Jibril (OmU)

Ein Film von Hen­ri­ka Kull.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Auf einer Par­ty tau­schen Maryam und Jibril Bli­cke. Jah­re spä­ter trifft Maryam den jun­gen Mann zufäl­lig wie­der, als sie ein Paket im Gefäng­nis abge­ben soll. Der Emp­fän­ger ist Jibril, der dort eine mehr­jäh­ri­ge Stra­fe ver­büßt. Die Anzie­hung zwi­schen der allein­er­zie­hen­den Drei­fach-Mut­ter und dem Häft­ling ist noch genau­so stark wie damals. Mit Feu­er­ei­fer stürzt sich Maryam in die vor­erst weit­ge­hend pla­to­ni­sche Roman­ze, die auf bei­den Sei­ten einer­seits Sehn­süch­te stillt, ande­rer­seits aber auch Ver­lan­gen weckt. Doch eine Bezie­hung mit jeman­dem zu füh­ren, der nicht anwe­send ist, der an ihrem Leben nicht par­ti­zi­pie­ren, den sie nicht ein­mal rich­tig ken­nen­ler­nen kann, ist eine Her­aus­for­de­rung für Maryam. Und auch für Jibril ist sei­ne Situa­ti­on als Gefan­ge­ner zuneh­mend schwer zu ertra­gen.
Hen­ri­ka Kull insze­niert in ihrem ers­ten Spiel­film die inti­men Sze­nen in nahen Bil­dern und mit einer beein­dru­cken­den Natür­lich­keit und wirft anhand der beson­de­ren Situa­ti­on ihrer bei­den Prot­ago­nis­ten eine gro­ße Fra­ge auf: Wann genau kennt man jeman­den wirk­lich – oder ver­liebt man sich ohne­hin nur in die eige­ne Traum­vor­stel­lung vom Ver­liebt­sein?

 

Credits:

DE 2018, 83 Min.,
Regie, Buch, Schnitt: Hen­ri­ka Kull
Kame­ra: Caro­li­na Stein­bre­cher
mit: Sus­a­na Abdul­ma­jid Malik Adan ( Doua Rahal Emna El-Aouni Regi­na Schul­te am Hül­se

Ter­mi­ne:
Mo., 20. Mai.:

Di., 21. Mai.:Mi., 22. Mai.:Sa., 25. Mai.:So., 26. Mai.: