Furusato (OmU) mit Gästen

Ein Film von Thors­ten Trim­pop. Ab 8.3. im fsk. Am 2.3. mit anschlie­ßen­den Film­ge­spräch.

Ein fei­ner schwar­zer Staub ist das kon­kre­tes­te Art­fakt einer meist unsicht­ba­ren Bedro­hung, das wil­de Stak­ka­to des Gei­ger­zäh­lers macht sie wahr­nehm­bar. Der Staub fin­det sich auf Stra­ßen, Wie­sen und Gebäu­den in der japa­ni­schen Ort­schaft Mina­misō­ma, unweit des hava­rier­ten Atom­kraft­werks Fuku­shi­ma. Trotz aller Gefahr sind Men­schen dort­hin zurück­ge­kehrt, wo sie ihr gan­zes Leben, zum Teil seit vie­len Gene­ra­tio­nen, ver­bracht haben und blei­ben wol­len. Tem­pel wer­den in Stand gehal­ten, Pfer­de, denen schon die Strah­len­krank­heit zusetzt, gepflegt, ein Akti­vist ver­sucht zu hel­fen und klagt zugleich an, ein Mit­ar­bei­ter des staat­li­chen Ener­gie­kon­zerns will Rechen­schaft able­gen. Im Nach­be­ben der Kata­stro­phe ver­misst FURUSATO ein Ver­hält­nis zwi­schen Tech­no­lo­gie und dem, was man so Leben nennt. Eine Abschrei­tung zwei­er Land­schaf­ten, einer äuße­ren Natur, deren Beschä­di­gung sich nur mit­tel­bar mani­fes­tiert, und einer inne­ren in Auf­ruhr, Betrach­tun­gen zwi­schen Halb­werts­zeit und mensch­li­che­ren Dimen­sio­nen von Ver­gäng­lich­keit.
 


 
Credits:
Deutsch­land, USA 2016, 94 Min., japan. OmU
Regie: Thors­ten Trim­pop
Kame­ra: Thors­ten Trim­pop
Schnitt: Ste­fan Oli­vei­ra-Pita

 
Ter­mi­ne:
Fr., 2. Mrz.: