Dok Termin #21: A / O

DE 2022 73 Min . deut­sche OmeU
Regie & Buch: Emma Hütt

Viele Menschen, häu­fig Touristen, lau­fen zu die­sem Gebäude in der Oranienstraße und wol­len einen Blick über das Eisentor wer­fen oder rap­peln gleich dar­an, um auf das Grundstück zu gelan­gen. Es sieht wie ein letz­tes Gelände aus den 80er Jahren aus, das den
Mythos von Kreuzberg sym­bo­li­siert. Im Gegensatz zu dem manch­mal über­grif­fi­gem Verhalten der Touristen wirft der Film einen lie­be­vol­len Blick auf die Geschichte des Hauses und des­sen Bewohner. Er lässt sie erzäh­len über ihren Werdegang, ihre Erfolge und Niederlagen, Hoffnungen und Enttäuschungen. Die Regisseurin, Emma Hütt, die selbst dort auf­ge­wach­sen ist, scheint aber weni­ger an poli­ti­schen Auseinandersetzungen – - die nicht aus­ge­las­sen wer­den – inter­es­siert zu sein, als viel mehr an den unter­schied­li­chen Verfasstheiten der Personen. Während eini­ge hier nicht mehr den Ort für Utopien sehen kön­nen, möch­ten ande­re nicht so leicht davon abse­hen, was dem Film in man­chen Momenten eine leicht melan­cho­li­sche Stimmung ver­leiht. Am schöns­ten sind dabei viel­leicht die Erzählungen der jun­gen und alten Bewohner, die einer­seits durch unter­schied­li­che Herangehensweisen und ander­seits ihren gegen­sei­ti­gen Respekt auf­fal­len – auch eine Art von geleb­ter Utopie.

So 4.12. 18:00Uhr fsk Kino
Mo 5.12. 18:00Uhr Sputnik-Kino
→ Regisseurin Emma Hütt wird bei
bei­den Vorstellungen anwe­send sein