Der Essayfilm – sichtbares Denken: Godard

Frü­he Video­ar­bei­ten von Jean-Luc Godard

Mit Six fois deux hat Godard sechs­mal zwi­schen den Bil­dern und Tönen die Flucht­li­nie schöp­fe­ri­schen Han­delns auf­blit­zen las­sen, und mit ihr hat er das Fern­se­hen ent­führt.“ (Gil­les Deleu­ze)

Zusam­men mit Anne-Marie Mié­vil­le grün­de­te Jean-Luc Godard Anfang der sieb­zi­ger Jah­re in Gre­no­ble die Video­ge­sell­schaft „Soni­mage“. Unter dem Ein­druck der tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten des Video­for­mats ent­ste­hen zahl­rei­che Film­pro­jek­te, die anstel­le des Kinos das Fern­se­hen adres­sie­ren. Die expe­ri­men­tell ange­leg­te Seri­en­pro­duk­ti­on „Six fois deux [sur et sous la com­mu­ni­ca­ti­on]“ (R: Godard/Miéville, 1976, 610 Min.) skiz­ziert for­mal und inhalt­lich neue Wege, das Fern­se­hen als dis­kur­si­ves Medi­um zu eta­blie­ren.

Gezeigt wer­den die Epi­so­den „Pho­tos et cie“ und „Mar­cel“ sowie Aus­schnit­te aus einem Inter­view, das Wil­fried Reichart Ende Novem­ber 1976 mit Godard in Gre­no­ble führ­te. Der Vor­füh­rung geht eine Ein­füh­rung von Wil­fried Reichart und Tho­mas Hel­big vor­aus.