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Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

Ein Film von Yulia Loks­hi­na.

[Credits] [Tickets & Ter­mi­ne] [Trai­ler]

In der west­deut­schen Pro­vinz kämp­fen ost­eu­ro­päi­sche Leih­ar­bei­te­rIn­nen des größ­ten Schwei­ne­schlacht­be­triebs des Lan­des ums Über­le­ben – und Akti­vis­tIn­nen, die sich für deren Rech­te ein­set­zen, mit den Behör­den. Zur glei­chen Zeit pro­ben Mün­che­ner Gym­na­si­as­tIn­nen das Stück „Die Hei­li­ge Johan­na der Schlacht­hö­fe“ und reflek­tie­ren über die deut­schen Wirt­schafts­struk­tu­ren und ihr Ver­hält­nis dazu.

Ver­wo­ben mit den Gedan­ken­gän­gen der Jugend­li­chen und ihrer Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Text in den Pro­ben erzählt der Film in unter­schied­li­chen Frag­men­ten über Bedin­gun­gen und Facet­ten von Leih­ar­beit und Arbeits­mi­gra­ti­on in Deutsch­land.

 Bes­ter Doku­men­tar­film auf dem Film­fes­ti­val Max Ophüls Preis 2020

Begrün­dung der Jury:

Fein­füh­lig, vom ers­ten Moment an fes­selnd und viel­schich­tig öff­net der Film den Blick für ein gro­ßes Pro­blem unse­rer Gesell­schaft. Dabei lenkt er in einer dra­ma­tur­gisch sich ver­dich­ten­den Erzäh­lung unse­re Auf­merk­sam­keit behut­sam auf das, was nie­mand sehen will: Die bekla­gens­wer­te Zeit­lo­sig­keit des kapi­ta­lis­ti­schen Aus­beu­tungs­sys­tems mani­fes­tiert sich auch mit­ten in unse­rer Gesell­schaft. Ohne zu pre­di­gen setzt der Film auf Beob­ach­tung, Empa­thie und intel­lek­tu­el­le Durch­drin­gung der The­ma­tik. Durch sei­ne fil­mi­sche Ver­suchs­an­ord­nung gelingt der Regis­seu­rin ein ganz eige­ner Zugang, der das Publi­kum auf­ge­wühlt zurück­lässt. Der Preis der Doku­men­tar­film-Jury für den bes­ten Doku­men­tar­film geht an „Regeln am Band, bei hoher Geschwin­dig­keit“ von Yulia Loks­hi­na.

Jury­mit­glie­der: Sig­run Köh­ler, Dami­an Scholl, Joana Scrin­zi

 
Credits:

DE 2020, 92 Min.,
Buch & Regie: Yulia Loks­hi­na 
Kame­ra: Zeno Leg­ner, Lil­li Pongratz
Schnitt: Urte Alfs, Yulia Loks­hi­na

 
Trai­ler: