Cold War (OmU)

Ein Film von Pawel Paw­li­kow­ski.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Polen, 1950er Jah­re. Über die Musik­grup­pe Mazu­rek tref­fen der Bil­dungs­bür­ger Wik­tor und Zula aus armem Hau­se auf­ein­an­der. Sie begin­nen eine lei­den­schaft­li­che Lie­bes­ge­schich­te, die aus dem kom­mu­nis­ti­schen Polen in den Wes­ten und wie­der zurück führt.

Zwei Lie­ben­de, die sich in abso­lu­ter Kom­pro­miss­lo­sig­keit gegen­über­ste­hen, die sich fin­den, ver­lie­ren und ein­an­der unbe­irrt immer wie­der suchen. Paweł Paw­li­kow­skis neu­er Film COLD WAR spielt im Polen der 1950er Jah­re; in mono­chro­men Bil­dern beschwört er eine Stim­mung von Ver­fall und Auf­bruch, die sich auch in den Land­schaf­ten und in den Men­schen wie­der­fin­det. Alles unter­steht der stren­gen Hand des Sta­li­nis­mus; auch die pol­ni­sche Musik­trup­pe Mazu­rek kann sich sei­nem Ein­fluss nicht ent­zie­hen und wird nach und nach vom Regime ver­ein­nahmt. Über Mazu­rek tref­fen der zurück­hal­ten­de Bil­dungs­bür­ger Wik­tor und die schwung­vol­le, trot­zi­ge Zula aus armem Hau­se auf­ein­an­der. Es beginnt eine lei­den­schaft­li­che und kata­stro­pha­le Lie­bes­ge­schich­te, die die bei­den aus dem kom­mu­nis­ti­schen Polen in den Wes­ten und wie­der zurück treibt. Sehr prä­sent ist dabei die Musik: Von Paw­low­ski hand­ver­le­sen, reicht sie von pol­ni­schen Volks­lie­dern bis zur west­li­chen Jazz­mu­sik der 1950er.
Die Roman­ze der bei­den, die Paw­low­ski lose auf der Geschich­te sei­ner Eltern auf­ge­baut hat, ist geprägt durch den Unwil­len von Wik­tor und Zula, auf­ein­an­der Rück­sicht zu neh­men. Gleich­zei­tig ver­wen­den sie viel Ener­gie dar­auf, die ein­an­der zuge­füg­ten Ver­let­zun­gen wie­der gut zu machen. Die Gefüh­le, die sie für­ein­an­der ent­wi­ckeln, sind undurch­sich­tig und oft bru­tal, aber auch abso­lut frei – im Gegen­satz zu den bei­den selbst, die den Zwän­gen ihrer Her­kunft ent­flie­hen wol­len und sich dabei stän­dig im Weg ste­hen. Wik­tor und Zula sind tra­gi­sche Figu­ren, die dem Zuschau­er jedoch nicht als dem Schick­sal aus­ge­lie­fert erschei­nen. Alles, was sie erlei­den und sich selbst an Leid zufü­gen, tun sie, ohne Anteil­nah­me oder gar Mit­leid dafür ein­zu­for­dern. Sie sind eigen­stän­dig in ihrem Erle­ben – im Guten wie im Schlech­ten.
Manon Schar­stein | indiekino.de

 

Credits:
Zim­na woj­na
Polen/Frankreich/Großbritannien 2018, 84 Min., poln. OmU
Regie: Pawel Paw­li­kow­ski
Dreh­buch: Pawel Paw­li­kow­ski, Janusz Glo­wa­cki
Kame­ra: Luka­sz Zal
Schnitt: Jaros­law Kamin­ski
mit: Joan­na Kulig, Tomasz Kot, Borys Szyc, Céd­ric Kahn, Aga­ta Kules­za

 

Ter­mi­ne:

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Trai­ler: