Farewell Halong (OmU) mit Gast

Ein Film von Đức Ngô Ngọc. Am 25.4. mit anschlie­ßen­dem Film­ge­spräch.

Miss­trau­en und Angst vor der nahen­den Umsied­lung ver­brei­ten sich unter den Bewoh­nern eines schwim­men­den Dor­fes in der Halong Bucht. Das Leben inmit­ten des male­ri­schen Idylls grün­be­wach­se­ner Inseln und Fel­sen wird getrübt vom größ­ten Umsied­lungs­pro­gramm im Nor­den Viet­nams, das 2014 zuguns­ten des Umwelt­schut­zes und des Tou­ris­mus‘ umge­setzt wird.
Vie­le Fami­li­en leben bereits seit Gene­ra­tio­nen in den schwim­men­den Dör­fern. Sie bewoh­nen Holz­häu­ser, die auf Flö­ßen errich­tet wur­den. Ihr ein­fa­ches Leben bestrei­ten sie mit Fisch­zucht und Diens­ten für die Tou­ris­mus­bran­che. Das Wis­sen um die bevor­ste­hen­de Umsied­lung weckt Erin­ner­ung­en in den Bewoh­nern – Geschich­ten von Armut, mensch­li­chem Mit­ein­an­der, Schick­sals­schlä­gen und dem Auf­bau der eige­nen Exis­tenz. Der neu­en Zukunft auf dem Fest­land schau­en sie miss­trau­isch und schmerz­voll ent­ge­gen. – Die Wel­le des Wirt­schafts­wachs­tums erfasst seit den 1990ern das sozia­lis­ti­sche Viet­nam und schwemmt letzt­lich die Bewoh­ner der schwim­men­den Dör­fer in eine unge­wis­se Zukunft. (aus dem Kata­log Film­fes­ti­val Cott­bus)
Der Film gewann den Dia­log­preis für die Ver­stän­di­gung zwi­schen den Kul­tu­ren.


 
Credits:
D 2016, 98 Min., viet­nam. OmU

Regie, Buch: Đức Ngô Ngọc
Kame­ra: Phạm Ngọc Lân
Mon­ta­ge: Gud­run Stein­brück, Tiến Đạt Nguyễ
 
Ter­mi­ne:
Mi., 25. Apr.:Sa., 28. Apr.:So., 29. Apr.: