{"id":9389,"date":"2018-08-12T17:13:20","date_gmt":"2018-08-12T15:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/fsk-kino.peripherfilm.de\/?p=9389"},"modified":"2021-08-31T11:43:26","modified_gmt":"2021-08-31T09:43:26","slug":"berlinzulage-filmreihe-zur-ausstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fsk-kino.peripherfilm.de\/en\/berlinzulage-filmreihe-zur-ausstellung\/","title":{"rendered":"Berlinzulage \u2013 Filmreihe zur Ausstellung"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this ent\u00adry is only available in <a href=\"https:\/\/fsk-kino.peripherfilm.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9389\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p>West-Berlin \/ Kunst \/ 1980er Jahre<\/p>\n<p><span class=\"dquo\">\u201e<\/span>Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht vor\u00adan\u201c sin\u00adgen die Fehlfarben Anfang der 1980er Jahre, viel\u00adleicht auch mit iro\u00adni\u00adschem Seitenblick auf das \u201aWeiter, H\u00f6her und Schneller\u2018 des ste\u00adtig vor\u00adan\u00adschrei\u00adten\u00adden Sozialismus hin\u00adter der Mauer (in der <span class=\"caps\">DDR<\/span>). Egal wie\u00adviel Hellsichtigkeit man der Band, die ohne es zu wol\u00adlen die Hymne der West-Berliner Hausbesetzer schrieb, beschei\u00adni\u00adgen will \u2013 am Ende der Dekade sind alle auch am Ende der Geschichte angelangt.<br>\nDass die\u00adse sich den\u00adnoch wei\u00adter\u00adge\u00addreht hat (ganz im Sinne des Songtexts) und wel\u00adche his\u00adto\u00adri\u00adschen Linien sich aus der dama\u00adli\u00adgen Anti- und Aufbruchstimmung bis heu\u00adte zie\u00adhen las\u00adsen, ist der Rahmen f\u00fcr die\u00adse Ausstellung, die sich kon\u00adzep\u00adtu\u00adel\u00adlen und sub\u00adkul\u00adtu\u00adrel\u00adlen Tendenzen der Kunst der 1980er Jahre in West-Berlin zuwendet.<\/p>\n<div class=\"content single\">\n<div class=\"c2\">\n<p>In der zur Ausstellung geh\u00f6\u00adren\u00adden<strong> Filmreihe<\/strong> zei\u00adgen wir vom 6. \u2013 12.9.:<\/p>\n<p>\n\n\t<\/p><ul id class=\"eo-events eo-events-shortcode\"> \n\t\t<li class=\"eo-no-events\"> noch kei\u00adne \/ oder kei\u00adne&nbsp;mehr&nbsp;<\/li>\n\t<\/ul>\n\n<br>\n[nbsp]\n<p><b>Nekromantik<\/b><\/p>\n<p>West-Berlin 1987 \u2013 90 Minuten \u2013 Spielfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von Super8) \u2013&nbsp;R:<\/p>\n<p>R\/B: J\u00f6rg Buttgereit \u2013 B: Franz Rodenkirchen \u2013 K: Uwe Bohrer \u2013 P\/K: Manfred Jelinski \u2013 M: John Boy Walton, Hermann Kopp, Daktari Lorenz \u2013 mit Daktari Lorenz, Beatrice Manowski, Harald Lundt, Susa Kohlstedt, Franz Rodenkirchen, Volker Hauptvogel<\/p>\n<p>Kein Film sonst hat die mor\u00adbi\u00adde Atmosph\u00e4re des alten West-Berlins so gekonnt ein\u00adge\u00adfan\u00adgen, auf die Spitze getrie\u00adben und sub\u00adli\u00admiert wie J\u00f6rg Buttgereits \u201eNekromantik\u201c (Nun ja, viel\u00adleicht noch \u201ePossesssion\u201c\u2026). Der Film erz\u00e4hlt auf der Oberfl\u00e4che von einem jun\u00adgen P\u00e4rchen, das der Nekrophilie ver\u00adf\u00e4llt, immer neue Kicks braucht und daf\u00fcr sei\u00adne Beziehung ver\u00adspielt. Was das Werk von ande\u00adren Horror-Filmen unter\u00adschied, war vor allem sei\u00adne Gegenw\u00e4rtigkeit \u2013 die Verwurzelung im Hier und Jetzt einer kon\u00adkret ver\u00adhan\u00addel\u00adten Erlebniswelt. Unvermittelt \u00f6ff\u00adne\u00adte sich die T\u00fcr zur Nachbarswohnung in Kreuzberg oder Neuk\u00f6lln, gew\u00e4hr\u00adte Einblicke in Wirklichkeiten, die zwar sehr merk\u00adw\u00fcr\u00addig anmu\u00adte\u00adten, die aber gleich\u00adzei\u00adtig nicht ganz aus\u00adzu\u00adschlie\u00ad\u00dfen waren. V\u00f6llig aus\u00adge\u00adhe\u00adbelt waren auch die g\u00e4n\u00adgi\u00adgen Strickmuster des Genres mit all sei\u00adnen Figurenklischees und den ewig vari\u00adier\u00adten Gut-B\u00f6se-Schemata. Naturgem\u00e4\u00df wur\u00adde \u201eNekromantik\u201c bei sei\u00adner Premiere von gro\u00ad\u00dfen Teilen der \u201eseri\u00f6\u00adsen Filmkritik\u201c reflex\u00adar\u00adtig abge\u00adwehrt. Inzwischen ist klar, dass es sich um eine zwar ver\u00adst\u00f6\u00adren\u00adde, doch seis\u00admo\u00adgra\u00adfisch genaue Bestandsaufnahme aus der \u201eFrontstadt\u201c West-Berlin in ihrer letz\u00adten Phase handelt.<\/p>\n<p>Do, 6.9. 22:00<\/p>\n<hr>\n<p><b>Decoder<\/b><\/p>\n<p><span class=\"caps\">BRD<\/span> 1984 \u2013 87 Minuten \u2013 Spielfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von 16mm) \u2013 R: Muscha \u2013 B: Klaus Maeck, Muscha, Volker Scha\u0308fer, Trini Trimpop \u2013 K: Johanna Heer \u2013 M: <span class=\"caps\">FM<\/span> Einheit, Dave Ball, Genesis P_Orridge, Matt Johnson, The The, John Caffery, Einst\u00fcrzende Neubauten \u2013 mit <span class=\"caps\">FM<\/span> Einheit, Christiane F., Bill Rice, Matthias Fuchs, Ralf Richter, William S. Burroughs, Genesis P\u2011Orridge, Mona Mur, Alexander Hacke<\/p>\n<p>In der nahen Zukunft (von 1984 aus gese\u00adhen) schl\u00e4gt sich der Soundbastler F.M. durch den Dschungel einer anony\u00admen Metropole. Er ist davon \u00fcber\u00adzeugt, dass die St\u00e4dtebewohner durch gehei\u00adme Tonsignale mani\u00adpu\u00adliert wer\u00adden, um so zu wil\u00adlen\u00adlo\u00adsen Konsumenten zu mutie\u00adren. Er ent\u00adwi\u00adckelt gemein\u00adsam mit Pionieren der Stadtguerilla eine Gegenbewegung \u2013 den \u201eCassetten-Terrorismus\u201c. Das staats\u00adka\u00adpi\u00adta\u00adlis\u00adti\u00adsche \u201eMuzak\u201c-Gedudel soll deco\u00addiert, umge\u00adpolt und in revo\u00adlu\u00adtio\u00adn\u00e4\u00adre Energie ver\u00adwan\u00addelt wer\u00adden. Basierend auf den Ideen von William S. Burroughs, ver\u00admoch\u00adte eine Handvoll Akteure aus der D\u00fcsseldorfer Szene wir\u00adkungs\u00advoll ihre kurio\u00adse Dystopie von \u00dcberwachung und Revolte zu ent\u00adwer\u00adfen. Zahlreiche Stars der Subkultur konn\u00adten f\u00fcr Gastauftritte gewon\u00adnen wer\u00adden, u.a. Christiane F., Bill Rice, Genesis P_Orridge und Burroughs hims\u00adelf. Aufnahmen des West-Berlin-Besuchs von Ronald Reagan und ande\u00adres Found-Footage-Material ver\u00adlei\u00adhen dem Ganzen einen reiz\u00advol\u00adlen doku\u00admen\u00adta\u00adri\u00adschen Touch. \u201eEin west\u00addeut\u00adscher No-Wave-Film, ein Unikum, damals ein fast unsicht\u00adba\u00adrer Insider-Tipp, gebor\u00adgen aus der M\u00fcllkippe des Vergessens, heu\u00adte h\u00f6rens- und sehens\u00adwert.\u201c (film-dienst)<\/p>\n<p>Fr, 7.9. 22:00<\/p>\n<hr>\n<p><b>Kinder der Konfettimaschine<\/b><\/p>\n<p>West-Berlin 1987 \u2013 75 Minuten \u2013 semi\u00addo\u00adku\u00admen\u00adta\u00adri\u00adscher Spielfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von 16mm) \u2013 R: Rainer Grams \u2013 B: Klaus D\u00f6rries, Rainer Grams \u2013 K: Klaus D\u00f6rries, Frank F\u00f6lsch \u2013 P: J\u00fcrgen Br\u00fcning \u2013 mit Michael Krause, Hans-J\u00fcrgen Casper, Ronald Berg, Irmgard Maenner, Frank Heizmann, Frieder Weber, Hussyin Kutlucan<\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a> Im Mai 2018 schloss das legen\u00add\u00e4\u00adre Kreuzberger Eiszeit-Kino f\u00fcr immer sei\u00adne Pforten. Die letz\u00adten Betreiber des Hauses, die sich des mythi\u00adschen Namens bedien\u00adten, hat\u00adten schon nichts mehr mit des\u00adsen glor\u00adrei\u00adcher Vergangenheit zu tun. Diese reicht bis ins Jahr 1981 zur\u00fcck, als das \u201eEiszeit\u201c als Hausbesetzer-Kino auf der Blumenthalstra\u00dfe in Sch\u00f6neberg gegr\u00fcn\u00addet wur\u00adde. Nach der poli\u00adzei\u00adli\u00adchen R\u00e4umung und einer Zwischenstation im \u201eFrontkino\u201c konn\u00adten 1983 die R\u00e4ume auf der Zeughofstra\u00dfe bezo\u00adgen wer\u00adden. Als Teil der Bewegung \u201eLichtspiele im Untergrund\u201c (zu der u.a. auch das Regenbogen-Kino und der Ufer-Palast geh\u00f6r\u00adten) wur\u00adde eine Erweiterung des Begriffs \u201eKino\u201c \u00fcber den einer blo\u00ad\u00dfen Abspielst\u00e4tte f\u00fcr Filme hin\u00adaus betrie\u00adben. Der kol\u00adlek\u00adtiv erar\u00adbei\u00adte\u00adte Spielplan war\u00adte\u00adte auch mit Konzerten, Performances, Lesungen und Ausstellungen auf. \u00dcber allem wal\u00adte\u00adte die Idee sub\u00adkul\u00adtu\u00adrel\u00adlen Selbstverst\u00e4ndnisses. Regisseur Rainer Grams war akti\u00adver Teil der Gruppe, die sich um das \u201eEiszeit\u201c schar\u00adte. 1987 ergab sich f\u00fcr ihn die Gelegenheit, f\u00fcr das \u201eKleine Fernsehspiel\u201c (<span class=\"caps\">ZDF<\/span>) ein spie\u00adle\u00adri\u00adsches Gruppenportr\u00e4t mit Wegbegleitern und Zeitgenossen zu drehen.<\/p>\n<p>Sa, 8.9. 22:00<\/p>\n<hr>\n<p><b>So war das S.O. 36 \u2013 Ein Abend der Nostalgie<\/b><\/p>\n<p>West-Berlin 1980\u221285\u00f71997 \u2013 89 Minuten \u2013 Dokumentarfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von Super\u20118) \u2013 R\/K: Manfred O. Jelinski, J\u00f6rg Buttgereit \u2013 K: Michael Becker, Uwe Bohrer, Detlef Skibbe, Verena Wolff \u2013 M: Carambolage, Beton Combo, Einst\u00fcrzende Neubauten, Die Gelbs, Soilent Gr\u00fcn (a.k.a. Die \u00c4rzte), Der Wahre Heino (Norbert H\u00e4hnel), Die Ich\u2019s, Lorenz Lorenz, Rubberbeats, Die T\u00f6dliche Doris<\/p>\n<p><span class=\"dquo\">\u201e<\/span>Die K\u00f6rnigkeit des hoch\u00ademp\u00adfind\u00adli\u00adchen Materials im Pogo-Taumel, flie\u00adgen\u00adde Bierb\u00fcchsen im bun\u00adten B\u00fchnennebel, Rauch, Schwei\u00df und Kondenswasser an den W\u00e4nden. Die Kameras dicht am Geschehen, mit\u00adten unter den tan\u00adzen\u00adden, schrei\u00aden\u00adden und dr\u00e4n\u00adgen\u00adden Zuschauern oder auf der B\u00fchne neben Schlagwerk, Gitarre und schwar\u00adzen Lederstiefeln.\u201c (Berlinale) Im Selbstauftrag hat\u00adte Manfred O. Jelinski schon 1980 begon\u00adnen, die Punk- und New-Wave-Konzerte im legen\u00add\u00e4\u00adren S.O. 36 fil\u00admisch zu doku\u00admen\u00adtie\u00adren. Zu die\u00adsem Super-8-Langzeitprojekt stie\u00df sp\u00e4\u00adter J\u00f6rg Buttgereit, der selbst im Film auf der B\u00fchne mit Freunden in einer Kiss-Parodie zu erle\u00adben ist. Interviews mit den t\u00fcr\u00adki\u00adschen Betreibern, eine lose Rahmenhandlung und diver\u00adses Archivmaterial run\u00adden das Bild ab. 1985 hat\u00adte eine ers\u00adte Variante des Films auf dem Forum des jun\u00adgen Films auf der Berlinale Premiere. 1998 wur\u00adde das Werk dann in sei\u00adne jet\u00adzi\u00adge Form gebracht.<\/p>\n<p>Sa, 8.9. 23:30<\/p>\n<hr>\n<p><b>Jesus \u2013 Der&nbsp;Film<\/b><\/p>\n<p>West-Berlin 1986 \u2013 126 Minuten \u2013 Episodenfilm \u2013 Schwarzwei\u00df \u2013 Digital (von Super\u20118) \u2013 R: Michael Brynntrup (Gesamtkonzept und Montage) sowie Anarchistische Gummizelle, J\u00f6rg Buttgereit, Die T\u00f6dliche Doris, Frontkino \/ Konrad Kaufmann, Birgit und Wilhelm Hein, inter\u00adshop gemein\u00adschaft wig\u00adgert, Almut Iser, Dietrich Kuhlbrodt, Georg Ladanyi, Merve Verlag, Giovanni Mimmo, pade\u00adlu\u00adun, Robert Paris \/ Andreas Hentschel, Schmelzdahin, Stiletto, Sputnik Kino \/ Michael Wehmeyer, Teufelsberg Produktion, Lisan Tibodo, <span class=\"caps\">VEB<\/span> Brigade Zeitgewinn, Werkstattkino M\u00fcnchen \/ Doris Kuhn, Andreas Wildfang \u2013 K: Wolfgang B\u00f6hrer, Michael Brynntrup, J\u00f6rg Buttgereit, Klaus D\u00f6rries, Dietrich Kuhlbrodt, pade\u00adlu\u00adun, Lisan Tibodo, Uli Versum, Andreas Wildfang, Castro Zen, Bj\u00f6rn Zielaskowsy \u2013 mit Michael Brynntrup, Panterah Countess, J\u00fcrgen Brauch, Oliver K\u00f6rner von Gustorff, Wolfgang Bohrer, J\u00f6rg Buttgereit, Mizza Caric, Dietrich Kuhlbrodt, pade\u00adlu\u00adun, Lisan Tibodo, Uli Versum, Michael Wehmeyer, Castro Zen<\/p>\n<p>No-Budget-Monumentalwerk in 35 Kapiteln, gedreht auf Super\u20118 unter der Beteiligung von ins\u00adge\u00adsamt 22 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern. Der aus M\u00fcnster stam\u00admen\u00adde, als Supervisor des Projekts fun\u00adgie\u00adren\u00adde Michael Brynntrup (Jahrgang 1959) arbei\u00adte\u00adte dar\u00adin sein Trauma als Messdiener ab, ent\u00adwi\u00adckel\u00adte das sowje\u00adti\u00adsche Filmmaterial im hei\u00admi\u00adschen Labor selbst und ver\u00adk\u00f6r\u00adper\u00adte selbst\u00adver\u00adst\u00e4nd\u00adlich auch die Titelfigur \u2013 in s\u00e4mt\u00adli\u00adchen Episoden.<\/p>\n<p>So, 9.9. 15:30<\/p>\n<hr>\n<p><b>Christiane F. \u2013 Wir Kinder vom Bahnhof Zoo<\/b><\/p>\n<p><span class=\"caps\">BRD<\/span> 1981 \u2013 131 Minuten \u2013 Spielfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von 35mm) \u2013 R: Uli Edel \u2013 B: Herman Weigel, nach dem gleich\u00adna\u00admi\u00adgen Tatsachenbericht von Christiane V. Felscherinow \u2013 K: Justus Pankau, J\u00fcrgen J\u00fcrges \u2013 M: J\u00fcrgen Knieper, David Bowie, Brian Eno \u2013 S: Jane Seitz \u2013 mit Natja Brunckhorst, Thomas Haustein, Jens Kuphal, Reiner W\u00f6lk, Christiane Reichelt, David&nbsp;Bowie<\/p>\n<p>Christiane F. wur\u00adde mit ihrer Geschichte nach\u00adge\u00adra\u00adde zum Synonym des Drogensumpfes rund um den West-Berliner Ersatzbahnhof am Zoo. Wie die 15-j\u00e4h\u00adri\u00adge Sch\u00fclerin aus Gropiusstadt unauf\u00adhalt\u00adsam in einen Strudel aus Tabletten, Alkohol und schlie\u00df\u00adlich Heroin gezo\u00adgen wird, erlebt aus\u00adgie\u00adbi\u00adge Schilderung, inklu\u00adsi\u00adve Klauerei, Schmutz, Blut und Sex (mal aus Suche nach N\u00e4he, mal zur Geldbeschaffung). Daneben ist der Film \u2013 trotz aller Inszenierung \u2013 inzwi\u00adschen selbst zum Dokument eines Berlin gewor\u00adden, das es so l\u00e4ngst nicht mehr gibt. In einem rela\u00adtiv lan\u00adgen Konzertmitschnitt ist zudem der zeit\u00adwei\u00adli\u00adge Wahl-Berliner David Bowie zu erle\u00adben, der von der B\u00fchne her\u00adab direkt Christiane F. ansingt: \u201eWir k\u00f6n\u00adnen Helden sein, f\u00fcr immer und&nbsp;ewig.\u201c<\/p>\n<p>Mo, 10.9. 22:00<\/p>\n<hr>\n<p><b>Possession<\/b><\/p>\n<p>Frankreich \/ <span class=\"caps\">BRD<\/span> 1981 \u2013 127 Minuten \u2013 Spielfilm \u2013 Farbe \u2013 Digital (von 35mm) \u2013 OmU \u2013 R: Andrzej \u017bu\u0142awski \u2013 K: Bruno Nuytten \u2013 M: Andrzej Korzynski \u2013 mit Isabelle Adjani, Sam Neill, Margit Carstensen, Heinz Bennent, Johanna Hofer<\/p>\n<p>Als ein Mann von einer Gesch\u00e4ftsreise zur\u00fcck\u00adkehrt in sei\u00adne Wohnung an der Mauer in Berlin-Wedding, liegt sei\u00adne Ehe in Tr\u00fcmmern. Seine Frau hat offen\u00adbar eine Aff\u00e4re, ist hoch\u00adgra\u00addig ver\u00adst\u00f6rt, doch will \u00fcber nichts spre\u00adchen. Was ein von dem Mann beauf\u00adtrag\u00adter Privatdetektiv dann in einer Wohnung an der Mauer in Kreuzberg fin\u00addet, ist hoch\u00adgra\u00addig ver\u00adst\u00f6\u00adrend \u2013 und nicht nur f\u00fcr ihn fol\u00adgen\u00adschwer. Der pol\u00adni\u00adsche Filmemacher Andrzej \u017bu\u0142awski (\u201eNachtblende\u201c) zeig\u00adte das West-Berlin der dama\u00adli\u00adgen Zeit als selt\u00adsa\u00admen Ort, an dem bizar\u00adre Dinge gesche\u00adhen. Der auf Englisch gedreh\u00adte Horror-Psychothriller ist einer der ganz weni\u00adgen aus\u00adl\u00e4n\u00addi\u00adschen Berlin-Filme aus der zwei\u00adten H\u00e4lfte des 20. Jahrhundert, in denen es weder um Nazis noch um Spione geht. Oder doch? Isabelle Adjani wur\u00adde in Cannes aus\u00adge\u00adzeich\u00adnet und erhielt den C\u00e9sar. In Deutschland fand der Film nie einen Verleih.<\/p>\n<p>Di, 11.9. 22:00<\/p>\n<hr>\n<p><b>Fucking City<\/b><\/p>\n<p>West-Berlin 1981 \u2013 88 Minuten \u2013 Spielfilm \u2013 Schwarzwei\u00df \u2013 Digital (von&nbsp;16mm)&nbsp;-<\/p>\n<p>R \/ B \/ K \/ S\/ P: Lothar Lambert \u2013 mit Ulrike Schirm, Stefan Menche, Lothar Lambert, Dagmar Beiersdorf, Ayla Algan, Mustafa Iskandarani, Erika Rabau, Dorothea Moritz, Renate Soleymany<\/p>\n<p>Helga und R\u00fcdiger sind ein Ehepaar, sie suchen per Kleinanzeigen jun\u00adge Ausl\u00e4nder, um mit ihnen ero\u00adti\u00adsche Abenteuer vor lau\u00adfen\u00adder Kamera zu insze\u00adnie\u00adren. Der schwu\u00adle Fleischer Kurt ver\u00adsucht, sei\u00adne aus der Provinz ange\u00adreis\u00adte Schwester Klara zu \u00fcber\u00adre\u00adden, einen sei\u00adner Favoriten zu hei\u00adra\u00adten. Zuletzt ste\u00adhen alle vor den Tr\u00fcmmern ihrer Wunsch-Wirklichkeiten. Lamberts schw\u00e4r\u00adzes\u00adter Film beschreibt die Sinnsuche von vier Menschen im Labyrinth sexu\u00adel\u00adler Ersatzhandlungen, irgend\u00adwo zwi\u00adschen \u201eTaxi zum Klo\u201c (Frank Ripploh, 1980) und Fassbinders \u201eAngst essen Seele auf\u201c (1974) ange\u00adsie\u00addelt; \u201e\u2026 aber lus\u00adti\u00adger, trau\u00adri\u00adger und kri\u00adti\u00adscher als jeder der bei\u00adden genann\u00adten Filme.\u201c (James Hoberman, The Village Voice)<\/p>\n<p>Mi, 12.9. 22:00<\/p>\n<p>R = Regie; B = Buch; K = Kamera; M = Musik; S = Schnitt; P = Produktion; OmU = Originalfassung mit Untertiteln<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this ent\u00adry is only available in Deutsch.West-Berlin \/ Kunst \/ 1980er Jahre \u201eKeine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht vor\u00adan\u201c sin\u00adgen die Fehlfarben Anfang der 1980er Jahre, viel\u00adleicht auch mit iro\u00adni\u00adschem Seitenblick auf das \u201aWeiter, H\u00f6her und Schneller\u2018 des ste\u00adtig vor\u00adan\u00adschrei\u00adten\u00adden Sozialismus hin\u00adter der Mauer (in der <span class=\"caps\">DDR<\/span>). 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