­schwo­ren.“ David Stei­nitz, Süd­deut­sche Zei­tung

Der Film (…) geht auf eine gewitz­te Wei­se mit sei­nem nicht eben leicht­ge­wich­ti­gen The­ma um, steckt vol­ler ori­gi­nel­ler Bild­ide­en, komi­scher Situa­tio­nen und skur­ri­ler Momen­te.“ Ber­li­ner Zei­tung

Hier ist ein Haupt­dar­stel­ler zu ent­de­cken, der die Fähig­keit besitzt, einen Film zu beherr­schen, wie Dani­el Day-Lewis oder Denis Lavant.“ Indie­wire

In Lapids künst­le­ri­scher Ver­wandt­schaft ist vor allem ein Name zu nen­nen: Jean-Luc Godard. (…) Das gro­ße Gelin­gen des Films besteht dar­in, dass er sich der Spra­che ver­schreibt. Auch das Kino ist eine Spra­che, und wenn man die­sen Film sieht, fällt einem auf, wie sel­ten das heu­te gewor­den ist.“ Phil­ipp Sta­del­mai­er, Film­bul­le­tin

 

 
Credits:

IL/ FR/ DE 2019, 123 Min., frz., hebr. OmU
Regie: Nadav Lapid
Buch: Nadav Lapid, Haïm Lapid
Kame­ra: Shaï Gold­man
Schnitt: Era Lapid, Neta Braun
Dar­stel­ler: Tom Mer­cier, Quen­tin Dol­mai­re, Loui­se Che­vil­lot­te, Uri Hayik, Léa Dru­cker

Ter­mi­ne:

Sa., 21. Sep.:So., 22. Sep.:Mo., 23. Sep.:Di., 24. Sep.:Mi., 25. Sep.:Sa., 28. Sep.: