Giraffe (mit Gast)

Ein Film von Anna Sofie Hart­mann. Am 8.8. mit anschlie­ßen­dem Film­ge­spräch mit der Regis­seu­rin)

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Ein Tun­nel soll gebaut wer­den, um Däne­mark und Deutsch­land zu ver­bin­den; die Gegen­wart macht sich in Rich­tung Zukunft auf, Ver­än­de­rung liegt in der Luft. Die Eth­no­lo­gin Dara doku­men­tiert die zum Abriss bestimm­ten Häu­ser. Der jun­ge Pole Lucek und sei­ne Kol­le­gen berei­ten die kom­men­de Bau­stel­le vor. Käthe arbei­tet auf der Fäh­re, bringt ste­tig Men­schen mit ihren Geschich­ten und Waren hin und her. Bir­te und Leif ver­las­sen ihr über Genera­ti­on ver­erb­tes Haus. Agnes‘ Leben spie­gelt sich in ihren Tage­buch­ein­trä­gen, ihren Samm­ler­stü­cken und den Wän­den ihres Hau­ses, das bald abge­ris­sen wird. Ein däni­scher Som­mer: lan­ge Tage wer­den zu blau­en Näch­ten. Men­schen begeg­nen sich, dann tren­nen sich ihre Wege wie­der.

Raf­fi­niert ver­steckt in einem Detail, könn­te die Erklä­rung für den Titel des Films auch unbe­merkt blei­ben. Augen­schein­lich sind hin­ge­gen das behut­sa­me Vor­ge­hen und der erho­be­ne Blick­win­kel einer fik­ti­ven Geschich­te, die − ver­wur­zelt im his­to­ri­schen Mate­ria­lis­mus − eine euro­päi­sche Tun­nel­bau­stel­le, die Däne­mark und Deutsch­land mit­ein­an­der ver­bin­den soll, dazu nutzt, die Erin­ne­rung an ein Gebiet zu bewah­ren, das zum Ver­schwin­den ver­ur­teilt ist. Dabei wer­den auch die sozia­len Bezie­hun­gen, die einer Ideo­lo­gie des Fort­schritts zum Opfer fal­len, unter­sucht.”
Antoi­ne Thi­r­i­on

 
Credits:

DK/DE 2019, 87 Min.,  deutsch/englisch/dänisch/polnische OmU
Buch & Regie: Anna Sofie Hart­mann
Kame­ra: Jen­ny Lou Zie­gel
Schnitt: Sofie Steen­ber­ger
mit Lisa Loven Kong­s­li, Maren Eggert, Jakub Gier­s­zał, Mari­usz Feld­man,

 
Trai­ler: (vor­läu­fig)

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